Jaguar S-Type 3.0 V6
Six Machine! - Jaguar S-Type 3.0 V6 Auto

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Produkttyp: Jaguar Autos

Neuester Testbericht: ... aber auch bis unter 8,5l/100km sind bei langen, gleichmäßigen Fahrten möglich. - Auto entspannt - man könnte ja schnell, aber hat es ni... mehr

Six Machine!
Jaguar S-Type 3.0 V6

FordPrefect123

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Produkt:

Jaguar S-Type 3.0 V6

Datum: 20.10.02, geändert am 20.10.02 (1956 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Design, Prestige, Fahrgefühl

Nachteile: Technik, Raumangebot

Ich fahre seit einigen Monaten des öfteren den 2000er Jaguar S-Type 3.0 V6 meines Vaters. Eines vorweg: Ein viel hübscheres, stilvolleres Auto habe ich noch nicht gesehen...jeder, der mal einen gefahren bzw. gesehen hat, wird mir hier sicher zustimmen.
Das Vorurteil, man müsse immer gleich zwei Jaguar kaufen (einen zum Fahren und einen für die Werkstatt) hat sich jedoch in diesem Auto leider bestätigt: In den ersten 40.000 km stand der Wagen vier Mal auf dem Abschleppwagen, davon einmal mit Achsbruch hinten und einmal mit einem defekten Kühlschlauch (!). Das sind Dinge, die man heute nicht einmal mehr von einem Opel Corsa oder Fiat erwartet.
Das Fahrgefühl ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert: Die Federung ist recht komfortabel, aber leider etwas zu weich geraten - man hat bei höheren Geschwindigkeiten das Gefühl, der Wagen schaukele. Der Durchzug ist allerdings sehr gut, und wer einmal draufgetreten hat, weiss, warum die Katze auf der Haube zum Sprung ansetzt.
Die Ausstattung ist natürlich gediegen gehalten, nicht jedoch die Verarbeitung: Die wirkt beim zweiten Hinsehen nicht billig, aber unordentlich. So klappert es hie und dort, der Zigarrettenanzünder klemmt oder hüpft gleich zwei Meter weit, die Handyhalterung gibt regelmässig den Geist auf (sowas unpraktisches habe ich übrigens noch nie gesehen...).
A propos Technik: Das Fzg. war 2000 nur mit einem betagten Motorola StarTac in besagter, völlig unpraktischer Einbauvorrichtung erhältlich. Auch ein Navigationssystem konnte bisher nicht geliefert werden. Das Radio beschränkt sich auf die nötigsten Funktionen und ist - mit Verlaub - nicht eben einfach zu bedienen. Der Bordcomputer in einem VW Golf hat mehr Funktionen und ist einfacher zu bedienen.
Das Fahrerfenster lässt sich zwar mit einem Knopfdruck komplett herunterfahren, doch zum Schließen muss der Knopf gedrückt gehalten werden.
Sinnvolle Konstruktion: Der Aschenbecher. Hier kann der Fahrer eine Zigarrette sicher ausdrücken un
d anschließend in den Ascher fallen lassen.
Die Sitze sind recht bequem, doch für Langstreckenfahrten nicht zu gebrauchen. Verglichen mit der Fahrzeuglänge ist das Raumangebot spärlich: In einem Mercedes C-Klasse sitzt man sowohl vorn als auch im Fond erheblich bequemer. Das Handschuhfach fasst gerade den CD-Wechsler und das Handbuch. Auch der Kofferraum kann sich nicht mit einer C-Klasse messen.
Die Sitzeinstellungsmöglichkeiten sind jedoch vielfältig und lassen dank Memory-Funktion keine Wünsche offen.
Der Verbrauch hält sich mit 13,1 l / 100 km im Schnitt in Grenzen. Die Klimatronik temperiert den Wagen angenehm, ohne unnötig durch Zugluft aufzufallen.

Fazit:
Kein Auto für den Alltag. Zu anfällig, zu umständlich, zu eng und zu teuer. Als "Spielzeug" aber echt interessant - aber wer hat schon das Geld dazu?

Fazit: