Opel Corsa C 1.0 12V
Nummer 3 - Opel Corsa C 1.0 12V Auto

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Produkttyp: Opel Autos

Neuester Testbericht: ... kaput nach 2 jahren kaput , wasserpumpe war kaput die klimanlage ging nach 2 jahren kaput der querlenker war gerissen dass thermostat ging... mehr

Nummer 3
Opel Corsa C 1.0 12V

Vampire-Lady

Name des Mitglieds: Vampire-Lady

Produkt:

Opel Corsa C 1.0 12V

Datum: 09.04.01, geändert am 03.05.09 (908 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: wurde größer,

Nachteile: Heckansicht

Da fuhr er also nun durch die Gegend - der neue Corsa.. hä? Den gibt es doch noch gar nicht.. achso Händlertagung zur Einführung des neuen Modells bei uns in Kuhkaffhausen.. Nun da fuhr er also und ich mit Kinnlade irgendwo in Kinnhöhe wollte nun gar nicht wissen, was ich davon halten sollte. Mein Kullercorsa B sollte von diesem Dingsda abgelöst werden?? Nee, nicht wirklich..Oder?

Den Corsa C musste ich mir buchstäblich "schön" gucken - immer wieder beeindruckt von seiner häßlichen Heckansicht -Stichwort "guck mich mit dem A.... nicht an"- dauerte es doch eine Weile bis ich feststellte, daß der Rest des Autos doch ganz nett ist. Der Corsa B wirkt dagegen wie ein Riesenbaby. Der C kommt eher klassisch sportlich und schärfer konturiert daher, bis auf die Rückansicht... wie ich die immer nocht hasse...Diese große Klappe und die hohen fiatpuntomässigen Rücklichter...die aber der Sicherheit dienen sollen.

Im Januar wollte ich mit meiner Mutter bei Opel mal nur so gucken - und stand vor einem scharzen Corsa mit 5 Türen. Irgendwie finde ich den 5Türer von hinten nicht ganz so häßlich, wie den 3Türer. Zu meiner Verwunderung gar, muß ich zusätzlich sagen, daß der 5Türer gut gelungen ist. Schließlich war sein Vorgänger rein optisch gesehen eine katastrophale Notlösung. Was mich am Ende gereizt hat: ich wollte immer einen 75 PS-Motor, was es für den Corsa B einfach nicht gegeben hatte, tja das war es dann.

Ich fuhr zu meinem gemeinen Feld-Wald-und-Wiesen-Opel-Händler, wo ich Stammkunde war - hatte mir aber vorher schon ein Angebot von einem anderen Händler machen lassen, was schon gar nicht schlecht war. Zu meiner Enttäuschung bot mir aber mein Stammhändler für meinen alten Wagen sage und schreibe DM 2000,- weniger als sein Konkurrent. Dafür mußte ich mir anhören, ich hätte schließlich schon den Stammkundenrabatt erhalten. Außerdem würde der Abverkauf der alten B-Modelle von der Adam Opel AG finan
ziell gefördert. Ist das mein Problem??? Schließlich wollte ich doch ein neues Modell, dessen Verkauf doch wohl auch gefördert werden mußte oder wie oder was? Der Stammkunde verabschiedete sich.

Über eine Arbeitskollegin erhielt ich Kontakt zu einer anderen Filiale des Konkurrenzhändlers, der mir noch einmal DM 500,- mehr für meinen Alten gab, mein Neuer begleitet mich jetzt seit dem 7. April 2001.

Daten: Modell Comfort, 75 PS, 1,2l 16V, eingetragene Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, gefahren bereits 180 km/h, Farbe starsilber (passender Nagellack natürlich vorhanden), Sitze Canyon blau, CD-Radio, Alufelgen (die serienmässigen Stahlfelgen sind grottenhäßlich), elektrische Fensterheber, ebensolches Schiebedach, 5-Gang-Sportgetriebe, elektrische Servolenkung, ABS, Airbags ohne Ende, beim 5Türer hinten drei Kopfstützen incl., Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, 4 Räder, eine Antenne, ein Lenkrad...ups

Was mich zuerst geärgert hat, war das Farbangebot von Opel. Während es vorher den Corsa in allen möglichen Knallbonbonfarben gab, ist jetzt alles wesentlich blasser und gedeckter. Für meinen Geschmack blieben nur schwarz und silber über. Letzteres erhielt aus Gründen der Schmutz(un)sichtbarkeit dann den Vorzug.

Der Motor: ich war es gewohnt, daß meine beiden B-Corsas ziemlich fix aus dem Quark kamen - wenigstens im Stadtverkehr, wenn auch manchmal eher lärmend. Der Corsa C ist wesentlich leiser, kam aber zumindest am Anfang gerade beim Anfahren nicht aus den Puschen, was sich mittlerweile gelegt hat. Ebenso geändert hat sich das Empfinden der Geschwindigkeit und der Beschleunigung. Ungewöhnlich ist auch, nicht zuletzt durch das Sportgetriebe, daß der Motor nun gerade dann durchzieht, wenn es bei seinem Vorgänger nur noch pöttpött machte. Der Spritverbrauch entspricht dem Corsa B mit 60PS. Auch auf der Autobahn läuft der Motor leiser und ruhiger, dafür nimmt man dagegen verstärkt Windgeräusche war, was aber nicht mal unangeneh
m ist. Man fühlt sich auf allen Autobahnspuren wohl, wird aber von anderen Autofahrern z. T. unterschätzt. Der Wagen entspricht der Euro 4 Norm, ist also fast 5 Jahre steuerbefreit.

Lenkung: davon war ich ja schon nach der ersten Kurve begeistert, nachdem ich ja bereits einen Corsa mit und ohne Servolenkung gefahren war. Der C hat zusätzlich ESP, eine elektrische Lenkunterstützung. Die Lenkung ist dadurch ausgesprochen leichtgängig und der Wagen reagiert super darauf. Nebenbei parkt die Kiste sich sozusagen von alleine ein. Leider stört hier die mittlere hintere Kopfstütze ungemein, da sie die Sicht nach hinten beeinträchtigt. Etwas riskant beim einparken ist die Tatsache, daß man die Schnauze mehr erahnen als sehen kann, aber man ist es als Corsafahrer nicht anders gewohnt.

Bremsen: die waren für mich gewöhnungsbedürftig. Auf den ersten Blick mußte ich nämlich fester darauflatschen als sonst. Mittlerweile weiß ich aber, wie es geht und daß ich mich wirklich auf diese Bremsen verlassen kann - das Eichhörnchen hat es überlebt.

Platz und Ablagen:
Der neue Corsa ist größer und breiter geworden. Zu einem Golf dürfte nicht mehr sehr viel Unterschied bestehen. Der Kofferraum beherbergt zwei Getränkekisten und zusätzlich mehrere Einkaufstüten, die man an Haken in der Rückenlehne aufhängen kann. Leider geraten Getränkekisten aber in Kurven übelstens ins Schleudern, was ich vom Corsa B nicht gewohnt war. Zur Erweiterung läßt sich die Rückbanklehne natürlich umklappen.
Ablageflächen gibt es in den Türen, unter dem Beifahrersitz und im Handschuhfach. Ich vermisse dabei die zusätzliche Ablage unter letzterem, die wahrscheinlich zu Gunsten des Beifahrerairbags entfiel. Das Handschuhfach enthält in der Klappe einen Stifte- sowie einen Getränkehalter, der seinen Sinn verliert, wenn man tatsächlich einen Beifahrer hat. Dem liegt die Klappe dann nämlich auf den Knien.
Über dem Seitenfenster des Fahrers ist ein Brillenhalter angebracht, de
n ich erst nach drei Tagen gefunden habe. Links neben dem Lenkrad ist ein kleines Fach, das für Tempos oder eine Parkscheibe gerade ausreicht. In der Mittelkonsole kann man bis zu 6 Münzen ablegen. Diese Vorrichtung wirkt auf den ersten Blick nicht sehr vertrauenserweckend, aber die Münzen bleiben tatsächlich drin und fliegen nicht durch die Weltgeschichte. Der Aschenbecher ist mickrig, dahinter ist noch ein kleines Fach, für meinen Müll gerade richtig. Um CD's und so herumfliegen zu lassen war der Corsa B dann doch günstiger.

Weiberkram:
Wie gesagt, im Kofferraum kann man Einkaufstaschen einhängen. Beide Vordersitze haben in den Sonnenblenden Schminkspiegel. Extra an die Frauen gedacht, wurde mit der Tatsache, daß sich die Fahrertür allein öffnen lässt, während die anderen geschlossen bleiben.

Türen, Schiebedach und Fenster (elektrisch), Fernbedienung:
Die Fenster sind mein liebstes Spielzeug. Auf kurzen Knopfdruck fahren diese vollständig herunter/auf, was ich beim transparenten, aber getönten Dach vermisse. Da muß man die Flossen drauflassen, bis es ganz offen oder zu ist. Hat man den Zündschlüssel mal wieder (seufz) voreilig abgezogen, kann man Fenster und Dach aber auch von außen verschließen (kann man prima ´ne Show d'raus machen).
Da fällt mir dann noch der unpraktische Schlüssel ein, da ist ja mein Handy schon fast kleiner! Ausserdem muß man ziemlich herumhexen bis man genau den Punkt gefunden hat, an dem die Fernbedienung bei Fingerdruck auch reagiert. Zum Thema Funkfernbedienung bleibt zu sagen, daß diese funktioniert, wie er - nicht wie ich - das will. Mal geht der Wagen gar nicht auf, mal auf drei Kilometer Entfernung bereits.
Die Fenster hinten lassen sich übrigens nur durch die gute alte Kurbeltechnik bedienen. Die Türen tun was eine Tür halt so tun soll. Allerdings kann man die hinteren Türen nicht lässig ins Schloß werfen, man muß schon darauf achten, daß diese richtig zu sind, was so den eine
n oder anderen Nerv töten kann.

Lüftung und Heizung:
Yeah!! Es geht also doch! Corsafahren UND warme Füsse haben! Die Lüftungschlitze für die Fenster sind ebenfalls so eingebaut, daß diese bestimmt nicht mehr so schnell beschlagen, oder ratzfatz wieder freigepustet sind. Bei der Lüftung kann es aber, je nach Einstellung der Lüftungsart (trotz Nullstellung des Gebläses) dazu kommen, daß es zieht.

Radio: nichts weltbewegendes aber einfach und funktional. Sechs Sender sind programmierbar, RDS ist vorhanden und funktionstüchtig. Der Verkehrsfunk schaltet sich bei Bedarf zwischen die CD-Wiedergabe. Gebrannte CD's werden nicht beanstandet. Die Radioanzeige ist neben Uhrzeit und Außentemperatur in einem Display in der Mittelkonsole ablesbar. Die Radioelemente sind in einer guten Höhe zum Bedienen angebracht. Eigentlich uninteressant, da sich das Radio über das Lenkrad steuern lässt (lange Gesichter auf dem Beifahrersitz inbegriffen). Die Leistung der Boxen reicht für ein annehmbares Maß an "Lärm".

Was freut uns noch?
Hehe, lt. einer Autozeitschrift, deren Namen ich mangels Interesse vergessen habe, hat der Corsa endlich den Polo geschlagen.

Was freut und nicht?
Leider ist der Corsa nun aber auch schon genauso schweineteuer wie der Polo.

Preis: Comfort ab 25600,- aufwärts!

Fazit: brumm

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: