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Produkttyp: Land Rover Autos
Neuester Testbericht: ... eine Offraodtour gemacht und muss sagen, dass er mir doch sehr gefällt. Er ist einer der Ersten, der mit Einzelradaufhängung und selbst... mehr
Perfektes Reisomonobil
Land Rover Freelander 2.0 di

Name des Mitglieds: Weretiger
Produkt:
Land Rover Freelander 2.0 di
Datum: 26.12.99, geändert am 02.07.02 (1971 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: gute Reisetauglichkeit, relativ sparsam, relativ günstig
Nachteile: Sitzkomfort hinten könnte besser sein, ein wenig zu kleiner Kofferaum, die Hecktür kann klemmen bei Frost
Unser Landrover Freelander, Fünftürer, Diesel, ist Baujahr 1998. Nach einer Urlaubsfahrt voll gepackt über die Alpen nach Italien mitten in die brütend heiße Toskana, danach einer weiteren Urlaubsreise wieder voll beladen, mit Anhänger und Dachgepäckträger an die Côte d' Azur, sowie einer Urlaubsfahrt auf den rauen Straßen der rumänienschen Karpaten, kann ich mir nun erlauben zu behaupten, der Freelander ist ein durchaus gelungenes, belastungsfähiges und familienfreundliches Reisomobil.
Er beeindruckte mich nicht nur durch seine Zuverlässigkeit, sondern auch durch
seine gute Verarbeitung (fast keine Garantiefälle), Sparsamkeit (ca. 8L Diesel / 100Km) und Vielseitigkeit (man kann sein Gepäckraum mit den von Rover erhältlichen Dachgepäckträger erheblich erweitern und durch die variablen Sitze den Laderaum nach Bedarf regulieren).
Ein wenig zur Technik:
Seine Reisegeschwindigkeit wird mit ca. 155 Km/h recht zügig (in Europa darf man
ohnehin fast nirgends so schnell fahren). Wenn man ihn tritt kommt man mit Handschaltung bis auf 170 Km/h, aber dann ist man auch schon kurz vor dem roten Bereich, aber die Leistung ist für den relativ untermotorisierten 98 PS Dieselmotor trotzdem beachtlich. Was mir beim Freelander aber besonders gut gefällt ist seine durchaus gelungene Kombination zwischen einem Stadt- und einem Geländewagen. Selbst als auf den rumänischen Nebenstraßen sich der Straßenbelag in nichts auflöste und man nur noch über eine holprige Sandpiste oder auf gottverlassenen Waldwegen in den Karpaten mit 15% bis 20%igen Anstieg fuhr, machte der Wagen eine soliden und sicheren Eindruck. Zu gegeben die Motorgeräusche könnten etwas leiser sein, aber es ist halt ein Geländewagen und kein Golf.
Verbesserungswünsche hätte ich bezüglich der Innenausstattung. Die hässlichen Stoffbezüge (dominiert durch Farben wie Rosa oder Flieder) nötigen einen geradezu, die Ledervariante zu wählen und auch das Armaturenbrett aus hellem und dunk
lem Kunststoff lässt stilistisch zu wünschen übrig. Dies hat man bei der neueren Version ab Baujahr 1999 verbessert. Man fühlt sich zu sehr an den sehr spartanischen Landrover Defender erinnert. Gerade weil man hier eine Kombination aus Stadt- und Geländewagen gewagt hat, sollten die Ausstattunsvarianten mit Holzverzierungen, wie sonst bei Rover üblich, nicht fehlen, oder zumindest edler ausfallen, schließlich bezahlt schon im Schnitt um die 25000 Euro für ein Neuwagen und da sollte man etwas Exklusivität gerade von einem Engländer schon erwarten dürfen. Positiv fiel mir bei einer neulichen Probefahrt mit dem neue Freelander TD, dass die neue Version etwa 15 PS stärker motorisiert ist, dies macht sich gerade in der Stadt und mit Anhänger sehr positiv bemerkbar, auf der Autobahn wird er aber dadurch nicht schneller, das Getriebe bzw. die Umsetzung erlaubt keine Geschwindigkeitszuwächse im Vergleich zum vorherigen Modell. Die 5 Gang-Automatik und der Tempomat bei Neuen runden das Bild ab zu einem echt gelungenen Reiseauto auch für lange Strecken. Der Sitzkomfort auf den Rücksitzen könnte jedoch ein wenig verbessert werden, gerade auf langen Strecken tut einem da schon mal der Rücken weh. Eine der nervigsten Pannen erlebte ich mitten im rumänischen Winter, als mir die Heckscheibe einfrohr und erst nach Stunden Fahrt der Öffnungsmechanismus der Hecktür wieder funktionierte (das Heckfenster muss sich zum öffnen ein wenig absenken, bevor man die Hecktür öffnen kann, und dieser Mechanismus neigt zum einfrieren bei großer Kälte) - Tipp an Landrover: Man fährt nicht nur in der Sahara! Auch mal an kältere Regionen denken beim nächsten Modell!
Detaillierte technische Informationen und genaue Preistabellen habe ich mir erspart, da man sie online unter http://www.landrover.de selbst abrufen kann.
Das Preisleistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall, wenn man den Freelander mit seiner Konkurrenz vergleicht. Ernst zu nehmende Rivalen sind meiner Meinung nach der ne
ue Ford Maverick (leider fehlt noch die Dieselmotorisierung) und der Jeep Cherokee (der jedoch einiges teuerer ist als der Freelander).
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Auto

