Opel Calibra
Naja, ist eben ein Opel - wenn auch ein toller - Opel Calibra Auto

Produkttyp: Opel Autos

Neuester Testbericht: ... auch Rostprobleme,die werden aber selbst beseitigt. Im großen und ganzen ist der Opel Calibra 16 V ein echter Taumwagen, für jeden, der ni... mehr

Naja, ist eben ein Opel - wenn auch ein toller
Opel Calibra

BoeserAlex

Name des Mitglieds: BoeserAlex

Produkt:

Opel Calibra

Datum: 27.11.02, geändert am 27.11.02 (1833 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Viel Auto für wenig Geld

Nachteile: Unzuverlässigkeit, Verbrauch

Im folgenden werde ich meine Erfahrungen zum Opel Calibra, sowie einige mir bekannte Fakten berichten. Eines vorweg, aufgrund seiner dauernden Defekte wird mein Calibra nächsten Monat verkauft.

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Mein Calibra:
Opel Calibra 2.0i 85kw (115PS)
Erstzulassung 12/92
Kilometer laut Tacho 150 000, laut Händler 205 000
In meinem Besitz seit 09/99

Extras (können teilweise auch schon Serie sein):
Effekt-Lackierung Neptuntürkis
Spoiler
Dachkantenspoiler + 3te Bremsleuchte
Alu-Felgen mit 205er Reifen
Boardcomputer
Schiebedach
Elektrische Fensterheber
Elektrisch verstellbare und beheizbare Aussenspiegel

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Reparaturen, welche in den letzten drei Jahren anstanden:

1. Normaler Verschleiß/ Wartung
Inspektion 3x
Ölwechsel 5x oder mehr
Kühlwasser (Da Rost)
Bremsflüssigkeit
Servoflüssigkeit
Unterbodenschutz 3x
Zahnriemen, Keilriemen
Auspuff
Luftfilter mind. 4x
Antenne 2x (Marder)
Bremsen (Scheiben & Klötze)
Zündkerzen (mehrmals)
Auspuff undicht -> mehrmaliges abdichten -> immer noch undicht
Etliche Kabel und so weiter wegen Marderbiss

2. Defekte, welche repariert wurden
Achsmanschetten (2x)
Deckelkopfdichtung
Fensterheber + Schalter
Benzinpumpenrelais
Wasserpumpe
Gangschaltung-Umlenklager
Hinterachs-Gummis
Tachowelle
Rost entfernen (Motorraum, Seite, Einstieg)
3te Bremsleuchte
Ölwanne abdichten (mehrmals)
Temperaturanzeige
Handbremse
Anzeiger Bremsverschleiß
Türschloss Beifahrerseite
Aussenspiegelheizung links
Dazu kommen noch unzählige Kleinigkeiten, die jedoch auch jedesmal einen Werkstattbesuch brauchten

3. Defekte/ Dinge die noch anstehen
Drehzahlmesser teilweise defekt (je nach Temperatur)
Warnblinker-Schalter (springt einfach so an -> die Opel-Krankheit eben)
Feuchtigkeit Beifahrers
eite
Heizungskühler (defekt & der Verkaufsgrund)
Türschloss Kofferraum
Licht-Boardcomputer
Spiegel Fahrerseite locker
Innenspiegel abgefallen
Kupplung, Gangschaltung
Warmstartproblem (Auto springt bei warmen Motor nicht an)
Armaturenbrett gerissen
Einstieg Beifahrerseite gerissen
Himmel hinten lose
Quitschen Gebläse
Wasser in Scheinwerfer
Scheinwerfer zu dunkel
Sicherung Instrumentenbeleuchtung 2x durchgebrannt
Dachkantenspoiler teilweise lose
Radioempfang schlecht bis sehr schlecht
Scheibenwasserhöhe teilweise defekt
Schalter Licht herausziehbar
Gummies an den Fenstern werfen Wellen
Stabilisatoren Kofferraum

Was der Vorbesitzer schon alles reparieren hat lassen, weiß ich nicht. Muss jedoch lt. Aussage meiner Werkstatt auch schon einiges gewesen sein.

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Und jetzt zu meinen Erfahrungen mit dem Auto:

1. Fahrleistungen
Für seine 115 Ps und die Größe geht der Calibra recht spritzig. Im Vergleich zu einem Omega mit gleichem Motor wirk er um Welten schneller. Dieser Abzug gilt aber nur für den Ersten und zweiten Gang. Darüber hinaus wird es schon schwerer Geschwindigkeit aufzubauen. Gerade bei Überholmanövern auf der Landstrasse musste ich oft bis an den Begrenzer drehen, um voranzukommen. Auf der Autobahn kann man dank des niedrigen cw-Wertes einige Autos in Sachen Endgeschwindigkeit erschrecken. Allerdings auch hier, die Beschleunigung von 120 bis 190 ist katastrophal, über 190 geht es ohnehin nur noch sehr langsam auf ca. 210 (laut Tacho). Das Fahrwerk ist nicht allzu straff, wodurch der Calibra manchmal ziemlich schaukelt. In engen Kurven neigt er verhältnismäßig schnell zum Ausbrechen, ist dann jedoch noch 'gut' zu beherrschen und kann leicht wieder eingefangen werden.

2. Komfort
Naja, das ist ein Thema für sich. Es quitscht und knarrt überall, der Motor ist sehr laut und unruhig. Mein Tipp, mit Optimax l
äuft er wesentlich ruhiger. Ab ca. 140 kann man sich im Auto nicht mehr unterhalten und zwischen 4000 und 5500 Umdrehungen hat man richtig Angst um den Motor. Komischerweise wird es über 5500 wieder ruhiger ;-) Zudem quitscht das Gebläse ständig (je nach Temperatur), was vorallem im Winter unangenehm ist. Die Sitze sind mehr als weich und nach jeder Fahrt hatte ich Rückenschmerzen. Zudem wird man aus irgendeinem Grund immer müde. Hört sich komisch an, aber diese Erfahrung haben bis jetzt alle gemacht, welche das Auto etwas länger gefahren sind. Die fehlende Klimaanlage und dunkle Lackierung tun im Sommer ihr übriges. Das Schiebedach ist da auch keine Alternative, da Benzingeruch aus dem Motorraum ins Auto dringt und man dann Kopfweh hat. Dieser Geruch ist trotz Motorwäsche, Abdichten, ... nicht wegzubekommen. Die Sitzposition ist Geschmackssache, da sie mehr liegend als sitzend ist. Das macht alles etwas unübersichtlich, ich mag es aber trotzdem.

3. Fahrkomfort/ Bedienung
Die Kupplung ist genauso wie die Gangschaltung ziemlich 'weich'. Teilweise lassen sich die Gänge nur schlecht einlegen und ganz selten bekommt man den 1. Gang nicht rein. Die Lenkung ist schwammig und gerade in Kurven nicht präzise. Zudem fühlt sich das Auto dann auf der Hinterachse an, als wenn es jeden Moment ausbrechen will. Die Scheinwerfer sind praktisch nicht vorhanden, die Fahrbahn wird oft nur ungenügend ausgeleuchtet. Auf der Bremse ist das Auto OK.

4. Wartung/ Pflege
Aufgrund der dauernden Defekte war es für mich zum Schluss richtig eine Qual in dieses Auto zu steigen, obwohl ich es wirklich gerne mag. Bei fast jeder (noch so kurzen) Fahrt ging irgendetwas kaputt und ich war ständig in der Werkstatt. Einzig der Motor machte nie Probleme, wobei diese Ausnahme beim Steuergerät schon wieder aufhörte ;-) Ansonsten benötigt der Cali viel Pflege, da ständig Rost drohte. Dies alles und die Reparaturen ließen die Unterhaltskosten ins Unermessliche steigen. Wobei
ich schon bei

5. Unterhalt
bin. Die Steuer ist wegen der schlechten E2 (Euro 1) Norm hoch, irgendwas um die 270 ? im Jahr. Die Versicherung ist in den letzten Jahren auch in die oberen Regionen gestiegen. Wer häufig in der Stadt fährt, ist gut beraten, alle 10 000km eine Inspektion durchführen zu lassen. Zu den Reparaturkosten schrieb ich oben ja schon ausführlich...

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Urteil:
Der Calibra ist ein wirklich schönes Auto und ich mochte ihn. Der Fahrspaß war auch gut. Durch die ständigen Defekte bin ich jedoch froh, dieses Auto nicht mehr fahren zu müssen und ich würde es mir auch nicht mehr kaufen.

Fazit: