Smart smart & pulse
So wird man Missionar - Smart smart & pulse Auto

Produkttyp: Smart Autos

Neuester Testbericht: ... den USA angeboten und war dort zweitweise sogar ausverkauft. Die Umwelteigenschaften des Smarts, waren bereits bei der ersten Generation ... mehr

So wird man Missionar
Smart smart & pulse

pinguinfan

Name des Mitglieds: pinguinfan

Produkt:

Smart smart & pulse

Datum: 21.05.01, geändert am 24.08.04 (497 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sparsam, hoher Spaßfaktor, klein

Nachteile: nichts wichtiges

Über einige Jahre hinweg bin ich im Außendienst tätig gewesen und rund 100.000 km im Jahr gefahren. Mit dem Entschluss nicht mehr im Außendienst zu arbeiten und verschiedenen Vorstellungsgesprächen stellte sich dann die Frage: Was mach ich wenn mein schöner Audi A4 weg ist und ich mich selbst um ein Auto kümmern muß??? Entgegen der üblichen Weise sich nach einem Wagen umzusehen und den zu kaufen habe ich mir überlegt, wie ich wohl umsonst an ein Auto komme. Da kam mir die rettende Idee: Ich muß meinen zukünftigen Chef davon überzeugen, mir einen Wagen zur Verfügung zu stellen. Im ländlichen Bereich um Stuttgart fahren einige Firmen Smart als Werbeträger. Und so habe ich meinem Chef verdeutlicht daß ich einen Dienstwagen brauche und wie groß doch der Nutzen eines gut beschrifteten / gestaltetetn Smart als Werbeträger ist. Jetzt habe ich ihn.

Smart cdi
Erstzulassung 10/2000
Kilometerstand 12700
Farbe blau/schwarz
Ausstattung: Klimaanlage, Glasdach, Raucherpaket, Doppelairbag, ABS, Trust Plus, Uhr, Drehzahlmesser, Radio / Cassette, Freisprecheinrichtung
Preis: rund 22.800 DM

Platz:
Der Wagen ist innen irgendwie größer als Außen. 6 Getränkekisten waren schon drin, eine 2-Meter Leiter wurde transportiert und das Ikea Regal hat er auch verkraftet. Die Sitze sind bequem, die Klimaanlage funktioniert wunderbar. Die Scheiben neigen bei Feuchtigkeit zum Beschlagen von innen, die Heizleistung im Winter ist eingeschränkt (trotz Zusatzheizung)

Fahrverhalten:
Vollkommen unproblematisch, auch im Winter. In der Stadt zieht der Diesel zügig an. Ich benutze ihn nur in der QAutomatikposition, lediglich bei Überholvorgängen schalte ich manchmal manuell runter. Auch nach der letzten Modellpflege ist das Fahrwerk etwas hart, der Wagen ist bei höheren Geschwindigkeiten sehr empfindlich in Bezug auf Seitenweind.
Längere Strecken machen auch Spaß. Es ist erstaunlich, wen man mit so einem Kleinen auf der Autobahn überholen kann....


Spaßfaktor und Neidfaktor der Anderen bei der Parkplatzsuche in Innenstädten sind einfach riesig!

Verbrauch: Im Schnitt jetzt 4,4 Liter. Bei längeren gemütlichen Landstraßenfahretn auch deutlich unter 4 Liter pro 100 km.

Qualität:
Nichts klappert, nichts scheppert. der Wagen braucht kein Öl und ist absolut einwandfrei verarbeitet. Wie auch sonst könnte ein Hersteller 3 Jahre Garantie geben. (leider nur bis 42.500 km).
Aber Vorsicht: Aufgrund der Garantiezeiten gibt es bei MCC keine Kulanz. Wenn nach 3 Jahren und 1 Tag oder aber nach 42560 km etwas kaputt geht, dann zahlt der Kunde.

Makel:
Jedes Auto ist nur so gut wie der Service. Für den Diesel waren trotz Bestellung im September keine Winterreifen des 135 Formats für die Vorderachse lieferbar. Die im 145 er Format gab es reichlich. Nun darf zwar der Benziner beide Formate fahren, der Dieselk aber nur die kleineren Reifen. Dies lag daran, daß nur der schmalere Reifen den geringen Rollwiderstand hat, den der cdi braucht, um im Drittelmix unter 3,5 Liter zu brauchen was Voraussetzung für die Steuerbefreiung bis 2005 ist. Im Klartext: Wer die breiteren Reifen auf die Vorderachse zieht, der begeht formaljuristisch den Straftatbestand der Steuerhinterziehung. So bin ich nur zu den Winterreifen gekommen, indem ich die breiten gekauft hab und mit dem Bestitzer eines Benziners gegen geringe Differenzzahlung tauschte. Handel wie im Mittelalter.
Zweites Sorgenkind in den vergangenen Wochen war die im SmartCenter eingebaute Freisprecheinrichtung. Dort will man den Fehler immer wieder auf mein Telefon schieben (Nokia 6210, neu). Die Jungs verstehen nicht, daß wir in der Firma alle die gleichen Telefone haben. Jedes Diensthandy funktioniert nicht in meiner Freisprecheinrichtung, mein Handy funktioniert in jedem anderen Auto mit der Anlage, nur nicht im Smart. Man scheut sich aber davor das teure Steuergerät der Anlage zu tauschen und so steht jetzt am Mittwoch der nächste Werk
stattbesuch an.

Die erste Inspektion hat rund 320 Mark gekostet. Kein Schnäppchen für einen simpelen Ölwechsel.

Jetzt fragen sich die Leser dieses Beitrags sicherlich, wie es zu dem Missionarstitel der Meinungsüberschrift kommt, oder?

Ganz einfach. Man kann zum Smart nur zwei Meinungen haben. Entweder man liebt oder man hasst ihn. Häufiger treffe ich noch auf die Hasser. Und wenn die beginnen zu lästern, dann frag ich immer ob die schonmal smart gefahren sind. Und dann gehts raus und eine Runde wird gedreht. Und plötzlich wird der smart in die Überlegungen zur nächsten Zweitwagenbeschaffung mit einbezogen. Der Kleine hat das Zeug zum Kult. Und da man ihn nur lieben oder hassen kann: Ich liebe ihn.

Fazit: