Renault Mégane 5-Türer
Nach einem Wochenende waren wir Freunde - Renault Mégane 5-Türer Auto

Produkttyp: Renault Autos

Neuester Testbericht: ... von innen stellen. Ich saß sehr tief, so dass ich nicht sehen konnte, wo das Auto anfing. Das fand ich etwas unangenehm. Dann ging es w... mehr

Nach einem Wochenende waren wir Freunde
Renault Mégane 5-Türer

LoisNo1

Name des Mitglieds: LoisNo1

Produkt:

Renault Mégane 5-Türer

Datum: 26.03.09

Bewertung:

Vorteile: Verträgt meine ungehobelte Fahrweise

Nachteile: Viel Schnickschnack

Mein ganz persönlicher Testbericht vom letzten Wochenende.
Lest ihn und amüsiert euch drüber. Ich gebe gerne zu, dass ich nicht zum Autofahren geboren bin.
Die Vorgeschichte
Vor gut vier Jahre musste ich meinen Ford Fiesta (damals 19 Jahre alt) aufgeben, er kam nicht mehr durch den TÜV. Ich hatte damals ausgerechnet, dass mich dieses fünf Jahre zuvor geerbte Auto umgerechnet 200 Euro pro Monat gekostet hatte inklusive Benzin, Versicherung, Steuer und Reparaturen. Seitdem spare ich das Geld und finanziere aus diesem Topf Taxi, Zugfahrten und Fahrradreparaturen.
Ich war im November letzten Jahres mit dem Zug auf einem Ausflug in eine Jugenherberge. Diese lag in Mayen, nicht allzu weit weg von der nächsten Zugstation. Allerdings hatte ich mit zwei Kindern jede Menge zu schleppen. Und: Ich konnte nicht so viel an Essen und Trinken mitschleppen, wie ich gebraucht hätte neben den beiden Kuscheltieren. In den Bahnhöfen ist Essen und Trinken sündhaft teuer, ganz zu schweigen vom Zug. Na ja, bei unserem Ausflug letztes Wochenende in die Jugendherberge Daun, entschloss ich, ein Auto zu mieten. Ich bestellte eines bei Sixt und geriet an diesen Megane.

Die erste Fahrt
Zunächst einmal musste ich feststellen, dass dieses Auto keinen Zündschlüssel hat, sondern nur ein entsprechendes viereckiges Schwarzel Plastikteil mit vier Zeichen. Ein Zeichen für das Öffnen des Wagens. Ich drückte darauf und der Wagen meldete sich. Ich stieg ein und fand den Start-Knopf. Ich stellte den Innenspiegel. Die Außenspiegel fuhren nach außen. Ich konnte sie an einem Knopf von innen stellen.

Ich saß sehr tief, so dass ich nicht sehen konnte, wo das Auto anfing. Das fand ich etwas unangenehm.

Dann ging es weiter: Ich fuhr aus der Einfahrt heraus und die Scheiben beschlugen. Ich fand in der Tür den Knopf, um die Scheiben herunter zu fahren. Ich drückte darauf und Scheibe fuhr ganz nach unten. Etwas unangenehm bei 7°C. Ich versuchte, das Fenster wieder hoch zu bekommen. Das Ergebnis war: Ich fuhr auf einmal mit vier herunter gelassenen Fenstern. Es war etwas zugig, aber die Scheiben beschlugen nicht mehr. Einige Minuten später fand ich heraus, dass ich nur an den Knöpfen ziehen musste, damit die Scheiben wieder hochfuhren. Ich schaffte es, die Scheibe neben mir bis auf einen Schlitz zu schließen und den Rest hochzufahren und fuhr zum Aldi. Wenn man schon ein Auto hat, kann man gleich einkaufen gehen.

Ich hatte keinerlei Probleme, meine Einkäufe zu verstauen. Bei der Abfahrt grinste mich ein Bekannter an, da das Auto etwas heulte. Aber es fuhr sanft und langsam an. Ich habe das ganze Wochenende kein einziges Mal erlebt, dass das Auto beim Kommenlassen der Kupplung einfach losschoss, d.h. es besteht keine Gefahr, dass ich vor der Ampel stehe, anfahre und meinem Vordermann im Heck hänge. Toll!

Als ich ausstieg und mich entfernte, meldete sich das Auto, da ich mich entfernt hatte, ohne es zu verriegeln. Wie praktisch. Auch, dass ich die Autotür zuschlage und den Schlüssel innen drin liegen habe, kann nicht passieren.

Ich entlud das Auto und belud es mit dem Wochenendsgepäck. Ich brachte die Kindersitze an. Beim Losfahren meldete es mir, dass hinten zwei Gurte angelegt seien (die Kindersitze).

Ich lud meine Kinder ein, zog noch geistesgegenwärtig zwei Kinder-CDs aus dem Regal und fuhr los. Ein paar Kilometer suchte ich die Belüftung, es war nämlich kühl. Die Heizung fand ich über dem CD-Player. Alle Knöpfe waren angeordnet, wie ein Autoradio. Als ich sie gefunden hatte, konnte ich sie intuitiv bedienen und die Scheiben waren ruck zuck klar. Ich konnte die Heizung auf einen bestimmte Temperatur einstellen.

Wir standen zunächst im Stau. Dank des CD-Players, der hervorragend funktionierte, waren meine Kinder sehr ruhig. Als wir uns unserem Ziel näherten, wurde es dunkel. Ich merkte, dass das Licht von selbst angegangen war. Also, kein Problem. Dann kamen wir an. Ich drückte auf den Start/Stop-Knopf, um das Auto auszuschalten. Die Innenraumbeleuchtung ging an.

Die Rückfahrt verlief viel schneller. Ich brauchte für 220 km eine viertel Tankfüllung, was ungefähr 14 l Super bleifrei war. Auf der Hinfahrt hatte ich die halbe Tankfüllung verbraucht. Mit etwas Übung kann man also sehr sparsam fahren. Ich achtete auf der Rückfahrt sehr darauf. Als ich danach für 50 Euro volltankte, fand ich das dann doch schockierend, wie teuer so etwas geworden war.

Aber bevor ich zum Ende komme: Ich brachte meine Kinder zur Oma, um das Auto wegzubringen. Kurz bevor ich in die Straße einbog, meldete das Auto: Tür ist offen. Meine Tochter hatte am Griff rum gespielt. Die Tür war nicht aufgerissen, aber dennoch entriegelt. Kindersicherung? Wo denn? Sollte man vorher gucken! Ich sagte zu meinem Kindern: Diese Auto petzt, einer von Euch hat an der Tür rumgespielt.

Auf jeden Fall kamen wir sicher an.

Das witzige war auch, dass das Auto öfters meldete, jemand sei nicht angeschnallt. Als ich meinen Rucksack auf dem Beifahrersitz angeschnallt hatte, war es dann soweit: Es gab Ruhe.

Fazit
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Auto, obwohl man sich an die vielen Spielereien erst gewöhnen muss.

Nach 500km stellte ich das Auto ohne einen Kratzer bei der Autovermietung ab. Wie schön, wieder Zug zu fahren!

Fazit: Gerne wieder

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: