Opel Astra (G) Cabrio
Der italienische Blitz  - Astra G 2.2i Linea Rossa - Opel Astra (G) Cabrio Auto

Produkttyp: Opel Autos

Neuester Testbericht: ... bilden sich durch die Feuchtigkeit sehr schnell weiße Wasserränder. Hier hilft ein Polsterreiniger. Opel hatte beim 2.2 Motor ein... mehr

Der italienische Blitz - Astra G 2.2i Linea Rossa
Opel Astra (G) Cabrio

Featureman

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Produkt:

Opel Astra (G) Cabrio

Datum: 16.12.10

Bewertung:

Vorteile: Preis-/Leistung, Anschaffungungspreis, Unterhaltungskosten

Nachteile: Langzeitqualität der Elektrik

Der Besitzer:
Langjähriger Opelfahrer mit unverklärtem Blick für die Realität. Ist mein 6. Opel (Corsa, 2xKadett, 2xAstra F).

Daten:
Gekauft als Gebrauchtwagen 2008 mit 36.000 Km. Baujahr 2004 mit Linea Rossa Grundausstattung und 147 PS. Lederausstattung, Klima, Bordcomputer, ESP und vollelektrisches Verdeck mit Fernbedienung.

Qualitätseindruck:
Im Vergleich zum Astra F gab es hier eine deutliche Verbesserung. Die Karosserie ist steifer und aufwendiger verarbeitet. Der Rostschutz ist dank partieller Verzinkung gut. Das Verdeck ist sehr dick und geräuscharm. Materialauswahl im Armaturenbereich ist befriedigend. Leider ist die farblich behandelte Mittelkonsole nicht sehr kratz- bzw. abriebfest und es enstehen bald schon leichte Abschürfungen. Die Ledervariante beim Linea Rossa wirkt hochwertig. Die Sitzheizung wirkt trotz fünffacher Reglungsmöglichkeit nur mäßig. Laut Opel-Kundendienst ist die Spannung bei mir normal, aber anscheinend ist die Sitzfläche anders gepolstert als bei der normalen Lederversion und daher dauert der Aufheizvorgang deutlich länger (laut Auskunft des Kfz-Meisters). Das Heckscheibenheizungsproblem wie beim Astra F gibt es hier zum Glück nicht. Die schwarze Folie der Verdeckkastenabdeckung löst sich über die Jahre an den Innenkanten ab und verzieht sich. Das liegt an den Weichmachern in der Folie, die mit der Zeit ausdünsten und die Folie weniger dehnbar macht.
Bei mir ist die Metallic-Lackierung nicht besonders schlagfest. Selbst kleine Streusalzkristalle hinterlassen schon ihre Spuren. Die Zentralverrieglung im Kofferraum spinnt gerne, obwohl kein Fehler gefunden wurde.
Die Zuleitungen im Kofferraumdeckel sind hier ein echter Schwachpunkt! Es entsteht über die Jahre schnell eine Knickstelle in der Leitung, die schon nach wenigen Jahren zu einem Kabelbruch und somit zum Ausfall der Zentralverriegelung und auch der 3. Bremsleuchte führen wird. Auspuff ist in der Erstbestückung in Sachen Haltbarkeit o.k.. Bei mir war der erste Endtopf nach 6 Jahren fällig (viel Kurzstrecke). Orginal-Endtopf mit Edelstahlblende ist sehr teuer!
Das Schalten beim Astra G ist leider immer noch nicht besonders sportlich. Lange Übersetzung und immer noch dieses Rumgerühre. Finger weg von den nichtschwarzen Verdeckfarbvarianten. Vor allem die die Verdeckfarben Rot und Grün sehen schon nach wenigen Jahren siffig aus, da sich an den Knickstellen der Schmutz geradezu in den Stoff reinfrisst. Zum Thema Polster - die Linea Rossa Edition mit ihrem auffälligen Knallrot ist nicht für jeden Geschmack etwas, aber es ist die hochwertigste Ledervariante. Die "normale" Lederversion mit den gerafften "Puffvorhangfalten" in der Türverkleidung paßt gar nicht zu einem sportlichen Auto. Die hellen Ledertöne neigen zu Schmutzfalten und schweißbedingten Verfärbungen. Ganz schlimm sind die eigentlich schönen Alcantara-Veloursleder in silbergrau. Im Verdeckhimmel bilden sich durch die Feuchtigkeit sehr schnell weiße Wasserränder. Hier hilft ein Polsterreiniger. Opel hatte beim 2.2 Motor eine "wartungsfreie" Steuerkette verwendet, die die damals berühmten Zahnriemenrisse ausschließen sollte. Nun - es gab bei diesem Motor trotzdem Probleme. Ja - mit gerissenen Steuerketten! Es betraf aber nur einen bestimmten Modellzeitraum am Anfang der Cabrio-Produktion. Die Coupevariante war hier öfters betroffen.

Ausstattung:
Mit der Standard 2.2i Ausstattung ist man schon sehr gut bedient. Während der Produktionsphase von 2001-2005 wurden die Grundausstattungsvarianten mehrmals angehoben. Zum Schluss war sogar die Klimaanlage serienmäßig. Fast alles was man wirklich braucht, gab es zum Schluss auch für den Astra als Sonderausstattung (Regensensor, Xenon-Licht). Parkassistent gibt es nur für rückwärtiges Einparken und ebenso wie GPS nur als Sonderausstattung. Werkseitige Radio-CD-Anlage ist nicht besonders hochwertig aber mit den verwendeten Lautsprechern brauchbar. Bordcomputer gibt es nur bei den ganz hochwertigen Ausstattungslinien gratis. Der Großmonitor des Luxus-GPS-Paketes ist technisch längst überholt und nicht besonders harmonisch ins Armaturenbrett eingebettet. Lieber einen Astra mit normalem Display kaufen und ein externes GPS anschaffen. Im Vergleich zum Vorgänger fehlen hinten die elektrischen Fensterheber und das Platzangebot ist beengter (vorn+hinten). Die Sitzhöhenverstellung kommt endlich ohne diese Kurbel aus. Der Kofferraum ist durch das vollversenkbare Verdeck etwas kleiner als beim Vorgänger, aber immer noch sehr brauchbar für Zuladungen. Allerdings fehlt jetzt die Durchlademöglichkeit zum Innenraum hin wie beim Astra F.

Design:
Mit dem "Edge-Design" ging man bei Opel wieder den sportlichen Weg und der steht dem Wagen auch wirklich gut. Der Verdeckaufsatz ist verschwunden und ohne Überrollbügel. Er wirkt offen und geschlossen dynamisch und wesentlich kompakter als der Nachfolger Astra H. Opel geht beim neuen Astra J auch wieder zu diesem Design zurück und fügt noch den "Sichelschnitt" hinzu.
Auch heute noch wirkt das Astra G Cabrio jugendlicher als sein Nachfolger.

Fahrgefühl:
Mit dem von mir gefahrenen 2.2 Liter Motor ist man sehr zügig unterwegs. Die Beschleunigung ist flott und die Endgeschwindigkeit braucht kein Mensch (weit über 200km/h). Der Verbrauch ist aber auch bei normaler Fahrweise für heutige Verhältnisse zu hoch (ca. 9 Liter !). Die Zugluft ist hinter der Frontscheibe bei geschlossenen Seitenscheiben sehr erträglich. Hinten ist es wie gewohnt zugig und ohne Seitenscheiben hält Drei-Wetter-Taft auch vorne nicht! Insgesamt fühlt man die steifere Karosserie deutlich und der Wagen liegt auch schwerer auf der Straße als sein Vorgänger.

Preisleistungsverhältnis:
Die Gebrauchtwagenpreise für die letztgebauten Serien (2004/2005) liegen bei allen Ausstattungsvarianten inzwischen bei deutlich unter 10.000 Euro. Die Kaskoversicherung ist abgesehen vom Turbo auch sehr günstig. Vom Spritverbrauch her lohnt sich der Kauf des 125 PS Motors mit 1.8 Liter Hubraum. Die 100 PS Variante mit dem 1.6er Motor ist zu schwach für dieses Gewicht. Den Turbo braucht kein Mensch! Opel hat mit dem Astra G endlich wieder ein gehbaren Weg beschritten. Aber auch er ist nicht frei von Mängeln. Die Elektronik der Zentralverriegelung nervt viele Besitzer und Kundendienstmitarbeiter. Die Verarbeitung ist insgesamt deutlich unter VW-Niveau und auch der Wiederverkaufswert ist geringer. Aber insgesamt betrachtet hat man mit dem Auto Spass, es ist als Volljahresauto nutzbar und man kann damit auch zum Einkaufen fahren.

Fazit: Bezahl- und brauchbar

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: