Ferrari 360 Spider
Man wird mich köpfen - Ferrari 360 Spider Auto

Produkttyp: Ferrari Autos

Neuester Testbericht: ... reindrücken. (Hat man mir berichtet!) Der Aufpreis für das offene Vergnügen hat für Ferrari - Verhältnisse einen geringen Preis. Nur 25... mehr

Man wird mich köpfen
Ferrari 360 Spider

peac3

Name des Mitglieds: peac3

Produkt:

Ferrari 360 Spider

Datum: 25.10.00, geändert am 14.09.04 (465 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: schön, schnell, aufregend

Nachteile: zu breit, durchzugsschwach, alltagsuntauglich

Man wird mich wohl für diese Meinung köpfen, vierteilen und den Maranello-Pferden zum Fraß vorwerfen.

Ich bin nicht der Meinung, dass dieser Ferrari der ultimative Sportwagen ist. Er hat einige Nachteile.

Aussenmaße: Er ist ca. 1,92 m breit. Ein Audi A 6 bringt es dagegen "nur" auf 1,80 m Breite. Die Folge ist, dass man nicht überall mit diesem Auto durchpasst. In Autobahnbaustellen fährt man automatisch rechts, weil die linke Spur meistens nur ca. 2 Meter breit ist.
Auch auf engen Landstraßen wirkt der F 360 oft unübersichtlich. Daher fährt man mit diesem Wagen in Engstellen und Haarnadelkurven meistens etwas langsamer, weil man Angst hat, anzuecken.

Motor: Der Motor dreht gleichmäßig hoch, braucht aber hohe Drehzahlen, um richtigen Schub zu entwickeln. Leider geschieht dies so spät, dass man in den meisten Verkehrssituationen schon viel zu schnell ist, wenn der richtige Schub endlich einsetzt.

Gewicht: Der Wagen ist durch seine mittlerweile recht umfangreiche Komfortausstattung relativ schwer geraten (die angegebenen 1350 Kilo leer schafft das Cabrio nicht - knapp 1500 vollgetankt sind realistisch).
Das Kurvenerlebnis eines Lotus Elise kann er auf engen, winkligen Kursen und innerstädtisch nicht bieten.

Autobahn: Der Wagen fährt auf der Autobahn sehr gut geradeaus (nicht selbstverständlich für einen Mittelmotor-Ferrari), entwickelt aber einen beträchtlichen Lärm. Das macht auf kurzen Strecken Spaß, nervt auf langen Touren aber beträchtlich.

Alltag: Tja - wer den F 360 unbewacht auf der Straße oder im Parkhaus stehen läßt, ist selbst Schuld. Nicht nur, dass er nicht so diebstahlgesichert ist, wie viele vermuten - er wird auch gerne zerkratzt.
Die meisten Versicherungen lehnen einen Kaskoschutz für dieses Auto ab. Und wenn, dann gegen ca. 10% Selbstbeteiligung für ca. 50.000 Mark/Jahr bei Vollkasko.
Jetzt meinen einige, dann soll der Wagen halt in der Garage stehen. Und was ist, wenn ich
Freunde besuchen oder mal in die Stadt ins Kino will? Den "Golf" nehmen?
Irgendwie pervertiert sich der Sinn eines Autos. Dieser Wagen eignet sich, um aus der Garage herausgeholt, ein bisschen über breite Landstrassen und Autobahnen gescheucht zu werden und wieder ohne Umschweife in der Garage zu verschwinden.

Fazit: Ich meine, mit einem alltäglicheren Sportwagen wie dem Lotus Elise wird man glücklicher. Und jetzt lasse ich mich köpfen...

Fazit: