
Produkttyp: Opel Autos
Neuester Testbericht: ... Er ließ sich relativ gut bei schnee fahren trotz seines Heckantriebs. Der Opel Omega A Caravan ist allein schon wegen seinem Platzange... mehr
A Omega mit kleinen Macken
Opel Omega A

Name des Mitglieds: Westwind2000
Produkt:
Opel Omega A
Datum: 28.02.02, geändert am 28.02.02 (822 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: günstiger Kaufpreis, sehr viel Platz, sehr bequem
Nachteile: Verbrauch, unübersichtlich beim rangieren
Hallo!
Nachdem einige schon zu den Unterhaltskosten und der Zuverlässigkeit geschrieben haben, möchte auch ich noch etwas hinzu steuern...
Mein Omega (EZ 9/89, 2.0, 85KW, Automatik, GL-Version, Limo)ist mir bisher in Sachen Zuverlässigkeit im großen und ganzen recht treu gewesen. Gekauft habe ich ihn ´99 von einer Firma. Aufgrund des günstigen Anschaffungspreises von 3900.- DM habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Mit einer Laufleistung von ca. 107000 Km und einem Serviceheft, wo nachweislich alle Inspektionen durchgeführt wurden, warb das schon okay. Ein halbes Jahr später traten dann die ersten Schwierigkeiten auf. Da waren die Simmeringe der Antriebswellen am Differential und der, der Kurbelwelle erst mal fällig. Das wollte ich anfangs in einer Opel-Fachwerkstatt in Ordnung bringen lassen, was sich aber als ex-orbital teuer herausstellte (ca. 500-600 DM!). In einer freien Werkstatt war das für ca. 200.- kein Thema. Kurze Zeit später war ich wieder in der Opel-Fachwerkstatt (liegt gleich bei mir um die Ecke), da der Teppich im Fussraum nass war. Da war man der Meinung, mir unbedingt einen neuen Wärmetausche einbauen zu müssen, der ohne Einbau schon 400.-DM kosten sollte. das war mir wieder zu teuer. Ein Bekannter brachte mich dann auf die Idee, einfach die Regenabläufe in den K-Flügeln zu überprüfen. Und siehe da, sie waren bis oben hin zu. Nach der Reinigung, war dann auch das Thema Wasse erledigt und nichts mit 400.-! Zwei Monate später mängelte der TÜV die Auspuffanlage (End- und Mittelsschalldämpfer), sowie das rechte Tragegelenk der Vorderachsse an. Nachdem das gemacht war, gabs den TÜV und AU. Nochmals zwei Monate später waren dann die Vorderen Stossdämpfer fällig, die pro Stück um die 150.- DM lagen. Eingebaut hab´ ich die selber, würde es aber nicht noch mal machen. Abgesehen davon, das dann noch der Tacho (nur der Kilometerzähler) ausstieg, fuhr ich wieder ein viertel Jahr ohne Sorgen. Im nächsten Herbst stellten sich dann Probleme mit
der Elektrik ein. Das Auto ruckelte manchmal ganz schön im Stand und kam durch Zündaussetzer öfter auch mal nur in Zeitlupe von der Stelle. Schwierigkeiten mit der Zündung zeigten sich immer nur bei nass-kaltem Wetter. Nachdem ich dann Zündverteilerkappe, Finger und Kabel getausch hatte, gings wieder ohne Probleme weiter. Kurze Zeit später, ist dann der Tank durchgerostet (ist bei mir noch aus Blech), wobei ich das Leck an der Tankstelle, nachdem ich vollgetankt hatte erst am sich wieder auf meine Schuhe entleerendem Heck festgestellt hatte. Tja, was soll ich sagen? Das war dann wieder ein besonderes Ersatzteil von GM, was nur dort zu beziehen war. Einbauen lassen, hab ich das Ding allerdings woanders. Opel wollte mir den Tank wieder für 550.- DM Verkaufen, wobei die Werkstatt, wo er eingebaut wurde, ihn beim gleichen Händler für 400.- bekamm. So habe ich für Tank und Einbau zusammen noch weniger bezahlt als beim Eigeneinbau. Kleine Probleme gabs später auch noch mit den Koppelstangen am Stabi. Ist aber verhälnismäßig preiswert zu beheben (ca 150.- DM mit Machen).
Fazit: Im grunde sind alle Probleme nur auf Grund des inzwischen hohen Alters aufgetreten und alles andere waren normale Verschleißteile. Die durchsichten sind nicht ganz preiswert, in einer freien Werkstatt aber trotzdem zu bezahlen.
Die Unterhaltskosten sind nicht ohne, wenn man einen Oldi fährt. Durchschnittlich im Jahr für Rep-Kosten und Teile ca. 3000 bis 4000.- DM.
Der Sprittverbrauch zeigt, das der Wagen immer ´ne trockene Kehle hat. Ich fahre zu 95% nur in der Stadt. Dabei liegt der Verbrauch (die Km-Zahl kenne ich, da mein Arbeitsweg immer der gleiche ist) im Sommer bei 14 L/100 Km und in der nassen Jahreszeit bei 16 Liter. Hinzu kommt, das vieles sehr fahrweiseabhängig ist, und auch viele kurze Strecken dabei sind. Ausserhalb (als der Tacho noch i.O. war) sind´s so um 10 Liter.
Im Grossem und Ganzem bin ich sehr zufrieden mit dem Wagen. Er ist äußerst geräumi
g und selbst Personen von 1,90 Köpergröße haben im Fond mehr Knieraum als im Reisebus. Gegen einen kleinen Kaufpreis stehen nur relativ hohe Unterhaltskosten.
Ob für lange Strecken oder schnell mal in die Stadt ist er selbst nach fast 13 Jahren bestens geeignet!
Fazit:

