
Produkttyp: Smart Autos
Neuester Testbericht: ... nie wieder was anderes als ein dt. Wagen zu fahren. Und das es nun ein Smart ist, darüber bin ich ehrlich gesagt sehr froh! Ich fah... mehr
"Mobilitätskonzept auf vier Rädern" ...
Smart smart & passion

Name des Mitglieds: Careca
Produkt:
Smart smart & passion
Datum: 18.02.01, geändert am 18.02.01 (908 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Geringer Verbrauch, Günstiger Unterhalt, Restparkplatzverwertbarke it
Nachteile: Seitenwindempfindlichkeit, geringe Wintertauglichkeit, schlechtes Audiosystem
Diese Kritik bezieht sich allein auf die Modelle zwischen Januar 200 bis Dezember 2000, denn seit Januar hat smart ihr Programm ein wenig umstrukturiert. Der "smart passion" ab 2001 wird jetzt mehr in Richtung "Komfort/Luxus" definiert (wie z.B. Ledersitze, Sitzheitzung, etc.). Der "smart passion" bis Dezember 2000 war der verstärkter ausgestattettere "smart pulse". Das hiess ein "smart pulse" liess sich so ausstatten, dass er von einem "passion" kaum zu unterscheiden war. Ausser natuerlich im Preis: Ein zum "passion" aufgerüsteter "pulse" war teuerer als ein normaler "passion".
Innenausstattung Vorteile:
Mit 192 cm (wobei hiervon über die Hälfte meine Beine ausmachen) habe ich keine Platzprobleme im smart. Der Sitz lässt sich ausreichend zurückschieben und die Rückenlehne zurückstellen, so dass sich eine komfortable Sitzposition ergibt. Die Sitze selber sind bequem (Vergleich zur DC A-Klasse: nach 200 km beginnt das ärgerliche Ziehen in den Beinen, was zu einem ständigen Suchen nach einer neuen bequemen Sitzposition führt, selbst nach 300 km mit dem smart habe ich dererlei nie gespürt). Ich habe keine Probleme mit der Beinfreiheit wie bei anderen Kleinstfahrzeugen. Die Instrumentenanzeigen sind übersichtlich angeordnet und selbst bei starkem Sonnenschein lesbar. Die Tankanzeige ist zwar ungewöhnlich aber nicht gewöhnungsbedürftig. Insbesondere die abgestufte digitale Anzeige des Tankrestinhalts von 0,5 Litern (ab 5 Litern Restin
halt bei 20 Litern Tankvolumen) ermöglicht eine ziemliche genaue Abschätzung, wann es dringend Zeit wird, die nächste Tankstelle anzulaufen. Radio und Aschenbecher sind in Griffweite (wobei ich gestehen muss, dass ich mit meinen langen Armen keine Probleme habe den rechten elektrischen Fensterheber vom Fahrersitz aus zu bedienen). Ablagefläche ist prinzipiell ausreichend vorhanden. Wer keine Probleme hat, auch noch unter der Windschutzscheibe Sachen auf den beiden Lautsprecherboxen zu plazieren und sich auch nicht daran stört, dass dann bei jeder Kurve sich die abgelegten Sachen von links nach rechts oder umgekehrt rutschend bewegen, hat Ablagefläche satt. Die Bedienungselemente an der Lenksäule sind nicht überladen. Die Klimaanlage arbeitet gut. Witzig ist besonders, wenn man im Sommer herausfindet, dass die Kügelköpfe der Seitenausströmer herausnehmbar sind und dann problemlos bei maximaler Klimaanlagenkühlleistung als gekühlter Cupholder einer Coladose dienen kann. Aber vorsicht: Ist die Dose fast leer und man stellt die Anlage auf höchster Gebläseleistung, sieht man die Dose wie eine Rakete von ihrer Rampe abheben!
Die Schublade unter dem Radio bietet hinreichend Platz für einen tragbaren CD-Player fürs Radio oder andere Kleinigkeiten (man sollte nur nicht auf die Idee kommen, Schokoladenartiges im Winter darin zu lagern; beim Heizen des Wagens würde es wegschmelzen ...). Die textile Innenausstattung in blau (oder wahlweise in rot oder anderer Farbe) bietet dem Auge mehr Abwechselung als manches andere montone kunststoff-grau. Der Bodenbelag ist leicht zu säubern. Die Innenbeleuchtung ist in der Mitte hinter dem Fahrer angebracht und stört selbst bei Nachtfahrten nicht sonderlich. Der Kofferraum ist ausreichend gross. Bislang habe ich mit meinem Reisegepäck (Reisetasche und Laptop-Arbeitskoffer) die Gepäckraumabdeckung nie entfernen müssen. Wochenendeinkäufe stellten auch kein Problem dar. Für grössere Sachen würde ich problemlos die paar Mark extra zur Anl
ieferung ausgeben oder mir auf Stundenbasis ein grösseres Fahrzeug anmieten, was billiger wäre als ein grösseres Fahrzeug zu unterhalten. Man kann zwar den Beifahrersitz nach vorne klappen (... und plötzlich endeckt man einen Cup-Holder!) und dann noch was darauf verstauen, aber das taugt nur für Geradeausfahrten. Leute, die so einen Kühlschrank mit Sicherheitsgurt transportieren wollen, können in Rechtskurven ihr gnadenloses Waterloo erleben.
Klapper- oder Quietschgeräusche im Fahrzeug sind mir nie aufgefallen. Und das ist insbesonder bemerkenswert, da Mietfahrzeuge vom Mieter immer gerne besonders getreten und ge-"quält" werden.
Die Bedienung der Gangschaltung im manuellen Modus ist einfach und wird im Instrumentendisplay durch Ganganzeige bzw. Schalthinweise (in Form von Pfeilen) vereinfacht.
Das Glasdach gibt dem Innenraum eine zusätzlich Leichtigkeit, bei der man nicht mehr das Gefühl hat, man sitze in einem geschlossenem Raum. Zudem kann man die hochhängenden Ampeln locker durch das Glasfenster beobachten, während andere die Ampel in gekrümmter Haltung über dem Lenkrad im Auge behalten müsse, wenn sie direkt davor stellen.
Innenausstattung Nachteile:
Der Aschenbecher ist nicht beleutet. Nachts hilft entweder die eingeschaltete Innenbeleuchtung oder man sucht ersatzweise den passenden Weg über die Schaltung (anfangs zahlt man aber gewiss Lehrgeld ...). Das Radio ist zwar ganz nett, aber HiFi spielt sich in anderen Regionen ab. Trotzdem finde ich den Radioklang nicht unerträglich. Das smart Soundpack gibt es in Leihfahrzeugen leider nicht. Die gesamte blaue Innenaustattung aus Kunststoff (ein PP-Talkum-Gemisch)ist leider stark kratzgefährdet. Dieses gilt sowohl für den Fahrerraum als auch für den Kofferraum. Wer einen Bierkasten über die untere Ladekante des smart-Kofferraums zieht wird wohl sehr negativ überrascht sein, wenn er danach die hässlichen Kratzer sieht. Und diese lassen sich nicht so einfach wegschmiergeln. smart h
at das Problem erkannt und bietet als Zubehör eine Decke (zum Abdecken) an. Aber als wirkliche Problemlösung kann man das wohl nicht bezeichnen.
Die elektrischen Fensterheber sind nicht zentral zu steuern, sondern nur durch den Knopf an der Türverkleidung. Die Seitenspiegel sind nur manuell einstellbar, was für den Fahrerseitenspiegel kein Problem darstellt, aber für den Beifahrerseitenspiegel schon problematisch ist, da selbst ich nicht über Orang-Utan-Arme verfüge.
Die Umstellung von Tageskilometerzähler, Gesamtkilometeranzeige und Temperaturanzeige befindet sich umständlicherweise in Form eines versenkten Knopfes an der Seite des Instrumentenclusters. Wer das weiss (was genügend AVIS-Mitarbeiter nicht wissen), brauch sich nicht wundern, wenn er mal ne AVIS-Rechnung erhält, auf der vermerkt ist, er sei nur knappe 100 km gefahren, obwohl er damit über 1100 km zurückgelegt hat ... .
Ein weiterer wirklicher Nachteil ergibt sich, wenn man den Sitz bis zum Anschlag zurückgeschoben hat und auch noch die Sitzlehne zurückschraubt. Das Lenkrad behindert dabei die Sicht auf die Kilometeranzeige der Instrumentenanzeige. Mag sein, dass das nicht sonderlich tragisch erscheint, spätestens wenn man aber die letzten 5 Liter im Tank erreicht hat, schaltet sich die Kilometeranzeige in eine o,5-Liter-abgestufte-Tankinhaltsanzeige um und dann wird es schon ärgerlich, wenn man sich permanent vorbeugen muss, um die Restreichweite abschätzen zu können.
Die Gangschaltung im manuellen Modus ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Wenn man sie nicht kennt, droht anfangs im Stadtverkehr, dass man mit der Aufmerksamkeit zu sehr an dem Display hängt. Die Schaltung hat 6 Gänge, wobei die ersten fünf im Bereich 0-50 km/h ihren Einsatz finden. Anfangs sollte der Automatik die Wahl des richtigen Ganges überlassen werden, bis man begriffen hat, wann wie zu schalten ist. Dann geht es recht von allein und man kann niedertourig zum Benzinsparen übergehen. Im Automatikbetrieb steuert die sm
art-Software den Wagen leider unökonomisch hochtourig, so dass ich immer in Versuchung gerate manuell einzugreifen. Und das sollte nun nicht der Sinn einer Automatik sein, die mit 600 DM zu Buche schlägt, sollte man vor der Kaufentscheidung stehen. Trotz dieses entscheidenen Nachteils würde ich nicht auf sie verzichten, denn ich liebe nun auch mal jenes Fahren ohne jegliches hektisches Hoch- und Runterschalten, wenn der Verkehr vor mir mal wieder bar jeder Vernunft läuft. Dafür nehme ich auch einen erhöhten Verbrauch in Kauf.
Am Anfang ist das Feststellen, ob man im Automatik-Modus oder manuellen Modus fährt etwas verwirrend. Aber hier hilft der schnelle Blick aufs Display, um den Wagen nicht irrtümlicherweis im ersten Gang auf 50 km/h zu jagen.
Fahrbeurteilung:
Diese Beurteilung ist stark subjektiv und schwankt von Person zu Person. Meiner Beifahrerin (keine Platzklagen ihrerseits) und mir macht das Fahren Spass. Die Sicht von der Seite nach vorne ist gut. Negativ ist die Rücksicht durch die kleinen Seitenspiegel. Je nach überholendem Fahrzeugmodell fällt der tote Winkel unterschiedlich negativ auf. Überholt ein Golf so verschwindet dieser schon für kurze Zeit darin. Eine Stretchlimusine macht dabei kein Problem. Daher ist es bei Überholmanövern sehr erforderlich den rückwärtigen Verkehr ebenso auch durch Schulterblicke abzuchecken. Beim Verlassen von Parklücken merkt man schnell, dass das hintere kleine Fenster schon eher ein Witz ist, als dass man mit einem kurzn Rückblick den Verkehr beurteilen kann. Einen Radfahrer wird man beim schnellen Rückblick wohl kaum richtig erfasst haben und aus seiner Fahrbahn schiessen, sollte man dann einfach aus der Lücke rausziehen.
Die Parkeigenschaften sind traumhaft. Das Gefühl, wo vorne oder hinten "Ende Gelände" ist, hat man sehr schnell raus und nach kurzer Eingewöhnung kann man dann sehr genau einparken und rangieren ohne irgendwo anzudetschen. Desweiteren stellt man auch ziemlich schnell fest
, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge oftmals so parken, dass zum nächsten Fahrzeug knappe 3,50 m dazwischen frei sind, um sich somit komfortablen Parkraum zu sichern. Und 3-3,5 m Parkraum sind die Spielwiesen für den smart zum Parken (ob die anderen Fahrzeughalter über diese Restplatzverwertung durch einen smart glücklich sind, wage ich allerdings zu bezweifeln).
Das Anzugsverhalten des smarts ist nur im Stadtverkehr erfreulich, wenn man von Null auf die nächtsten 20 Metern beschleunigt. Auf der Autobahn ist man allerdings auf hinreichenden Abstand zum nachfolgenden Überholfahrzeug angewiesen, um seine eigenen Überholmanöver fahren zu können. Die heutigen LKWs drohen auch nicht mehr wie in früheren Zeiten alles plattzumachen, was sich mit 100 km/h auf der Autobahn bewegt, da die meisten bei geschwindigkeiten um die 100 km/h elektronisch abgeregelt sind. Ärgerlich wird es auf der Autobahn, wenn man ein langsam fahrenden PKW überholen will und dessen Fahrer plötzlich aufwacht, wenn er den smart neben sich sieht und dann den smart auf der Überholspur mit eigenen 137 km/h verratzen lässt (der smart wird bei 135 km/h elektronisch abgeregelt). Interessanterweise wachen nur Fahrer von höherpreisigen Fahrzeugen auf und beschleunigen, wenn es droht, dass sie von einem smart kassiert werden.
Der smart ist ein ausgezeichneter "Bodenwellendetektionsgerät". Daran gibt es leider wenig zu rütteln (das besorgen dann schon schlechte Strassen). Aber insbesondere die smart-Versionen von Mitte 2000 an (eindeutig an dem neuen grösseren erweiterten Schlüssel zu erkennen; ältere Modelle haben den orangenen Schlüsselkopf mit Zentralverriegelungsknopf) haben eine verbesserte Federung. Aber auch hier kann man auf solchen Mörderstrecken wie z.B. vom Münchener Flughafen zur A9 (München-Nürnberg)so richtig porös werden.
Seitenwindgefährdet sind aber weiterhin alle Modelle. Und ich kann jedem nur raten bei Seitenwind nicht die Höchstgeschwindigkeit anzupeilen, sondern vom Gas
runterzugehen. Die gute smart-Sicherheitszelle mit Fahrerairbag und Sicherheitsgurt ist keine Garantie dafür, dass "Vom Winde verweht" allein auf Kinoverfilmungen beschränkt bleibt. Die Sicherheitszelle ist keine Zelle zum sicheren Heizen auf Autobahnen.
Ebenso haben die neueren Modelle auch eine verbesserte Schaltzeit gegenüber den älteren Modellen. Was allen Modellen bis Ende 2000 noch gemein haben, ist dass das Fahrzeug gegen den Hang mit Handbremse oder Fussbremse abgesichert werden muss. Dieses will aber MCC demnächst softwaremässig abstellen, um somit mit anderen Automatik-Fahrzeugen gleichzuziehen, bei denen das Problem unbekannt ist.
Beim Fahren sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der smart ein Hinterrad getriebener ist. Daher sind Schneefahrten mit Vorsicht zu geniessen.
Die Innenraumgeräusche sind bis 110 km/h noch okay, aber danach wird es meinem Geschmack nach zu laut. Aber das Radio kann sowas locker übertönen. Und dann kann man auch das Fehlen von HiFi-Qualitäten verschmerzen, denn selbst die Musik eines besseres Radio würde klanglich durch das Fahrgeräusch versaut.
Wer seinen Sitz weit nach hinten verstellt, wird an warmen Tagen das Fahren mit hoher Geschwindigkeit mit offenem Fenster meiden. Ein Windabweiser wäre nicht schlecht.
Der Startvorgang ist ebenso ungewöhnlich. Bei jeder Verschiebung des Ganghebels ist grundsätzlich die Bremse zu treten, bevor man das Gaspedal durchdrückt. Denn ohne einhalten dieses Rituals lässt sich der smart weder starten (nur in der N-Stellung) noch lässt sich der erste Gang einlegen. Wer nach dem Starten Gas gibt und dann versucht den ersten Gang einzulegen, muss erst warten bis sich der Motor wieder beruhigt hat.
Die Kaltstarteigenschaften sind in Ordnung. Nur kommt der unterkühlte smart nicht so aus den Puschen wie bei Temperaturen über Null Grad. Wichtig zu wissen, wenn man anfahren möchte und der nachfolgende Verkehr schon stark auf Rufweite sich befindet.
Der Verbrau
ch ist eindeutig gasfussabhängig. Zwischen Köln-Karlsruhe liegt mein Rekord bei 4,1 l/100 km (Mietwagen werden sehr selten richtig eingefahren!), Karlsruhe-München 4,3 l/100 km mit Geschwindigkeiten jeweils zwischen 80 und 100 km/h (meistzeit 100 km/h). Man erkennt den Einfluss der Berge zwischen den beiden Strecken. Wer sparen will, wird sich also an eine gemäßigte Reisegeschwindigkeit gewöhnen müssen. Nebenbei hat man dann die Musse andere Fahrzeugmodelle beim Überholen zu benchmarken. Oder auch anderen beim Drängeln zu beobachten. Beim Heizen zwischen K und Ka mit permanenten 135 km/h erreichte ich einen Verbrauch von 7,4 l/100 km (... der Luftwiderstand ...)! Im Stadtverkehr liege ich zwischen 5,0 und 6,3 l/100 km. Bei 20 Litern Tankvolumen ist man also recht häufig Tankstellengast. Insgesamt hat man allerdings auch mit dem smart die Chance Fahrzeuge wie Mercedes, 5er BMWs, Porsche oder Ferraris schäumend hinter sich zu lassen ... auf der Überholspur der Autobahn, manchmal nur wenige Zentimeter vom eigenen Nummernschild entfernt ... Den Stress sollte man aber weder sich, noch den anderen antun. Fair bleiben geht vor.
Jetzt noch ein paar Tips für diejenigen, die sich einen gebrauchten smart kaufen wollen:
Die Gebrauchtfahrzeuge, die beim smart-Händler stehen, stammen überwiegend von AVIS oder HERTZ und haben so an die 15000 km und ein halbes Jahr hinter sich. Da der smart offenbar aber selbst gebraucht in seinen Fahreigenschaften nicht nachlässt (siehe auch positiv ausgefallene 10000 km Test einer Autozeitung), brauch so ein smart ein Vergleih bezüglich seines Fahrvermögens anderen Ex-Mietfahrzeugen keineswegs zu scheuen. Wahrscheinlich ist dessen Qualität im guten Durchschnittsfeld der Ex'ler anzusiedeln. Kaufen würde ich aber nur Modelle ab März 2000, da offenbar erst dann die echte Serienreife ereicht wurde und dann auch das Extra des Knopfes zum Öffnen der Heckklappe im Fahrzeugcockpit integriert wurde. Probeweise sollte an der Fahrerseite da
s Seitenfenster komplett heruntergefahren werden und dann wieder hochgefahren werden. Drückt sich das Fenster über das Rückhaltegummi der Tür heraus, schlägt das Fenster an die metallene Trintonzelle, wenn man die Tür schliesst. Offenbar gab es im MCC-Werk da wohl ein Qualitätsproblem. Im smart-Center sollte das Problem durch Austausch des Gummis zu beheben sein. Bei den Modellen ab Mitte 2000 besteht das Gummi aus wesentlich stärkerem (robusterem)Material.
Ein weiteres Qualitätsproblem kann das Schliessen der Tür sein. Sie schliesst hin und wieder mal nicht bei manchen smarts. Man muss die Tür zwei-/dreimal öffnen und schliessen bis sie dann wirklich geschlossen ist. Hierbei ist mir einmal ein kleines Eckteil der Türverkleidung im Nicht-Sichtbereich abgebrochen. Offenbar stimmten die Montagetoleranzen im MCC-Werk noch nicht ganz. Dieses Verhalten traf ich aber nur bei Modellen bis Mitte 2000 an.
Modelle ab Mitte 2000 haben im Schlüssel jetzt drei Knöpfe: Zentralverriegelung, Zentralöffnung und Heckklappenöffnung. Zudem sind die Signale des Schlüssels verstärkt worden. Zudem wurde die Heckscheibe am Schnappverschluss verbessert. Der Effekt, dass mal die Heckklappe aufspringt, wenn man die Tür kräftig schliesst (trat selten auf), passiert nicht mehr. Ich wette, dass durch diese Massnahme auch ein Klappern der Heckscheibe im höheren smart-Alter vorgebeugt werden sollte.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der Waschanlage: Waren vorher die Waschdüsen in den Scheibenwischern (vorne) integriert, so haben die Ingenieure jetzt auf die altbewährte Zentralbespritzung vor der Windschutzscheibe zurückgegriffen.
Noch ein Hinweis an alle jetzigen und zukünftigen smart-Besitzer:
Auf dreckigen Strassen (oder im Winter bei Schneematsch) saut der smart von hinten ordentlich zu. Man benutzt die Heckscheibenwaschanlage somit recht häufig, was sich auf den Waschmittelverbrauch auswirkt. Die smart Cabrios besitzen den Heckscheibenwischer nicht. Cabriofahrer
sollten also sich bei verdreckten Strassenverhältnissen auf ihren rechten Seitenspiegel verlassen können, denn durch den Rückspiegel wird man dann bald nichts mehr sehen können.
In der smart-Bedienungsanleitung wird als Hilfsmittel zum Öffnen der vorderen Kunststoff-Servicegitter (dahinter befindet sich u.a.a. der Waschtank) der Wagenschlüssel empfohlen. Ich war so naiv und hab die Drehverschlüsse mit dem Wagenschlüssel geöffnet und verschlossen. Als ich dann starten wollte, bin ich aus allen Wolken gefallen. Der Schlüssel war verbogen und liess sich nicht mehr ins Zündschloss einführen. Mit einer Kombi-Zange konnte ich das Problem gerade biegen. Vielleicht liesst das hier ja ein MCC-Mitarbeiter und kann sich durch einen Vorschlag im MMCinternen Verbesserungsvorschlagswesen eine Prämie abholen: Das Material des Schlüssels sollte wesentlich steifer ausgelegt werden. Manch ein smart-Fahrer wird über diese Überraschung alles andere als "amused" sein.
Gesamturteil:
Der smart Jahrgang 2000 hat zwar keine ausgeprägten Kinderkrankheiten mehr, aber immer noch genügend Verbesserungspotential. Trotz dieser kleinen Defizite finde ich ihn ausgesprochen gelungen.
Unschlagbar ist der smart im Stadtverkehr, wenn es um Restplatzverwertung in Sachen Parkplätze ist. Sei es quer (gesetzlich nicht erlaubt, aber oft geduldet, da er auch nicht in die Fahrbahn rausragt) oder längs.
Verbrauchsmässig und unterhaltsmässig ist er ebenso unschlagbar, womit sich die leicht erhöhten Anschaffungskosten (im Vergleich zum Renault Twingo oder Ford KA) schnell armotisieren und im jährlichen Vergleich das eigene Budget verschärft schont.
Zum Übernachten taugt der smart weniger, da sich die Rückenlehne nur beschränkt nach hinten verstellen lässt.
Winterreifen sollte man auch kaufen, denn gerade bei Schnee und Kälte kann die Fahrt zu einer gefährlichen Schlittenpartie werden.
Der smart ist insbesonders wegen seiner Sitze langstreckentauglich. Man fährt dam
it billiger von Nord nach Sued als mit der Bahn. Allerdings aber auch nur dann, wenn man sich damit arrangiert, den smart nicht auszufahren und im moderaten Reisetempo von 100/110 km/h die Landschaft zu durchqueren. Wer es schneller haben will und auch mal in seinem Fahrzeug übernachten will, sollte sich den Renault Twingo anschauen (... Sex im smart ist kein Frage, ob man vorher Gymnastik-Kurse besucht hat, der Twingo bietet dafür aber in allen Klassen die bestmöglichste Sitzeinstellung ...).
Ansonsten: smart
Noch eine interessante Nachbemerkung: Wie Motorradfahrer untereinander, so grüssen sich auch smart-Fahrer!
Fazit:
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12.05.01
Ich habe mit großem Interesse und viel Aufmerksamkeit diesen Bericht gelesen. Da ich kurz vor dem kauf eines Smarts stehe war dies für mich sehr aufschlußreich.