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Produkttyp: Renault Autos
Neuester Testbericht: ... Feder weggelassen, die Kupplung bleibt nun manchmal wieder etwas hängen. Kann aber manuell mit dem Fuß zurückgezogen werden. Das ist nu... mehr
Kein Wunder, ein Exportsschlager!
Renault Laguna 1.9 dCi Grandtour

Name des Mitglieds: BRICy
Produkt:
Renault Laguna 1.9 dCi Grandtour
Datum: 28.02.08, geändert am 28.02.08 (5240 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: kostenarm, tolles Fahrgefühl, anmutend, flexibel
Nachteile: teure Originalersatzteile, leichte Verarbeitungsmängel
Ich habe mir am 08.02.06, also vor fast genau 2 Jahren einen gebrauchten Renault Laguna GT Dynamique1,9 dCi gekauft.
Das Fahrzeug war zuvor von einer Firma geleast und mit einer Luxusausstattung behaftet. Es hatte seit der Neuzulassung am 12.11.2003 schon 84622 Kilometer runter. Also etwa 40000 km/Jahr.
Das Fahrzeug hat einen durchzugkräftigen 88KW/120PS Turbolader-Motor. Den Turbo hört man auch ab einer Geschwindigkeit und entsprechenden Beschleunigung von 60-70 km/h.
Jedoch kann sich der Verdacht mit dem pfeiffenden Turbo, den jemand zuvor hier beschrieb nicht bestätigen. Gerade frisch aus der 30000 km/2-Jahres-Intervall-Inspektion war der Turbo noch völlig in Ordnung.
Was genau bei der Inspektion gemacht wurde, darauf komme ich später zurück.
Zunächst einmal etwas zum Modell.
Das Fahrzeug sorgt für Sicherheit durch 2 Vorderairbags und 4 Seiten-, bzw. Kopfairbags.
Es besitzt eine Servolenkung, die zügig reagiert, dem bekannten Anti-Blockier-System und dem elektronischen Stabilitätsprogramm. Das merkwürdige am ESP ist, daß es beim Losfahren erst zugeschaltet werden muß. Ansonsten fährt man gerne auch ohne ESP. Das habe ich erst kürzlich zu spüren bekommen, als das Fahrzeug in einer langgezogenen bergabführenden Rechtskurve mit dem Heck ausbrach. Die Geschwindigkeit war für diese Kurve etwas zu hoch, doch quietschen weder die Reifen, noch drehte sich das Fahrzeug. Durch sofortiges Gegenlenken, schwank das Heck jedoch erneut aus, diesmal in die entgegengesetzte Richtung, was jedoch durch erneutes Gegenlenken ausgeglichen wurde. Das Fahrzeug blieb in der Spur und die Fahrt konnte ohne Probleme fortgesetzt werden.
Dank der hervorragenden Servolenkung.
Mit eingeschaltetem ESP wäre das sicherlich nicht passiert, aber daran läßt sich letztendlich auch nicht mehr ändern.
Das Fahrzeug besitzt außerdem eine elektronische Wegfahrsperre, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, das sogenannte Keyless Entry und die Start-Knopf-Automatik.
Leider hat die Start-Knopf-Automatik die Eigenschaft, wie wahrscheinlich bei jedem Fahrzeug mit dieser neuen Technik, den Motor nicht während des Ausrollens abzuschalten (vermutlich aus einem Grund: Sicherheitsaspekt). Außerdem läßt sich das Fahrzeug manchmal nicht starten, wenn es kalt ist und der Gang eingelegt ist. Des weiteren hat wirklich Probleme, wenn die Batterie schwach ist und man den Motor an einer Ampel oder Schranke abstellt. Das steht man schon mal für wenige Minuten oder länger...
Weiterhin besitzt das Fahrzeug eine Geschwindigkeitsregelung (Tempomat) und einen Geschwindigkeitsbegrenzer.
Die Regelung sorgt für eine sanftere Fahrt, weniger Verbauch und hält die Geschwindigkeit konstant. Wichtig für Blitzerstrecken.
Dieser Tempomat läßt sich durch 4 Knöpfe (je 2 an jeder Seite) am Lenkrad bedienen. Mit "+/-" kann man während der Fahrt die gewünschte Geschwindigkeit einstellen. Fährt man beispielsweise 120 und drückt "+", so erkennt das System die aktuelle Geschwindigkeit und "friert" diese ein. Durch erneutes Drücken der "+"-Taste erhöht dich die Geschwindigkeit um 2 km/h, ohne Gas zu geben!
Will ich beispielsweise 160 fahren, drücke ich 31 mal den "+"-Knopf, ohne Gas zu geben. Das gleiche gilt für "-", wobei der erste Druck immer die aktuelle Geschwindigkeit hergibt.
Mit der "0"-Taste lösche ich die Einstellungen. Diese löschen aber auch automatisch, sobald ich die Kupplung betätige.
Wird das Auto abgebremst, bleibt zwar die letzte Einstellung erhalten, das Auto verlangsamt sich jedoch.
Mit der "R"-Taste "lade" ich die letzte Einstellung.
Der Geschwindigkeitsbegrenzer hat die Funktion, daß ich soviel Gas geben kann, wie ich will, der Motor dreht nicht und erhöht nicht die Geschwindigkeit. Der Fahrzeug bremst jedoch ab, sobald ich das Gas loslasse oder bremse.
Fahre ich zB 160 und stelle per Begrenzer 120 ein, gebe aber weiterhin Gas, so reduziert sich die Geschwindigkeit gemäßigt auf 120 km/h.
Ein tolles Extra und angenehm zu fahren. Aber grundlegend nur zusätzlicher Schnickschnack, wie in jedem Fahrzeug.
Das Lenkrad ist, wen wundert es, höhenverstellbar, jedoch nicht beheizbar. Schade, das hätte noch gefehlt, aber im Grunde wieder nur etwas für "Frostbeulen" und "Warmduscher".
Die Fenster betätigt man automatisch, jedoch sollte man das zur Zusatzausstattung gehörende Rolle an den hinteren Seitenfenstern einrollen. Das stellte dich manchmal als schwierig heraus, da diese sich etwas schwer rausziehen lassen und etwas verhacken. Das Reinrollen geht dann umso schwieriger und verlangt viel Geduld.
Die Außenspiegel sind elektrisch verstellbar und beheizbar.
Jedoch hat das auch seinen Preis. Ein kompletter neuer Spiegel kostet bei Renault etwa 200 Euro und nur einer!!!
Bei mir war das Spiegelglas zerbrochen, als ich Bekanntschaft mit einer Brückenwand machte. Ein paar Kratzer außen am Spiegel tun keinen Abbruch, aber der TÜV hätte das wahrscheinlich bemängelt und so entschied man sich schließlich das Spielgelglas gleich vor dem TÜV, im Rahmen der Inspektion (am gleichen Tag, wie der TÜV war) zu erneuern. Ich staunte auch nicht schlecht, als ich auf der Rechnung 35 Euronen stehen sah! Nur EIN SPIEGELGLAS?
Doch beim genaueren hinsehen, erkannte man sofort, das sieht ganz anders aus, wie das bisherige. Mit einer wie es scheint automatischen Abblendfunktion. Na ja, wer's braucht.
Sicherlich muß man auch nicht extra erwähnen, daß Klimaautomatik und Bordcomputer serienmäßig sind. Besonders der Bordcomputer ist klasse.
Die Digitalanzeige ist direkt unter dem mechanischen Drehzahlmesser im Blickbereich. Es werden angezeigt: Geschwindigkeitsbegrenzung - Ölanzeige - Inspektionsintervall (rückwärtszählend) - Gesamtkilometer - Tageskilometer - Gesamtverbrauch (seit letztem Tankstopp, wenn zurückgestellt) - Durchschnittsverbrauch (seit letztem Tankstopp, wenn zurückgestellt) - aktueller Verbrauch auf 100 km gerechnet - gefahrene Kilometer seit letztem Tankstopp, wenn zurückgestellt
Wer Fahrtenbuch führt, hat damit seine Freude. Aber auch so, kann es nicht verkehrt sein, den Verbrauch im Blick zu halten.
Die Klimaautomatik ist, wie ich finde, überflüssiger Schnickschnack.
Ich fahre immer mit der normalen Lüftung. Das heißt ich schalte die Klimaautomatik ein und stelle dann alle Automatiken aus. Das passiert schon, wenn man nur die Einstellung von Scheibe auf Kopf/Fuß oder nur eins von beiden ändern. Selbstverständlich ist die Anzeige digital.
Warum so? Wenn man bspw. bergan fährt, zieht die Automatik soviel Leistung, daß das Fahrzeug abgewürgt werden könnte. Gerade bei einem Diesel, der weniger Umdrehungen benötigt.
Außerdem wirkt sich das doppelt negativ auf den Kraftstoffverbrauch aus. Ebenso schalte ich die Klimaanlage aus/nicht ein, wenn ich beschleunige. Erst wenn das Fahrzeug seine Reisegeschwindigkeit erreicht hat, oder in der Stadt flüssig im Verkehr fließt.
Die Automatik regelt außerdem dauerhaft die Temperatur, so daß man plötzlich nur noch kalte Luft entgegengeblasen bekommt.
Darauf stehe ich überhaupt nicht. Lieber kurz heizen/lüften und dann wieder abschalten. Der Verbrauch dankt es auf jeden Fall.
So kann man bequem darauf verzichten.
Das Navigationssystem funktionert mit zugehöriger Software präzise, die CD-Radio-Funktion mit eingebauter Lenkradfernbedienung funktionert gut, der Sound aus den Türboxen ist tief, was zu einigen Schwingungen sorgt bei tiefen Bässen.
Allerdings wurde bei der Inspektion festgestellt, daß die GPS-Antenne auf dem Dach gebrochen ist.
Das wäre im Rahmen der Anschlußgarantie für Gebrauchtwagenfahrzeuge (nach der Neuwagengarantie) kostenlos repariert worden. Ich hatte diese aber nicht verlängert.
Die Antenne kostet inklusive Arbeitszeit und Montage 180 Euro. Dumm gelaufen, aber wer ahnt auch schon, daß die GPS-Antenne bricht. Das Navi hatte keine Routen mehr gefunden, auch nicht den aktuellen Standort, dieses Problem hätte vielerlei bedeuten können.
Der Fahrer- und Beifahrersitz sind höhenverstellbar und besitzen eine Lendenwirbelstütze (Fahrer), allderdings in diesem Modell nicht elektrisch. Dafür darf man sich auf eine Sitzheizung auf beiden Sitzen freuen.
Die Sitze sind sportlich und mit einer Halblederausstattung behaftet.
Neben der Metallic-Lackerung, dem Wärmeschutzglas, einer Dachreling, der Lederraumabdeckung für den Kofferraum, Kopfstützen hinten und einer praktischen Mittelarmlehne vorn und hinten inklusive Ablagefach, ist eine mechanische Handyhalterung eingebaut. Jedoch paßt da keines meiner Geräte hinein. Außerdem ist sowohl im Kofferraum, der mehr als üppig ist, als auch im großen Fach der Mittelarmlehne eine 12-Volt-Steckdose. Praktisch für das Handyladegerät oder eine Gefriertruhe.
Die Lederabdeckung des Gangschalters und der Feststellbremse neigt dazu einzureißen. Ist bis jetzt noch nicht passiert, aber fängt schon an.
Zu den 17" Leichtmetallrädern mit einem tollen 3-Doppelspeichen-Design gab es noch einen kompletten Winterräder-Satz dazu.
Die Sommerreifen von Michelin natürlich (Franzose) sind schon deutlich stärker abgefahren gewesen, als die Winterreifen. Da war es ein guter Zeitpunkt, daß der TÜV mit den Winterreifen stattfand (5 mm).
Der Reifendruck wird automatisch kontrolliert und erscheint auch in der Mittelkonsole, dort wo auch das aktuelle Radio-/CD-Programm angezeigt wird.
Noch etwas zum Radio. Ich habe ein 2. Radio mit USB-/Speicherkarteneinschub einbauen lassen. Dieses läßt sich per Line-In-Eingang und dem AUX-Ausgang vom Carminat (Radio-Navigationssystem) miteinandern verbinden. Die Antenne ist jedoch an das Carminat angeschlossen, so ist ein Radio-Empfang mit dem 2. Radio nicht möglich. Ebenso läßt es sich nicht per Lenkradfernbedingung fernsteuern. Aber das ist auch egal, da es sowieso eine Fernbedienung dazu gab.
Selbst musikgewillten sind damit keine Grenzen gesetzt.
Der Regensensor steuert automatisch das Wischverhalten der neu installierten Wischblätter inklusive Scheibenwischer. Die alten waren zwar noch gut, aber die neuen sind besser.
Die Scheibenwaschanlage läßt sich auf 3 Stufen einstellen. Intervall, welches nochmals durch 8 Einstellstufen reguliert werden kann und die 2 Wischgeschwindigkeiten (normal, schnell).
Der Regensensor reguliert die Geschwindigkeit herunter, sobald das Fahrzeug steht.
Ein zusätzlicher Sicherheitsapsekt ist die Einparkhilfe (akustisch), die gerade bei diesem langen Kombi (4695 mm) und dem zusätzlichen Abdeck-/Trennnetz für den Kofferraum unverzichtbar ist.
Half mir jedoch nichts, als ich beim langsamen Zurückrollen den Vorwärtsgang einlegte und ohne Zeitverlust vorwärts beschleunigen wollte. Durch die negative Geschwindigkeit und dem Auskuppeln des Rückwärtsganges, bzw. einlegen des Vorwärtseinganges, schaltete die Einparkhilfe ab. Das Auto rollte schnurstraks gegen einen Betonbegrenzungspfosten und haute eine Delle hinein. Zum Glück war es genau an der Abdeckung des Abschlepphackens.
Wo wir gerade beim Hinterteil des Fahrzeugs sind. Entgegen den Modellen mit höherer Austattung, ist die hintere Scheibe nicht getrennt von der Kofferraumklappe zu öffnen, dafür sieht man keinen Auspuff und bläßt dem hinterherfahrenden nicht direkt ins Gesicht.
Ungewöhnlich ist die lange Ladekante. Die Sicherheitsstoßstange aus Kunststoff ist unterhalb der Kofferraumklappe angebracht. Wie schon jemand zuvor schrieb ist zwar die Edelstahlladekante praktisch, doch sorgt die unterhalb angebrachte Kunststoffstoßstange für eine verlängerte Ladekante und damit auch, daß die Kofferraumklappe eingerückt ist, wodurch sich bei Dauerregen und bei Waschanlagen, das Wasser dort sammelt.
Ebenso habe ich festgestellt, daß an den Türen sich ungewöhnlich viel Wasser ansammelt, genau dort, wo das Gummi angebracht ist. Dieser Wässerungseffekt entsteht aber komischerweise nur bei Waschanlagen.
Sollte aber kein Problem sein, da man das ja schnell mit einem Ledertuch abwischen kann.
Es sollte jedoch auch darauf hingewiesen werden, daß bei starker Kälte und nicht regelmäßiger Gummiwartung das Gummi festklebt und beim Öffnen der Tür einreist.
Fährt man nun in die Waschanlage, kann durch den Wässerungseffekt Wasser eindringen.
Das wichtigste, was zu dieser Auswahl des Fahrzeugs führte, war sicherlich das XENON-Licht.
Für mich ein unverzeichtbarer Sicherheitsaspekt und zwar für jedes Fahrzeug.
Man sieht den entgegenkommenden viel früher und die Straße ist besser ausgeleuchtet, der entgegenkommende wird weniger geblendet und die Leuchtweite wird automatisch reguliert (je nach dem, wie weit das Objekt entfernt ist).
Nachdem einige Ausstattungsmerkmale kritisch aufgrund persönlicher Erfahrung begutachtet wurden, leuchten wir die Fahreigenschaften aus.
Eins merkt man sofort. Das Auto fährt sehr ruhig. Zumindest im Innenraum hört man nicht viel, selbst bei höheren Drehzahlen.
Das 6-Gang-Getriebe ist genau richtig für das Fahrzeug, die Übersetzung richtig gewählt.
Eine gute Orientierungshilfe für den richtigen Zeitpunkt zum Hochschalten, wenn man sparsam fahren will ist die Geschwindigkeit.
Bei 20 km/h vom I. in den II. Gang schalten.
Bei 30 km/h vom II. in den III. Gang schalten.
Bei 40 km/h in den Iv.
Bei mindestens 50 km/h in den V., allerdings nur bei mindestens ebener Fahrbahn und nicht wenn er kalt ist.
Ansonsten merkt man schon, daß die Drehzahl zu niedrig ist (etwa 1050) und der Motor fängt an stark zu brummen. Gar nicht gut.
Allgemein liegt die Standdrehzahl bei etwa 900 und sollte nie unter 1000 während der Fahrt fallen. Optimal wäre, so wie ich es heraus gefunden habe etwa 1300-1400.
So schaltet man besser bei 60, wenn es ganz leicht bergauf geht und erst ab 70, wenn es normal bis stark bergauf geht.
In den VI. Gang im 20 km/h Abstand schalten.
Wer schnell voran kommen möchte, sollte es nicht überdrehen. Man kann zwar einen quietschenden Kickstart machen (obwohl Diesel), doch bei 40-45 ist der I. Gang ausgeschöpft und regelt automatisch runter. Im II. Gang fährt bis etwa 80 km/h.
Man wird regelrecht in die Sitze gepresst, ab 70 kommt ja noch der Turbo dazu und selbst bei der Elastizität ist der Laguna durchzugsstark. So fährt man selbst im V. Gang von 60-100 km/h in den VI. Gang bergauf in wenigen Sekunden. Auch beim Überholen spielt insbesondere der Turbo seine Klasse aus und zieht zügig an langsameren fahrzeugen vorbei. Selbst wenn es knapp wird, Gas, Gas, Gas.
Sollte es doch zu eng werden, reagieren die Bremsen in Verbindung mit dem ABS sehr gut.
Die Bremse reagiert schon bei einem kurzem Bremsdruckweg und geringer Bremskraft.
Das Fahrzeug kommt dadurch natürlich schnell zum Stehen.
Zum Gaspedal sollte man noch sagen, daß es 2 Stufen gibt. Erst bei höherem Druck merkt man die 2. Stufe, das sollte man auch beim Überholvorgang voll ausnutzen.
Die Kupplung, das leidige Problem.
Von meinem Modell wurden viele Fahrzeuge aufgrund des Kupplungspedals zurückgerufen. Es wurde eine zusätzliche Feder eingebaut, die allerdings wenig später wieder brach. Nun hat man diese zusätzliche Feder weggelassen, die Kupplung bleibt nun manchmal wieder etwas hängen. Kann aber manuell mit dem Fuß zurückgezogen werden.
Das ist nur ein kleines Problem, was den Fahrspaß einschränkt, dafür begeistert die Fahrt durch Kurven umso mehr. Unglaublich, wie zügig der Renault durchfahren kann, ohne einen großen Geschwindigkeitsverlust. Das ESP sollte aber, wie schon erwähnt, eingeschaltet sein.
Ebenso begeistert das Autobahnfahren, aber auch Stadtfahren dank der guten und direkten Servolenkung.
Warum sollte man das Auto eigentlich kaufen?
Ich habe das Auto aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit ausgesucht.
Aufgrund der 1870 ccm wird eine Steuer nach der neuen Steuerfestsetzung von 316 Euro fällig. Das kann aber je nach Region schwanken. Am besten beim Händler direkt nachfragen oder beim örtlichen Finanzamt nach dem gültigen Steuersatz erkundigen.
Versicherungstechnisch ist das Auto für einen Diesel sehr günstig eingestuft. Angefangen habe ich vor 2 Jahren mit der Haftpflichttypklasse 15. Im letzten Jahr wurde das Fahrzeug auf die 16 hochgestuft. Das hängt unter anderem damit zusammen, wieviele Unfälle bei diesem Modell reguliert werden mußten.
Die Typklasse bei Teilkasko ist von 22 auf 21 gefallen. Vollklasko beträgt 18, wenn ich mich nicht irre. VK habe ich für das Fahrzeug nicht abgeschlossen, da ich in der Schadenfreiheitsklasse 5 noch zu hoch eingestuft wäre und das Fahrzeug mittlerweile 4 1/4 Jahre alt ist und ca. 120000 km runter hat.
Je nach Regionalklasse ergibt sich eine Jahresprämie von etwa 800 Euro inklusvie TK (100%).
Der Verbrauch ist mit 5,6 Liter/100 km angegeben. Das ist ein sehr realistischer Wert.
Im Sommer fahre ich ohne zusätzlich eingeschalteter Spritschlucker (u.a. Klimaautoamtik, abgefahrenen Reifen) bei hohen Asphalttemperaturen und einer Strecke, die eben ist (hin leicht abwärts, zurück leicht aufwärts) und mit sparsamer Fahrweise (viel Rollen lassen und Motor bremsen lassen) mit einem Durchschnittsverbrauch von etwa 5,3 Liter.
Insgesamt habe ich auf den zuletzt 35000 zurückgelegten Kilometern 5,8 Lieter verbraucht. Das komische, auf der Autobahn habe ich deutlich mehr verbraucht als in der Stadt/außerorts.
Bei etwa 130 km/h auf der Autobahn verbraucht der Wagen ohne Tempomat und auf ebener Strecke etwa 6,0-6,5 Liter. Bei Vollgas nie mehr als 13 Liter im VI. Gang.
So kann man also selbst bei der Höchstgeschwindigkeit von 197 (lt. Herstellerangaben), jedoch habe ich schon 205 geschafft, mit 10-13 Liter fahren.
Das soll mal jemand mit einem gleichwertigem Diesel machen.
Ergeben sich bei etwa 20000 km/Jahr folgende Kosten:
Steuern: 316,00
Versicherung: 800,00
Kraftstoff: 200*6,0 l*1,30 Euro/l = 1560,00
gesamt: 2676,00
Hinzu kommen Kosten für Reparatur/Wartung/TÜV/AU.
Durch die Preiserhöhung des TÜV habe ich zusammen mit der AU bei Renault 80,00 bezahlt.
Die Jahresdurchsicht inklusive Mobiltätsgarantie (direkt von Renault) inkl. Austausch von Pollenfilter, Luftfilter, Kraftstofffilter kostete 119,83.
Der Ölfilter kostete 8,90, der Dichtring 1,66, das Motorenöl (4,8 l - ELF) 56,26, der Luftfilter 19,89, der Reinluftfilter 27,49 und die Patrone Dieselfilter 10,89.
Das linke Standlicht und die linke Kennzeichenbeleuchtung waren defekt, wurdem im Rahmen dessen kostenlos erledigt.
Die 12 V 5W Leuchten kosteten je 0,70.
Das Spiegelglas wie schon erwähnt 35,08, das Scheibenklar Winter -20°C 5,94, Pflegeöl 1,61, Reiniger 1,80 und WSB Laguna II 36,98. Zusätzlich wurde das Auto ausgesaugt, obwohl darum gar nicht gebeten wurde.
Insgesamt kostete die Inspektion/TÜV/AU 477,00.
Es müssen aber noch der Zahnriemen (nach 120000 km) inklusive sonstige Motorenteile im Zusammenhang mit dem Zahnriemen und die Wasserpumpe gewechselt werden (im Rahmen der Inspektion). Das sind nochmals etwa 500 Euro.
Insgesamt kommen also ohne Schäden am Fahrzeug nochmals alle 2 Jahre/30000 km etwa 1000,00 hinzu.
So belaufen sich die Gesamtkosten des Fahrzeugs pro Jahr auf etwa 3176,00.
Und damit ist das eines der günstigsten Dieselfahrzeuge.
Dazu möchte ich noch sagen, daß ich ein Modellfahrzeugkatalog per PC habe.
Dort kann man alle Fahrzeuge bis 04/06 vergkleichen (etwa 40000 Fahrzeuge).
Und dank diesem Programm war der Laguna erste Wahl.
Außerdem gefällt mir das Design, schon als der neue Laguna 2001 heraus kam, wollte ich den haben odr zumindest fahren.
Warum ein Grandtour? Weil er günstiger als die Limousine ist (hat mich auch gewundert) und natürlich größer ist.
Wir waren damit in Dänemark im Urlaub, haben einen Hund im Kofferraum gehabt und konnten dadurch weniger in den Kofferraum an Gepäck tun. Dank der Dachreling und einer geliehenen Dachbox, bekam man alles unter, was bei einer Limousine so nicht möglich gewesen wäre.
Leider kommt es meistens nicht so, wie man denkt.
Trotz Gebrauchtwagenanschlußgarantie, kam ich um eine zusätzlichen Werkstattbesuch nicht herum, bzw. um eine zusätzliche Zahlung.
Ich wollte im Oktober das Auto für die Durchsicht anmelden, dabei stellte man fest, daß die Räder seitlich zu viel Spiel hatten und ein Sicherheitsrisiko bestand.
Es stellte sich heraus, daß das Tragegelenk links und der Spurstangenkopf sowohl links als auch rechts beschädigt waren und augetaucht werden mußten.
Anschließend mußte die Hinter- und Vorderradgeometrie kontrolliert werden.
Nur dieser Eingriff verschlang 2 x 50,67 + 45,04.
Der Kugelkopf kostete 41,58, die Mutter 1,64, der Spurstangenkopf 2 x 58,32 und die Mutter 2 x 1,04.
Die Gesamtkosten beliefen sich damit auf 308,32 netto.
So kann ich abschließend sagen, daß man für Inspektion/TÜV/AU/Wartungsarbeiten insgesamt ca. 1400 bezahlte.
ich kann also die Meinungen und Schilderungen voriger Fahrer nicht teilen.
Mit dem Auto habe ich bisher so gut, wie keine Probleme gehabt, obwohl ja allgemein bei dem Renault Laguna von Horrorszenarien berichtet wurde.
Ich bin noch gut dran, nicht 4000 Euro und mehr zu bezahlen. Würde mich aber auch interessieren, was das für ein Fahrzeug war, wie alt und warum da solche Schäden auftraten? Sind da Geisterfahrer am Werk?
Also wenn man das Auto gesittet und normal oder gar sparsam fährt, hat man damit überhaupt keine Probleme.
Ach ja fast vergessen:
Auf die Frage, warum der Spurstangenkopf gebrochen war, antwortete mir meine Vertrauens-Renault-Werkstatt mit schlechten Straßen.
Dem kann ich teilweise nur beipflichten, obwohl ich schon immer Solchen Behinderungen aus dem Wege gehe, bleibt so etwas nicht aus (vor allem an Baustellen). Da es sich leider um Verschleißteile handelt, nutzt da auch keine Garantie. ;)
Dieses Automobil ist aber immer noch besser. ;)
http://mitglieder.dooyoo.de/auto/bmw-m5-limousine /1089236/
Fazit: Ist auf jeden Fall einen Kauf wert, wer auf Kosten achtet
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| Fahreigenschaften: | ||
| Ausstattung: | ||
| Platzangebot: |

