Mercedes-Benz A-Klasse



Produkttyp: Mercedes-Benz Autos
Neuester Testbericht: ... vor dem Tankstutzen nicht öffnen, so sehr ich auch zog. Ich holte den Tankwart, der gleich die Ursache erkannte. Ja, so ein neues Auto m... mehr
Bauerndiesel, kleine Rakete und Elchtest--- ich bin die Generation Mercedes
Mercedes-Benz A-Klasse

Name des Mitglieds: elfenblume56
Produkt:
Mercedes-Benz A-Klasse
Datum: 14.08.09
Bewertung:
Vorteile: Ladefläche, handlich
Nachteile: windempfindlich,
Meine erste Begegnung mit einem sternverzierten Auto war eine Überraschung. Als ich mein Auto in die Tiefgarage auf den gemieteten Platz stellen wollte, stand dort ein grüner Mercedes. Wutentbrannt ließ ich mein Auto einfach mitten im Gang stehen und lief in die Wohnung um meinem Mann von dieser Frechheit zu erzählen. Er wartete bis ich ausgiebig geschimpft hatte über diesen Parkplatzraub. Danach erklärte er grinsend, dass der Mercedes mein neues Auto ist. Er war 9 Jahre alt, bauerngrün und ein Diesel, hatte keine Servolenkung und einen Wendekreis wie ein Panzer, aber er war absolut zuverlässig. Als er 15 wurde, begann er allerdings teuer zu werden. Hier eine Reparatur, dann der Glühfaden, dann der Startknopf und ein Rostloch auf dem Kotflügel besiegelten sein Schicksal. Er wurde in einen 220er Benziner in weizengelb getauscht. Auch er hatte einige Jahre auf dem Buckel, doch als er gegen meine kleine Rakete getauscht wurde, bekamen wir noch 1200.- DM dafür. Wir hatten bei dem Auto also knapp 4000.-DM in sieben Jahren gegenüber dem Neuerwerb verloren und mussten kaum etwas an Reparaturen bezahlen. Billiger konnte man nicht fahren, das war klar. Das war auch mein Einstellung gegenüber diesen Blechteilen mit Motor: "Hauptsache ist, dass es fährt und günstig ist." Nie habe ich verstanden, dass jemand stundenlang durch Autoausstellungen ziehen kann und dabei alles genau anschauen muss. Für mich ist ein Auto ein Transportmittel, dass mich nur von A nach B bringen muss. Bevor also der weizengelbe seinen Weg mit dem Schiff nach Afrika angetreten hat, nahm mich mein Mann mit zu einem Autohändler im Nachbarort. Hier stand ein 190er mit einer 2,3l Maschine und 16 Ventilen, tiefer gelegt, in anthrazitmetallic und einem Schiebedach--es war Liebe auf den ersten Blick. Nach einer kurzen Probefahrt, in der ich schon lernen musste, nicht einfach über Kantsteine zu fahren, war es meins. Meine kleine Rakete erlaubte es mir spielend einen LKW mit Anhänger zu überholen, ohne Angst es nicht zu schaffen. Dafür musste ich im Winter höllisch aufpassen, wenn sich in der Mitte der Fahrbahn ein Schneehaufen gebildet hatte, dann konnte ich nur versetzt fahren. Feldwege konnte ich nicht mehr befahren und im Winter wurde das Auto mit Gewichten beschwert, denn bei Glatteis hätten mich die Pferde unter Haube von der Fahrbahn geschleudert. Leider hatte sich Vater Staat irgendwann entschlossen, dass Fahrzeuge mit großen Maschinen und altem Kat zur Kasse gebeten werden sollen. Außerdem musste ich mittlerweile Waren transportieren, die nun überhaupt nicht in den kleinen Kofferraum passen wollten. Der Familienrat zog die Abschaffung meiner kleinen Rakete in Betracht, zu meinem Bedauern, doch die Vernunft siegt.
Wo ist die behäkelte Klopapierrolle?
########################
Just nach diesen praktischen Überlegungen jährte sich das Datum unserer Eheschließung zum 20. Mal. So wurde ich dann am Tag zuvor energisch von der Gartenarbeit weggerufen um mir auf unserer Auffahrt ein neues Auto anzuschauen. Offensichtlich waren Mann und Sohn schon tagelang in geheimer Mission unterwegs um etwas passendes zu finden. Auf der Auffahrt stand ein silberfarbener Mercedes der A Klasse.. Ich nahm sofort Abwehrhaltung ein: So ein Opaauto fahre ich nicht, da fehlt ja nur noch die behäkelte Klopapierrolle auf der Ablage!" Wenn A Klasse, dann Anthrazit oder schwarz, das sieht einfach schicker aus, da waren wir uns dann nach kurzer Diskussion einig.
Mein Elch
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Zwei Tage später wurde ein neuer Anwärter auf mein Wohlwollen präsentiert. Dunkel, Anthrazit nennt man das wohl, mit schicken Alufelgen und einem Schiebedach stand er auf dem Hof. Obwohl er schon drei Jahre alt war, glänzte er wie neu, nicht ein Kratzer war zu sehen. Ein A140 der Serie Classic Spirit mit grauer Innenausstattung. Ein so genannter Fünftürer, denn die große Kofferraumklappe wird zu den Türen gezählt. Ausgestattet mit einer Zentralverriegelung, die übrigens auch das Tankschloss mit verschließt. Diese Tatsache habe ich beim nächsten Halt an der Tankstelle bemerkt. Ich konnte die Klappe vor dem Tankstutzen nicht öffnen, so sehr ich auch zog. Ich holte den Tankwart, der gleich die Ursache erkannte. Ja, so ein neues Auto muss man auch erst kennen lernen, da gibt es immer wieder Neuheiten. Ganz heimisch habe ich mich im Innenraum gefühlt, das ist immer das absolute Plus bei Mercedes. Der Lichtschalter sitzt an der gleichen Stelle, auch hier zieht man den Schalter in zwei Stufen raus für die Breitstrahler und das Nebelschlusslicht. Scheibenwischer, Fernlicht, sowie die Anzeigen am Armaturenbrett, alles gute, alte Bekannte. Zu meiner Sicherheit, und der des Beifahrers, hat der Wagen 6 Airbags, sodass ich mich in dieser kleinen "Keksdose" auch einigermaßen sicher fühle. Ein weiteres Plus der A Klasse ist die gute Sicht, die durch die Sitzhöhe gegeben ist. Gerade für Menschen unter 1,80 ist die Rundumsicht ein Gewinn, so sieht man auch schon, wenn das fünfte Fahrzeug vor mir bremst. Hier dann auch gleich die Daten dieses Sondermodells:
Classic Spirit (erhältlich für Pre-MoPf A140, A160, A170 CDI, eingeführt 10/1999)
- Fußmatten
- Gepäckraumabdeckung
- Radio "Audio 5"
- 5-Gang-Sportgetriebe mechanisch (nicht für A 170 CDI)
- wahlweise Einzelsitzanlage im Fond (4-Sitzer) oder
Rücksitzbank im Fond (5-Sitzer)
- Heckleuchte monochromatisch
- Lamellenschiebedach
- Leichtmetallräder, 5-Loch-Design, 4fach,
6,5 J x 16 ET 56 mit Breitreifen 205/45 R 16
Kängeruhbenzin
##############
Eines Morgens wollte ich zum Einkaufen fahren und fuhr den Wagen aus der Garage. Schon beim Anfahren hatte ich das Gefühl, als ob das Auto angebunden war. Es stotterte und muckte wie ein bockiges Pferd. Ich hielt an, schaltete in den Leerlauf, dann nochmals anfahren, doch es blieb dabei. Ich kam gerade noch um die nächste Kurve, dann blockierte alles. Ich ließ das Auto stehen und rief von zuhause in der Werkstatt an. Man versprach mir mit einem Abschleppwagen vorbei zu kommen. Nach zwei Stunden rief man von dort an und erklärte mir, dass die Bremsen fest sitzen." Ist das Auto gestern gewaschen worden und haben sie danach die Handbremse angezogen über Nacht?" Ich musste die Frage mit ja beantworten, fand aber jetzt nichts falsches dabei. " Das ist eine Krankheit der A Klasse", sagte der Meister, "wenn die Bremsen feucht geworden sind, setzen sich fest". Nun steht mein Wagen in der Garage, zu ebener Erde, ich hatte also nur aus alter Gewohnheit die Handbremse angezogen, gerade so, wie man es in der Fahrschule gelernt hat. Man hat mir erklärt, dass die Autos heute eine so hohe Kompression haben, dass man sie auch bei einem bisschen Gefälle sicher stehen bleiben. Ich fragte dann den netten Meister, was die Leute machen, die das Auto an einer abschüssigen Straße parken müssen. Das Achselzucken konnte ich fast durch das Telefon hören," das ist einfach so", meinte er.
Seit dem Tag habe ich die Angewohnheit abgelegt und hoffe einfach, dass ich nie nach einem Wolkenbruch an einem Gefälle parken muss, wobei hier wohl auch der Zeitraum eine Rolle spielt, kurzzeitiges Parken setzt die Bremsen wohl noch nicht fest.
Elchtest
########
Dieser Begriff dürfte jedem im Zusammenhang mit der A Klasse geläufig sein, ging dieses doch bald als geflügeltes Wort in die Geschichte ein. Wenn ich mich recht entsinne, wurde der Prototyp in Skandinavien getestet und kippte beim umfahren der aufgebauten Hindernisse einfach um. Bei diesem Fahrzeugtyp musste erheblich nachgebessert werden, sodass dieses Modell erst später als geplant auf den Markt kam. Eingebaut wurde dabei erstmals in diese Klasse ein System namens ESC, was Electronic Stability Control in neudeutsch heißt. Dieses System gleicht durch ein gezieltes lenken einzelner Räder ein mögliches übersteuern aus. Entwickelt hat dieses System übrigens Mercedes zusammen mit dem Bosch Dienst. Bei diesen Schlagzeilen blieb ihnen sicher nichts anderes übrig, denn wer hätte ein Auto mit "Fallsucht" gekauft? Umgekippt bin ich mit meinem Auto natürlich noch nicht, da wurde am Fahrwerk gearbeitet. Bei starkem Wind muss man allerdings seine Geschwindigkeit anpassen. Mehr als 90 km kann ich bei starkem Wind nicht fahren, da mir mein Leben lieb und teuer ist. Das liegt natürlich auch an der Form, die man nun nicht gerade als windschnittig bezeichnen kann. So lass ich mich dann klaglos von anderen Fahrzeugen überholen, wenn es windstill ist, hole ich sie schon wieder ein. Wenn ich nicht gerade voll beladen bin, schaffe ich 180km auf der Autobahn, habe aber das Gefühl bald abzuheben. Auch muss ich bei der Geschwindigkeit das Lenkrad gut festhalten, sonst habe ich das Gefühl, dass mein Elch von der Fahrbahn springt.
Kleintransporter
############
Der eine oder andere Leser hat sich sicher schon dieses Auto angeschaut und wundert sich über diese Überschrift. Sicher ist der Kofferraum nicht groß, zwei Getränkekisten passen hinein, dann ist Schluss. Richtig Platz gibt es aber, wenn man die Sitze aus dem Wagen nimmt. In dem Prospekt der Autofirma steht geschrieben, dass jede Frau die Sitze spielend ausbauen kann. Das wollen wir gleich in das Reich der Märchen schicken, denn ein Sitz wiegt 50Kg. Wenn wir davon ausgehen, dass eine Frau zwischen 50 und 60 Kg wiegt, dann müsste sie ihr eigens Gewicht aus dem Auto wuchten. Das schaffen Ameisen, aber Menschen nicht und Frauen schon überhaupt nicht. Alle 4 Sitze des Innenraums lassen sich übrigens einzeln ausbauen, sodass ich auch schon ohne Sitz gefahren bin, bis auf den Fahrersitz natürlich. Dann ersetzt die A Klasse aber jeden Kleintransporter, vor allem, weil der Innenraum sehr hoch ist. Mit Literangaben als Volumen kann sicher niemand etwas anfangen, doch Bierkästen kennt jeder. Von den 24er Kästen könnte ich spielend 16 Stück transportieren, die Bierzeltgarnitur passt zusammengeklappt auch noch hinein. Mit diesen Eigenschaften punktet die A Klasse also eindeutig. Das ein- und ausbauen muss ich aber den Männern überlassen, das steht fest. Ein paar Handgriffe und die Sitze stehen davor, nur der Beifahrersitz erfordert das Ausschalten des Airbags.
Feder, Feder, du sollst schweben und nicht brechen
##################################
Kürzlich musste das Auto wieder zum TÜV, bei der Überprüfung in der ausführenden Werkstatt wurde ein Federbruch hinten rechts festgestellt. Das kam mir irgendwie bekannt vor, denn genau zwei Jahre zuvor wurde das gleich auf der linken Seite festgestellt. Nun frage ich mich doch mit Recht, wie so was passieren kann. Ich bemühe mich wirklich nicht, jedes Schlagloch zu durchfahren, sause nie über Kantsteine( ist bei mir noch gespeichert, weil ich ja vorher die kleine Rakete gefahren habe) noch lade ich meinem Elch unzumutbare Lasten auf. Auch hier hat der Werkstattmeister eine einfache, wenn auch nicht zufrieden stellende Erklärung: das ist so eine Krankheit der A Klasse. Das sind so Tatsachen mit denen der Fahrzeugbesitzer einfach leben muss. Ich tröste mich dann mit der Tatsache, das es bei Menschen ja ähnlich ist. Leidet eine Familie an einer bestimmten Sehschwäche, dann wird es akzeptiert, das die Nachkömmlinge das erben: das ist dann einfach so. Ist die ganze Familie schwarzhaarig, werden es die Kinder auch: das ist einfach so. Sicher ärgern mich die Kosten dieser Reparaturen, doch es hilft nichts, man will ja fahren.
Mach mal deine Klappe auf !
####################
So, das ist jetzt der Absatz der Technik Fans, denn wir lüften die Motorhaube und schauen uns die wertvollen Innereien an. Ich kann einen Motor, den Wassertank für die Scheibenwaschanlage und den Ölstab erkennen--ja, das war`s. Wir können die Haube wieder schließen. Eine Batterie? , doch, eine Batterie hat mein Auto auch, aber nicht unter der Haube. Die Batterie befindet sich zu Füßen des Beifahrers sozusagen. Eine Klappe vor dem Beifahrersitz muss zur Kontrolle oder zum Austausch hochgeklappt werden.
Jetzt habe ich doch tatsächlich von den interessanten technischen Details abgelenkt, doch dafür muss ich einfach die Homepage einer interessanten Seite in Anspruch nehmen. Ja, es gibt tatsächlich eine Fanseite der A Klasse, die sich sinnigerweise www.elchfans.de nennt.
1397ccm
60kw/82 PS
Benzin Super
5 Gang Getriebe
Gewicht 1095 KG
Nutzlast 384 KG
Tankinhalt 54 l
Kofferrauminhalt: 390 l bei ausgebauten Sitzen 1740
Wie gesagt: ein Raumwunder. Damit soll es aber mit den technischen Daten genügen. Wenden wir uns lieber meinem Fazit zu.
Fazit
#####
Nun fahre ich den Wagen schon sechs Jahre und bin eigentlich sehr zufrieden. bis auf die oben genannten Macken, denen entsprechende Reparaturen folgten, habe ich noch keine probleme mit meinem Elch gehabt. Der Wagen ist wendig und für mich leicht zu händeln. die erhöhte Sitzposition und die kompakten Maße geben mir das Gefühl dieses Fahrzeug gut zu beherrschenl. Ich brauche keine riesige Parklücke und beim rangieren läßt sich das Fahrzeug gut lenken. Das Volumen des Innenraums ist für mich ein weiteres Plus. Bei winterlichen Verhältnissen bleibt der Wagen gut in der Spur, wobei ich auch zugebe, dass ich ohnehin, bei Glatteis schon garnicht, waghalsig fahre. Das Fahrzeug hat gebraucht 15000.- Euro gekostet, was für einen Gebrauchtwagen der Kompaktklasse doch nicht gerade preiswert ist, doch bin ich zuversichtlich, dass ich auch meinen vierten Mercedes bis zum 15. Jahr fahren werde. Für die oben genannten Macken muss hier natürlich ein Sternchen abgezogen werden, was sich auch in der Bewertung der Fahreigenschaft auswirkt.
Wo ist die behäkelte Klopapierrolle?
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Just nach diesen praktischen Überlegungen jährte sich das Datum unserer Eheschließung zum 20. Mal. So wurde ich dann am Tag zuvor energisch von der Gartenarbeit weggerufen um mir auf unserer Auffahrt ein neues Auto anzuschauen. Offensichtlich waren Mann und Sohn schon tagelang in geheimer Mission unterwegs um etwas passendes zu finden. Auf der Auffahrt stand ein silberfarbener Mercedes der A Klasse.. Ich nahm sofort Abwehrhaltung ein: So ein Opaauto fahre ich nicht, da fehlt ja nur noch die behäkelte Klopapierrolle auf der Ablage!" Wenn A Klasse, dann Anthrazit oder schwarz, das sieht einfach schicker aus, da waren wir uns dann nach kurzer Diskussion einig.
Mein Elch
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Zwei Tage später wurde ein neuer Anwärter auf mein Wohlwollen präsentiert. Dunkel, Anthrazit nennt man das wohl, mit schicken Alufelgen und einem Schiebedach stand er auf dem Hof. Obwohl er schon drei Jahre alt war, glänzte er wie neu, nicht ein Kratzer war zu sehen. Ein A140 der Serie Classic Spirit mit grauer Innenausstattung. Ein so genannter Fünftürer, denn die große Kofferraumklappe wird zu den Türen gezählt. Ausgestattet mit einer Zentralverriegelung, die übrigens auch das Tankschloss mit verschließt. Diese Tatsache habe ich beim nächsten Halt an der Tankstelle bemerkt. Ich konnte die Klappe vor dem Tankstutzen nicht öffnen, so sehr ich auch zog. Ich holte den Tankwart, der gleich die Ursache erkannte. Ja, so ein neues Auto muss man auch erst kennen lernen, da gibt es immer wieder Neuheiten. Ganz heimisch habe ich mich im Innenraum gefühlt, das ist immer das absolute Plus bei Mercedes. Der Lichtschalter sitzt an der gleichen Stelle, auch hier zieht man den Schalter in zwei Stufen raus für die Breitstrahler und das Nebelschlusslicht. Scheibenwischer, Fernlicht, sowie die Anzeigen am Armaturenbrett, alles gute, alte Bekannte. Zu meiner Sicherheit, und der des Beifahrers, hat der Wagen 6 Airbags, sodass ich mich in dieser kleinen "Keksdose" auch einigermaßen sicher fühle. Ein weiteres Plus der A Klasse ist die gute Sicht, die durch die Sitzhöhe gegeben ist. Gerade für Menschen unter 1,80 ist die Rundumsicht ein Gewinn, so sieht man auch schon, wenn das fünfte Fahrzeug vor mir bremst. Hier dann auch gleich die Daten dieses Sondermodells:
Classic Spirit (erhältlich für Pre-MoPf A140, A160, A170 CDI, eingeführt 10/1999)
- Fußmatten
- Gepäckraumabdeckung
- Radio "Audio 5"
- 5-Gang-Sportgetriebe mechanisch (nicht für A 170 CDI)
- wahlweise Einzelsitzanlage im Fond (4-Sitzer) oder
Rücksitzbank im Fond (5-Sitzer)
- Heckleuchte monochromatisch
- Lamellenschiebedach
- Leichtmetallräder, 5-Loch-Design, 4fach,
6,5 J x 16 ET 56 mit Breitreifen 205/45 R 16
Kängeruhbenzin
##############
Eines Morgens wollte ich zum Einkaufen fahren und fuhr den Wagen aus der Garage. Schon beim Anfahren hatte ich das Gefühl, als ob das Auto angebunden war. Es stotterte und muckte wie ein bockiges Pferd. Ich hielt an, schaltete in den Leerlauf, dann nochmals anfahren, doch es blieb dabei. Ich kam gerade noch um die nächste Kurve, dann blockierte alles. Ich ließ das Auto stehen und rief von zuhause in der Werkstatt an. Man versprach mir mit einem Abschleppwagen vorbei zu kommen. Nach zwei Stunden rief man von dort an und erklärte mir, dass die Bremsen fest sitzen." Ist das Auto gestern gewaschen worden und haben sie danach die Handbremse angezogen über Nacht?" Ich musste die Frage mit ja beantworten, fand aber jetzt nichts falsches dabei. " Das ist eine Krankheit der A Klasse", sagte der Meister, "wenn die Bremsen feucht geworden sind, setzen sich fest". Nun steht mein Wagen in der Garage, zu ebener Erde, ich hatte also nur aus alter Gewohnheit die Handbremse angezogen, gerade so, wie man es in der Fahrschule gelernt hat. Man hat mir erklärt, dass die Autos heute eine so hohe Kompression haben, dass man sie auch bei einem bisschen Gefälle sicher stehen bleiben. Ich fragte dann den netten Meister, was die Leute machen, die das Auto an einer abschüssigen Straße parken müssen. Das Achselzucken konnte ich fast durch das Telefon hören," das ist einfach so", meinte er.
Seit dem Tag habe ich die Angewohnheit abgelegt und hoffe einfach, dass ich nie nach einem Wolkenbruch an einem Gefälle parken muss, wobei hier wohl auch der Zeitraum eine Rolle spielt, kurzzeitiges Parken setzt die Bremsen wohl noch nicht fest.
Elchtest
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Dieser Begriff dürfte jedem im Zusammenhang mit der A Klasse geläufig sein, ging dieses doch bald als geflügeltes Wort in die Geschichte ein. Wenn ich mich recht entsinne, wurde der Prototyp in Skandinavien getestet und kippte beim umfahren der aufgebauten Hindernisse einfach um. Bei diesem Fahrzeugtyp musste erheblich nachgebessert werden, sodass dieses Modell erst später als geplant auf den Markt kam. Eingebaut wurde dabei erstmals in diese Klasse ein System namens ESC, was Electronic Stability Control in neudeutsch heißt. Dieses System gleicht durch ein gezieltes lenken einzelner Räder ein mögliches übersteuern aus. Entwickelt hat dieses System übrigens Mercedes zusammen mit dem Bosch Dienst. Bei diesen Schlagzeilen blieb ihnen sicher nichts anderes übrig, denn wer hätte ein Auto mit "Fallsucht" gekauft? Umgekippt bin ich mit meinem Auto natürlich noch nicht, da wurde am Fahrwerk gearbeitet. Bei starkem Wind muss man allerdings seine Geschwindigkeit anpassen. Mehr als 90 km kann ich bei starkem Wind nicht fahren, da mir mein Leben lieb und teuer ist. Das liegt natürlich auch an der Form, die man nun nicht gerade als windschnittig bezeichnen kann. So lass ich mich dann klaglos von anderen Fahrzeugen überholen, wenn es windstill ist, hole ich sie schon wieder ein. Wenn ich nicht gerade voll beladen bin, schaffe ich 180km auf der Autobahn, habe aber das Gefühl bald abzuheben. Auch muss ich bei der Geschwindigkeit das Lenkrad gut festhalten, sonst habe ich das Gefühl, dass mein Elch von der Fahrbahn springt.
Kleintransporter
############
Der eine oder andere Leser hat sich sicher schon dieses Auto angeschaut und wundert sich über diese Überschrift. Sicher ist der Kofferraum nicht groß, zwei Getränkekisten passen hinein, dann ist Schluss. Richtig Platz gibt es aber, wenn man die Sitze aus dem Wagen nimmt. In dem Prospekt der Autofirma steht geschrieben, dass jede Frau die Sitze spielend ausbauen kann. Das wollen wir gleich in das Reich der Märchen schicken, denn ein Sitz wiegt 50Kg. Wenn wir davon ausgehen, dass eine Frau zwischen 50 und 60 Kg wiegt, dann müsste sie ihr eigens Gewicht aus dem Auto wuchten. Das schaffen Ameisen, aber Menschen nicht und Frauen schon überhaupt nicht. Alle 4 Sitze des Innenraums lassen sich übrigens einzeln ausbauen, sodass ich auch schon ohne Sitz gefahren bin, bis auf den Fahrersitz natürlich. Dann ersetzt die A Klasse aber jeden Kleintransporter, vor allem, weil der Innenraum sehr hoch ist. Mit Literangaben als Volumen kann sicher niemand etwas anfangen, doch Bierkästen kennt jeder. Von den 24er Kästen könnte ich spielend 16 Stück transportieren, die Bierzeltgarnitur passt zusammengeklappt auch noch hinein. Mit diesen Eigenschaften punktet die A Klasse also eindeutig. Das ein- und ausbauen muss ich aber den Männern überlassen, das steht fest. Ein paar Handgriffe und die Sitze stehen davor, nur der Beifahrersitz erfordert das Ausschalten des Airbags.
Feder, Feder, du sollst schweben und nicht brechen
##################################
Kürzlich musste das Auto wieder zum TÜV, bei der Überprüfung in der ausführenden Werkstatt wurde ein Federbruch hinten rechts festgestellt. Das kam mir irgendwie bekannt vor, denn genau zwei Jahre zuvor wurde das gleich auf der linken Seite festgestellt. Nun frage ich mich doch mit Recht, wie so was passieren kann. Ich bemühe mich wirklich nicht, jedes Schlagloch zu durchfahren, sause nie über Kantsteine( ist bei mir noch gespeichert, weil ich ja vorher die kleine Rakete gefahren habe) noch lade ich meinem Elch unzumutbare Lasten auf. Auch hier hat der Werkstattmeister eine einfache, wenn auch nicht zufrieden stellende Erklärung: das ist so eine Krankheit der A Klasse. Das sind so Tatsachen mit denen der Fahrzeugbesitzer einfach leben muss. Ich tröste mich dann mit der Tatsache, das es bei Menschen ja ähnlich ist. Leidet eine Familie an einer bestimmten Sehschwäche, dann wird es akzeptiert, das die Nachkömmlinge das erben: das ist dann einfach so. Ist die ganze Familie schwarzhaarig, werden es die Kinder auch: das ist einfach so. Sicher ärgern mich die Kosten dieser Reparaturen, doch es hilft nichts, man will ja fahren.
Mach mal deine Klappe auf !
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So, das ist jetzt der Absatz der Technik Fans, denn wir lüften die Motorhaube und schauen uns die wertvollen Innereien an. Ich kann einen Motor, den Wassertank für die Scheibenwaschanlage und den Ölstab erkennen--ja, das war`s. Wir können die Haube wieder schließen. Eine Batterie? , doch, eine Batterie hat mein Auto auch, aber nicht unter der Haube. Die Batterie befindet sich zu Füßen des Beifahrers sozusagen. Eine Klappe vor dem Beifahrersitz muss zur Kontrolle oder zum Austausch hochgeklappt werden.
Jetzt habe ich doch tatsächlich von den interessanten technischen Details abgelenkt, doch dafür muss ich einfach die Homepage einer interessanten Seite in Anspruch nehmen. Ja, es gibt tatsächlich eine Fanseite der A Klasse, die sich sinnigerweise www.elchfans.de nennt.
1397ccm
60kw/82 PS
Benzin Super
5 Gang Getriebe
Gewicht 1095 KG
Nutzlast 384 KG
Tankinhalt 54 l
Kofferrauminhalt: 390 l bei ausgebauten Sitzen 1740
Wie gesagt: ein Raumwunder. Damit soll es aber mit den technischen Daten genügen. Wenden wir uns lieber meinem Fazit zu.
Fazit
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Nun fahre ich den Wagen schon sechs Jahre und bin eigentlich sehr zufrieden. bis auf die oben genannten Macken, denen entsprechende Reparaturen folgten, habe ich noch keine probleme mit meinem Elch gehabt. Der Wagen ist wendig und für mich leicht zu händeln. die erhöhte Sitzposition und die kompakten Maße geben mir das Gefühl dieses Fahrzeug gut zu beherrschenl. Ich brauche keine riesige Parklücke und beim rangieren läßt sich das Fahrzeug gut lenken. Das Volumen des Innenraums ist für mich ein weiteres Plus. Bei winterlichen Verhältnissen bleibt der Wagen gut in der Spur, wobei ich auch zugebe, dass ich ohnehin, bei Glatteis schon garnicht, waghalsig fahre. Das Fahrzeug hat gebraucht 15000.- Euro gekostet, was für einen Gebrauchtwagen der Kompaktklasse doch nicht gerade preiswert ist, doch bin ich zuversichtlich, dass ich auch meinen vierten Mercedes bis zum 15. Jahr fahren werde. Für die oben genannten Macken muss hier natürlich ein Sternchen abgezogen werden, was sich auch in der Bewertung der Fahreigenschaft auswirkt.
Fazit: steht im letzten Absatz
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