Mercedes-Benz CLK 200
Der bezahlbare Traum vom Mercedes CLK 200 Kompressor - Mercedes-Benz CLK 200 Auto

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Produkttyp: Mercedes-Benz Autos

Neuester Testbericht: ... kleiner Schreck ist es doch erstmal. Also wenn ich schon ASR habe, sollte ich es natürlich auch nutzen....da es sich auch abschalten läss... mehr

Der bezahlbare Traum vom Mercedes CLK 200 Kompressor
Mercedes-Benz CLK 200

duffbeer_de

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Mercedes-Benz CLK 200

Datum: 14.02.09, geändert am 14.02.09 (6466 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Optik, Verarbeitung, Fahreigenschaften, und und und

Nachteile: Elektrik etwas anfällig

Hallo liebe Auto-Freunde,


heute berichte ich mal über ein Auto von dem ich schon lange träumte, was mir aber letztendlich immer zu teuer erschien. Nachdem ich den Kauf eines Mercedes CLK Coupé eigentlich schon lange verdrängt hatte, bin ich bedingt durch eine etwas längere Wartezeit auf einen neuen Haarschnitt im Oktober 2007 über einen Gebrauchtwagenbericht in der Autobild gestoßen. Nachdem das Fahrzeug hier in höchsten Tönen gelobt und als Gebrauchtfahrzeug empfohlen wurde bin ich schließlich über den Einstiegspreis von 10.000,-Euro für gute Gebrauchte gestolpert und vom Virus CLK infiziert worden.
Die Suchkriterien für ein passendes Fahrzeug waren schnell gesteckt, es sollte ein CLK 200 Kompressor der wohl schönsten Baureihe C208 sein. Nach Möglichkeit eines der letzten Fahrzeuge vor dem Modellwechsel 2001/2002 mit einer Laufleistung bis 75000km, einer umfangreichen Ausstattung als "Avantgarde"-Modell und nicht teurer als 15.000,-Euro.
Auf den einschlägigen Autoportalen im Internet gab es den C208 in Hülle und Fülle, aber die Laufleistungen lagen meistens für mich jenseits von gut und böse....oftmals bei weit über 100000 km. Bei den regionalen Autohändler (Berliner Raum) zahlt man einen deftigen Hauptstadtzuschlag, die Mercedes-Niederlassungen in der Region hatten den C208 leider gar nicht mehr im Angebot.
Nach 6 Wochen intensiver Suche und einigen Enttäuschungen habe ich dann etwas passendes über Autoscout24 im Ruhrgebiet gefunden und zugeschlagen. Über dieses "Schmuckstück" möchte ich nun nachfolgend möglichst objektiv berichten:


*Fahrzeugdaten*

CLK 200 Kompressor
Modell C208 (208.344)
Baujahr 2001
120KW / 163 PS
1998 ccm
CO2 Wert 214g/km
Automatik
44500 km
2 Vorbesitzer


*Ausstattung*

Ausstattungsserie "Avantgarde"
Klimaanlage
Tempomat
Glasschiebedach
Parktronic
Elektrische Sitze
Sidebags /Airbags
Sitzheizung
Elektrische Fenster
Navigationssystem APS 30
Silbermetallic
Innenausstattung Schwarz / Stoff


*Optik und Verarbeitung*

Beim Thema Optik lässt es sich sehr leicht streiten, da wir glücklicherweise alle einen anderen Geschmack haben. Was letztendlich auch gut so ist, denn sonst würde jeder meinen Traumwagen fahren und ich müsste mir wieder was Neues suchen. Daher habe ich auch den Punkt Optik mit der Verarbeitung verbunden um objektiver zu bleiben.
Von Außen betrachtet fällt einem besonders die Frontpartie ins Auge, mit der geschwungenen Motorhaube und den integriertem Kühlergrill. Diese Motorhaube ist bis auf den vorderen Stossfänger gezogen worden, wobei die runden Doppelscheinwerfer elegant ausgeschnitten wurden. Durch den tiefgezogenen Stossfänger und mit den integrierten Nebelscheinwerfern ist Mercedes im Punkto Sportlichkeit und Eleganz bei der Frontpartie eine Paradestück gelungen. Von der Verarbeitung her klemmt es beim Öffnen und Schliessen der Motorhaube trotz der vielen Rundungen und Auschnitte an keiner Ecke oder Kante, die Haube wird durch 2 kräftige Federn beim Öffnen und Schliessen ordentlich gedämpft.
Die gesamte Seitenpartie (ohne Vorderkotflügel) ist aufgrund von Gewichtseinsparungen in einem Teil gefertigt worden und fällt besonders durch die flach aufsteigende Windschutzscheibe und eine noch flacher abfallende Heckscheibe auf. Um trotz rahmenloser Türen keine Windgeräusche beim Fahren im Wagen zu hören werden die Seitenscheiben beim Öffnen und Schliessen automatisch leicht gesenkkt bzw. angehoben um sauber anzuliegen. Der Klang beim Schliessen ist natürlich Mercedes-like, satt und nicht blechern.
In der Linienführung fällt dem Betrachter ein Ansteigen zur Heckpartie her auf, wobei aber alle Übergänge bis zur Heckpartie verfließen ohne abgehackt zu wirken.
In der Heckpartie dominieren eindeutig runde Formen, mit zweigeteilten Heckleuchten die sich bis in die Heckklappe ziehen. Die Ladekante wird durch die Form der Heckklappe tief nach unten gezogen, was einen guten Zugang zum Kofferraum ermöglicht. Die Oberkante der Heckklappe ist ganz leicht nach oben gezogen, was einen harmonischen Auslauf in der Seitenansicht gibt und zusätzlich gute aerodynamische Eigenschaften hervorruft.
Mercedes ist in der Formgebung und Linienführung bei der Baureihe C 208 ein Musterbeispiel in der Kombination von Sportlichkeit und Eleganz gelungen, was sich nicht zuletzt auch in den guten Verkaufszahlen widerspiegelte.

Machen wir in Punkto Optik und Verarbeitung im Innenraum weiter, hierbei gehe ich auch gleichzeitig auf das Thema Bedienbarkeit und Komfort ein. Das Armaturenbrett ist halbkreisförmig angeordnet und wirkt sehr übersichtlich und aufgeräumt. Über ein Multifunktionslenkrad können alle Funktionen des Bordcomputer während der Fahrt abgerufen werden, auch das Radio wird hierüber gesteuert. Das vermittelt einem beim Fahren ein sicheres Gefühl, kein Suchen nach Knöpfen oder Reglern. Die Bedienung von Blinker und Scheibenwischer erfolgt mercedestypisch über nur einen Funktionshebel auf der linken Seite am Lenkrad. Alle Bedienelemente in der ebenfalls schön geschwungenen Mittelkonsole wie z.B. zur Regelung der Klimaanlage und Heizung, Sitzheizung, Innenverriegelung sind gut angebracht und leicht erreichbar. Besonderes möchte ich auch noch auf die elektronische Heizmatik im CLK eingehen. Sie ist serienmäßig und misst über Sensoren die ständig einströmende Luft, bis zu einer Aussentemperatur von +15°C, darüber benötigt man dann zusätzlich eine Klimaanlage um das System vollständig nutzen zu können. Übrigens können sich Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Temperaturen für ihre Frischluftzufuhr vorwählen, was ein großes Plus im Geschlechterkampf ;-) ist. Dazu noch die Einsatzmöglichkeiten der zweistufigen Sitzheizung (ebenfalls einzeln bedienbar) ...und die Beziehung ist gerettet.
Das Handschuhfach ist für ein Auto dieser Größe etwas klein geraten, dafür gibt es aber als Entschädigung eine Mittelkonsole mit Staufach.
Die Sportsitze sind auch auf längeren Strecken bequem und führen nicht zu Ermüdungserscheinungen, man hat einen sehr guten Seitenhalt. Mein Fahrzeug hat teilelektrische Sitze, d.h. nur die Einstellung der Höhe und der Sitzabstand wird hiermit geregelt. Die Rückenlehne muss manuell über ein Handrad eingestellt werden. Der Einstieg nach hinten ist in einem Coupe nicht immer einfach, beim CLK werden die Sitze beim Vorklappen der Rückenlehne zwar automatisch (elektrisch) nach vorne gefahren...was aber meines Erachtens viel zu langsam geschieht (besonders wenn Kinder schnell einsteigen wollen!). Elektrik hin und her, aber hier wäre eine einfache Lösung sicher praktikabler gewesen. Die hinteren Sitze sind als 2 Einzelsitze ausgelegt (es handelt sich lt. Zulassung auch nur um einen 4 Sitzer), sind aber ebenfalls auch für große Leute relativ bequem......aufgrund der tiefen Sitzposition der geformten Sportsitze ist auch im Font für ausreichend Kopffreiheit gesorgt.
Im Punkto Übersichtlichkeit beim Fahren ist der CLK echt Klasse und lässt keine Wünsche offen, anders ist das aber leider beim Einparken. Aufgrund der sehr flach abfallenden Heckscheibe lässt sich beim Rückwärtsfahren bis zu einer Höhe von einem Meter über dem Boden überhaupt nichts sehen. Daher sollte man nur auf Modelle mit Parktronic zurückgreifen oder nur große Parkplätze ansteuern....was im Stadtverkehr nur nicht oft vorkommt.
Ich habe mich bei der Auswahl der Innenausstattung für die dunkle Stoffvariante entschieden, was aber eher aufgrund der gesehenen Zustände bei den Lederausstattungen zurückzuführen war. Gerade der Fahrersitz machte bei vielen Fahrzeugen eher einen recht müden Eindruck und wies teilweise starke Gebrauchsspuren auf. Bei den Modellen mit Stoffausstattungen ist mir dieses bei keinem Fahrzeug untergekommen.
Neben den sehr hochwertigen üblichen Kunststoffen wurde im Innenraum, je nach Ausstattungsvariante natürlich auch ein Holzdekor verbaut. Beim "Avantgarde" handelt es sich um Vogelaugenahorn in Schwarz gehalten, beim "Elegance" um Wurzelnussholz.....was ich eher für gediegen ansehe und den älteren Generationen andichten möchte (ohne es Werten zu wollen !!!!).
Der Kofferraum ist für ein Sportcoupé einfach riesig, 420 Liter Fassungsvermögen, Durchlademöglichkeit und geteilt umklappbare Rücksitze machen das Fahrzeug selbst für einen Familienurlaub voll reisetauglich.


*Sicherheit*

Fast jeder Autokäufer setzt heute das Thema Sicherheit beim Autokauf mit an die oberste Stelle......ich auch. Hier braucht sich der Mercedes CLK nicht zu verstecken, was sicher auch keiner angenommen hat.
So gehören Dinge wie Airbags, Sidebags, Gurtstaffer, Flankenschutz, ABS, ASR und auch der Bremsassistent bereits zur Serienausstattung. Der CLK hatte schon bei seiner Ersteinführung die höchsten Euronormen der Zukunft für Crashtest erfüllt.
Der Beifahrerairbag erkennt übrigens automatisch die Montage eines Reboard Kindersitzes und schaltet den Airbag dann automatisch ab, eine Kontrollleuchte in der Mittelkonsole bestätigt die Abschaltung optisch.


*Fahreigenschaften*

Einmal losgefahren möchte man, wenn es die Straßen zulassen, gar nicht mehr anhalten. In punkto Straßenlage fährt es sich mit dem CLK wie auf Schienen, die Lenkung ist sehr präzise und leichtgängig was auch bei schnellen Kurvenfahrten sehr viel Spaß bringt. Vorsicht ist bei Nässe und Schnee geboten, gerade für Leute (wie auch ich) die vorher fast nur Frontantrieb gefahren sind. Bei zuviel Spaß neigt der Wagen, teilweise auch trotz ASR, auszubrechen. Im großen und ganzen lässt er sich aber leicht wieder einfangen, aber ein kleiner Schreck ist es doch erstmal. Also wenn ich schon ASR habe, sollte ich es natürlich auch nutzen....da es sich auch abschalten lässt.
Der Motor des CLK 200 Kompressor ist sehr laufruhig und kultiviert, das Automatikgetriebe (5-Gang) absolut traumhaft. Ich habe schon einige andere Automatiken kennengelernt, an Mercedes kommt meines Erachtens keine heran. Eigentlich wollte ich zuvor wegen der Sportlichkeit lieber eine Schaltwagen haben, da ich aber so viel Negatives über das Schaltgetriebe des CLK gelesen habe war die Entscheidung zu Gunsten der Automatik gefallen. Ich bereue nichts.....
Die 120 KW/163 PS benötigt das Fahrzeug aber auf jeden Fall, jeden der behauptet die normale 2,0 Liter Variante mit 100KW/136 PS würde völlig ausreichen muss ich als "Lügner" strafen. Hier sind rund 1,5 Tonnen Leergewicht zu bewegen und etwas Spaß möchte ich dabei auch noch haben....und dafür benötige ich mindestens die Kompressorversion. Alle Motoren darüber sind aufgrund der Verbrauchswerte und den im letzten Jahr erreichten Spritpreisen von über 1,50Euro für Super eher ein Spaß der teueren Seite....wobei mich der 320 auch gereizt hat ;-). Aber manchmal siegt die Vernunft, was auch besser so ist.
Rund 10 Sekunden benötigt der CLK 200 Kompressor von 0 auf 100 km/h, Spitzengeschwindigkeit liegt bei etwa 230 km/h laut Tacho. Die Fahrgeräusche im Inneren halten sich auch bei schneller Autobahnfahrt in Grenzen, das Fahrzeug ist jederzeit leicht zu kontrollieren. Die Bremsen greifen gut, das Fahrzeug kommt dank Bremsassistent auch in Gefahrensituationen trotz des Gewichtes schnell zu Stillstand.
Nun komme ich zum Thema Verbrauch um dem Klischee endlich gerecht zu werden, denn wer nen Benz fährt hat Kohle für den Spritfresser. Als ich mich für den Kauf entschieden habe wusste ich, dass ein CLK kein 3-Liter Auto sein wird und auch nie eines wird. Aber wie bereits erwähnt, der Spaß soll bezahlbar bleiben und ich will kein Stammgast auf der Tankstelle werden.
Seit dem Kauf im November 2007 habe ich das Fahrzeug über 17000 km gefahren, dabei zu etwa 60 % im Stadtverkehr, 30 % Landstraße und 10 % Autobahn. Auf den 17000 km haben ich bisher einen Durchschnittsverbrauch von etwa 8,9 Liter Super Bleifrei erzielt, wobei der niedrigste Wert bei 7,6 Liter auf 100 km lag. Im Stadtverkehr mit ständigem Stop & Go liegt man aber auch schnell mal bei 12-13 Liter auf 100 km. Wer also sehr viel Kurzstrecke und Stadtverkehr fahren muss, sollte sich das vorher klar machen. Wer freie Strecke fahren kann wird schneller glücklich und sieht den Tankwart seltener....Tankinhalt beträgt etwa 65 Liter.


*Zuverlässigkeit*

In den vergangenen 14 Monaten gab es jedoch bisher noch keine außerplanmäßigen Stopps oder Reparaturen. Vor 9 Monaten war eine Inspektion Typ "Service A" fällig, den ich jedoch nicht bei Mercedes sondern bei A.T.U. habe durchführen lassen. Hierbei ging es mir eigentlich hauptsächlich darum, dass Fahrzeug mal in einer Werkstatt vorzustellen um den Allgemeinzustand prüfen zu lassen. Man hatte man mir nahe gelegt die vorderen Stoßdämpfer tauschen zu lassen, da der rechte Dämpfer nicht mehr den Anforderungen entspricht. Hierfür hat man mir einen Kostenvoranschlag von etwa 400Euro übergeben. Da die Stossdämpfer von Mercedes erfahrungsgemäß bei einem Kilometerstand von 50000km noch nicht defekt sind und das Fahrzeug anstandslos 6 Monaten zuvor TÜV erhalten hatte, habe ich eine zweite Meinung eingeholt. Hier hatte man dann ebenfalls eine Schwäche eines Stoßdämpfers (jedoch des linken vorderen) festgestellt......vermutlich durch eine Beschädigung des Dämpfers.
Ich habe die Stoßdämpfer dann selbst ausgetauscht, weil das an der Vorderachse recht einfach ist. Die Kosten für die Stoßdämpfer lagen bei 150Euro (gute Bilstein B4), der Einbau war nach etwa 90 min. geschehen. Sofern die Räder runter sind muss man die Dämpfer erst unten lösen, dann oben lösen und sie einfach nach unten rausziehen. Der Einbau erfolgt genau umgekehrt. Hierfür benötigt man nicht einmal eine Hebebühne, ich habe den Wagen nur mit dem werkseitigen Wagenheber aufgebockt.
Ebenso mussten die hinteren Bremsbeläge aus Verschleißgründen gewechselt werden, was ich aber ebenfalls alleine unter Anleitung eines alten Mercedes-Hasen (35 Jahre Taxifahrer) gemacht haben. Der Austausch war ein Kinderspiel, das Montieren und Demontieren der Räder hat länger gedauert als der Austausch der Beläge......Kosten 25,-Euro !!! für hochwertige Jurid - Beläge.

Da mir der Vorbesitzer alle Rechnungen der bisherigen Reparaturen mitgegeben hat, kann ich wenigstens ein paar weitere Anmerkungen zum Thema "Zuverlässigkeit" machen. Laut dieser Rechnungen hat das Fahrzeug zwei nicht geplante Stopps in seinem 7jährigen Dasein gehabt. Bei einen Stopp musste die Sitzelektrik des Beifahrersitzes instand gesetzt werden (192,-Euro), beim zweiten Stopp wurde die Heckscheibe aufgrund des schlechten Radioempfanges (Antenne ist in der Scheibe integriert) ausgetauscht (560,-Euro).
Rein von der Mechanik her gab es also bisher nichts zu vermelden, in der Elektrik (Instrumente, etc.) scheint der CLK dann eher mal zu schwächeln. Diese Probleme wurden aber auch schon in diversen Gebrauchtwagentests angesprochen.


*Pflegetipps*

Jeder geht bei der Pflege seines Fahrzeugs anders vor und hat andere Vorstellungen zu diesem Thema. Früher hatte ich viel Zeit und habe meine Autos regelmäßig per Hand gewaschen und im Frühjahr und zum Herbst poliert. Heute habe ich eher Zeit einmal im Monat durch die Wäsche zu fahren, im Winter manchmal sogar noch seltener.
Bei diesem Fahrzeug sollte sich das mal wieder ändern, weil dieses sehr zum Werterhalt beiträgt und man aufgrund der Qualität des Lackes lange Freude haben wird und sich wenig Gedanken zum Thema Rost machen muss.
So hat mein CLK auch tatsächlich schon die erste Handpolitur erhalten, alleine um eventuelle Lackschäden zu erkennen und ausbessern zu können. Ausser ein paar kleinen Steinschlägen in der Frontpartie habe ich aber nichts finden können, was auch bei einem Mercedes dieses Alters leider nicht immer so ist. Im Gegensatz zur C-Klasse hat man im Punkto Rostschutz beim CLK im Bremer Werk gute Arbeit geleistet, wurde auch im Autobild Gebrauchtwagentest 37/2007 entsprechend bestätigt wurde.
Die Kunststoffe im Innenraum lassen sich prima mit Cokpittüchern (z.B. W5 von Lidl) zum Glänzen bringen. Diese sollte man aber nicht auf den Holzapplikationen verwenden....bringt häßliche Schlieren beim Trocknen. Hier reicht ein einfaches Microfasertuch aus oder etwas Glasreinger.


*Kosten*

Bei meinen Bekannten bin ich mit Kauf des CLK scheinbar über Nacht reich geworden, mit Sprüchen wie teuer es ist einen Benz zu fahren und und und wurde ich nur so überhäuft. Natürlich kann der CLK mit einem Smart oder Fiat Panda nicht konkurieren, soll er aber auch gar nicht. Schliesslich befinden wir uns mit dem Fahrzeug in der Kategorie der Sportcoupés und nicht bei den Kleinwagen. Nachfolgend ein paar Kostenbeispiele:

Versicherungsprämien bereinigt auf 100% / Berlin:
Haftpflicht 485Euro
Vollkasko 690Euro (bei 500Euro Selbstbeteiligung)
Teilkasko 180Euro (bei 150Euro Selbstbeteiligung)

Steuer (Euro 4) 135Euro
Inspektionen / Ersatzteilpreise (Preise bei Mercedes lt. Autobild)

Service A 240Euro
Service B 500Euro
Lichtmaschine 584Euro
Anlasser 459Euro
Auspuff(ESD) 497Euro


*Fazit und Tipps für den Gebrauchtkauf*

Ich bereue den Schritt nicht, würde ihn jederzeit wieder tun. Wer ein sportliches und gleichzeitig elegantes Sportcoupé sucht, kann beim CLK Baureihe C208 nicht viel verkehrt machen. Der Gebrauchtmarkt gibt einiges her, wobei die Fahrzeuge aber oftmals schon hohe Laufleistungen hinter sich gebracht haben. Mit etwas Geduld und dem einen oder anderen Abstrich in der gewünschten Ausstattung lassen sich aber auch gute und preiswerte (nicht billige!!!) Fahrzeuge finden. Wer kostengünstig fahren will und trotzdem Fahrspaß wünscht, sollte auf die Vierzylindermotoren mit Kompressortechnik setzen.....der CLK 200 ohne Kompressor ist nicht spritzig genug. Wer gerne und viel tanken möchte und nicht aufs Geld zu achten braucht kann natürlich auch den CLK 320 oder 430 nehmen.
Unter www.autobudget.de kann man übrigens anhand der Fahrzeugdaten, des Zustandes und der Ausstattung die Preise für Händlerverkaufspreis, Privatverkaufspreis und Händlereinkaufspreis abfragen. Ein super Service, der mir bei der Bewertung meines Fahrzeugs sehr geholfen hat.
Beim Kauf sollte man neben den üblichen Test und Untersuchungen auch alle elektrischen Funktionen im Inneren überprüfen, weil sich hier doch mal etwas ohne Funktion zeigen kann. Bei den Navisystemen sollte man auf aktuelle Softwareversionen achten, weil Updates etwa 200Euro kosten. Rost sollte selbst bei den ersten Modellen ab 1997 kein Problem sein, aber z.B. rund um Heckklappen-Schloss trotzdem kontrollieren.


Viel Spaß beim Lesen, Kommentieren und Bewerten wünscht euch

duffbeer_de

Fazit: siehe Testbericht

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: