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Produkttyp: Mercedes-Benz Autos
Neuester Testbericht: ... aufgetaucht ist, sagte mir die arrogante Verkaufsleiterin, wenn ich ein zuverlässiges Auto fahren will, dann sollte ich eben wieder einen O... mehr
Was nützt die beste Ausstattung, wenn er nicht fährt?
Mercedes-Benz E 240

Autor-Name: Der Marc
Produkt:
Mercedes-Benz E 240
Datum: 28.03.09
Bewertung:
Vorteile: Alles, außer ...
Nachteile: ... Zuverlässigkeit
Eigentlich wollte ich schon immer diesen Mercedes haben. Natürlich würde für den Preis nur ein Gebrauchter in Frage kommen. Mein Verstand sagte mir: Kaufe lieber für weniger als die Hälfte des Geldes einen gebrauchten Omega, da ich bisher mit Opel nur gute Erfahrungen gemacht habe. Aber dann habe ich mich mal in die E-Klasse gesetzt und der Omega war vergessen. Ich glaube, ich werde in meinem Leben nie wieder einen so phantastischen Wagen fahren. Alles ist perfekt, super Ausstattung, laufruhig, durchzugstark. Und da ich im Jahr 40-50.000 km fahre, alleine 180 km tägliche Arbeitsstrecke, dachte ich, dass Geld sei gut angelegt - immerhin ist es ein Mercedes, der doch wohl seine 300 - 350.000 km schaffen sollte. Gekauft habe ich dann einen E 240 T Elegance, Automatik, Bj. 1999 MOPF mit 140tkm. Dann ging es los: nach kurzer Zeit brannte die Motorkontrolleuchte und fuhr nur noch im Notprogramm. Also zum Mercedes-Vertragshändler gehoppelt. Diagnose: Zündkerzen müssen getauscht werden. Das habe ich dann auch dort machen lassen. Für 946,- Euro gab es dann neue Kerzen mit neuen Steckern, ich bin bald hinten rübergekippt. Nächste mal werde ich das selbst machen, auch wenn ich bei dem V6 8 Stunden benötige. Nach den nächsten paar Autobahnfahrten brannte wieder die Kontrolleuchte. Diesmal freie Werkstatt aufgesucht: Linker Kat kaputt, Normalpreis über 1000 Euro - für einen, aber der hat ja 2. Also erstmal den einen gewechselt und auf den anderen warten. bei 144tkm war dann die Wasserpumpe kaputt, war auch nicht billig. Bei 160tkm müssen auf jeden Fall mal die Bremsen gemacht werden, neues Öl etc. wäre auch nicht schlecht, also nochmal 900 Euro investiert. Der Hammer ereignete sich dann bei etwa 190tkm: In der Autobahnausfahrt reagierte die Servolenkung nicht mehr, ich wäre fast in der Leitplanke gelandet. Da Lichtmaschine etc. auch nicht mehr funktionierten, dachte ich: o. k., der Keilriemen. Aber nein: es war die Riemenscheibe, die den Keilriemen antreibt. Sie besteht aus zwei Metallteilen, die miteinander verklebt sind. Da Mercedes hier die Chance hatte, ein paar Cent zu sparen, wurde das auch gemacht. Mit der Folge, dass sich der äußere Ring in die Ölwanne und die Motorstrinwand gefressen hat. Über 2000 Euro Schaden. Recherchen ergaben, dass Mercedes das Problem kennt und die Fahrzeuge in Amerika zurückgerufen wurden, um die Scheiben zu tauschen. Beim Mercedeshändler vor Ort wollte man davon nichts wissen. Angesprochen auf die mangelnde Zuverlässigkeit im Vergleich zu meinem Astra F, der mittlerweile weit über 200tkm hinter sich hat, und bei dem noch keines der beschriebenen Probleme aufgetaucht ist, sagte mir die arrogante Verkaufsleiterin, wenn ich ein zuverlässiges Auto fahren will, dann sollte ich eben wieder einen Opel fahren - und Tschüss! Während der Schwangerschaft meiner Frau bin ich übrigens auch auf ihre Anweisung hin immer mit dem Astra zur Arbeit gefahren, es könnte ja jeden Moment losgehen, und nur der Opel garantiert mir, dass ich es rechtzeitig bis nach Hause schaffe. Ob ich mir in meinem Leben noch einmal einen Mercedes kaufen werde? Höchstens einen /8 oder einen W123!
Fazit: Vielleicht werde ich in abwracken und mit Genuß zusehen, wie er zu einem Quader gepresst wird.
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| Platzangebot: |


