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Produkttyp: Land Rover Autos
Neuester Testbericht: ... Für mich ist es ein "Wellness"-Fahrzeug nach anstrengenden Arbeiten (egal ob körperlicher oder geistiger Art). Sobald man in die... mehr
Feel Free
Land Rover Defender 110 Station SE

Name des Mitglieds: ossenkop
Produkt:
Land Rover Defender 110 Station SE
Datum: 14.08.01, geändert am 31.03.04 (2594 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Groß, Kräftig, Liebenswert
Nachteile: Qualität, evtl. Größe
Eigentlich ist dieser Spruch dem kleinen Bruder, dem Freelander vorbehalten.
Doch er passt viel besser auf den Defender.
Defender fahren ist eine Lebenseinstellung.
Doch fangen wir vorne an.
Auf der Suche nach einem Auto bei dem man sich nicht über jeden Kratzer aufregt, das einen von der Masse abhebt, und einfach auch mal Spaß macht, bin ich auf den Defender gestoßen.
Eigentlich bin ich kein Fan von Geländewagen, zwar von großen Fahrzeugen, aber nicht von Geländewagen. Trotzdem beschloss ich eine Probefahrt zu machen.
Ich rief bei meinem Händler des Vertrauens an, um einen Termin zu machen.
Hier erfuhr ich übrigens das erste mal von Lieferzeiten von bis zu 1 Jahr.
Egal, ich habe Zeit, vor allem wenn es um einen Traum geht.
Und so war es auch mit dem Probefahrttermin.
Leider die nächsten paar Wochen ausgebucht.
Egal, ich habe Zeit.
4 Wochen später war dann endlich der Tag der Probefahrt.
Ich hatte meinen Führerschein vergessen.
Also wollte man mich erst nicht fahren lassen. Als dann ein anderer Verkäufer kam, wurde es dann doch noch was.
Wie gesagt, ich habe Zeit.
Auge in Auge stehe ich mit dem Landy, wie in Fans nennen. Ein Riese. Ein 110er.
Höhe 2,10m. Leergewicht fast 2,2 t.
Meine Freundin, die sonst nie etwas von Autos hält, ist schon beim Anblick begeister.
Wir steigen ein. Schlüssel umdrehen, doch halt. Was ist das Zündschloss? Der Verkäufer sagt "Links, wie bei jedem richtigen Auto".
Aha!
OK, nochmal, Schlüssel rein, umdrehen.
122 Diesel PS starten mit einem Anlasser, der wahrscheinlich schon alleine das Fahrzeug bewegen würde.
Tür zu, Aua!
Ein wenig eng auf dem Fahrersitz. Links an die Tür gequetscht rechts die riesige Mittelkonsole. Und wo sind die Pedale?
Fast schon in der Tür finde ich dann die Pedale. "Etwas gewöhnungsbedürftig" denke ich, und versuche den Sitz zu verstellen.
r>Hmm, geht nicht, nur vor und zurück.
Egal, wird schon gehen. Jetzt Blicke ich das erste mal aus dem Fenster. Überall riesige Blechfronten, und eine kleine Straße, die ich weiter unten erkenne.
Schön hoch sitzt man hier, und los geht es.
Die Kupplung ist fast schon rennwagenhart, und die Lenkung nicht sehr direkt.
Nach ein paar Kilometern wendet sich plötzlich mein Weltbild.
Die Kupplung, die Lenkung, die Sitzposition , alles wird egal.
Ich genieße nur noch dieses unbeschreibliche Gefühl von Freihheit. Der andere Verkehr, auf den ich herunter schaue ( sogar ein VW Sharan wirkt wie ein Kleinwagen )wird mir ebenfalls egal. Geschwindigkeit zählt plötzlich nicht mehr.
Das fahren ist plötzlich viel entspannter.
Fehler anderer toleriere ich plötzlich. Meine Freundin schaut mich ungläubig, aber glücklich an.
Ein Regen setzt ein. Die mickrigen Scheibenwischer schaffen gerade so den Regen weg. Sie halten jedesmal woanders an fällt mir auf, und der Scheibenwischermotor macht komische Geräusche. Ich erinnere mich an einen alten Trabbiwitz, mit dem Trabbimotor als Scheibenwischermotor.
Halbzeit.
Ich muss umdrehen, und stelle fest, das sich das Fahrzeug trotz 13m Wendekreis problemlos manövrieren lässt.
Wieder einparken und noch mal den riesigen Kofferraum bestaunen und schon ist die Fahrt zu ende.
Schade.
Ich will jetzt einen Landy.
Nicht weil er qualitativ auf dem Stand von anno dazumal ist, oder die Schrauben schon bei Auslieferung rosten, sondern weil er dieses unglaubliche Gefühl vermittelt.
Der Landy ist eins der weingen bezahlbaren Autos, das noch Emotionen auslöst!!!
Fazit:

