Peugeot 106 1.1 3-türig
Geringe Beschleunigung, hoher Komfort - Peugeot 106 1.1 3-türig Auto

Produkttyp: Peugeot Autos

Neuester Testbericht: ... als Neuwagen gekauft. Seitdem bin ich im Stadt- und Autobahnverkehr ca. 40.000 Km gefahren. Bisher ohne Probleme, der Wagen macht einen au... mehr

Geringe Beschleunigung, hoher Komfort
Peugeot 106 1.1 3-türig

tiggerleinchen

Name des Mitglieds: tiggerleinchen

Produkt:

Peugeot 106 1.1 3-türig

Datum: 03.01.02, geändert am 03.01.02 (415 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Sehr angenehm zu fahren, auch auf längere Strecken, große (Heck)klappe, die

Nachteile: leider nicht so viel schluckt, wie sie verspricht, Rückbank und Handschuhfach sind auch ziemlich knapp bemessen

Es ergab sich im November des letzten Jahres, dass ich noch immer auf der Suche nach einem netten und vor allem billigen Auto war, nach dem der rosa Schein endlich in meine Hände gelangt ist. Zufälligerweise (?) hat meine Großmutter beschlossen, sie braucht ein neues Auto, und somit hatte ich die Option auf einen wunderschönen, nur 4 Jahre alten Peugeot 106 Husky, und das noch um den halben Händlerpreis, also zugegriffen, und meiner war er.

In meinem jugendlichen Leichtsinn hab ich mich natürlich gleich an der ersten Ampel mit irgendeinem anderen Auto angelegt, und nachdem die Rücklichter des anderen hinter der nächsten Biegung verschwunden waren, hab ich dann realisiert, dass der kleine Franzose vielleicht nicht grad mit PS protzen kann ;-)

Also, gleich mal auf zum nächsten Test: Autobahn! Nachdem ich mal einige Zeit auf der ersten Spur mit ungefähr 80 - 90 km/h dahingezuckelt bin, hab ich mich einmal auf die zweite, in Österreich also die 130er Spur gewagt. Da ich schon einige Berichte über das Auto gelesen habe, hab ich eigentlich erwartet, dass sich der doch eher kleine Motor schon ziemlich quälen wird, aber er hat nur wunderbar geschnurrt. Und da es auch noch schön windig war, konnte ich auch gleich testen, wie er in der Spur bleibt, wenn man einen LKW überholt, und ich glaube, jeder der ein Auto hat, weiß wie es ist, wenn man wieder aus dem Windschatten kommt. Also hab ich mich, während ich Wasser und Blut geschwitzt habe, am ersten LKW vorbeigewagt, und zack, schon hat mich die Bö erwischt. Mein Wägelchen hat sich zwar kurz mal nach links geneigt, allerdings längst nicht so stark, wie ich es von anderen Autos gewohnt war, also ein eindeutiger Pluspunkt.

Nach diesem Abenteuer hab ich mich dann erstmal von der Autobahn runtergezittert und über die 70er-Beschränkung auf der Freilandstraße gefreut *g* Und da zwischen Autobahn und Freilandstraße ja nicht sooo ein großer Unterschied ist, und ausser mir noch dazu kein Schwein unterwegs
war, hab ich mich endlich mal richtig entspannen können. Und während ich so entspannt dahinfahre, fällt mir etwas auf: Es ist schweinekalt im Auto. Also, ein vorsichtiger Blick zur Mittelkonsole, und schon springt mir ein Drehknopf mit einem Ventilator und vier Stufen (aus, 1, 2 und 3) ins Auge. Einmal vorsichtig auf 1 gestellt, und schon umflutet mich angenehm warme Luft. Mit der Zeit wird es ganz schön heiß, also kann man es sich problemlos sogar im Winter leisten, die Heizung nur auf halbe Kraft oder noch weniger zu stellen, sie würde sogar für arktische Verhältnisse reichen (deswegen heißt das Sondermodell also Husky... *grins*)!

Jetzt mal ein etwas genauerer Blick auf die Amaturen: Das Cockpit (wenn man das so bezeichnen kann) ist sehr übersichtlich gestaltet, der Tachometer sticht sofort ins Auge. Etwas irritierend kann sein, dass sich bei meinem Modell rechts daneben in der gleichen Größe nicht (wie von mir anfangs vermutet) der Drehzahlmesser befindet, der ist überhaupt nicht vorhanden. Dafür hat man eine wunderschöne, große Uhr, die bei mir sogar die richtige Zeit anzeigt ;-)
Die Tankanzeige ist oben zwischen Tacho und Uhr angebracht, so dass man ziemlich automatisch mitkriegt, wieviel Benzin man noch hat, wenn man aufs Tempo achtet.
Die Warnleuchten für Öl, Kühlflüssigkeit, Handbremse, Licht etc. sind unten aufgereiht. Direkt darüber, wieder zwischen Tacho und Uhr, ist die Anzeige für die Blinker, für jede Richtung einzeln (auch wenn das einige vielleicht glauben - ist nicht in allen Autos so!).
Die Heizung ist, wie doch fast überall, in der Mittelkonsole untergebracht, so dass sie angenehm vom Fahrer und vom Beifahrer bedient werden kann.

Da ich meinen kleinen Stadtflitzer im November bekommen habe, hab ich inzwischen auch schon die Möglichkeit bekommen, die Langstreckentauglichkeit zu testen, und ich muss sagen, zumindest der Fahrersitz ist auch nach längeren Strecken noch bequem, und man wird auch bei schnelleren Kurve
n nicht im ganzen Innenraum herumgeschleudert.

Ein (zumindest für mich) relativ großes Manko, das ich auch auf dieser Langstreckenfahrt bemerkt habe, ist allerdings, dass der Kofferraum nicht gerade riesig ist, so dass man zB ein Snowboard nur schräg hineinbekommt, an Schi wage ich nicht einmal denken. Abgesehen vom Platz ist der Kofferraum durch die Heckklappe angenehm zu beladen.

Fazit:

Alles in allem ist der Peugeot 106 Husky ein kleines, nicht gerade vor Kraft strotzendes, aber doch sehr angenehmes Auto. Für große Leute auf der Rückbank ist er allerdings nicht wirklich zu empfehlen, wie ein Freund von mir schon feststellen musst ;-) dafür ist er dank Servolenkung sehr leicht einzuparken, und man bekommt eine Menge Parklücken, in die andere nicht hineinpassen.

Fazit: