Daewoo Lacetti 1.6 SX
Für wenig Geld ein gutes Auto - Daewoo Lacetti 1.6 SX Auto

Produkttyp: Daewoo Autos

Neuester Testbericht: ... allen diesen positiven Aspekten ist es um so verwunderlicher, dass gerade dieser Auto-Typ (Lacetti 1.6 SX) bei kaum einem Chevrolet-... mehr

Für wenig Geld ein gutes Auto
Daewoo Lacetti 1.6 SX

Podsi

Name des Mitglieds: Podsi

Produkt:

Daewoo Lacetti 1.6 SX

Datum: 30.06.08, geändert am 01.05.11 (1908 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Dieses Auto bietet viel Platz, es läßt sich gut fahren und hat einige Extras für die Preisklasse

Nachteile: Es werden für dieses Modell kaum Probefahrten angeboten, das Auto sieht langweilig aus, kaum bekannt

Lacetti und alles ist paletti
- Daewoo (Chevrolet) Lacetti 1.6 SX



Obwohl Fahrzeuge eher weniger lyrisch sind:
Dieses Auto ist ein Gedicht.

Zugegeben, von außen wirkt der Lacetti nicht wie ein Hauptgewinn.

Wer auf Protz steht oder mit einem coolen äußeren Styling die Augen im Straßenverkehr auf sich lenken möchte, der sollte von der eher konservativen Form des Lacettis Abstand nehmen.
Immerhin sieht die Gesamtoptik nach einem soliden Auto aus und dies ist auch der Fall - da täuscht nichts.

Und für knapp über EURO 16.000 ist dieses Modell auch absolut massentauglich.



Die Probefahrt war ein regelrechtes Vergnügen.



Die Strassenlage des 109 PS starken Flitzers ist sehr gut.
Der äußerst sparsame Spritverbrauch läßt für diesen Chevrolet-Typ positive Marktwerte vorauserkennen.
Sicher, manch ein Wagen zieht schneller beim anfahren, aber dafür hat der Wagen ja auch keinen Rennmotor.

Sowohl im Stadtverkehr, als auch auf der Autobahn wurde das Auto bei der Probefahrt mit jedem Kilometer immer sympatischer.
Bei langsamer Fahrt ist der Motor kaum zu hören und bei mehr Tempo dröhnt der Wagen normal laut weiter.

Das Innenraum-Platzangebot, insbesondere auch der Fondbereich mit seiner enormen Beinfreiheit, sind schon ein Kaufargument. Längere Fahrten sind mit diesem Wagen auf jeden Fall bequem.

Manch ein anderer Wagen, der von außen größer wirkt, enttäuscht im Innenteil, weil dort der Fahrer oder Beifahrer unötig eingeengt wird.
Und wenn es genügend Beinfreiheit gibt, so ist das Armaturenbrett überflüssig langgezogen und taugt wegen der Schräglage noch nicht einmal als Ablage - wie es zum Beispiel beim VW Beatle der Fall ist.

Auch der Kofferarum bietet genügend Platz, um mit der Kleinfamilie und dem dazugehörigen Krimskarms durch die Gegend zu gurken.



Die weitere Ausstattung



- Die Außenspiegel sind elektrisch einstellbar und beheizbar
- Elektrische Fensterheber vorne und hinten
- Es gibt eine Lendenwirbelstütze für den Fahrer
- Vorne und hinten sind die Kopfstützen höhenverstellbar
- Es gibt eine Armstütze für den Fahrer mit einem Ablagefach
- Klimaanlage
- Im Handschuhfach befindet sich ein integriertes Kühlfach
- Praktisch ist der Sonnenbrillenhalter vorne im Fahrzeug
- Sehr gut sind die zwei Getränkehalter in der Mittelkonsole
- Das Autoradio ist okay, die Fernbedienung ist im Lenkrad
- Sechs Boxen sorgen für einen guten Sound
- Alle gängigen Sicherheitssysteme sind vorhanden (Airbags, ABS)
- Sehr nervig sind die ständigen Warnsignale, zum Beispiel für
den Fahrer, wenn er nicht den Sicherheitsgurt angelegt hat,
sobald der Motor an ist



Bei allen diesen positiven Aspekten ist es um so verwunderlicher, dass gerade dieser Auto-Typ (Lacetti 1.6 SX) bei kaum einem Chevrolet-Händler für eine Probefahrt zur Verfügung steht.

Es ist, finde ich, auch schade, dass bei sämtlichen Werbeaktionen von Chevrolet-Händlern der Typ Lacetti so gut wie nie forciert wird.

Trotzdem:
Der Typ hat Zukunft.



Warum eigentlich Chevrolet und gar nicht Daewoo?!



Warum rede ich eigentlich ständig vom Chevrolet Lacetti und nicht vom Daewoo Lacetti?
Schließlich ist das doch auch ein Testbericht über den Daewoo.
Das ist fast richtig - die Automarke Daewoo gibt es so nicht mehr.

Der Daewoo aus Südkorea lief eigentlich in vielen Ländern sehr gut. Dies lag an dem besonders guten Preis- Leistungsverhältnis.

Aber Daewoo stellte nicht nur Autos her, sondern eigentlich nahezu jedes technische Gerät.
Zum Beispiel Autos, Klimaanlagen, Telefone oder Haartrockner ...
Das war der Fehler.
Wegen des gewaltigen Größenwahns, sämtliche technische Produkte beherrschen zu können, mußte Daewoo Insolvenz anmelden.

General Motors schlug zu und sicherte sich den Fahrzeugbereich des Unternehmens. So wurde aus Daewoo Chevrolet.
- Und doch nicht. Denn in Westeuropa wurden dieselben Fahrzeuge nicht unter dem neuen Namen verkauft, sondern weiterhin unter dem alten.

Weil die Marke vermutlich aber gar nicht so bekannt war und weil es natürlich einige Kosten einspart, machte Chevrolet vor ca. drei Jahren endgültig mit dem Namen Daewoo Schluß, auch in Westeuropa.

Und nun wird es richtig kompliziert:
Auch wenn jetzt Chevrolet draufsteht - Daewoo ist nach wie vor drin. Denn die Technik und die Optik haben sich kaum verändert.

Chevrolet hält am Erfolgsauto fest.

Danke.

Fazit: Dieses Auto macht den deutschen Herstellern mit dem Preis und der Ausstattung mächtig Konkurrenz.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Fahreigenschaften:    
Ausstattung:    
Platzangebot: