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Produkttyp: Lexus Autos
Neuester Testbericht: ... die Bremskraft erhöht. So können Auffahrumfälle vermieden werden. 2. SICHERHEIT Ein weiteres Leitprinzip neben der Effizienz und Umwelt... mehr
So fährt sich der Lexus RX-300
Lexus RX 300

Name des Mitglieds: ArtVandelay
Produkt:
Lexus RX 300
Datum: 01.10.00, geändert am 11.11.00 (496 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Seltenheit, Komfort, Lexus-Qualität, Antrieb
Nachteile: Verbrauch, kein Kopfairbag, nur Viergangautomatik
Mehr als zwei lange Jahre hat es jetzt also gedauert, bis der Lexus RX 300 seinen Weg nach Deutschland gefunden hat. Nach seinem Erfolg in den USA (1999 75.000! Stück verkauft) und in Japan (Toyota Harrier) versucht Lexus nun auch in Europa erfolgreich auf der SUV-Welle zu schwimmen. Eigentlich könnte der Zeitpunkt nicht schlechter gewählt sein, einen schwergewichtigen, überteuerten "Geländewagen" mit sehr hohem Verbrauch auf den deutschen Markt zu bringen. Der Markt spricht aber eine andere Sprache - der Verkaufserfolg von BMX X5 und Mercedes ML sind der Beweis. So sollte das anvisierte Verkaufsziel von 1500 Stück für das Jahr 2001 auch zu erreichen sein. An dieser Zahl lässt sich auch schon leicht die Bedeutung des deutschen Marktes für Lexus erkennen. Dennoch hat man dem RX-300 etliche Verbesserungen und Veränderungen zukommen lassen. ESP, elektronische Bremskraftverteilung und ein Bremsassistent sind jetzt serienmäßig, ein Navigationsgerät mit Europa-DVD! ist optional erhältlich. Hier setzt auch schon die erste Kritik ein: 6160,86 DM will Lexus für dieses wunderbare Extra. Sieht auf den ersten Blick wie ein wettbewerbsfähiges Angebot aus, ist aber in Wirklichkeit ein versteckter (Hoch-)preistreiber. Da ein recht gutes Cassettenradio (Nakamichi) inklusive CD-Wechsler und Lautsprechern serienmäßig ist, beinhaltet dieser horrende Aufpreis lediglich das Laufwerk im Kofferraum, die GPS-Antenne und den Rechner. Ein Fernsehempfang ist nicht möglich. Die meisten Käufer werden (schon wegen des Wiederverkaufswertes) trotzdem in diesen sauren Apfel beißen.
Ungewohnt ist die Bedienung des Navigationsgerätes, der Audioanlage und des Bordcomputers über Touchscreen, Tasten und Drehknöpfe. Nach kurzer Eingewöhnung klappt das aber recht gut - intuitiv lässt sich das Kombigerät jedoch nicht bedienen.
Völlig problemlos erweist sich das Fahren im RX-300. Alles funktioniert wunderbar unangestrengt. Sei es die weich schaltende Viergangautomatik, die gleichmäßig zupa
ckende Bremse oder der überaus geschmeidige Antrieb. Hektik ist diesem Lexus völlig fremd. Übertroffen wird dies noch vom überragenden Komfort, der wirklich jeder Oberklassenlimousine ebenbürtig ist. Man hat dann nur das Problem, dass man vor jeder Kurve einen Kontrollblick auf den Tachometer tätigen muss - der hohe Aufbau verhindert ein limousinenhaftes Durcheilen derselben. Zusammengefasst könnte man sagen, dass der RX-300 zu unhektischem Gleiten erzieht - man kommt wirklich sehr entspannt an. Rasen ist nicht seine Stärke und das will der Käufer wohl auch nicht. Da fällt auch gar nicht so sehr auf, dass man sich nicht immer sicher ist, ob auch wirklich alle 201 PS mit an Board sind. Das hohe Gewicht von 1,9 Tonnen und die antiquierte Viergangautomatik fordern hier wohl ihren Tribut.
Man freut sich lieber über das wunderbar verarbeitete Leder (3900,- DM für schwarzes Leder und silberfarbene Applikationen am Armaturenbrett), genießt die tolle Verarbeitung und nette Details wie den abblendenden Innenrückspiegel oder die hintergrundbeleuchteten Instrumente, fragt sich, ober der Kunststoff des Armaturenbretts nicht doch Leder ist und beobachtet die Landschaft beim Vorbeiziehen. Wer weiter an Kritikpunkten sucht, der wird aber auch fündig. Der inzwischen bei jeder deutschen Neukonstruktion vorhandene Kopfairbag ist nicht lieferbar, der Schlüsselbart lässt sich nicht einklappen, die Lenksäule ist nicht axial verstellbar und die Zentralverriegelung meldet sich (im Normalzustand) trotz serienmäßiger Alarmanlage beim Verschließen des Fahrzeugs nicht akustisch zu Wort. Wenig familienfreundlich auch die Tatsache, dass die elektrisch verstellbaren Sitze (inklusive Lordosenverstellung) nicht durch eine Memoryfunktion erweitert werden können.
So richtig hinwegtrösten über diese kleinen Mängel kann auch der Preis nicht ganz. Zum Grundpreis von 81.000,- DM gesellen sich die Aufpreise für Navigation (6100,-), Schiebedach (2400,-), Leder schwarz (3900,-) oder Leder beige und
Holz (5800,-), ein noch nicht lieferbares !!! Mobiltelefon inklusive Freisprecheinrichtung (2700,-) und ein Metallic-Lack (1400,-).
Somit kommt man auf knapp 100.000 DM, die nach Japan (dort wird das Fahrzeug auch gebaut) überwiesen werden müssen. Ein vergleichbarer BMW X5 3.0i kostet etwa 10.000,- DM mehr, hat aber wohl einen höheren Wiederverkaufswert, dafür nur die bekannte Einjahresgarantie statt der dreijährigen Lexusgarantie. Wer sich zwischen dem BMW und dem Lexus entscheiden darf, der sollte bedenken, dass auch der X5 nicht in Deutschland zusammengebaut wird, auch wenn wichtige Komponenten (Motor, Getriebe) aus Deutschland bzw. Österreich stammen. Alles bleibt anders...
Ein Langzeittest des Lexus RX-300 findet sich unter: http://www.caranddriver.com/xp/Caranddriver/roadte sts/1999/August/199908_roadtest_lexus_rx300.xml
Vorabansicht:
In den USA schon seit zwei Jahren sehr erfolgreich auf dem Markt, fragt man sich doch, warum die in Deutschland sehr glücklos agierende Marke Lexus sich mit der Einführung des RX-300 so viel Zeit lässt. Wer von der Interieurgestaltung des Mercedes ML (vergleichbar ist das Modell ML 320) enttäuscht ist, der wird die wohltuende Andersartigkeit des Lexus zur Kenntnis nehmen. Gewohnt routiniert wirkt das Finish und erstmals lässt sich auch so etwas wie Geschmack erkennen (erinnerte mich die Gestaltung des Automatik-Wahlhebels des LS-400 doch immer irgendwie an "My first Sony"). Besonders angetan hat es mir die Kombination von schwarzem Außenlack und cremefarbenem Interieur. Wo wir auch schon bei Sinn und Unsinn dieser Fahrzeuggattung wären. Hier erwirbt man sich kein Mercedes G-Modell, aber auch keinen Mercedes ML. Lexus versucht erst gar nicht den Eindruck zu erwecken, einen echten Offroader realisiert zu haben und bietet den RX-300 in den USA folgerichtig zusätzlich auch als reines Frontantriebsmodell an. Nach Deutschland wird wohl ausschließlich die vierradgetriebene Version komm
en. Ende Oktober ist endlich die lange erwartete Vorstellung des Europa-Modells. Leider hat man das Rückleuchtendesign des Lexus IS-200 für den RX-300 adaptiert und verfälscht damit den Charakter dieses Luxus-SUV in Richtung japanischer Verspieltheit. Zu den Fakten: Plattform und Antrieb finden ihren Ursprung beim Toyota Camry. Trotz Quereinbau des Motors und V-Anordnung der Zylinder hat der gesamte Antriebsstrang echte Lexus-Qualität. Man leistet sich also den Luxus zweier völlig verschiedener Sechszylinderkonzepte. Der bewährte und vielgelobte Reihensechszylinder aus dem IS-200 und GS-300 wird durch einen platzsparenden V6-Motor (3.0 Liter Hubraum, 200 PS) ersetzt. Das man damit die häufig kommunizierte Motorenphilosophie aufgibt und die Kernkompetenz in diesem Bereich völlig der Marke BMW überlässt, wird wohl nur echten Liebhabern oder Puristen auffallen. Das Fahrwerk will sich hinsichtlich der dynamischen Qualitäten nicht mit einem BMW X5 messen, hat dafür in Sachen Komfort viel zu bieten. Eine Anpassung der Bremsleistung ist aufgrund deutscher Autobahntempi zu erwarten. Wünschenswert wäre auch der Einsatz von ESP. Die japanische Automobilindustrie hat hier einigen Nachholbedarf. In jedem VW Golf ist ESP jetzt serienmäßig - in einem hochpreisigen Fahrzeug mit hohem Schwerpunkt wie dem RX-300 sollte man auf diese Wunderwaffe (im Rahmen der physikalischen Gesetze) nicht verzichten. Bleibt zu hoffen, dass Lexus den Timelag zwischen US-Einführung und Euro-Einführung diesbezüglich genutzt hat.
Etwas Positives hat aber die lange Warterei auf dieses schöne Auto. In der Online-Ausgabe des US-Magazins "Car and Driver" ist schon vor der Markteinführung der Langzeittest nachzulesen.
http://www.caranddriver.com/xp/Caranddriver/ro adtests/1999/August/199908_roadtest_lexus_rx300.xm l
http://www.womanmotorist.com/review/lexus/bs-l exus-rx300-99-01.shtml (Wie Frauen über dieses Automobil denken)
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Auto


06.06.02
Hi ArtVandelay, ich war selber überrascht, daß so ein RAV4 soviel Geld kosten kann. Angeblich hat die Karre meines Bekannten aber Vollaustattung. Und wenn man VW-Maßstäbe anlegt, was Preise für Extra-Austattun gen betreffen, landet man auch bei einem Polo Variant schnell bei 52.000DM. Daher habe ich die Aussage meines Freundes nicht angezweifelt. Gruß Womibla