Suzuki Wagon R+ 1.0
Praktischer Micro-Van - Suzuki Wagon R+ 1.0 Auto

Produkttyp: Suzuki Autos

Neuester Testbericht: ... gut ist. Die jährliche Fahrleistung ist natürlich meine eigene, egal mit welchem Auto ich fahre. Mit dem Wagon R+ bin ich in 2 Tagen ca. 2... mehr

Praktischer Micro-Van
Suzuki Wagon R+ 1.0

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Produkt:

Suzuki Wagon R+ 1.0

Datum: 25.11.00, geändert am 27.11.00 (1002 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: niedriger Preis, gute Serienausstattung, schadstoffarm, relativ niediger Verbrauch, hohe Variabilität

Nachteile: hartes Fahrwerk, keine Sidebags und ESP lieferbar, ZV nicht vom Kofferraum aus bedienbar

Seit gut einem Monat fahren wir einen Suzuki Wagon R+ 1.3 GL. Dieses neue Modell wurde von Suzuki gemeinsam mit der GM-Tochter Opel entwickelt, die das optisch nahezu gleiche Modell unter dem Namen Agila vertreibt.

Im Vergleich zum "alten" kantigeren Wagon R+ ist das neue Modell ein wenig runder designt. Eine ausgesprochene Schönheit für Stromlinienfans ist der Wagen aber damit immer noch nicht, interessant und ungewöhnlich ist das Erscheinungsbild aber allemal. Diese Form bietet auch den Vorteil, dass der Innenraum auch für vier Erwachsene (hinten bis 1.80 m, vorne unbegrenzt) ausreichend Platz bietet. Besonders die große Kopffreiheit und die erhöhte Sitzposition finde ich sehr angenehm.

Der Kofferraum mutet auf den ersten Blick zwar etwas klein an, genügt aber für kleine bis mittlere Einkäufe vollauf. So lassen sich beispielsweise vier Sprudelkisten nebeneinander im Kofferraum platzieren und ein Einkaufskorb kann noch darauf gestellt werden. Auch ein Kinderwagen kann ohne Umklappen der Sitzbank transportiert werden, wen man ihn hochkannt in den Kofferraum stellt, was dank der großen Höhe des Innenraums kein Problem ist.
Soll noch mehr geladen werden, können die hinteren Sitze mit einem Handgriff geteilt umgeklappt werden. Das besondere dabei ist, dass nicht nur die Lehne umgelegt wird, sondern auch die Sitzfläche mit abgesenkt wird, so dass eine ebene Fortsetzung des Kofferaumbodens entsteht. So lassen sich auch drei Personen mit Gepäck befördern.
Ein kleines, aber praktisches Detail sind auch die Schubfächer unter den Vordersitzen, die sich zur Unterbringung von allerlei Krimskrams oder eines CD-Wechslers (Blaupunkt 10er passt) eignen.

Der Motor ist jetzt ein 1,3 l-Vierzylinder aus Aluminium mit 16 Ventilen, der 76 PS leistet. Er erfüllt die Schadstoffnormen Euro 3 und D 4. Unser Wagon ist damit bis Juni 2005 steuerfrei. Der Antrieb reicht aus, um das Auto im Stadtverkehr und auf der Landstraße agil zu bewegen. Allerdi
ngs ist er kein Drehmomentwunder und erfordert schon ein wenig Schaltarbeit, wenn man flink vom Fleck kommen will. Das 5-Gang Getiebe ist dabei leicht und mit kurzen Wegen schaltbar. Auch höhere Drehzahlen sollte man nicht unbedingt scheuen, die der Motor auch klaglos verträgt und eher sogar fordert.
Unser bisheriger Verbrauch liegt bei 7 - 8 Litern Super bleifrei. Ich hoffe, dass das noch ein wenig sinkt. Es war aber auch sehr viel Kurzstrecke dabei.

Das Außengeräusch ist sehr leise. Im Innenraum ist der Motor bis 3000 Umdrehungen/Minute nur dezent hörbar. Darüber wird er jedoch deutlich hörbar und später sogar brummig. Dies ist auch ein Grund, warum lange Autobahn-Etappen nicht so sehr die Domäne des Wagon sind. Man kommt zwar auch ans Ziel, aber andere Autos können das eindeutig besser.

Das Fahrwerk ist relativ straff ausgelegt und bleibt auch im Grenzbereich leicht beherrschbar. Trotz der großen Höhe des Wagon kommt auch in schnellen, eckigen Kurven nie ein Gefühl der Unsicherheit auf. Díe serienmäßige elektrische Servolenkung vermittelt eine sehr direkten Kontakt zur Fahrbahn. In der Stadt stellt sich ein regelrechtes GoKart-Feeling ein. Bei höheren Geschwindigkeiten könnte die Zielgenauigkeit etwas besser sein, was auch an den relativ schmalen Reifen (165er) liegen kann.

Die Bremsen kommen mit dem Gewicht des Fahrzeugs gut zurecht. Auch nach wiederholten Bremsmanövern ist kein Fading erkennbar. Das ebenfalls serienmäßige ABS erhält im Notfall die Lenkbarkeit.

Durch die hohe Sitzposition, die Servolenkung und die kompakten Abmessungen ist das Einparken und Rangieren überhaupt kein Problem.

Die Sitze sind bequem und nicht zu weich, so dass auch nach längeren Stecken der Rücken nicht schmerzt. Heizung und Lüftung funktionieren sehr effektiv, ohne dabei durch starke Geräuschentwicklung zu ärgern.
Wir haben unser Auto mit Klimaanlage bestellt, die auch gut und leise funktioniert.

Die Serienausstattung is
t ziemlich komplett. So gehören beispielsweise ABS, zwei Airbags, Seitenaufprallschutz, Zentralverriegelung, Servolenkung, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Drehzahlmesser, geteilte Rücksitze, Dachreling und ein vollwertiges Reserverad zum Lieferumfang.

Viele dieser Accessoires sind beim Opel Agila nur gegen Aufpreis erhältlich.

Zum Sicherheitspaket gehört auch noch ein Pedal Release System, das die Pedale bei einem Frontalaufprall aushängt.
Bedauerlich ist nur, dass Seitenairbags und ein ESP auch gegen Aufpreis nicht lieferbar sind.

Ein wenig unverständlich ist auch, dass die Zentralverriegelung nur von der Fahrer- oder Beifahrertür aus bedient werden kann, nicht aber vom Schloss des Kofferraums, obwohl die Zentralverriegelung auch den Kofferraum entriegelt. Soll hier vielleicht der Verkauf der aufpreispflichtigen Funksteuerung für die Zentralverriegelung gefördert werden?

Suzuki gewährt auf das Auto 3 Jahre oder 100.000 km Garantie, die gegen Aufpreis sogar auf 5 Jahre oder 150.000 km verlängert werden kann.

Fazit: Der neue Wagon R+ ist ein sehr praktisches und wirtschaftliches Auto, das auch für kleine Familien noch geeignet ist. Wer allerdings Wert auf exorbitante Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit oder extremen Komfort legt, wird mit ihm nicht glücklich werden

Fazit: