TVR Griffith 500
TVR, besser man(n) hat einen ! - TVR Griffith 500 Auto

Produkttyp: TVR Autos

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TVR, besser man(n) hat einen !
TVR Griffith 500

jake2621

Name des Mitglieds: jake2621

Produkt:

TVR Griffith 500

Datum: 24.07.02, geändert am 24.07.02 (806 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: riesen Fahrspass, Hingucker, äusserst selten

Nachteile: wenig Comfort, Karosseriereparaturen recht teuer, keine, die die Vorteile aufwiegen könnten

Hallo zusammen,

auch ich gehöre zu den Leuten, die einen Griffith 5.0 irgendwann besitzen werden, denn er ist zweifelsohne eines der schönsten Autos überhaupt. Als "echtes" Konkurrenzprodukt zu Ferrari, Lamborghini oder gar Sportwagen für "Mädchen", wie z.B. Porsche, ist er aufgrund der verwendeten Technik dabei im Vergleich zu dem Rest auch eher "pflegeleicht" (Porsche mal ausgenommen). Ausserdem ein echter Hingucker, streng nach dem Motto "was ist das überhaupt".

Nun ja, andererseits war mein Portemonnaie derzeit noch nicht gut genug bestückt, um mir dieses ja nicht ganz billige Autochen leisten zu können. Daher habe ich mich zum Erwerb eines 280i S1 Bj. 88 entschlossen und kann allen, die einen TVR ihr eigen nennen wollen, ohne dabei den Gegenwert eines kleinen Wohnung aufbringen zu müssen, nur zum Erwerb dieses Autos anraten (bzw. S2 oder S3, die zwar an Comfort etwas mehr zu bieten haben aber an Innenraumdesign etwas weniger - Geschmackssache).

Alles was zum Griff 5.0 gesagt wurde, gilt nämlich auch für dieses Auto, wenn auch aufgrund der "nur" 150 PS bei 970 Kg Leergewicht in leicht abgeschwächter Form. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 217 km/h schliesslich auch nicht gerade von schlechten Eltern.

Bei 160 hat man das Gefühl von weit über 200. Nur tritt man dann nicht mehr so sehr aufs Gas, weil bei 180 aufgrund der extrem direkten Übersetzung der Lenkung dann wirklich eine gewisse "Unruhe" beim Fahrer ausbricht und er sich fragt, wie lange er sich bei dem geradezu "infernalischen" Lärm eigentlich überhaupt so gut wird konzentrieren können, dass er das Auto noch auf der Strasse halten kann. Also lieber wieder das Gaspedal lupfen, um bei 160 zu erraten versuchen, welches Lied das auf volle Lautstärke aufgedrehte Radio eigentlich wiedergibt.

Damit ist auch das "echte" Gefühl eines Autos gegeben, welches zwar potentiell einiges kann, dem Fa
hrer aber eindeutig klarmacht, dass Autofahren tatsächlich mit zunehmender Geschwindigkeit immer "riskanter" wird. Lustig, dass ich exakt an dem Tag des Kaufes des TVR kurz vorher meinen 7er BMW bei Tempo 240 buchstäblich "zerlegt" habe.

Trotzdem ist der TVR auch ein "Alltagsauto", zumindest mein 280i S1, da mit der simplen Technik des Ford Granada 2.8i ausgestattet. Also: Bei Problemen einfach den sprichwörtlichen "Hammer" nehmen und das Ding läuft wieder (alternativ kann man natürlich auch jede Ford-Werkstatt aufsuchen und sich an den geradezu "ungläubigen" Blicken der binnen Sekunden versammelten Mechaniker erfreuen).

Das Auto ist tatsächlich allgemein ein echter "Hingucker", weil es klasse ausschaut und eben: weil es keiner kennt ! Ausserdem natürlich auch ein echter "Hinhörer", weil es zwar nicht ganz das "Donnergrollen" eines Griff 5.0 entwickelt, aber im Vergleich zu Cabrios mit ähnlicher Leistung nicht einfach nur "Krach" macht sondern 6 Zylinder mit recht ordentlichem Hubraum sich nunmal anders anhören, als die "Mädchencabrios". Der Nachteil liegt naturgemäß darin, dass man entweder nicht schnell unterwegs sein darf oder aber Ohropax bzw. ein Atoradio mit Kopfhöreranschluss benötigt (was leider weder erlaubt ist, noch wirklich "kompatibel" zu Handys ist. Mein Tipp: Vibrationsalarm am Handy einschalten, es in die Brusttasche stecken und bei Bedarf ganz schnell Gas weg, Knöpfe aus dem Ohr und Handy ans Ohr. Oder einfach Anruf Anruf sein lassen und weiterhin das Fahrgefühl geniessen.)

Trotzdem: auch ein TVR 280i ist nichts für Leute, die sich allein aufgrund des "Hinguckeffekts" dafür entscheiden. Das Auto ist bretthart, entbehrt eines jeden Comforts und setzt ein wenig fahrerisches Können in "Härtesituationen" voraus. Aufgrund der Ermangelung jedweden Comforts (und damit meine ich nicht elektrische Fenste
rheber, eine Klimaanlage oder sonstwelchen "Schnickschnack" in jedem Fall auch ein wenig "Leidensfähigkeit", welche allerdings Fans von britischen Roadstern ohnehin im Blut liegt.

Das Ganze kostet dann derzeit "noch" so um die 13.000 bis 18.000 EUR und ist eben zum Preis eines TR6 mit mehr als der Exclusivität der meisten Ferrari verbunden (es wurden vom S1 bis zum S3 nur ca. 500 Stück gebaut, womit sich das Autochen gleichzeitig eher als Geldanlage empfiehlt, als jede Aktie).

Rosten kann aufgrund der Kunststoffkarosserie praktisch nichts und wer dem Rahmen (leider nicht aus Alu) etwas Pflege widmet, der wird lange Spass an diesem Auto haben.

mfg

Jerko Usmiani
j.usmiani@itatoffice.org




Fazit: