Ford Grand C-Max 2.0 TDCi
Familienauto mit vielen Features - Ford Grand C-Max 2.0 TDCi Auto

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Produkttyp: Ford Autos

Neuester Testbericht: ... dort untergebracht) sowie das Fach in der Decke, in das man die Brille legen kann. Fahrgefühl in der Stadt, auf dem Land, auf d... mehr

Familienauto mit vielen Features
Ford Grand C-Max 2.0 TDCi

Hoernchen123

Name des Mitglieds: Hoernchen123

Produkt:

Ford Grand C-Max 2.0 TDCi

Datum: 25.03.11

Bewertung:

Vorteile: viele tolle und nützliche Features, hohes Maß an Sicherheit

Nachteile: Kofferraum etwas klein

Im Rahmen des einer Testaktion durfte ich den Ford Grand C-Max für zwei Wochen ausgiebig testen. Da wir in nächster Zeit ein neues Auto kaufen möchten, kam der Test genau zum richtigen Zeitpunkt und wir haben uns sehr gefreut, den neuen Ford Grand C-Max in der Titanium Edition und mit zahlreichen Zusatzfeatures für zwei Wochen ausprobieren zu dürfen.

Nur 2 Wochen? Kann man da aus Erfahrung berichten? Ich denke schon. Sonst hat man, wenn man sich für ein neues Auto interessiert, lediglich wenige Stunden für eine Probefahrt und gerade bei einem Auto, das so viel zu bieten hat, wie der Grand C-Max, ist es toll, wenn man es etwas länger testen kann.
Technische Details

Den Ford Grand C-Max gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten mit dementsprechend unterschiedlichen Basispreisen. Grundsätzlich unterscheidet Ford die Varianten Ambiente, Trend und Titanium. Dabei ist Titanium die am besten ausgestattete Variante, aber natürlich auch die teuerste. Der Grand C-Max kostet in der Titanium Edition einen Grundpreis von 28.600 Euro. Mit all den Zusatzfeatures, die das Testauto hatte, kommt man auf ca. 39.000 Euro.

Der Wagen hat folgendes zu bieten:

Ford Key Free-System und Ford Power-Startfunktion
Antiblockier-Bremssystem (ABS) mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD)
Außenspiegel beheizbar und mit integrierten Blinkleuchten
Bordcomputer mit Anzeige für Verbrauch und Kilometerangaben
ESP mit Traktionskontrolle (TCS)
verstellbare Sitze (mit einstellbarer Lendenwirbelsäulenstütze)
elektrische Fensterheber
Ford Easy Fuel (kein Tankdeckel, keine schmutzigen Hände beim Tanken, gerade bei Diesel super!)
Gepäckraumabdeckung
IPS - Intelligent Protection System u.a. mit:
Front- und Seitenairbag für Fahrer- und Beifahrerseite, Kopf-Schulterairbags bis 2.Sitzreihe
LED-Leselampen
Lenksäule, in Höhe und Reichweite einstellbar
Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert
Torque Vectoring Control
Zentralverriegelung inkl. Fernbedienung
Zweiter Schlüssel mit Fernbedienung, klappbar
16"-Stahlräder mit Radzierblenden im 7-Speichen-Design
2 Schiebetüren hinten
Fensterheber hinten, elektrisch, mit Gesamtschließungsfunktion
Audiosystem Sony mit 4,2"-Display inkl.
Sound & Connect (Mobiltelefon-Vorbereitung mit Bluetooth®-Schnittstelle und Sprachsteuerung)
Ambientebeleuchtung vorn, rot
Berganfahrassistent
Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer
Innenspiegel, automatisch abblendend
Klimaanlage mit automatischer Temperaturkontrolle (2-Zonen-Klimaautomatik)
Kühlergrill-Umrandung auch oberer Teil im
Chrom-Dekor; Kühlergrill in "Klavierlack"-Optik
Lederlenkrad und -schaltknauf
Mittelkonsole "Premium"
Nebelscheinwerfer
Scheibenwischer mit Regensensor
Scheinwerfer-Assistent mit Tag/Nacht-Sensor
Tabletts, klappbar, und Kartentaschen an Vordersitzrückenlehnen
Teppichfußmatten, Velours, vorn und hinten
Zierleisten im Chrom-Dekor unter Seitenscheiben
16"-Leichtmetallräder im 10x2-Speichen Design mit Reifendruckkontrollsystem
Einpark-Assistenten
Rückfahrkamera

===Der erste Eindruck===

Schon vorab hatten wir uns im Internet auf der Homepage von Ford über das Auto informiert und waren sehr gespannt. An einem Montagabend war es dann so weit, ein Fahrer aus Köln brachte uns das Auto.
Mein erster Eindruck war: dieses Auto ist riesig. Von außen nicht unbedingt, da wirkt er eher wie ein größeres Familienauto für die Stadt, aber innen hat man so viel Platz, dass ich mich wie in einem Schiff fühlte. Das Platzangebot ist sowohl für Fahrer als auch Beifahrer sowie in der zweiten Sitzreihe groß, man kann auf langen Fahrten als Beifahrer wunderbar die Beine ausstrecken.

Beeindruckt hat mich das Kontrolpanel von Sony mit den vielen vielen Knöpfen - ich gebe zu, ich habe sicher 1-2 Tage gebraucht, um mich an all die Knöpfe zu gewöhnen, mit denen man Radio, Navi, Freisprecheinrichtung sowie diverse Einstellungen wie Uhrzeit und Datum vornehmen kann. Es sind wirklich viele Knöpfe und im ersten Moment muss man erstmal lesen, was wo ist. Aber man gewöhnt sich schnell daran.

Ein weiteres Display befindet sich zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Hier ist der Bordcomputer, der beispielsweise anzeigt, ob alle Personen im Auto angeschnallt sind, wie hoch der aktuelle Benzinverbrauch ist und nach wie vielen Kilometern man die nächste Tankstelle ansteuern sollte. Ein praktisches Feature.

Da uns der Wagen abends gebracht wurde, fiel mir sofort die schöne Innenbeleuchtung auf. Die Lampen über den Sitzen sind LEDs und leuchten in weiß (und sind einzeln schaltbar), das Kontrollpanel ist in weiß-blau gehalten. Es sieht modern aus und blendet nicht. Uns sprang auch gleich der Monitor in der Mitte
des Armaturenbretts entgegen. Der kann als Anzeige des Navis dienen, als Anzeige für Radio/CD- oder Mp3-Player oder aber als Bildschirm für die Rückfahrkamera.

Am Tage (aber auch in sternenklaren Nächten) ist das Dachfenster klasse. Es bringt Licht ins Auto und man kann die Wolken oder eben den Nachthimmel sehen. Es ist ein schönes Feature, gefällt der ganzen Familie und sorgt dafür, dass man sich nicht so "eingesperrt" fühlt im Auto, weil dadurch alles luftiger wirkt.

Praktisch sind die Staufächer in den Türen (hier passt echt viel rein, ich hatte einmal 2 Mineralwasserflaschen dort untergebracht) sowie das Fach in der Decke, in das man die Brille legen kann.
Fahrgefühl in der Stadt, auf dem Land, auf der Autobahn

Wir sind mit dem Ford Grand C-Max überwiegend in der Stadt gefahren, sind aber auch 6 Stunden auf der der Autobahn nach München unterwegs gewesen.

Das Auto verfügt über das so genannte Ford Key Free-System und Ford Power-Startfunktion. Das heißt, man muss den Schlüssel zwar dabei haben, aber man nutzt ihn weder beim Öffnen des Autos, noch beim Starten. Es reicht, wenn man mit dem Schlüssel in der Tasche an das Auto herantritt und am Türgriff zieht... schon geht das Auto und klappt die Außenspiegel aus (sie klappen beim Abschließen des Wagens automatisch ein). Zum Starten benötigt man den Schlüssel ebenfalls nicht, man drückt schlichtweg auf den Power-Knopf. Mit demselben Knopf geht der Wagen auch wieder aus.

An diese praktische Funktion gewöhnt man sich sehr schnell. Man braucht den Schlüssel nicht mehr aus der Tasche kramen und beim Start des Autos geht es, so zumindest mein Eindruck, auch schneller, als wenn man den Schlüssel herumdrehen würde.

Im Stadtverkehr macht sich das Auto sehr gut. Trotz des relativ hohen Wendekreises ist das Auto wendig und für die Stadt bestens geeignet. Und auch kleine Parklücken sind kein Problem, dank dem Einpark-Assistenten, auf den ich noch eingehen werde.

Aber auch auf längeren Fahrten macht der Grand C-Max Spaß. Man hat ausreichend Platz und der Tempomat ist auf der Autobahn sehr praktisch. In der Stadt macht sich das einstellbare Tempolimit sehr gut. Man kann beispielsweise eingeben, er soll nicht schneller als 60 km/h fahren (um den Preis fürs Knöllchen im Fall des Falles im Rahmen zu halten ;-)) und dann kann man so viel Gas geben, wie man möchte, schneller als 60 km/h fährt der Wagen dann nicht.

Der Grand C-Max, den wir getestet haben, war ein Turbodiesel mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe. Dass sich dieses wunderbar schalten ließ, fiel mir so richtig bewusst erst auf, als ich mich nach den 2 Wochen Probefahren wieder an unseren alten Toyota gewöhnen musste.

===Assistenzsysteme... Selber fahren war gestern...===

Ok, man muss schon noch selbst fahren, aber das Auto verfügt über diverse Assistenzsysteme, die das Fahren einfacher und sicherer machen sollen.

Am faszinierendsten, wenn auch vielleicht nicht am wichtigsten, ist der Park-Pilot und der Einpark-Assistent. Das Auto parkt sich selbst ein und zwar in Parklücken, die parallel zum Bordstein sind, also die Form des Parkens, die den meisten Leuten schwerer fällt.

Um so zu parken, muss man lediglich an einer Reihe Autos vorbeifahren und die Parkplatz-Such-Funktion aktivieren. Automatisch sucht sich das Auto eine Lücke mit mindestens der 1,2-fachen Wagenlänge. Dann gibt es über den Monitor Anweisungen, wie man sich genau vor der Parklücke platzieren soll und dann kommt die Angabe "Lenkrad loslassen"....Und dann dreht sich das Lenkrad von allein und das richtig schnell...man selbst muss nur noch Gas und Bremse bedienen, das mühsame "Zirkeln" in die Parklücke hinein, entfällt. Und der Assistent parkt sehr gut. Irritiert nicht gerade ein Baum oder ähnliches neben der Lücke den Assistenten, steht man binnen weniger Augenblicke gerade in der Lücke und hat nicht mehr als 20 cm Abstand zum Bordstein - perfekt.

Zugegeben, der Einpark-Assistent ist nicht der schnellste, wer mal schnell (vielleicht noch im fließenden Verkehr) einparken möchte und dies gut beherrscht, ist schneller. Aber ich als noch recht unerfahrene Autofahrerin habe diesen Assistenten sehr gern genutzt. Es spart Arbeit und in einem so relativ großen Auto wie dem Ford Grand C-Max ist es toll, wenn einem ein Assistent beim Parken hilft....Und die Blicke der Radfahrer und Passanten sind einfach zu lustig, wenn man mit erhobenen Händen in eine Parklücke fährt und das Lenkrad scheinbar von einem Geist gelenkt wird....

Ein weiteres Assistenzsystem, das einem das Leben erleichtert und das Fahren sicherer macht, sind die zahlreichen Sensoren rund um das Auto. Klar, diese Piepser fürs Rückwärtsfahren kennt wohl fast jeder. Der Ford Grand C-Max hat nicht nur hinten Sensoren, sondern auch vorn sowie seitlich. Auf dem Monitor im Armaturenbrett kann man rundherum sehen, ob der Platz noch reicht, zum Beispiel beim Ein-oder Ausparken. In grün, gelb und rot bekommt man angezeigt, ob noch viel Platz ist oder ob es bereits (sehr) knapp ist. Ich fühlte mich beim Ausparken aus engen Parklücken damit wesentlich sicherer als sonst.

Ein tolles Feature ist auch die Rückfahrkamera. Daran habe ich mich unheimlich schnell gewöhnt und finde sie sehr sinnvoll. Beim Rückwärtsfahren bekommt man angezeigt, was hinter einem ist. Nie wieder einen Poller oder Stein erwischen, weil man, da man ja nichts gesehen hat, die Rückwärts-Piepser nicht ernst genommen hat...

Auch beim Wenden gibt die Kamera einfach zusätzliche Sicherheit, wenn man sieht, was direkt hinter einem ist. Man sieht schlichtweg mehr, als wenn man sich nur herumdreht.
Es wird einem dann auch abhängig von der Stellung des Lenkradsdie Spur angezeigt auf der man fahren würde Korrigieren der Radstellung ist damit ein Kinderspiel. Die Kamera liefert auch bei Nacht gute Bilder.
Ein Assistent, der mehr Sicherheit beim Fahren in der Stadt und auch auf der Autobahn bringt, ist der _Tote-Winkel-Assistent_. In beiden Außenspiegeln sind kleine Lämpchen, die aufleuchten, wenn sich ein anderes Auto im Toten Winkel befindet. Dieses Feature gibt beim Spurwechsel zusätzliche Sicherheit.

Der Berganfahrassistent hilft, wie der Name schon sagt, beim Anfahren am Berg. Steht der Wagen schräg, bremst der Wagen beim Anfahren von allein für einige Sekunden, so dass man genügend Zeit hat, aufs Gaspedal zu treten, ohne, dass einem in der Zwischenzeit der Wagen rückwärts rollt.
Familienvan...

Der Ford Grand C-Max ist ein Familienauto. Gegen einen Aufpreis von ca. 700 Euro erhält man auch eine 3.Sitzreihe. Praktischerweise kann man in der 2.Sitzreihe den mittleren Sitz komplett unter die anderen Sitze hinunter klappen, so dass ein Gang entsteht, durch den das Durchgehen zur dritten Sitzreihe möglich ist.
Die 3.Sitzreihe ist, wie in vergleichbaren Autos wie dem VW Touran, quasi im Kofferraum und man kann sie bei Bedarf kinderleicht hoch- und wieder herunterklappen. Die Sitze sind zwar schön und genauso hochwertig gearbeitet wie die restlichen Ledersitze, sind aber dennoch vom Platzangebot eher "Notsitze", wenn man nur ab und an mal jemanden mitnehmen möchte. Sie sind wunderbar geeignet, wenn man mal weitere Kinder aus der Kita mitnimmt oder ähnliches. Für Familien mit mehr als 2 Kindern bietet sich sich aber doch eher ein (noch) größeres Auto an, denn dafür wäre es zu klein. Für eine "Durchschnittsfamilie" mit 1-2 Kindern passt es aber perfekt und die zusätzliche Sitzreihe gibt einem die Möglichkeit, auch mal mehr Leute mitzunehmen.

Und der Ford Grand C-Max bietet noch mehr Features für Familien. Praktisch ist der Kinder-Rückspiegel, den man zusätzlich zum normalen Rückspiegel aus der Decke klappen kann. Man kann ihn so einstellen, dass man die Personen auf der Rückbank sieht. Sehr praktisch! Wir haben bisher immer den normalen Rückspiegel dafür genutzt, den man dafür aber natürlich entsprechend verstellen musste, so dass er dann, zumindest kurzzeitig, nicht als Rückspiegel diente. Da ist es natürlich besser, man hat gleich einen Rückspiegel nur für die Rücksitzbank.

Die hinteren Fenster waren getönt und verfügen über Sonnenrollos, die kinderleicht hochgezogen und eingehangen werden können. Sie sehen gut aus und fallen, im Gegensatz zur sonst üblichen Variante mit den Saugnäpfen, auch nicht ab.

Ein tolles Feature sind die Schiebetüren. Sie sind zwar relativ schwer und für kleinere Kinder nicht allein zu bedienen, aber das ist vielleicht auch gut so (eine Kindersicherung haben die Türen aber selbstverständlich auch). Die Türen rasten, wenn sie offen sind, auch ein, so dass es nicht möglich ist, dass sie von allein zufallen, wenn man beispielsweise an einer Anhöhe oder ähnlichem parkt. Und die Schiebetüren sind superpraktisch. Zum einen braucht man keine Angst haben, dass die Kinder vielleicht die Tür zu weit aufmachen und nebenan parkende Autos erwischen, zum anderen hat man, wenn man am Straßenrand parkt, keine Tür, die in den fließenden Verkehr ragt.

Die elektrische Heckklappe ist ebenfalls ein Feature, das man schnell nicht mehr missen möchte. Sie geht per Knopfdruck auf der Fernbedienung auf und wieder zu. Zum Schließen gibt es auch noch einen Knopf direkt an der Heckklappe. Das Ergebnis: man bekommt keine schmutzigen Hände und man kann die Heckklappe eben auch schon aus der Ferne öffnen... mehr als praktisch, wenn man mit Einkaufstüten und Kind(ern) zum Auto kommt. Man muss nicht noch aufschließen, sondern kann auf Knopfdruck die Klappe bereits öffnen, wenn man angelaufen kommt und während sie sich danach automatisch schließt, schon einmal einsteigen oder den Kindern in den Kindersitz helfen.

Was uns an der Heckklappe allerdings störte, war, dass sie auch aus recht beachtlicher Entfernung aufgeht, wenn man eigentlich nur aus Versehen an den Schlüssel gekommen ist. Einmal hatte ich den Autoschlüssel in der Hosentasche, wir waren im Restaurant.... guckten aus dem Fenster und sahen, dass der Kofferraum offen ist!!! Da der Schlüssel ja als Fernbedienung dient und keine Tastensperre hat, kann es zu solchen unerwünschten Schrecksekunden kommen. Bloß gut, dass wir das ganz schnell gesehen hatten!!

Eine 230V-Steckdose gibt es direkt in der Mitte vor der zweiten Sitzreihe. Perfekt, um einen Laptop zu nutzen oder die Playstation aufzuladen. Gerade für größere Kinder und längere Fahrten sehr nützlich.

Schön sind auch die Tische, die man in der zweiten Sitzreihe hat (herunterklappbar von den Vordersitzen). Offiziell dürfen sie aber während der Fahrt nicht benutzt werden.
Sicherheit

Der Ford Grand C-Max ist, selbstverständlich, mit zahlreichen Airbags ausgestattet. Ungewöhnlich für ein ausgesprochenes Familienauto ist, dass der Beifahrerairbag nur durch die Ford-Werkstatt ausgeschaltet werden kann (dies ist aber kostenlos und so oft kommt es wohl auch nicht vor, dass man einen Maxi Cosi nun unbedingt auf dem Beifahrersitz stellen muss, sicherer ist der ohnehin auf der Rückbank aufgehoben).
In den Tests des ADAC ist der Ford Grand C-Max sehr gut weggekommen. Das war ein Faktor, der uns sehr gut gefallen hat.

Die vielen Sensoren und Assistentsystem sorgen außerdem dafür, dass man auch nicht so leicht kleinere Bagatell-Unfälle (mit Beulen oder Lackschäden) beim Parken oder Durchfahren von schmalen Durchfahrten hat.

===Navi, Sound, Klimaanlage und mehr===

Das Navi ist aus dem Hause Sony (wie das gesamte Bedienelement mit Radio, Freisprecheinrichtung etc.) und sagen wir es diplomatisch: es wäre für uns nicht der ausschlaggebende Grund dieses Auto zu kaufen. Wir nutzen sonst ein 4 Jahre altes Navi von Medion, also wirklich nichts Außergewöhnliches, sind damit aber weit mehr zufrieden, als wir es mit dem eingebauten Navi in dem Ford waren. Es lässt sich zwar relativ leicht bedienen (die Spracheingabe, die man fürs Radio verwenden kann, geht hier aber nicht), aber die Kartenansicht ist unübersichtlich und Pfeile verdecken oftmals die ganze Zeit die restliche Fahrzeit/Ankunftszeit und vor allem den weiteren Verlauf der Route. Zudem zeigt das Navi oft erst sehr spät an, wenn man abbiegen muss, es gibt keine "Vorwarnung" wie "demnächst links abbiegen". Das wurde uns erst in München bewusst, also in einer für uns fremden Stadt. Man hatte sich ganz rechts auf manchmal gleich dreispurigen Straßen eingeordnet und urplötzlich hieß es "links abbiegen".... und dann muss man zusehen, wie man sich in die anderen (vollen) Fahrspuren reindrängelt.

Das Soundsystem ist sehr gut. Man kann Radio, CD und externe Geräte wie USB-Stick oder MP3-Player nutzen. Wir haben alle Varianten getestet und waren begeistert. Die Spracheingabe (zu bedienen über das Multifunktionslenkrad) funktioniert gut, man kann beide Hände also am Lenkrad lassen und braucht dem Radio nur sagen, was es nun spielen soll. Die Spracheingabe ist etwas langsam und recht umständlich, funktioniert in aller Regel aber gut.
Praktisch ist, dass man den Sound unterschiedlich laut für verschiedene Sitze einstellen kann. Sehr praktisch, wenn die Kinder Hörspiele hören wollen, man selbst die aber nicht soooo laut hören möchte.

Neben der für beide Vordersitze individuell einstellbaren Klimaanlage gibt es in dem Auto auch eine Sitzheizung für die Vordersitze sowie beheizbare Front- und Heckscheiben und beheizbare Außenspiegel. Die beheizbaren Scheiben und Spiegel sind im Winter super, man erspart sich viel Arbeit beim Eiskratzen. Vermisst haben wir eine Standheizung. Die wäre aber individuell nachrüstbar.

Genau wie das Soundsystem kann man auch die Freisprecheinrichtung des Handys über das Lenkrad steuern. Auch hier gilt: man muss die Hände nicht vom Lenkrad nehmen, was wiederum für ein Plus an Sicherheit und Komfort sorgt.

===Kritikpunkte?===

Eigentlich waren wir vom Ford Grand C-Max zunächst restlos begeistert und sind es eigentlich auch immer noch.

Der einzige echte Kritikpunkt ist der recht kleine Kofferraum. Die umklappbare 3. Sitzreihe schluckt ganz schön viel Platz in der Höhe. Macht man dann noch die Gepäckraumablage über den Kofferraum, damit nicht jeder hineinschauen kann, passt in der Höhe genau ein Einkaufskörbchen von Reisenthel hin - das empfanden wir als etwas wenig. Wir haben auch getestet, ob ein Kinderwagen (Quinny Speedi) in den Kofferraum passt - ja, passt, aber wie bei nahezu jedem Auto ist dann der Kofferraum auch wirklich voll, mehr passt dann nicht mehr hinein. Bei Verwendung als Siebensitzer reicht es dann wirklich nur noch für ein paar Handtaschen.

Wir wunderten uns etwas, dass uns der Wagen häufiger mal im unteren Drehzahlbereich aus ging, wenn man z.B. im zweiten Gang von der Kreuzung runter wollte. Andererseits forderte einen das Auto recht früh auf, den nächst höheren Gang einzulegen, so dass man mit etwa 1200 U/min fuhr. Eindeutig zu wenig... Vermutlich war es aber nur ein Firmware-Problem der Motorregelung, denn die beiden anderen Testfahrzeuge, die wir in München auch gefahren sind, verhielten sich deutlich gutmütiger.

Das Kupplungspedal verhielt sich seltsam. Manchmal kam es beim Loslassen nur halb raus und schnellte dann einige Sekunden später ganz raus. Zunächst irritierend, hatten wir uns dann daran gewöhnt. Vor unserer Fahrt nach München waren wir damit in einer Ford-Werkstatt, die sich zwar auch wunderte, aber keinen Fehler feststellen konnte. Auch dies trat bei den anderen beiden Testfahrzeugen nicht auf.
Beim Einparken nach Navi-Fahrt passierte es gelegentlich, dass nur die vorderen Sensoren, nicht aber die Rückfahrkamera eingeblendet wurden. Die Displays änderten ab und zu mal die Helligkeit und das Navi führte uns plötzlich einmal in englischer Sprache mit deutschen Anzeigetexten. Aber welcher Hersteller kämpft nicht Softwareproblemen ;-)


Fazit:

Ein tolles Auto, gerade für die Stadt ist es für Familien mit ein bis zwei Kindern super. Für längere Fahrten in den Urlaub mit viel Gepäck ist vielleicht ein größeres Modell wie der Ford S-Max oder der Galaxy noch geeigneter, denn der Kofferraum ist eben wirklich etwas klein. Aber der Ford Grand C-Max hat auf jeden Fall eine Menge an nützlichen Features zu bieten, sieht modern aus und das Fahren macht, auch wegen der vielen praktischen Assistenzsysteme viel Spaß.

Wir bewerten den Ford Grand C-Max mit guten 4 Sternen

Fazit: Ein tolles Familienauto, vor allem für die Stadt

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: