

Produkttyp: Nissan Autos
Neuester Testbericht: ... wurden lediglich Verschleißteile gewechselt... Die üblichen wie Bremse, Auspuff.. das 2mal, sowie die Reifen. Ansonsten pure Zuverläs... mehr
Für Oldtimer-Freaks sehr interessant
Nissan Laurel

Name des Mitglieds: Banditrider
Produkt:
Nissan Laurel
Datum: 06.09.07
Bewertung:
Vorteile: schöner Klang, problemlos,pannenfrei
Nachteile: vielleicht zu langsam
Das war mein erster Japaner und mein sechstes Auto.
Oh, das werde ich bis heute nie vergessen.....
Das was meine Freunde zu mir sagten.
Was hast du dir denn da für'n Schrott gekauft?
Nun es hatte mehrere Gründe.
Bis dahin (1985) besaß ich..... der Reihe nach.
Käfer
BMW 320
Ford Granada 2,3 GL
Ford Mustang (Cobra) 5,0
Mercedes 280 SE
Da ich in einigen Berichten u.a über den 320 von BMW mit Recht
negativ geschrieben habe und auch mit den anderen "Exemplaren" meine Probleme hatte, zog es mich
damals unweigerlich zu diesem Asiaten.
Weder ist die aufkommende Antiphatie gegenüber deutschen oder auch anderen Autohersteller erfunden sondern damals stetig gewachsen.
Die ausschlagenden Gründe des Nissan's waren natürlich in erster Linie der Preis, sowie eine gewisse Erfahrung des
japanischen "Konkurenten" Mazda 929 von meinen Vater.
Mal zu einigen Daten, sofern ich sie noch "zusammengepuzzelt"
bekomme:
Nissan Laurel
BJ. 1981
113 PS
2,4 Ltr. Hubraum
6 Zylinder/Reihe
Ich meine zu wissen das ich damals 7000 DM für das Auto bezahlt habe mit einer Laufleistung die jedenfalls unter
100 tsd. Km lag.
Mein erster Eindruck war durchweg positiv.
Die Außenfarbe "Weinrot-Metallic", das Interieur in Creme-Farben.
Wow... Das hatte schon was.
Genauso die Ausstattung......
Auch wenn dieser Nissan den Nachnamen Laurel trug,was viele mit "Stan" in Verbindung brachten..... hatten Granada oder
der Rekord nicht viel zu lachen.
Für damalige Verhältnisse waren 4 elekt. Fh,ZV,elekt. Aussenspiegel,entriegeln von Kofferraum und Tankklappe innen
sowie höhenverst. Servolenkung nicht selbstverständlich.
Das hatte ich selbst in den 78er Mercedes 280 SE nicht.
Ok. Ich gebe zu das diese spielerreien einen Reiz auf mich ausübten.
Das gleiche galt fürs fahren.
Ja, da war der Mercedes nen Tick leiser.
Aber außen..... dieses sonore "schnorcheln",nicht so aufdringlich
aber ähnlich wie das der "Z"-Sportwagen von Nissan.
Das Fahrverhalten deutete nicht wie meißt angenommen eines
Amerikaners, sondern ähnelte schon damals den "deutschen"
Ansprüchen.
Was war noch "exklusiv"?
Interwall konnte man stufenlos zeitlich einstellen.
Die Scheinwerfer besaßen eine Wischwasch-Anlage.
Ok.... Was mich ein wenig enttäuschte war die Max.
Geschwindigkeit.
Ich war ja noch die 185 PS von meinem Benz gewöhnt.
Es dauerte nicht lange da habe ich mich mit diesem
"Manko" arrangiert.
Ich konnte letztendlich nicht die gleiche Power erwarten.
Ich meine das dieses Modell kein Kostverächter war...
In der Stadt saugte er sich locker 12-13 Liter rein.....
Normalbenzin.
Auf der Autobahn war mit etwas Rückenwind bei 180 km/h
Schluss.
Nun es war ein Gleiter, eine Reiselimousine und in den etwa 8
Jahren, die er mein Eigen war ein Treues Auto.
Ja... ich gebe auch zu das ich das erste mal mit den Tränen zu
kämpfen hatte als ich ihn abgab.
(Nachfolger... wegen Platzmangel... 3 Kinder)
Die Gründe lagen auf der Hand.....
Es wurden lediglich Verschleißteile gewechselt...
Die üblichen wie Bremse, Auspuff.. das 2mal, sowie die Reifen.
Ansonsten pure Zuverlässigkeit.
Bis heute habe ich kein Auto sooo lange gefahren wie mein
Laurel.
Dabei war ich immer kritisch und wenn die Pannenhäufigkeit
zunahm gingen die Wagen schnell wieder weg.
Komischerweise die, die ich oben genannt habe.
Leider wird der Laurel zumindest in Europa nicht mehr angeboten.
Ich glaube das Modell wurde 1989 für unseren Markt nicht mehr
gebaut...... Schade
Auch wenn ich den "Maxima" nie gefahren bin glaube ich nicht das dieser so populär gewesen ist.
Der Laurel hatte 3 Motorvarianten..
Die abgespekte Version mit einer 2 Ltr. Maschine (?PS)
das Modell wie ich besaß und einen 2,8 Ltr. Diesel (90 PS).
Die Dieselvariante war auch als Taxi weit verbreitet.
Rost war auch damals kein Thema, natürlich ein Indiz dafür das ich sehr wohl auf kleine Macken oder Steinschläge geachtet habe.
Heute denke ich oft mit Wehmut zurück.... an meinen Laurel.
Manchmal findet sich in den Portalen von Gebrauchten ein Exemplar, da könnte ich schwach werden.
Es sind nicht nur sehr gut erhaltene "Rekords", "Admirals"
oder sonst was, die ihre Reize haben.
Wenn man lang genug sucht, könnte es neben ein Laurel
auch ein Cressida, Crown von Toyota sein.
Gefallen oder nicht liegt immer im Auge des Betrachters.
Sicher wird es "einige" geben die partout ein japanischen
Oldtimer ablehnen (vielleicht zu "Ami-hässlich")
und im gleichen Atemzug einen Plymouth mit Haifisch-Flosse
vor die Tür stellen könnten.
Bin überzeugt das man so ein Asiaten günstiger bekommen kann,
wenn man(n) ein Freak ist.
Die Motoren sind nicht minder unverwüstlich.
Vielleicht (wenn meine Frau mitspielt) stelle ich mir so nen Exemplar eines Tages in die Garage.
Diese Zeilen sind auch an Skeptiker gerichtet die bis heute
über den japanischen Automobilbau schimpfen...
was mir aus den Ohren heraus kommt.
Zu genüge habe ich schon verbale Rundumschläge an die deutsche Autoindustrie verteilt.... ebenso meine Meinung
vertreten das es alles andere als Schrott ist was aus
Fernost kommt.
Tja... leider werden diese Vorurteile nie verschwinden.
Auch von Fahrzeug-Besitzer die bis heute noch nie in einem
Toyota, Mazda oder Nissan gesessen haben.
Zuletzt.... auch meine Meinung...
Da Nissan aus finanzieller Sicht mit Renault fusionieren musste,
glaube ich, das dessen Qualität bergab ging.
Vielleicht gut für Renault...
Im diesen Sinne..... Euer Thomas (Banditrider)
PS...
Wie immer, freue mich am meißten über Kritik jeder Art.
Fazit: Für mich eine Legende
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Fahreigenschaften: | ||
| Ausstattung: | ||
| Platzangebot: |


05.10.08
Anfang der 80iger kamen ja noch die Asiaten mit riesigen Schiffen in Bremerhaven an und für uns Kinder waren diese Automassen unbekannter Automarken immer ein interessanter Tagesausflug. Heute stehen Toyota, Honda & Co. für höchste Qualität und wenig Pannen und ich bin sicher, dass die Vorurteile "fast" ; verschwunden sind. Welcher Asiate baut nicht irgendwo in Europa? Nissan in England, Suzuki in Ungarn, Toyota in der Tschechei und Frankreich usw. Ausserdem stecken heute in den dt. Autos genauso viele Erstatzteile aus Asien, wie asiatische Autos auf unseren Strassen fahren. Also, hauptsache das Auto gefällt Einem und was zählt sind Sparsamkeit und Qualität. Das Statussymbol Auto verändert sich auch in Zeiten von extremer Sparsamkeit. LG und klasse Bericht.