Porsche 911 Turbo

Produkttyp: Porsche Autos
Neuester Testbericht: ... Selbst meine beiden Kinder freuen sich auf jede Mitfahrgelegenheit im Porsche. Beide Kinder haben bestens Platz auf den Rücksitzen... mehr
Das Auto meines Profs
Porsche 911 Turbo

Name des Mitglieds: Calauer
Produkt:
Porsche 911 Turbo
Datum: 09.02.01, geändert am 09.02.01 (342 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: spritzig , dominant, 305 km / h Höchstgeschwindigkeit
Nachteile: teuer, hoher Verbrauch
Ohje, jetzt kann ich mir an dieser Stelle einen ganz großen Feind machen und immerhin hab ich ja auch noch meine Diplomprüfungen vor mir. Aber ich komme einfach nicht drum rum, mal über das Auto meines Profs zu schreiben. Er fährt einen gold – metallic Porsche 911. Und anscheinend fühlt er sich auch immer richtig wohl, wenn er damit auf den Parkplatz unserer BA einfährt. Aber böse Gerüchte erzählen, dass er diesen Porsche nur fahren kann, wenn es seine Frau erlaubt. Man bemerkt diesen Punkt immer, wenn er dann mal doch wieder nur mit seinem Zweitwagen, einem Peugeot 405 unterwegs ist. Aber wie auserwählt doch die Porsche – Fahrer – Zunft ist, haben wir als Kurs gemerkt, als wir ihm einen Gutschein für den Porsche – Selbstfahrer – Tag auf dem Hockenheimring zu seinem 50. Geburtstag schenken wollten. Dort ging die zwei Stunden auf der Rennstrecke bei 350 DM los. Juchu... soviel sind uns unsere Noten nun auch nicht wert.;-)
Tja und nun gehört mein Prof aber auch anscheinend zu den Menschen, die sich das Vergnügen leisten können, einen Porsche zu fahren. Für solche Leute hat Porsche beim 911 Turbo die Messlatte für automobile Lebensfreude noch ein Stück höher gelegt. Schließlich ist der Turbo, zumindest bis zum Debüt seines kompromisslosen GT2, gleich in mehreren Disziplinen unangefochtener Meister. Denn er ist mit einem Preis von 237 250 DM nicht nur das teuerste Serienauto deutscher Produktion, er ist mit 309 kW / 420 PS auch das stärkste, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 305 km / h das schnellste und mit einem Sprint von 0 auf 100 km / h in 4,2 Sekunden auch das agilste, was man ohne den Umweg über den Tuner aus deutschen Landen kaufen kann. Klar muß ich mir angesichts eines solchen Preises schon mal fragen, warum es nun unbedingt ein goldener Porsche sein mußte, aber diese Tiefgründe werden ich wohl nie erforschen oder vermag jemand von euch das Gehirn eines Professors durchschauen zu können???
Die früheren Car
erra – Varianten waren für mich immer sehr protzig angelegt. Jeder, der schon einmal an einer roten Ampel neben einem Porsche gestanden hat, kennt das Gefühl der Niederlage. Und das nicht nur weil die Motorleistung einfach eine andere ist, sondern auch deshalb, weil der Carerra etwas nobler aussah. Der Turbo trägt seinen Pelz im Gegensatz zu früheren Varianten dezent nach innen. Natürlich ist der fest stehende Heckflügel mit dem kleinen Zusatzspoiler ebenso wenig zu übersehen, wie die großen Lufteinlässe an der Front, die Kiemen an der Flanke und die dicken Backen der Radkästen, die sich nur mühsam über die beiten Walzen spannen. Und auch ohne eine aufgeblasene Karosserie mit zusätzlichem Spoilerwerk ist die klassische 911 – Linie alles andere als auffällig. Doch aufdringlich oder unangenehm protzig wirkt der Turbo deshalb nicht. Das gilt nicht nur für das Blechkleid, sondern auch für den geschmackvoll ausgeschlagenen Innenraum. Zwar herrscht dort die gewohnte Enge, und auch die beiden Notsitze dienen wohl eher der Beruhigung des Familiengewissens als tatsächlich der Personenbeförderung. Doch wer vorne Platz nimmt, kann sich auf ein paar automobile Mußestunden in einem angenehmen Ambiente aus Chrom und Leder freuen. Man kann also einmal genüßlich den Prollo spielen und sich auch einen weißen Schal umschmeißen. Ein Hoch an dieser Stelle an alle meine Mitstudenten, denen es auch schon einmal möglich war, bei unserem (ich muß an dieser Stelle auch einmal zugeben) coolen Prof mitfahren zu können.
Allein deshalb ist schon die Sitzprobe im Turbo ein Genuss. Doch wirklich beginnen kann das Freudenfeuerwerk erst, wenn der Motor startet. Jeder Autofreak weiß was ich meine... Und spätestens dann ist es auch vorbei mit aller Zurückhaltung. Denn schon im Leerlauf scharrt der 3,6 Liter große Sechszylinder nervös mit den Hufen. Und kaum berührt der Fuß nur sanft das Gaspedal, gesellt sich zum satten Grollen des Boxers das heisere Singen des Turboladers.
Dann reißen beeindruckende 550 Nm Drehmoment die 1540 kg Leergewicht unbändig nach vorn, und der Rücken presst sich noch weiter in den Sitz. Wer jetzt schreit, verliert. Denn es gibt nur noch eine Richtung... die Richtung auf die Autobahn. Und dort wird dann unweigerlich die Lichthupe eingesetzt. Erst am Dienstag war ich wieder auf dem Weg nach Karlsruhe auf der Autobahn unterwegs, als ich bei Tempo 180 dezent per Lichthupe darauf aufmerksam gemacht wurde, dass doch ein kleiner schwarzer Porsche hinter mir vorbei möchte. Da ist man ja dann auch nicht so und fährt mal kurz auf die mittlere Spur und fragt sich dann auch zugleich, wie der Porsche bei dieser Geschwindigkeit mal schnell noch so um die 30 km / h beschleunigt, obwohl man selbst ja schon am Gaspedal – Anschlag fährt. Komisch?;-)
Tja, und wer es dann einmal selbst probieren möchte... eine freie Strecke vorausgesetzt, steht die Tachonadel nach unglaublich kurzen 4,2 Sekunden bei 100. Hilfe, und dabei wurde dann noch halb der Nacken ausgerenkt. Wer geschickt mit dem knackig gestuften Sechsganggetriebe umgeht, ist nach weiteren fünf Sekunden bei 160 km / h oder beschleunigt im fünften Gang in fünf Sekunden von 80 auf 120 km / h. Und wem es dann noch nicht an Mut fehlt, der kann mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 305 km / h dem Rest der Welt das kecke Heck des Turbos zeigen. Dabei bleibt der schnellste Serien – Porsche dank seines Allradantriebs und des perfekt abgestimmten Fahrwerks bis nah an die Grenze auch für Amateure gut beherrschbar. Und im Falle eines Falles spannt das Porsche Stability Management schnell noch ein elektronisches Fangnetz. Also sitzen bleiben und auf den Schleudersitz warten...
Als große Überraschung am Rande registriert der Fahrer dabei den fast schon vernünftigen Verbrauch. Zwar lässt sich der Normwert von 12,9 Litern Super Plus im Alltag nur schwer halten, aber selbst bei zügiger Gangart bleibt der Turbo mit runden 15 Litern im Vergleich zu ma
nch anderem Sportler oder gar zu den großen Geländewagen beinahe genügsam. Aber gehen wir auch ruhig mal davon aus, dass der Fahrer eines Porsches in der Regel genug Geld haben müßte, um sich auch den höheren Verbrauch leisten zu können. Immerhin fährt man ja einen Porsche auch nicht unbedingt zum Sprit sparen, oder seht ihr das anders?
Ob diese unverhohlene Lust an der Leistung tatsächlich den Gegenwert eines kleinen Eigenheimes wert ist, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Ebenso die Frage, ob bei diesem Preis nicht Extras wie das Navigationssystem oder Lederpolster serienmässig sein sollten. Aber nicht nur die Aktie des Unternehmens Porsche ist immer noch ein festes Standbein, nein auch der Porsche bleibt ein deutsche Parade – Auto, bei dem es sich lohnt, doch immer wieder auf den Lottogewinn zu hoffen.
In dem Sinne viel Glück mit eurem Lottoschein....
Calauer
09.02.01
Tja und nun gehört mein Prof aber auch anscheinend zu den Menschen, die sich das Vergnügen leisten können, einen Porsche zu fahren. Für solche Leute hat Porsche beim 911 Turbo die Messlatte für automobile Lebensfreude noch ein Stück höher gelegt. Schließlich ist der Turbo, zumindest bis zum Debüt seines kompromisslosen GT2, gleich in mehreren Disziplinen unangefochtener Meister. Denn er ist mit einem Preis von 237 250 DM nicht nur das teuerste Serienauto deutscher Produktion, er ist mit 309 kW / 420 PS auch das stärkste, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 305 km / h das schnellste und mit einem Sprint von 0 auf 100 km / h in 4,2 Sekunden auch das agilste, was man ohne den Umweg über den Tuner aus deutschen Landen kaufen kann. Klar muß ich mir angesichts eines solchen Preises schon mal fragen, warum es nun unbedingt ein goldener Porsche sein mußte, aber diese Tiefgründe werden ich wohl nie erforschen oder vermag jemand von euch das Gehirn eines Professors durchschauen zu können???
Die früheren Car
erra – Varianten waren für mich immer sehr protzig angelegt. Jeder, der schon einmal an einer roten Ampel neben einem Porsche gestanden hat, kennt das Gefühl der Niederlage. Und das nicht nur weil die Motorleistung einfach eine andere ist, sondern auch deshalb, weil der Carerra etwas nobler aussah. Der Turbo trägt seinen Pelz im Gegensatz zu früheren Varianten dezent nach innen. Natürlich ist der fest stehende Heckflügel mit dem kleinen Zusatzspoiler ebenso wenig zu übersehen, wie die großen Lufteinlässe an der Front, die Kiemen an der Flanke und die dicken Backen der Radkästen, die sich nur mühsam über die beiten Walzen spannen. Und auch ohne eine aufgeblasene Karosserie mit zusätzlichem Spoilerwerk ist die klassische 911 – Linie alles andere als auffällig. Doch aufdringlich oder unangenehm protzig wirkt der Turbo deshalb nicht. Das gilt nicht nur für das Blechkleid, sondern auch für den geschmackvoll ausgeschlagenen Innenraum. Zwar herrscht dort die gewohnte Enge, und auch die beiden Notsitze dienen wohl eher der Beruhigung des Familiengewissens als tatsächlich der Personenbeförderung. Doch wer vorne Platz nimmt, kann sich auf ein paar automobile Mußestunden in einem angenehmen Ambiente aus Chrom und Leder freuen. Man kann also einmal genüßlich den Prollo spielen und sich auch einen weißen Schal umschmeißen. Ein Hoch an dieser Stelle an alle meine Mitstudenten, denen es auch schon einmal möglich war, bei unserem (ich muß an dieser Stelle auch einmal zugeben) coolen Prof mitfahren zu können.
Allein deshalb ist schon die Sitzprobe im Turbo ein Genuss. Doch wirklich beginnen kann das Freudenfeuerwerk erst, wenn der Motor startet. Jeder Autofreak weiß was ich meine... Und spätestens dann ist es auch vorbei mit aller Zurückhaltung. Denn schon im Leerlauf scharrt der 3,6 Liter große Sechszylinder nervös mit den Hufen. Und kaum berührt der Fuß nur sanft das Gaspedal, gesellt sich zum satten Grollen des Boxers das heisere Singen des Turboladers.
Dann reißen beeindruckende 550 Nm Drehmoment die 1540 kg Leergewicht unbändig nach vorn, und der Rücken presst sich noch weiter in den Sitz. Wer jetzt schreit, verliert. Denn es gibt nur noch eine Richtung... die Richtung auf die Autobahn. Und dort wird dann unweigerlich die Lichthupe eingesetzt. Erst am Dienstag war ich wieder auf dem Weg nach Karlsruhe auf der Autobahn unterwegs, als ich bei Tempo 180 dezent per Lichthupe darauf aufmerksam gemacht wurde, dass doch ein kleiner schwarzer Porsche hinter mir vorbei möchte. Da ist man ja dann auch nicht so und fährt mal kurz auf die mittlere Spur und fragt sich dann auch zugleich, wie der Porsche bei dieser Geschwindigkeit mal schnell noch so um die 30 km / h beschleunigt, obwohl man selbst ja schon am Gaspedal – Anschlag fährt. Komisch?;-)
Tja, und wer es dann einmal selbst probieren möchte... eine freie Strecke vorausgesetzt, steht die Tachonadel nach unglaublich kurzen 4,2 Sekunden bei 100. Hilfe, und dabei wurde dann noch halb der Nacken ausgerenkt. Wer geschickt mit dem knackig gestuften Sechsganggetriebe umgeht, ist nach weiteren fünf Sekunden bei 160 km / h oder beschleunigt im fünften Gang in fünf Sekunden von 80 auf 120 km / h. Und wem es dann noch nicht an Mut fehlt, der kann mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 305 km / h dem Rest der Welt das kecke Heck des Turbos zeigen. Dabei bleibt der schnellste Serien – Porsche dank seines Allradantriebs und des perfekt abgestimmten Fahrwerks bis nah an die Grenze auch für Amateure gut beherrschbar. Und im Falle eines Falles spannt das Porsche Stability Management schnell noch ein elektronisches Fangnetz. Also sitzen bleiben und auf den Schleudersitz warten...
Als große Überraschung am Rande registriert der Fahrer dabei den fast schon vernünftigen Verbrauch. Zwar lässt sich der Normwert von 12,9 Litern Super Plus im Alltag nur schwer halten, aber selbst bei zügiger Gangart bleibt der Turbo mit runden 15 Litern im Vergleich zu ma
nch anderem Sportler oder gar zu den großen Geländewagen beinahe genügsam. Aber gehen wir auch ruhig mal davon aus, dass der Fahrer eines Porsches in der Regel genug Geld haben müßte, um sich auch den höheren Verbrauch leisten zu können. Immerhin fährt man ja einen Porsche auch nicht unbedingt zum Sprit sparen, oder seht ihr das anders?
Ob diese unverhohlene Lust an der Leistung tatsächlich den Gegenwert eines kleinen Eigenheimes wert ist, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Ebenso die Frage, ob bei diesem Preis nicht Extras wie das Navigationssystem oder Lederpolster serienmässig sein sollten. Aber nicht nur die Aktie des Unternehmens Porsche ist immer noch ein festes Standbein, nein auch der Porsche bleibt ein deutsche Parade – Auto, bei dem es sich lohnt, doch immer wieder auf den Lottogewinn zu hoffen.
In dem Sinne viel Glück mit eurem Lottoschein....
Calauer
09.02.01
Fazit:


09.02.01
... hmmm - meine Profs fahren Volvo oder so... ;-)