Mitsubishi GDI Carisma 1.8 Schrägheck
Gut gedacht - schlecht gemacht - Mitsubishi GDI Carisma 1.8 Schrägheck Auto

Produkttyp: Mitsubishi Autos

Neuester Testbericht: ... erwischt oder die sind immer so. Ich habe aber nicht vor, einen weiteren Mitsubishi zu kaufen, um dies nachzuprüfen. ... mehr

Gut gedacht - schlecht gemacht
Mitsubishi GDI Carisma 1.8 Schrägheck

kokalaki

Name des Mitglieds: kokalaki

Produkt:

Mitsubishi GDI Carisma 1.8 Schrägheck

Datum: 26.08.04, geändert am 27.08.04 (1462 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Gute Ausstattung

Nachteile: Lauter kleine Macken

Seit Mai 2003 fahren wir eine Carisma GDI in der GLXAusstattung, den wir bei einem Händler gebraucht gekauft haben. Er ist Baujahr 1998 und hatte beim Kauf ca. 75 TKm gelaufen. Der Grund, weshalb wir das Fahrzeug gekauft haben, waren die allseits positiven Berichte über Mitsubishi und die gute Ausstattung. Nach fast 15 TKm sieht das etwas anders aus. Mein Fazit: Gut gedacht – schlecht gemacht.
Die Form mit dem Schrägheck und der großen Klappe sieht gut aus und ist praktisch. Mit vier Personen sitzt man auch ganz gut. Nicht so praktisch ist allerdings das Umlegen der Rückbank (mit 1/3 zu 2/3), wenn man mal etwas mehr transportieren will. Dass man die Kopfstützen abnehmen muss geht ja noch – aber dass die Vordersitze soweit weit nach vorne müssen, dass nur noch Menschen bis 1,60m dort sitzen können, ist einfach Mist. Ich kann es jedenfalls nicht nutzen - bei meinen 1,90m wäre das verkehrsgefährdend.
Das Fahrwerk ist ganz OK – man kommt damit gut um die Kurven. Ansonsten klappert und poltert es bei uns wie bei einem 10-jährigen Lada (werden die eigentlich so alt?). Da habe ich schon Fahrzeuge mit mehr Kilometern gefahren, die wesentlich ruhiger waren. Zum Thema Geradeauslauf könnte ich noch sagen: hatta – zumindest so ungefähr wenn man fleißig mit dem Lenkrad hilft.
Der Motor ist auch so ein Kapitel. Soll ja nun 125 PS haben – reißt aber wirklich keine Bäume aus. Drehmoment hat er erst in den höheren Drehzahlen. Unter 3000 Umdrehungen sollte man nicht mit Überholen anfangen. Aber dann geht natürlich der Verbrauch nach oben – was ein interessantes Thema ist. Eigentlich hatte ich in der Beziehung von der GDI-Technik deutlich mehr erwartet. Er verbraucht nämlich ganz einfach genauso viel wie vorher unser alter Ford, der größer war und einen normalen Einspritzmotor hatte – nämlich zwischen 8,5 und 9 l/110km. Bringt also nichts. Einzig bei gleichmäßiger Autobahnfahrt mit ca. 130-140 km/h bringt er Vorteile: dann liegt der Verbrauch tatsächlich bei 6,5 Liter auf 100 Kilometer. Zusätzlich bietet die Technik noch einen Nachteil: bei gleichmäßiger Fahrt beschleunigt der Wagen häufig ganz von allein, weil die Motorelektronik aus irgendwelchen Gründen umschaltet. Besonders bei Glätte ein spannendes Phänomen. Aber die Werkstatt sagt, das wäre normal so bei dem Typ. Auch nicht so toll: sobald es draußen feucht wird, quietscht der Keilriemen fürchterlich. Abhilfe – laut Werkstatt – bringt einfetten. Bei schlechtem Wetter muss man das dann alle 2-3 Tage machen. Aber die Werkstatt sagt, das wäre normal so.
Überhaupt Werkstätten: warum das Fahrwerk so klappert, haben weder der eine noch der andere Händler rausgefunden. Das ist immer noch so. Beim Ölgestank im Fahrzeug hatte aber wenigstens die Werkstatt in Peine die rettende Idee, dass der Stutzen der Kurbelgehäuseentlüftung für 2 Euro daran schuld war. Immerhin.
Mein Fazit: entweder ich habe da ein Montagsauto erwischt oder die sind immer so. Ich habe aber nicht vor, einen weiteren Mitsubishi zu kaufen, um dies nachzuprüfen.


Fazit: