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Produkttyp: Mercedes-Benz Autos
Neuester Testbericht: ... oder noch weniger - gute Kenntnisse der "Schwacke" -und Konkurrenzmodell-Preise vorausgesetzt. Egal ob, Audi, Mercedes oder ... mehr
Sparsamkeit an der falschen Stelle
Mercedes-Benz E 220 CDI

Name des Mitglieds: Testeimer
Produkt:
Mercedes-Benz E 220 CDI
Datum: 15.11.00, geändert am 15.11.00 (1172 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Kraftvoller Motor, geräumiger Innenraum, hoher Wiederverkaufswert
Nachteile: unangenehme Geräuschkulisse, fragwürdige Langzeitqualität
Der E220CDI ist ein feines Auto: grosszügiger Innenraum, kräftiger Motor mit hohem Drehmoment und - nicht zu vergessen - schönes und zeitloses Design, das durch die letzte Modellpflege leider "verschlimmbessert" worden ist. Der 220 ist ein klassischer Firmenwagen, der oft in der schmucklosen Classic-Ausführung und uni-Lackierung im Strassenbild zu sehen ist. Dank seines sparsamen Verbrauchs (der bei forcierter Fahrweise allerdings auch mal an die 10 Liter Diesel geht), ist der Dieselmotor in der Wirtschaftlichkeitsrechnung bei Vielfahrern ganz vorn dabei, diesen Fortschritt erkauft man allerdings mit einem gravierenden Nachteil: die Geräuschkulisse ist aufdringlich, das Motorengeräusch unangenehm brummig und stets präsent.
Der 220CDI wird oft mit seinem Benziner-Pendant E240 verglichen, wobei letzterer den Diesel durch seine Laufruhe und seinen somit wesentlich höheren Antriebskomfort klar deklassiert - auch, wenn er durch sein niedrigeres Drehmoment im Durchzug das Nachsehen hat. Letztendlich ist es eine Frage der persönlichen Leidensfähigkeit, ob der Diesel den Vorzug erhält. Mercedes hätte durch grosszügigeren Einsatz von Dämmstoffen die Geräuschkulisse sicherlich angenehmer gestalten können, aber offensichtlich diktiert auch hier der Rotstift die Umsetzung.
Die Verarbeitungsqualität der E-Klasse wurde an verschiedenen Stellen kontrovers diskutiert, im Vergleich zu früheren Modellreihen hat sie jedoch offensichtlich nachgelassen, denn Klappergeräusche aus dem Dachhimmel, Wackelkontakte in den Lampenfassungen und ständige Elektronikprobleme sind mir vom W123 und W124 in dieser Form nicht bekannt. Ein Kommentar eines MB-Werkstattmeisters dazu: "das ist halt Elektronik, da stecken Sie nicht drin...". Als er dann noch Geschichten zum Besten gab, wie "ab 50 km/h öffnen sich selbsttätig alle Fenster und lassen sich nicht mehr schliessen" oder "elektrische Tür einer Apotheke öffnet sich wie von Geisterhand beim Vorbe
ifahren mit dem betreffenden Fahrzeug" war spätestens klar, dass hier tatsächlich einiger Verbesserungsbedarf besteht.
Lobenswert ist die hohe aktive und passive Sicherheit des W210, leider kosten Seitenairbags hinten noch immer Aufpreis. ESP ist wie ASR Serienausstattung, darüberhinaus sind in der Grundausstattung immer eine Funkfernbedienung mit elektronischem Schlüssel, 4 Fensterheber, teilelektrische Sitzverstellung, ein CC-Radio, Bordcomputer, Multifunktionslenkrad und andere nette Kleinigkeiten enthalten, die zeigen, dass Mercedes von der früheren Aufpreispolitik ein gutes Stück Abstand gewonnen hat. Trotzdem ist die Aufpreisliste noch immer seitenlang, und es lassen sich ohne grosse Probleme DM 20.000,-- in weitere Ausstattungen investieren.
Fazit: für Vielfahrer eine interessante Alternative, für "Geniesser" empfiehlt sich der Benziner.
Fazit:

