Mazda 6
Viel Auto für relativ wenig Geld - Mazda 6 Auto

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Mazda Autos

Neuester Testbericht: ... Pannenstatistik haben ... Der letzte Passus führte fast zwangsläufig zu einem japanischen Hersteller. Der Mazda 6 war ziemlich neu auf ... mehr

Viel Auto für relativ wenig Geld
Mazda 6

badtrombonist

Name des Mitglieds: badtrombonist

Produkt:

Mazda 6

Datum: 19.11.04, geändert am 20.01.05 (3171 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Zuverlässig, Sparsam, optimales Preisleistungsverhältnis

Nachteile: Schlechte Sitzheiszung, keine Automatik

wobei bei meiner Ausstattungsvariante auch schon wieder 30 K€ fällig waren.


Die Vorgeschichte:
******************
Lange Jahre musst ich mir um das Thema Alltagsauto keine großen Gedanken machen. Je nach Firma bei der ich meine Lebensabschnittszeit verbrachte, stand ein netter Wagen von BMW, Audi oder Mercedes auch für private Zwecke zur Verfügung. Für den unsinnigen Spassfaktor gab es ein BMW Cabrio und gibt es seit neuem einen Ford StreetKa.

Vor zwei Jahren habe ich entschieden, mich selbständig zu machen. Dabei wurde mir klar, dass ich dazu auch ein Auto benötigen werde.

Als Unternehmensberater in einer eher konservativen Klientel kommt ein zweisitizger Sportwagen nicht in Frage. Die bis dato von mir gefahrenen Wägen der deutschen Hersteller sind in der Wunschausstattung so teuer, dass ich mir die Frage stellte ob bei einer Neugründung soviel Geld in ein Abschreibungsobjekt wie das Auto fließen soll.

Also habe ich mich am Markt umgesehen. D.h ich erwarb ein Heft vom ADAC über alle aktuellen Fahrzeuge und machte mich dann auf zu diversen Händlern und Probefahrten.

Vor-Kriterien waren unter anderem:

-Dieselmotor, wenn möglich 6-Zylinder.
-Automatik lieber als Handschaltung
-Xenonlicht
-Genügend Airbags
-EPS, ABS uns sonstige Fahrsicherheitshelferchen
-Lederausstattung mit zumindest elektr. verstellbaren Sitz (jeder Vielfahrer weiß warum)
-Vernünftige Soundanlage mit CD Wechsler oder mp3 Player
-Navigationssystem mit großem Farbdisplay
-Gutes Fahrwerk, komfortabel aber nicht amerikanisch schwammig
-Anhängerkupplung (nicht mein Wunsch sondern vom Pferd meiner besseren Hälfte- wegen Tunieren)
Niedrige Servicekosten
Marke muss guten Ruf in der Pannenstatistik haben
...

Der letzte Passus führte fast zwangsläufig zu einem japanischen Hersteller. Der Mazda 6 war ziemlich neu auf dem Markt. Sieht im Gegensatz zum Vorgänger Mazda 626 auch noch richtig gut aus und die Größe des Kombis entsprach meinen Vorstellungen.


Der erste Eindruck:
*******************
Optisch finde ich ihn von aussen angesehen sehr gelungen. Die Alufelgen und breiteren Reifen in der von mir anvisierten Top-Ausstattung unterstreichen den sportlichen Charakter.

Die Verarbeitung im Innenraum wirkt in der Lederausstattung sehr gelungen (nicht so labrig wie z.B. bei Peugeot).
Das Navigationssystem ist im Amaturenbrett versenkbar, die zugehörige Fernbedienung kann aus der Halterung genommen und somit auch vom Beifahrer bedient werden.
Die Mittelkonsole im Titanlook aus Kunstoff ist Geschmacksache, die Bedienung ist aber selbsterklärend und das serienmäßige Bose Soundsystem ist für Musikfreaks wie mich ein muss bei einem Auto. Ich mag die nachträgliche Bastelei nämlich nicht.

Das Lenkrad hätte ich gerne ein bischen kleiner, aber die Bedienung von Radio und Tempomat auf dem Muiltifunktionsrad ist einwandfrei.

Zum Motor
******************
Ich habe den 2.2 Liter Diesel mit 136 PS als Vierzylinder (Sechszylinder gibt es leider nicht) und mit Handschaltung (Automatik gab es leider auch nicht).

Der Motor ist für einen Vierzylinder erstaunlich laufruhig und liegt ausser einem kleinen Turboloch unter 1200 Touren sehr gut am Gas. (Wesentlich besser als der 525d Touring von BMW, den ich zuvor hatte).
Der Verbrauch liegt je nach Fahrweise zwischen 5,5 und 7 Litern was für die Größe des Wagens und meiner doch eher forscheren Fahrweise ein sehr guter Wert ist.

Nach ca. 20 000 km haben sich die Fahrleistungen noch verbessert, der Wagen läuft nun vor allem im oberen Bereich über 180km wesentlich dynamischer als am Anfang. D.h. das Auto beschleunigt noch mal merklich und beendet den Vortrieb bei ca. 215 km/h. Anfangs war bei gut 200 km/h das Ende erreicht (immer laut Tacho).

Das Fahrverhalten
********************
Ich finde den Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit sehr gelungen. Auch nach 500km kann man entspannt aussteigen. Der Wagen ist jedoch nicht vor lauter Komfort schwammig Er ist aber auch nicht so knüppelhart, dass man jede Bodenwelle in den Rücken kriegt oder die Lenkung furchtbar nervös wirkt.
Die Geräuschentwicklung ist bei der Limousine bis 190 sehr gut gedämpft, beim Kombi kommen ab 170 schon einige Geräusche durch die Reifen durch.

Das ESP spricht nicht zu früh an, so dass man auch mal etwas schneller über die Landstraßen fahren kann ohne sofort die ESP Spaßbremse zu spüren.

Die serienmäßigen Bridgestone Reifen haben sich jedoch total ungleichmäßig abgefahren, was nach ca. 25000 km zu einem extrem lauten Fahrgeräusch geführt hat. Die sowieso fälligen Winterreifen führten zu einem Art Flüstereffekt. (Es war keine fehlerhafte Spur sondern der Reifen passt nicht zu der Lastverteilung vom Kombi)

Fazit nach 1 ½ Jahren und ca. 55 000 km.
*******************************
Es gibt fast nur Positives zu berichten.

Ausser mit den Reifen gab es überhaupt kein technisches Problem. Der Wagen hat mich noch nie im Stich gelassen und besticht durch sehr viel Platz, einem sehr guten und einfach zu bedienendem Navigationssystem, einer tollen Soundanlage und vielen netten Ausstattungsdetails wie z.B. dem Umklappmechanismus der getrennt teilbaren Rücksitzbank.

Die Servicekosten sind auch wesentlich günstiger als z.B. bei BMW.

Verbesserungswürdig auf den ersten Blick ist die zu schwache Sitzheizung, welche zum einen besser und zum anderen auch die Lehne heizen sollte.

Die Sitze könnten auch etwas länger sein oder besser wie beim BMW Sportsitz mit variabler Länge ausgestattet sein. Eine Automatik würde mir auch gut gefallen und die Bridgestone Reifen sollten nicht verkauft werden.

Ich würde mir wieder einen kaufen. Das Preis Leistungsverhältnis ist exzellent. Ein vergleichbar ausgestatteter 525d BMW Kombi hätte ca. 20 K€ mehr gekostet und mich wie früher gewohnt vermutlich wegen Elektronik oder ähnlichen Problemchen des öfteren zu einem Werkstattbesuch gezwungen.

P.S: Technische Details zum Wagen aus den einschlägigen Prospekten oder Meinungen, welche diese abgeschrieben haben:


Fazit: