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Produkttyp: Mercedes-Benz Autos
Neuester Testbericht: ... geht es primär um die Motorleistung als um die Karosse. Leider gibt es die C-Klasse nicht mit größerem Diesel Motor. Der 270er geht in d... mehr
Der Diesel meiner Träume.
Mercedes-Benz C 270 CDI (W 203)

Name des Mitglieds: Benni-Expert
Produkt:
Mercedes-Benz C 270 CDI (W 203)
Datum: 29.12.00, geändert am 21.08.04 (3420 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sportlich-komfortables Fahrwerk, angemessener Verbrauch, sehr gute Fahrleistungen, laufruhiger Motor
Nachteile: sehr hoher Preis, hohe Versicherungskosten (Vollkasko :28, Teilkasko: 34, Haftpflicht: 21), zu kleiner Drehzahlmesser
Statt eines C240 V6 stand da also beim Mercedes-Benz Vertragshändler ein silbergrauer C270 CDI mit 170 PS. Der Diesel bietet also die exakt gleiche Leistung wie der erhoffte Benziner. Und er kostet auch nur 2204,- DM mehr als der 62030,-DM teure C 240 CDI (in der Classic-Ausstattung ohne Extras).
Hier noch ein paar technische Grunddaten:
2685ccm Hubraum
125KW/170PS
400Nm bei 1800 Umdrehungen/Min. (klingt recht gut, oder?)
8,9 Sekunden von 0-100Km/h
7,1L Diesel auf 100km (Normverbrauch!)
6,5-9L Realitätsverbrauch bei (zugegeben forscher) gemischter Fahrweise
455L Kofferraumvolumen
64264,- DM Neupreis mit recht ordentlicher Ausstattung
mit "klassengerechter" Ausstattung kommt man auf gut 70.000DM.
Soviel zu den Daten, die mir auch vor der Probefahrt schon bekannt waren.
Rein äußerlich schaut die seit Mai 2000 angebotene C-Klasse sowieso recht gut aus. Das von der S-klasse übernommene Heck sieht sportlich, wenn auch typisch Mercedes aus. Die Front ist meiner Meinung nach sehr gelungen und und erinnert dutch ihrr geduckte, flache Form an ein weitaus sportlicheres Fahrzeug. Alles in Allem ist die neue C-Klasse jedenfalls typisch Mercedes, was durchaus erfreulich ist.
Das alles zumindest von Außen. Innen ist der mercedestypisch solide Stil dagegen ein wenig abhanden gekommen. Alles sitzt zwar bis auf den viel zu kleinen Drehzahlmesser (der nachgerüstete rote Bereich hin oder her) an dem Mercedes-gewohntem Platz, doch die Qualität hat etwas nachgelasse. Aber nichts desto trotz bleibt die C-Klasse ein wohnlich eingerichtetes Fahrzeug.
Das Platzangebot ist sowohl vorne
, als auch im Fond ausreichend. Selbst groß gewachsene (Ok, ich bin nur 1.86m) Personen finden überall sehr bequem Platz. dabei wirken die Sitze sehr komfortabel. Auch der Kofferraum ist (wenn man auf das Reserverad verzichtet und das Tirefit-Paket wählt) ausreichend groß. Nur die Ladeöffnung ist etwas zu klein geraten! Selbst der (zugegebenermaßen) noch schönere Alfa 156 bietet mehr Ladebreite!
Nachdem alle "Standeigenschaften" nun ausgiebig ausgekundschaftet wurden und kein Knopf unbetätigt blieb ( gut für meinen ausgeprägten Spieltrieb), ging also nun die eigentliche Probefahrt los.
Vorglühzeit? OK, ich saß bisher eher in älteren Dieselmodellen der Marken Volkswagen (Passat) und Citroen (BX). Das ist jedenfalls in einem modernen Commonrail-Hightech-Diesel kein Thema mehr. Aber ist das überhaupt ein Diesel? Klingen tut´s jedenfalls nicht so! Ein ruhiges Brabbeln ist alles, was im Leerlauf zu hören ist. Und ein kräftiger Druck auf das Gaspedal schafft auch keine Klarheit. Der Wagen geht ja wie eine Rakete! Kaum weg vom Hof des Mercedes-Händlers beginnt auch schon die Bundesstraße. Mangelndes Durchzugsvermögen kann man diesem wagen jedenfalls kaum vorwerfen. Besoders zum Überholen von langsamen Traktoren währens der Weinlese in Baden könnte diese Durchzugskraft aus sehr niedrigen Drehzahl und unabhängig vom eingelegten Gang zur "Sucht" werden!
Der Motor bleibt in jeder Situation im Hintergrund und das 6-Gang-Getriebe ist präzise und sportlich schaltbar. Einziges Handycap: im 6. Gang mangelt es aufgrund einer zu langen Übersetztung an Elastizität (Durchzugsvermögen), man muss also zurückschalten!
Doch jetzt nichts wie auf die Autobahn! Wie schlägt sich ein Diesel auf den von Tempolilits freien deutschen Autobahnen? Die TDI´s aus dem Hause Volkswagen und Audi wirken jedenfalls immer recht gut motorisiert. Gerade vor der deutschen Grenze Richtung Basel kann man die Motorleistung und den Fahrkomfort sehr gut testen! Zum einen sind die Autobahnen dur
ch den enormen Schwerlastverkehr ziemlich zerstört und zum anderen nutzen die häufig anzutreffenden Schweizer mit ihren vergleichsweise starken und teuren PKWs das fehlende Tempolimit in Deutschland gnadenlos aus (was nicht heißen soll, dass die Deutschen dies nicht täten!).
Nun aber zurüch zum Mercedes C270 CDI und dessen Autobahnaufenthalt.
Mein Gott! Der Wagen fährt ja schon 190km/h! Und ich habe mich schon gewundert, warum soviele Basler Mitbürger rechts fahren. Nun gut, für eine Diesel ist das nahezu unglaublich. Zumal die Motor-, Wind- und Fahrgeräusche sehr dezent im Hintergrund bleiben. Besonders begeisterns sind jedoch die fahrleistungen! So wie dieser Wagen nach einem Druck auf´s Gaspedal reagiert, glaubt man, dass Mercedes einen "Nachbrenner" eingebaut hat. Kurz vor der Grenze wird die Autobahn wieder verlassen. Zurück geht es über ein sehr bergiges Stück Bundesstraße 3. Wer denkt, dass die Erlebnisse auf der Autobahn überzeugend waren, der hat den C270 CDI noch nicht auf einer bergigen Landstarße gefahren! Wow, was der 170PS starke von einem Turbo "zwangsbeatmete" Motor hier zum Besten gibt ist wohl auch mit dem gleichstarken Benziner C240 V6 nicht zu wiederholen (auch wenn ich dies noch nicht ausprobiert habe). Je steiler der zu bezwingende Anstieg, desto mehr erfreut einen diese C-Klasse- Version.
Doch eine Mercedes-Eigenschaft habe ich vor lauter Motor fast ganz vergessen! Der Komfort. Egal ob Betonplattenautobahn, kurviger Landstraße oder Schlaglöchern- Die Feder-Dämpfer-Einheit ist stets über jeden Zweifel erhaben. Das sportliche, sehr sichere Fahrwerk ist also hervorragend abgestimmt.
Doch gerade bei einem Diesel ist die "Endabrechnung" an der Tankstelle. Mir graust! Das könnte eine teure Probefahrt gewesen sein! 11,2 Liter gehen in den 62-Liter großen Tank. Und das nach 158 Kilometern! Macht im Durchschnitt etwas über 7 Liter Diesel auf 100km. Nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig wenig:
Denn der Wagen wurde ja auch nicht
im Spritfressenden Stadtbetrieb gefahren.
Nach dieser ausgiebigen Probefahrt gebe ich den von einem Regenschauer "gewaschenen" Mercedes C270 CDI Classic wieder beim Vertragshändler ab.
Leichter hat dieses Erlebnis die Suche nach einem Traumauto jedenfalls nicht gemacht. Zu sehr hat mich der Dieselmotor beeindruckt. Aber der Preis! Mit meiner Wunschausstattung komme ich über 75000,-DM (dafür kann ich mir auch einen wesentlich größeren Alfa 166 2.4JTD mit "nur" 140PS kaufen, und das mit noch besserer Ausstattung und einzigartigem Design - Probefahrt und ausgiebiger Fahrbericht folgen in den nächsten Wochen. Mittlerweile kennen mich die meisten Autohäuser in der Umgebung wegen meiner "Jagd" auf Autoprospekte, Modellautos und Probefahrten--SUCHTGEFAHR--!!). Gut das ich beim Nachdenken noch ein bißchen sparen kann, vielleicht zu lange....
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Auto

