Rover 25
Made in England - Rover 25 Auto

Produkttyp: Rover Autos

Neuester Testbericht: ... ja bei vielen Autos nur „oben herum“ statt. Ob die Rostgarantie bei Rover greift werde ich ausprobieren und evtl. diesen Beri... mehr

Made in England
Rover 25

madcap9

Name des Mitglieds: madcap9

Produkt:

Rover 25

Datum: 14.01.03, geändert am 14.01.03 (713 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schick, Bequem, Günstig

Nachteile: Exot, Rost, Schlecht zu verkaufen

Dieser Titel ist für mich treffend, denn ich hatte noch nie die Möglichkeit ein britisches Auto zu fahren. Seit 14 Tagen hat mir ein Bekannter einen Rover 25 mit 1,4 l/82 PS ausgeliehen, den er verkaufen will. Er ist Baujahr 04/2000 und hat 34000 km auf dem Buckel.

Das äußere Erscheinungsbild ist nach dem Einheitsbrei, der in dieser Klasse produziert wird eher positiv: Dazu zählen die Doppelaugen vorn und das markante, etwas bullig wirkende Heck mit dem Dachspoiler. Seitlich passen sich die kleinen Laufrädchen mickrig dem Gesamtbild an. Eine mittelalte Bekannte fand ihn aber sehr schick und wollte ihn evtl. auch kaufen.

Der Einstieg ist für mich mit 1,85 m problemlos. Der Sitz ist bequem und gut einstellbar. Das Armaturenbrett ist übersichtlich und gut beleuchtet. Die Pedale liegen sehr dicht zusammen und sind daher für grössere Männerfüsse gewöhnungsbedürftig. Der Kofferraum ist geräumig, die Heckablage lässt sich schwer entfernen und die Befestigung ist daher schon locker bzw. teilweise abgerissen.

Da momentan Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschen, hier die Wintereigenschaften. Der Motor springt ohne Probleme an, ist relativ schnell auf Betriebstemperatur und die Heizung funktioniert ausreichend. (Im Gegensatz zu meinem Opel Corsa wird es im Auto bei -10 Grad Aussentemperatur sogar warm.) Leider erinnert mich die Scheibenwaschanlage eher an alte Zeiten. Die Pumpe liefert nicht genügend Druck, sodass eine Reingung nur bis 100 km/h auf der Autobahn möglich ist. Die Düsen selbst fallen beim Öffnen der Motorhaube sehr leicht heraus, da die Schläuche auf Zug verlegt sind. Die Wischblätter drücken sich nicht komplett an die Scheibe.

Das Motorgeräusch erinnert beim Beschleunigen eher an ein hohles Dieseln (kann ich nicht besser beschreiben). Allerdings kann man mit der hochgezüchteten Maschine sehr flott unterwergs sein. 190 km/h sind kein Problem aber auch keine Dauergeschwindigkeit, da er dann etwa 9 bis 10 Liter Supe
r säuft. Sonst begnügt er sich mit 7 Litern auch in der Stadt bei moderater Fahrweise.

Nach der letzten Wagenwäsche stellte ich an den Scharnieren der Heckklappe ROST fest. Dass das nach 20 Jahren in denen ich Auto fahre bei dem technischen Schnickschnack, der heute verfügbar ist, noch immer ein Thema ist, finde ich erschreckend. Selbst eine Verzinkung findet ja bei vielen Autos nur „oben herum“ statt. Ob die Rostgarantie bei Rover greift werde ich ausprobieren und evtl. diesen Bericht erweitern.

Alles in allem ist der Rover ein schickes gutmütiges Fahrzeug, das bei Form und Fahreigenschaften nichts vermissen lässt.

Fazit: