Pontiac Sunfire
Sportliches kleines US-Coupé - Pontiac Sunfire Auto

Produkttyp: Pontiac Autos

Neuester Testbericht: ... aber sehr weich) versucht die richtige Fahrstufe einzulegen. Da es sich beim Sunfire um einen sportlichen Wagen der unteren Mittelklasse ... mehr

Sportliches kleines US-Coupé
Pontiac Sunfire

spocky83

Name des Mitglieds: spocky83

Produkt:

Pontiac Sunfire

Datum: 03.10.05

Bewertung:

Vorteile: Aussehen, Preis, Motor

Nachteile: Qualitätsanmutung, Haptkik

Da ich mich zu einigen der wenigen Europäer zählen kann die das Glück haben einen Sunfire in Deutschland fahren zu können möchte ich mich einmal über den Sunfire äußern.

Der Sunfire ist quasi der kleine Bruder des Pontiac Firebirds, also ein kleines Coupé. Das Design könnte man als gelungen bezeichnen, es hebt sich zumindest in Deutschland stark vom Mercedes/Audi Einheitsbrei ab und wirkt sehr sportlich. Das Heck erinnert ein wenig an die der aktuellen BMW Modelle und gibt dem Fahrzeug eine schöne flotte Note.

Der Innenraum gestaltet sich sehr funktionell, die verwendeten Materialien (graues Plastik) wirken ein wenig trist, die (extrem bedienfreundlichen) Knöpfe und Tasten des serienmäßigen CD Radios und der Klimaanlage ein wenig billig. Auch wirken manche Abdeckungen (wie z.B. die des Sitzgestells) ein wenig windig, aber nichts was sich nicht mit einem beherzten Griff zum Schraubenzieher in kürze beheben lässt. Die Seriensitze bieten durchschnittlichen Seitenhalt, die Verarbeitung der Karosse absolut unauffällig (kein knacken oder knistern). US typisch hat das Auto viele Becherhalter, der in der Mittelarmlehne nimmt sogar problemlos eine 1l Colaflasche auf. Das Handschuhfach entpuppt sich als riesig, an weiteren Ablagen mangelt es leider ein wenig (zwar gibt es deren zwei in den Türen, doch sind sie bei der Fahrt ein wenig schwer zugänglich.
Der Einstieg gestaltet sich dank eines relativ hohen und massiven Seitenschwellers für gebrechliche Personen als ein wenig schwierig, ist aber, auch für große, normalsportliche Menschen absolut problemlos. Der Kofferraum hat ein, für ein kleines Coupé großes Volumen und ist recht einfach zu beladen.

Der quer eingebaute Vierzylinder Reihenmotor mit 2,2l leistet ca 140PS und zeichnet sich durch gute Laufruhe und exzelenter Drehfreudigkeit aus. Vierventilertypisch kommt der Motor erst jenseits der 4000U/min richtig auf Leistung, dreht aber schon vom Standgas sauber und homogen zügig hoch und erlaubt so das mitschwimmen sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Autobahn in unauffälliger Weise. Trotz Frontantrieb sind Antriebseinflüsse in der Lenkung so gut wie nicht existent, sie könnte aber etwas direkter sein.
Bei zurückhaltender Fahrweise ist ein Verbrauch von etwa 6l/100km durchaus möglich, sportlich schnittige Fahrweise (z.B. auf kurvigen Landstraßen in hügligem Gelände) lässt aber biszu 12l durch die Brennkammern fließen, was aber auch noch absolut in Ordnung ist.
Die Leistungsentfaltung ist saugmotortypisch unspektakulär und in etwa das was man von einem Auto mit dieser Leistung erwarten würde.
Das Getriebe lässt sich mit ein klein wenig Übung sehr gut schalten, Neulinge könnten sich evtl. über ein etwas knochiges Gefühl beim zurückschalten beschweren, was sich aber durch einen wohldosierten Stoß Zwischengas in ein sehr exaktes und flottes Gefühl umwandeln lässt.
Von der Vierstufenautomatik ist, so wie bei fast jedem anderen Fahrzeug auch, generell abzuraten, da sie recht hecktisch (dafür aber sehr weich) versucht die richtige Fahrstufe einzulegen. Da es sich beim Sunfire um einen sportlichen Wagen der unteren Mittelklasse mit entsprechender Motorisierung handelt lässt die Automatik den Eindruck eines viel schwächeren und zäheren Motors (bedingt auch durch die Getriebeabstufung) entstehen, erhöht den Benzinverbrauch nicht unwesentlich und stört bei schnellauszuführenden Überholmanövern durch eine Gedenksekunde zum herunterschalten beim Kickdown und nimmt dem Fahrer den Spaß und die Kontrolle, die bei einem Fahrzeug dieser Art wichtig ist.
Das Fahrwerk ist angenehm direkt, gibt ausreichend Rückmeldung über den Fahrbahnzustand, könnte aber durchaus etwas härter und direkter sein. Im Grenzbereich verhält sich das Fahrzeug gutmütig und untersteuernd, ESP ist in meinem Fahrzeug glücklicherweise nicht verbaut, ob Pontiac dies inzwischen serienmäßig oder optional anbietet entzieht sich leider meiner Kenntniss.

Dieses Auto mag ein paar kleinere Schwachstellen haben, jedoch wird das durch ein unglaubliches Preis/Leistungsverhältnis wieder ausgeglichen:
Das Auto ist ab ca. 11000$ in der Basisversion (Klima Serie) zu erstehen und selbst mit einem beherzten Griff zur kurzen Aufpreisliste (elFH, CD-Radio, ZV mit FB, Metallic, verchromtes Endrohr, zweiflutige Abgasanlage, Automatik) lässt sich das Auto sogar mit Automatikgetriebe nur schwer auf etwas über 15000$ ohne Rabatte bringen, was momentan etwas weniger als 12000€ (+Merhwertsteuer) entspricht.
Das Servicenetz ist wider erwarten in Deutschland sehr gut, da Pontiac genauso wie Opel zum General Motors Konzern gehört und fast jede Opelwerkstatt imstande ist die äußerst Wartungsfreundliche Technik des Sunfires zu reparieren. Ersatzteile lassen sich zu sehr normalen Preisen über Opel beziehen (Motor wurde meines Wissens im Opel Sintra 2,2l 16V verbaut), fahrzeugspezifische Teile müssen teilweise aus Übersee eingeflogen werden, was sich aber nicht durch Preise sondern eher durch eine 3-4 tägige Wartezeit äußert.

Fazit: Soviel flottes und hübsches Auto gibt es in Europa für das Geld kaum, hierzulande auffälliges Design, keine Zugeständnisse an comfortverliebte und konservative Naturen.

Fazit: ein Auto für den kleinen Geldbeutel um zackig von A nach B zu kommen!

Verarbeitung:    Verarbeitung
Zuverlässigkeit:    Zuverlässigkeit
Fahreigenschaften:    Fahreigenschaften
Ausstattung:    Ausstattung
Platzangebot:    Platzangebot