
Erhältlich in: 1 Shop
Produkttyp: Ford Autos
Neuester Testbericht: ... kann mit einer Tankfüllung bis zu 1000 Kilometer zurücklegen. Fazit: °°°°°° Der große Ford Transit Kastenwagen fährt sich fast wie ein ... mehr
Quer durch Deutschland mit dem neuen Ford Transit
Ford Transit

Name des Mitglieds: AnDrahs
Produkt:
Ford Transit
Datum: 22.09.02, geändert am 22.09.02 (8373 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Design, viele sinnvolle Details, Fahrgefühl
Nachteile: dürftige Grundaustattung, verarbeitete Materalien, Fahrwerkgeräusche bei Leerfahrten
Anlässlich meines Umzugs nach Berlin, mussten auch mehrere sperrige Sachen quer durch Deutschland gefahren werden. Dafür war der Opel Astra Caravan ? mein damaliger Dienstwagen ? trotz der inneren Größe doch um einiges zu klein. Ich habe die Angebote von Sixt und InterRent-EuropCar verglichen, gab jedoch anschließend ?Robben und Wintjes?, der Berliner alternativen Autovermietung den Vorzug. Eigentlich wollte ich entweder einen VW LT, alternativ Mercedes Sprinter oder auch den Vito. Da jedoch diese Typen partout nicht verfügbar waren, bot man mir einen wenige Monate alten Ford Transit 300 T-80, Typ Kastenwagen hoch-lang. Etwas skeptisch nahm ich das Angebot an, denn ?Ford fahren ist besser wie wenn Du gehst?. Das sagt man zumindest in Nordhessischem Baunatal, einer erklärten VW-Stadt. Zugegeben, seit dem neusten Facelifting sieht der Fort Transit recht fesch und schon gar nicht Hausbacken aus, wie sein Vorgänger.
Vom äußeren Design her muss er sich vor der Konkurrenz ? egal woher ? sicherlich nicht verstecken: klare Linien, je zwei Kabinentüren und Schiebetüren sowie Symmetrisch geteilte und verglaste Hecktür, große, tief gezogene Fenster, vom weit her sichtbare, großem modische Heckleuchten, Seitenblinker, ebenfalls große Doppel-Seitenspiegel gegen die toten Winkel und einem Gesicht, dass von den großen Breitebandscheinwerfern und dem Kühler dominiert wird und überaus sympathisch wirkt. Top chic!
Da ich damit große Lasten transportieren wollte, galt mein zweiter Blick dem Laderaum. Echt beeindruckend: Groß, tief, lang, flach, eben, mit zahlreichen Verzurrösen versehen, zwei große seitlichen Schiebetüren, geteilt zu öffnende Hecktür? 4m mal 1,8m große Ladefläche bei über 10 m3 Volumen und über 1,2 Tonnen Nutzlast. Der Laderaum wird sogar von zwei Deckenlampen beleuchtet, die allerdings von der Fahrerkabine aus bedient werden. Einzig negativ fällt hier das nackte Blech der Bordwände auf. Durch die fehlende Verkleidung wird der Landeraum nämlich ? in
sbesondere bei Leerfahrten ? wie ein Resonanzkasten, der alle Fahrwerksgeräusche unangenehm verstärkt. Anschließend will ich gleich einsteigen. Fummle den aneinen Dosenöffner für Ölsardinnen erinnernden Schlüssel in das dazugehörige Loch? und? OK? Die Tür geht relativ problemlos auf, aber nur meine? Die in der Werbung hochgelobte Zentralverriegelung als Bestandteil des Sicherheitspakets fehlt. Sie ist aufpreispflichtig und gehört nicht zur Grundausstattung, genauso wenig wie auch fast alle Komfortoptionen. Einzig angenehm fallen die Dreipunktgurte auf allen Sitzen auf, die dann noch in der Höhe verstellbar sind. Mehr Verstellungsmöglichkeiten bietet der Fahrersitz (sogar mit rechter Armlehne, die insbesondere bei langen Autobahnfahrten sehr angenehm ist), der sogar fast als sehr bequem zu bezeichnen wäre, würde er nicht mit dem Kunstleder bezogen sein, das die Hautatmung verhindert und unangenehm auf nackter Haut klebt. Dagegen nicht verstellbar ist die Doppelbank der Beifahrer. Man kann sie nur vor- und zurück verschieben. Was noch in der Kabine auffällt, ist die unauffällige, graue Plastikwüste. Mein einzig sehendes Auge fand also im Innenraum keine Abwechslung und so musste ich meinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Als Fahrer sollte man das ohnehin den geschwungenen Kurven der sommerlich leicht gekleideten Anhalterinnen. *räusper* Ähm? Wo sind wir denn nun stehen geblieben? ? Acha! Ein großer Pluspunkt in der Fahrerkabine sind die zahlreichen Ablageflächen. Da gibt es nicht nur genug Platz für einen dicken Reiseatlas und je eine Sprudelflasche in jeder Tür, zwei Dosen Coke?, sondern für vieles mehr.
Das Armaturenbrett sowie die sonstigen Bedienungselemente stellen den Fahrer (bis auf das Fernlicht, das über den rechten Lenkradsatteliten gesteuert wird) vor keinerlei Fragen und der Kastenwagen fährt sich ? von den Außenmaßen und der hohen Sitzposition abgesehen - fast wie ein Pkw. Eigentlich? Manchmal sogar besser als so mancher Pkw von Ford. Die Sc
haltung ist gar besser als beim alten Fiesta und die Bremsen mit serienmäßigem ABS sind sehr standfest. Der 2.0-Liter Vierzylinder Turbodieseleinspritzer leistet 74 kW bzw. 100 PS, die Lkw-untypisch auf die Vorderräder übertragen werden, sind eigentlich gar nicht so viel, sie verleihen aber dem Lastesel das Temperament eines Kleinwagens (zumindest in unbeladenem Zustand) und beschleunigen ihn mühelos bis auf 130 km/h, mit etwas mühe sogar auf etwa 150 km/h. Voll beladen ist dieser Transit zwar kein großer Sprinter mehr, kraftlos wirkt er aber mit seinen 230 Nm Drehmoment nie. Dafür ist der Unterschied im Verbrauch rech groß: zwischen 8 l bei Leerfahrt und knapp 15 l unter Volllast. Also man kann mit einer Tankfüllung bis zu 1000 Kilometer zurücklegen.
Fazit:
°°°°°°
Der große Ford Transit Kastenwagen fährt sich fast wie ein Pkw. Dank dem Frontantrieb ist sein Fahrverhalten sehr gutmütig, Lastwechselreaktionen treten zwar kaum auf, wenngleich man sie im beladenem Zustand doch spürt. Lediglich unbeladen springt die Hinterachse Der Verbrauch ist gemessen an den Leistungen durchaus akzeptabel. Der Fahrer könnte einen sehr angenehmen Arbeitsplatz haben, wenn nicht jegliche Komfortoptionen ? genauso wie ein zweiter Airbag oder die die Verzurrgurte - Aufpreispflichtig wären. Dieses Auto kann man also durchaus empfehlen, nur sollte man auf einige sinnvolle Extras nicht verzichten.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Auto


10.10.02
Hab zweiten Nachwuchs bekommen, will aber jetzt wieder öfter schreiben. Gruß, mijack