Peugeot 206 2.0 HDi
Peugeot 206 SW 2.0 Hdi - Wenn der kleine Gallier nur noch Mängel hat - Peugeot 206 2.0 HDi Auto

Produkttyp: Peugeot Autos

Neuester Testbericht: ... Auto nicht die Möglichkeit aus hohen Geschwindigkeiten sicher abzubremsen. Für Peugeot ist das normal und man sieht sich nicht in der Lage... mehr

Peugeot 206 SW 2.0 Hdi - Wenn der kleine Gallier nur noch Mängel hat
Peugeot 206 2.0 HDi

Boogie85

Name des Mitglieds: Boogie85

Produkt:

Peugeot 206 2.0 HDi

Datum: 03.11.05, geändert am 03.11.05 (4825 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Umfangreiche Serienausstattung

Nachteile: Reparaturen und Ärger ohne Ende

In diesem Forum habe ich ja schon viel positives über den Peugeot 206 gefunden. Leider kann ich mich diesen positiven Stimmen nicht anschließen. Doch zum Anfang meiner Geschichte.
Vor ungefähr einem Jahr habe ich mir einen Peugeot 206 SW 2.0Hdi 90 Quiksilver bestellt.
Der erste Eindruck von dem Auto war überzeugend: ein sehr überzeugendes Aussehen, eine Serienausstattung, die allen normalen Anforderungen durchaus genügen kann. Mit dem Motor war ich auch sehr zufrieden. Mit seinen 90PS und 205NM sorgt das Aggregat für ein gutes vorankommen.
Doch schon bald trübte sich das Glück, als bei Kilometerstand 10.000 beim Bremsen das Lenkrad auszuschlagen begann. Dies konnte dann auch so schlimm werden, dass man beim Autobahnbetrieb, musste man scharf bremsen, aufpassen musste, dass das Auto in der Spur blieb. Außerdem konnte man beim Stoßdämpfer rechts hinten immer ein seltsames Knarzen hören. Bei der 10.000er Garantieinspektion sprach ich den Werkstattmeister auf das Problem an. Die Folge war ein neuer Stoßdämpfer, da sich der Alte, wegen mangelhafter Schmierung vom Werk her, bereits aufgerieben hatte und dem Auto wurde ein neuer Satz Bremsscheiben und Bremsbeläge spendiert, da die anderen vom Werk her eine Unwucht hatten.
Durch das Entgegenkommen der Werkstatt beruhigt, wollte ich Geschehenes auf sich beruhen lassen. Doch zu früh gefreut, das Desaster nahm gerade seinen Anfang.
Bei einem Kilometerstand von 26000 bahnte sich das Problem mit den Bremsen und dadurch ausschlagender Lenkung ein weiteres Mal an. Auch diesmal bekam ich von der Werkstatt auf Garantie einen neuen Satz Bremsen spendiert. Doch hielt sich nun meine Begeisterung stark in Grenzen, da ich der ganzen Sache nun nicht mehr traute.
Dass die Bremsen nicht das einzige sind wovon die Franzosen nichts verstehen stellte sich 6000km später bei einem Kilometerstand von 32000km heraus. Ölspuren unter dem Auto auf den Grund gehend stellte ich fest, dass der Öldeckel während der Fahrt abgeplatzt war und sich der Ölmessstab heraus geschoben hatte. Wieder eilte ich zur Werkstatt. Die Diagnose des Werkstattmeisters verblüffte mich. Angeblich waren Öldeckel und Messstab ausgeleiert und wurden auf Grund dessen ausgetauscht. Noch nie hatte ich von Ähnlichem gehört. Andere Autos fahren ihr ganzes Autoleben lang mit einem Öldeckel. Mich auf das Wort des Werkstattmeisters verlassend fuhr ich dann ein wenig skeptisch nach Hause und es kam wie es kommen musste. Nach weiteren 4000km hatte ich den Öldeckel wieder verloren. Wieder war er ohne jede Vorwarnung abgeplatzt und der Ölmessstab hatte sich heraus gedrückt. Das blöde an der ganzen Sache war ja nicht nur, dass ich wegen diesen Defekte jedes Mal in die Werkstatt musste. Nicht zu vergessen ist auch die Schweinerei, die das Fehlen des Öldeckels verursacht: Der ganze Motorraum liegt unter einer geschlossenen Öldecke und überall wo das Auto stand ist dann eine Öllache.
Wieder machte ich mich auf den Weg zur Werkstatt. Nun stellte man endlich richtig fest, dass ein Überdruckventil im Motor kaputt war und der Motor so gezwungen war irgendwie Dampf abzulassen. Der Fehler wurde während eines 3-tägigen Werkstattaufenthalts behoben.
Nach dieser Geschichte dachte ich nun wären alle Mängel an dem Auto beseitigt. Doch leider habe ich mich auch da wieder getäuscht. Nun meldeten sich die Bremsen wieder zurück. Bei einem Kilometerstand von 39.000km begann das Auto wieder mit dem altbekannten Ruckeln beim Bremsen. Bei der 40.000km Inspektion, die ich jedoch auf 41500km hinauszögerte, hakte ich noch mal nach und bot dem Werkstattmeister eine Probefahrt mit dem Auto an. Dieses Angebot nahm er jedoch nicht an. Stattdessen sagte er mir bei der Abholung, dass die Bremsen lediglich einen leichten Schlag hätten und man dies auch nur bei hohen Geschwindigkeiten bemerkt. Meine Antwort, dass ich wöchentlich rund 600km auf der Autobahn und 500km auf Landstrassen zurück lege beantwortete er mit einem Achselzucken und dem Hinweis, dass er diesen Schaden nicht auf Garantie beheben könne. Also mal zusammen gefasst: Selbst nach dem 3. Satz Bremsbeläge und Bremsscheiben (inklusive dem Satz ab Werk) besteht mit dem Auto nicht die Möglichkeit aus hohen Geschwindigkeiten sicher abzubremsen. Für Peugeot ist das normal und man sieht sich nicht in der Lage diesen Zustand zu ändern.
Außerdem stellte man bei dieser Inspektion fest, nachdem ich mich über ein dumpfes Schlagen von dem Rad rechts vorne beim Überfahren von Unebenheiten beschwert hatte, dass die Radaufhängung vorne rechts locker war. Man zog die Schrauben dann an.
Ein weiteres Problem von Peugeot scheint die Beleuchtung des Fahrzeugs zu sein. Schon zweimal musste die Nummernschildbeleuchtung erneuert werden.
Ein weiteres Manko ist das Gestühl in dem Fahrzeug. Nach rund 42000km ist ein schmerzfreies Sitzen auf dem Fahrersitz nicht mehr möglich. Direkt unter der Sitzfläche liegt das Gestänge des Sitzes und genau darauf hat sich das Sitzpolster abgesessen, so dass ich nun ungepolstert auf der Stange sitze. Obwohl ich zugegeben kein Leichtgewicht bin hatte ich dieses Problem noch bei keinem Auto und da sind Autos dabei die erheblich länger in meinen Diensten gestanden haben. Die Sitzfläche wird lobenswerter Weise ebenfalls auf Garantie erneuert.
Bekannter Weise zählen Diesel der modernen Generation aus der Benzinsicht zu den genügsameren Motoren. Nicht so mein 90PS Motor. Trotz eines Leergewichts von gerade mal 1,1Tonnen und eines 2004er Baujahrs komme ich selbst bei ruhigster Fahrweise und unter Beachtung der Spartipps aus diesem Forum mit dem Verbrauch selten unter 7,3L / 100km. Auch dieses Ergebnis finde ich ein bisschen übertrieben.
Bange ist mir bei diesem Fahrzeug vor allem vor der Zukunft ohne Garantie:
alle 13.000km neue Bremsen,
alle 40.000km neuer Fahrersitz,
zwischendurch mal ein Motordefektchen (der Ölmessstab hat sich schon wieder herausgeschoben),
und der Verbrauch von einem dicken Benz.

Das Vertrauen in die französischen Ingenieure habe ich nun vollends verloren und zu gerne würde ich das Auto los werden. Allerdings bin ich zur Zeit noch in einem Leasingvertrag gefangen. Nach meinen Erfahrungen kann ich allen die diesen Beitrag gelesen haben nur raten sich niemals eine solche Schrottproduktion aus dem Hause Peugeot zuzulegen.

Fazit: Niemehr Peugeot

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