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Produkttyp: Volkswagen Autos
Neuester Testbericht: ... und einer somit optimalen Kraftverteilung dem Maßstab des Audi A8 quattro nahe kommt. Serienmäßig ist auch die Luftfederung AirMotion, ... mehr
Für Leute, die ihren Luxus nicht zeigen möchten
VW Phaeton 3.2 V6

Name des Mitglieds: trabajador5
Produkt:
VW Phaeton 3.2 V6
Datum: 17.07.02, geändert am 04.04.05 (1888 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: nicht protzig
Nachteile: moderne technik, kraft
Gefahren bin ich den Phaeton in der W12-Version (420 PS), sprich mit 12 Zylinder Motor. Er wird dem sog. D-Segment zugeordnet, in dem sich unter anderem noch die S-Klasse von Mercedes, bzw. die 7er Reihe von BMW tummeln.
Damit überspringt VW in seiner Diversifizierungsstrategie gleich eine Klasse zwischen Passat und Phaeton (C-Klasse).
Leider fehlen mir Vergleiche zur S-Klasse bzw. zum 7er BMW. Trotzdem machte der Phaeton von seiner Innenausstattung her einen sehr gediegenen Eindruck auf mich, allerdings nach meinem Geschmack etwas zu spiesserhaft (Wurzelholz). Die Sitze ließen sich sehr einfach über nur einen Hebel in jeder Richtung verstellen.
Auch sonst fielen mir die zahlereichen Knöpfe und Regler auf, deren Funktionen ich nicht komplett testen konnte. Alles wesentliche zur Steuerung befand sich jedenfalls am gewohnten Platz.
Etwas negativ empfand ich die Position des Knopfes für die Kofferraumöffnung direkt vor den Schaltern für die Fensterheber. So passierte es mir dann, dass ich beim Vorzeigen des Torpasses aus Versehen den Kofferraum öffnete. Nach der Autobahnauffahrt kam dann die erste kleine Überraschung (jedenfalls für mich). Der Phaeton verfügt über eine automatisch abgestimmte Luftfederung. Nach Erreichen einer gewissen Geschwindigkeit wurde ein Ansenken des Fahrwerkes über die Multifunktionsanzeige angezeigt, welches man ohne diese Information vielleicht nicht einmal bemerkt hätte.
Auch sonst verfügt der Phaeton über eine vielfältige Sensorik. Scheibenwischer reagieren automatisch auf Feuchtigkeit, Licht auf Dunkelheit, die Servotronik Lenkung auf verschiedene Geschwindigkeiten oder Signalgeber beim Einparken auf Abstände zu festen Gegenständen (akustische Einparkhilfe). Außer über die Multifunktionsanzeige wird man auch noch über Navigationscomputer, Audiocenter (incl. CD-Wechsel im Handschuhfach) oder Autotelefon (leider ohne Chipkarte) über alles innerhalb und außerhalb des Autos auf dem Laufenden gehalten. Die Navigat
ionshilfe kann im stehenden Betrieb übrigens auch als Fernseher genutzt werden.
Da der potentielle Kundenkreis wohl eher dem gesetzteren Alter zuzuordnen ist, verfügte auch der von mir gesteuerte Phaeton über ein Automatikgetriebe. Der Motor, der das Fahrzeug theoretisch auf Geschwindigkeiten von weit über 300 km/h bringen könnte, wird bei 250 km/h abgeregelt. Die zusätzliche Leistung kann man also eigentlich nur noch beim Beschleunigen nutzen. Wenn der Vorausfahrende bei 180 die linke Spur freimacht, kann man mal durchtreten und wie der Blitz an ihm vorbeihuschen. Im Rückspiegel ist der Phaeton leicht mit dem Passat zu verwechseln, obwohl er über erheblich größere Ausmaße verfügt. Von hinten ist er dann aber eindeutig, insbesondere wegen der runden Rückleuten, von diesem zu unterscheiden. Das macht beim Überholen einen gewissen Spaß für jemanden, der ansonsten hauptsächlich Mittelklassenfahrzeuge fährt, sorgt dann aber auch für entsprechenden Verbrauch, der sich bei mir so durchschnittlich auf einem Niveau von 16-18 Liter (Super) einpegelte.
Für jemandem, der bereit ist, 100.000 € auszugeben, spielt der Verbrauch wohl auch eher eine untergeordnete Rolle, zumal es sich hier hauptsächlich um Dienstfahrzeuge handeln dürfte. Mit 6 Zylindern ist der Phaeton übrigens auch schon für schlappe 60.000 € zu erhalten.
Gebaut wird das Fahrzeug exklusiv in der sogenannten gläsernen Fabrik in Dresden. Man kann hier als Käufer also „event-shopping“ betreiben, und dabei zuschauen, wie sein Fahrzeug (als eines von ca. zwei pro Tag) endmontiert wird. Viele können bei einem solch innovativem Marketing und in solch brandneuer Umgebung vielleicht vergessen, dass es sich beim Phaeton ja eigentlich um ein nicht mehr ganz so neues Fahrzeug handelt. Besonders wurde ich daran erinnert, als ich den Wagen am Ende dann neben einem Audi A8 abstellte und beide Fahrzeuge so nebeneinander von oben betrachtete. Understatement ist ja sehr verbreitet und k
önnte dem Phaeton, als Träger des VW (Volks-) Symbols vielleicht eine gewisse Klientel zutreiben. Ich habe mir dann allerdings doch so meine Gedanken gemacht, warum ich für das gleiche Geld dann nicht doch lieber Aluminium kaufen soll.
Alles, was sonst noch fehlt (z.B. ABS....), kann man unter www.phaeton.de nachlesen.
Fazit:

