
Produkttyp: Toyota Autos
Neuester Testbericht: ... Es standen genügend Löcher, Schlitze und Ritzen zur Verfügung. Fazit ==== Die Toyota-Jeeps gelten als mit die besten Jeeps fürs Ge... mehr
.FZ-05: Hai oder Luchs?
Toyota Hilux

Name des Mitglieds: zeitspringer
Produkt:
Toyota Hilux
Datum: 17.05.02, geändert am 17.05.02 (1391 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Zuverlässig, Robust
Nachteile: .
Im Rahmen meines Namibia-Urlaubes fuhr ich diesen Jeep auf knapp 10.000 km regelrecht über Stock und Stein. Außer einer Reifenpanne nach 8.000 km hatte ich keinerlei Probleme mit dem Auto – kein Wunder: Der Wagen hatte ja noch nicht einmal 30.000 herunter als ich ihn bekam. Allerdings musste der komplette Reifensatz nach meiner Rückgabe aufgrund des (normalen) Verschleißes getauscht werden. Dies ist aber nicht verwunderlich, da Namibias Straßen zum Großteil aus Schotterpisten bestehen.
Bedienelemente
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Die Innenausstattung von Toyota-Jeeps ist nicht allzu üppig. Alles was notwendig ist, ist vorhanden. Auf Schnickschnack wird meist verzichtet, was im Gelände nie von Nachteil ist. Denn ein Schraubenzieher findet sich in jedem Bordwerkzeug, ein Lötkolben und ein Spannungsprüfer wohl eher nicht.
Problematisch erwies sich nur, daß in Ländern mit Linksverkehr immer die Bedienelemente wie Blinker und Scheibenwischer vertauscht sein müssen. Am Anfang blinkt man recht selten und wischt umso öfter die Scheibe. Aber das ist ja ein allgemeines Problem.
Das bedeutet, daß Blinker und Scheibenwischer als Lenkradschalter ausgelegt und seitlich an der Lenkradsäule angeordnet sind.
Ansonsten herrscht im Innenraum der Kunststoff, was nicht nachteilig ist. Marderbesuch hat sich hingegen auch noch nicht eingestellt. Schmeckt wahrscheinlich nicht.
Innenraum
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Der Jeep ist zweigeteilt, einerseits die Fahrgastkabine und anderseits der Laderaum. Wir hatten eine Zweierkabine, die ausreichend Platz bot. Die Sitze ließen sich auch verstellen, allerdings nicht in der Höhe .Man konnte sie nur vor oder hinter schieben bzw. die Lehne neigen. Das Lenkrad war nicht höhenverstellbar.
Ist der Sitz in der hinteren Position passt auch nicht mehr viel dahinter außer einem Buch oder etwas ähnlich Schmalen. Ansonsten sind die Sitze relativ bequem – ist ja immerhin ein Geländeauto. Zum Einsteigen g
ibt es ein Trittbrett, was man natürlich auch beim Aussteigen benutzen darf.
Von Vorteil ist aber auf jedem Fall die hohe Sitzposition. Dank dieser entgeht Einem im Gelände und in der Stadt fast nichts.
Kofferraum
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Der Raum für die Koffer war der Laderaum. Hier gibt es unterschiedliche Aufbauten, so daß man hier nichts allgemeingültiges sagen kann. Außer daß unser Laderaum nicht sanddicht war und wir deshalb vorsorglich alles in große Mülltüten einpackten.
Die Fahrgastzelle war hingegen sanddicht.
Getriebe
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Eingebaut war ein Fünfganggetriebe mit separatem Rallyegang. Allerdings konnte der Jeep im Rallyegang nur rückwärts fahren.
Das Getriebe konnte im Modus H2, H4 oder L4 gefahren werden. H2 bedeutet, daß nur die beiden Hinterräder angetrieben werden. Bei H4 ist man schon im Allradmodus, was einen etwas höheren Benzinverbrauch zur Folge hat. L4 ist die Allradvariante für schwierige Geländeabschnitte, wie Wasserdurchfahrten oder starke Steigungen oder Sanddurchfahrten.
Zum Umschalten in L2 ist anzuhalten, da hier die Übersetzung auch eine ganz andere ist. Man fährt hier im fünften Gang höchstens etwa 50 km/h, bei H2 bzw. H4 sonst eher um die 150 km/h.
Fahrverhalten
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Auf normaler Straße reicht H2 völlig aus, da bei Allrad der Abrieb sonst zu hoch ist. Ich fuhr auf Teerstraßen immer im H2-Modus und sobald ich diese verließ schaltete ich in H4. Dies hat den Vorteil, daß bei rutschigem Untergrund die Antriebskraft auf mehrere Räder verteilt wird. Das Auto hält in Kurven, die es ja auch bei Schotterpisten gibt, die Spur besser und reagiert genauer auf Lenkmanöver.
Insgesamt kann ich mich nicht beklagen über das Fahrverhalten. Selbst bei über 100 km/h über Schotterpisten oder auf der Salzpad gab es keine Probleme, wie Flattern oder Schwimmen über die Fahrbahn. Eine Vollbremsung bei dieser Geschwindigkeit bringt in Anbetracht des rutschigen
Untergrunds und der Masse wieder andere Ergebnisse, die ich aber nicht ausprobieren wollte. Normales Bremsen brachte das Auto ohne seitliches Ausbrechen zum Stehen. Ebenso konnte ich dank des Allradantriebes in Kurven kein Ausbrechen feststellen.
Aufgrund der hohen Bodenfreiheit läßt es sich einfach über hohe Steine oder durchs Wasser fahren.
Rückwärts und Einparken
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Der von mir gefahren Jeep hatte einen Aufbau statt der Pickup-Ladefläche, durch den mittels den inneren Rückspiegels eigentlich nicht durchgeschaut werden konnte. Entweder war der Laderaum ziemlich voll oder die hinteren Scheiben (die des Aufbaus) waren verschmutzt.
Rückwärts fahren und Einparken ist mittels zweier großer Außenspiegel mit den üblichen Problemen möglich. In eine städtische Parklücke würde ich dennoch nicht ohne Einweiser einparken, da das Fahrzeug ziemlich hoch ist und das Anrempeln dann doch gleich zu größeren Schäden bei normalen PKWs führt.
Im Gelände ist freilich rückwärts fahren kein Problem. Ein im Wege stehender Baum macht Einen dann ja nicht haftbar, wenn man dichter heran fährt, als daß er steht.
Tanken
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Wir fuhren die Benzinvariante des HiLux, da der Vermieter diese den Dieseln vorzieht. Zulässiges Gesamtgewicht sind knapp 2,5 t.
Der Spritverbrauch lag so etwa bei 12 bis 15 Litern auf 100 km (bei Fahrt über H2 bzw. H4). Da der Jeep mit Zusatztank über insgesamt ca. 130 Liter Benzin verfügen konnte, sind 1.000 km mit einer Tankfüllung möglich.
Eine Momentananzeige des Spritverbrauchs fällt unter den oben erwähnten Schnickschnack – gibt es also nicht. Der Haupt- und der Zusatztank waren miteinander verbunden, so daß man nicht zwischen beiden umschalten musste. Allerdings bewegte sich die ersten ein paar hundert Kilometer die Benzinnadel nicht von Ihrer Vollstellung. Aber das ist der Preis des nachträglichen Einbaus eines Zusatztankes, den es vielleicht schon ab
Werk geben sollte.
Klimaanlage
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Eine Klimaanlage war auch eingebaut. Eigentlich lief sie ständig, wenn wir nicht gerade das Fenster offen hatten. Die Fensterkurbeln waren jedoch manuell zu bedienen, was ja bei einem Geländeauto eher ein Vorteil ist. Denn was macht man, wenn mal ein Stellmotor oder nur ein Kontakt kaputt geht?
Die Kühlleistung der Klima war recht ordentlich, so daß sie nicht auf Vollast lief. Auch das Zuführen der kalten Luft in die Fahrgastzelle verlief recht gut und zwar ohne daß man ständig im kalten Zug sitzen musste. Es standen genügend Löcher, Schlitze und Ritzen zur Verfügung.
Fazit
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Die Toyota-Jeeps gelten als mit die besten Jeeps fürs Gelände. Man sieht sie häufig in Ländern, wo man auf robuste Fahrzeuge angewiesen ist. Ich fahre gern Toyota-Jeeps und kann sie auch nur empfehlen, wenn jemand ein robustes Fahrzeug mit weltweiter Ersatzteilverfügbarkeit benötigt.
Noch besser gefällt mir aber der große Bruder, der Landcruiser (=> .FZ-07).
Fazit:

