Rolls Royce Park Ward
Eine echte Erfahrung! - Rolls Royce Park Ward Auto

Produkttyp: Rolls-Royce Autos

Neuester Testbericht: ... war ein echter Schnapper damals. Auch ein neuer Golf kostete damals schon so viel. Ich bin das Auto in Deutschland, Belgien und Spanien (ü... mehr

Eine echte Erfahrung!
Rolls Royce Park Ward

JVD.

Name des Mitglieds: JVD.

Produkt:

Rolls Royce Park Ward

Datum: 02.11.01, geändert am 02.11.01 (187 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Exklusivität, Motor, Platzangebot hinten

Nachteile: Preis, Unzuverlässigkeit, Platzangebot vorn

Aus beruflichen Gründen bin ich einige Male einen RR Park Ward, Bj. 1997 gefahren, also den Vorgänger des oben beschriebenen Modells. Dieser war eine Sonderanfertigung, den es in seiner Art nur ein Mal auf der Welt gibt. Die Spannung war gross, als ich zum ersten Mal mit diesem Wagen fuhr. Keine Frage: es ist ein erhabenes Gefühl, ein solch grosses Auto zu steuern, und das mit einer Leichtigkeit, die keinen Vergleich findet. Der Motor hat mit dieser Karosse leichtes Spiel; fast 8 Liter Hubraum und ein kolossales Drehmoment sind ein Erlebnis, welches man so schnell nicht vergisst. Auch den Luxus im Interieur hat man so noch nie vorher gesehen. Doch dieses seltene Auto hat auch Nachteile, und von denen nicht zu wenig: die Sitzposition für den Fahrer ist mit der eines Traktors zu vergleichen, denn der lange Radstand kommt ausschliesslich den Passagieren im Fond zugute, wo man sich fast verläuft. In hockender Kauerstellung ist die Begeisterung über dieses Auto schnell verflogen, denn auf Dauer weiss man wirklich nicht mehr, wie man sitzen soll. Die Bedienung ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig; man tut gut daran, sich die Anleitung vorher einmal durchzulesen, sonst kann es Situationen geben, wo man nicht mehr vom Fleck kommt. Stichpunkt Alarmanlage. Sie macht, was sie will und ist unberechenbar. Auch bei 120km/h... Und Achtung, an alle potentiellen Käufer: Der Stromverbrauch im Stand ist extrem hoch: wenn Sie das Auto eine Woche lang nicht bewegen, ist die Batterie leer! Daher: immer schön in der Garage an die Steckdose anschliessen, vorausgesetzt, der Wagen passt in die Ihrige. Zum Schluss der grösste Nachteil, den man erst wirklich erkennt, wenn man es selbst erlebt hat: man fällt mit diesem Wagen derart auf, das man an jeder Ampel hofft, dass sie grün bleibt, um nicht von Menschenmassen gierig beäugt zu werden. Oder beklatscht. Oder bejubelt (ja, wirklich!). Oder auch bedroht. (Der "Vogel" und der Stinkefinger sind noch die harmlosesten Gesten, die mir entge
gengebracht wurden). Seither weiss ich: der Neid ist in Deutschland allgegenwärtig. Auch wenn mir dieses Auto gar nicht gehörte. Ich sass drin, und das genügte, mich zu verurteilen. Wie auch immer dieses Urteil aussah... Dennoch: es war ein Erlebnis und die Erfüllung eines Kindertraums: ein Mal Rolls-Royce fahren!

Fazit: