
Produkttyp: Fiat Autos
Neuester Testbericht: ... letzten beiden Motoren sind von Iveco, jedoch wird hier kein Getriebe von ZF, sondern ein Fiat eigenes verbaut. Der 3 l Diesel hat ein 6-G... mehr
Der neue Ducato
Fiat Ducato 2.3

Name des Mitglieds: Muctiger
Produkt:
Fiat Ducato 2.3
Datum: 04.07.06
Bewertung:
Vorteile: Groß, Stark, Sicher, Intelligent
Nachteile: Details könnten besser gelöst sein
So, da steht er nun, mit runder Schnauze und Anwartschaft auf NCAP 5 Sterne Crashtest, was bisher noch kein Transporter geschafft hat.
Karosserie:
Und der neue Ducato beseht jetzt aus zwei Baurehen: fiat Ducato (250) und Fiat Ducto maxi (251).Die beiden unterscheiden sich in den Aufhängungen und Bremsanlage, Räder und Reifen (15" zu 16") und Motorisierungen.
Gewonnen hat er ja reichlich, in den Abmessungen, bei der Kraft, Ausstattung und der Nutzlast. Aber auch die Zuglast ist enorm, er kann jetzt Hänger bis 3000 kg ziehen. Für einen Fronttriebler einfach enorm. Pauschal kann man sagen das 15 % mehr Volumen und 9 % mehr Ladelänge realisiert wurden. Der Laderaum geht bis 17 m³, vergleichbar mit dem MB Sprinter, der ist aber mit 7,40m einen Meter länger und dafür höher (hoher Schwerpunkt >> ESP auch bei schwachen Motor nötig).
Die Laderauminnenbreite beträgt 1,87 m, also für die Caravanisti>> ein Querschläfer.
Die Breite zwischen den Radkästen liegt bei 1,42 m.
Die Hecktüren sind bis zu 2,03 m hoch.
Bei dem normalen Dach ist die Innenraum auf 1,66 m gewachsen, das sind 10 cm mehr als bisher. Die Hochdächer sind 5/6cm höher geworden, dafür ist die Ladekante niedriger 53,5 cm jetzt gegenüber 70cm MB Sprinter //VW Crafter.
Dabei bleibt Fiat dem bisherigem Konzept treu: Technik vorne, und alles was zu transportieren ist >> hinten.
Aber zurück zum Fahrzeug, der neue Ducato fängt als 3 Tonner an, und hört beim 4 Tonner auf, es sind also Nutzlasten bis zu 1,9 Tonnen möglich.
Motoren:
Folgende Motoren gibt es derzeit: ein 2,2 l Diesel mit 100 Ps, ein 2,3 l Diesel mit 120 PS und ein 3,0 l Diesel mit 156 PS, bei letzterm Motor ist ESP serienmäßig mit an Bord. Die letzten beiden Motoren sind von Iveco, jedoch wird hier kein Getriebe von ZF, sondern ein Fiat eigenes verbaut. Der 3 l Diesel hat ein 6-Gang Getriebe, die beiden anderen ein 5 Gang Getriebe.
Der kleine und der große Diesel habe ein Steuerkette, und der 2,3 l hat einen Zahnriemen, der alle 240.000 km getauscht werden möchte. Es handelt sich bei den Motoren um moderne Common Rail Aggregate. Die Serviceintervalle liegen zwischen 40000 und 45000 km.
Alle Motoren sind ausgespochen drehmomentstark (nicht so schwach wie beim VW Crafter).
Cool ist, das alle Motoren die Euro 4 erfüllen und auf auf einen Partikelfilter nicht zurückgreifen müssen, wer will auch schon zweitbeste Technik, wenn die Motoren schon so die Euro 4 erreichen, da ist der Wettbewerb, besonders vom Stern, noch lange nicht soweit. Und bekannt ist ja auch das der Partikelfilter nicht konform der künftigen Euro 5 Norm schon technisch gesehen, ist. Und wird sich ja, Kyoto läßt grüßen, an den Verbräuchen orientieren (CO2).
Sicherheit:
Bei allen Ducatos sind Scheinbremsen rundum Serie, ebenso gehören ABS und ein mechanischer Bremsassistent zur Basis. ESp (inkl. Anfahrhilfe) ist optional, und bei der stärksten Version Serie.
Ein Hydraulischer Bremsassisten gehört auch dazu. Richtig innovativ ist LAC, die Adaptive Ladekontrolle, dieses System erkennt den Ladezustand (>> Schwerpunkt) und passt die elektronischen Sicherheitssystem entsprechend an , Serie bei 160 PS. Bei den anderen ein Aufpreis von unter 400 Euro.
Ausserdem sind zahlreiche Verzurrösen an Bord, die bitteschön auch benutzt werden wollen, denn niemand möchte von seinem Ladegut beie einer Vollbremsung von hinten erschlagen werden. Achja, die leistungsstärkste Ducato Version ist abgeregelt auf 160 km/h.
Fahrerairbak ist Serie, Beifahrer, Seiten und Kopfairbags je navh Ausstattung mit dabei, oder optional. Die Karosserie ist 30 % stabiler als beim Vorgänger.
Design:
Was auffällt, das unte der Motorhaube eine voluminöse Crashbox vorhanden ist, die ist dreigeteilt und damit recht reperaturfreundlich. Die Scheinwerfer sind recht hoch angebracht und leuchten gut aus. Die Frontscheibe ist sehr großflächig und recht plan, damit dürften Spannungsrisse der Frontschebe ad acta gelegt worden sein.
DEr Luftwiderstand liegt bei 0,315, was günstig für Treibstoffverbrauch und Windgeräusche ist. Der Ducato ist damit Klassen primus im Transportersegment.
Innenraum:
Es sind ja soviel mehr Ablagen geworden. Die Schaltung ist nach wie vor im Armaturenbrett. Es sind drei!!! Handschuhfächer vorhanden, in einem passt ein Laptop in dem gekühlten (Wenn Klima vorhanden) eine 1,5 L Getränkeflasche, und dem dritten immerhin ein DIN A 4 Mappe. Gesehen bei Fahrzeigen ohne Beifahrerairbag.
Servolenkung ist Serie, und ab 120PS auch geschwindigkeitsabhängig geregelt. Der Aus und Weitblick über die großen und geteilten (mit weitwinkel) Aussenspiegel ist sehr gut. In den Spiegeln sind jetzt auch die Seitenblinker, naja, die Werkstatt freut sich....
Was auffällt, sind, das die Türgriffe waagerecht angeordnet sind, damit mit links und rechts gleich gut greifbar....
Fahren:
Ich hatte die Möglichkeit, einen Ducato mit 100 PS (flach und kurzer Radstand und Ducto mit 120 PS (lang mit Hochdach) zu fahren. Ich war sehr angenehm überrascht, das die Fahrzeuge sehr leise sind, auch mit dem kleinen Motor einen sehr guten Durchzug haben und wirklich gut am Gas hängen. Mit kurzem Radstand und leer, war der Ducato etwas Seitenwindempfindlich. Ich konnte die Fahrzeuge im Vergleich zu einem Sprinter, Crafter und Renault Master testen. DEr Renault Master ist einfach nur schäbig verarbeitet und laut, hat aber einen kräftigen Motor. Das Fahrzeug hat "nur" Euro 3.
Der Sprinter war, aufgrund des hohen Schwerpunktes etwas wacklig, hat aber doch einen durchzugsstarken Motor, die Verarbeitung ist schlechter als beim Ducato. Das ist aber bei MB Transportern nichts neues.
Der Crafter teilt mit dem Sprinter den hohne Schwerpunk, und hat den mit Abstand schwächsten Motor, was sich auf den Verbrauch ungünstig auswirken wird. Der Vorgänger LT war besser verarbeitet.
DEr Ducato hat einen tiefen Schwerpunkt, liegt satt auf der Strasse, lässt sich gut und exakt schalten. Die Sitzposition ist deutlich besser als beim Vorgänger. Die Verarbeitung ist noch nicht auf PKW-Niveau.
Thema Verarbeitung:
Viele schreiben, das der Ducato schlecht verabeitet sei, dies trfft natürlich auf das gesamte Transportersegment zu. Die Fahrzeuge werden ja nicht für den Privatgebrauch gebaut, sondern für Gewerbe mit unterschiedlichster Ausrichtung. Und diese Unternehmen wollen eine effiziente Transportlösung mit wenig Kosten. Eine Superverarbeitung kosten aber ein Heidengeld. Es darf natürlich nicht so schlimm sein, das die Fahrzeuge unzuverlässig werden, und hier ist der Ducato einfach super gewesen. Achja, Wartung sollte natürlich auch nicht vergessen werden.
Fazit:
Die dritte Neukonstruktion des Fiat Ducato wird sicher wieder erfolgreich werden. Es ist ein gutes Fahrzeug geworden. Auch die Caravanisti haben ein top Fahrzeug für diesen Einsatz.
Preislich geht es bei knapp unter 20.000 Euro los (netto).
Fazit: Ducato in der dritten Genarion, ein guter Wurf
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