


Produkttyp: Citroën Autos
Neuester Testbericht: ... ziemlich gleichen Verhältnissen (gleichbleibend winterliche Zustände wie Glätte und Kälte, bergige Fahrstrecke und Geschwindigkeit, selb... mehr
Es war eine schöne Zeit... die aber vorbei ist!
Citroën C2 1.6 16V SensoDrive

Name des Mitglieds: juliaa2000
Produkt:
Citroën C2 1.6 16V SensoDrive
Datum: 29.10.08
Bewertung:
Vorteile: Tempomat | Klimatronic | reichlich Dampf unter der Haube
Nachteile: SensoDrive | Citroen-Service u. -Werkstatt bei Problemen | alle 1,5 J. Federn hinten ...
Mein heißgeliebter Renault Clio - auch liebevoll "Knubbel" genannt - kam langsam in die Jahre. Es standen ein paar größere Reparaturen ins Haus, die 100000-Kilometer-Marke sollte bald geknackt werden und der TÜV-Termin feixte mir auch schon entgegen. Ich wusste, in den nächsten Monaten würde ich einige Euro in mein Gefährt stecken müssen. Nachdem ich hin und her gerechnet hatte, wurde mir bald klar, dass ich mich tränenreich von meinem Knubbel trennen musste.
| Wie kam ich auf den C2?
Ein neues Auto musste her! Doch für meinen Clio einen passablen Ersatz zu finden, sollte schwer werden. Deshalb engte ich mich auch nicht durch eine bestimmte Automarke ein und hielt nach allen gängigen Kleinwagen Ausschau, die zur Zeit auf dem Markt waren. Meine erste Wahl - der neue Clio - fiel nicht unbedingt in die Kategorie "Kleinwagen", fand aber vor allem optisch mein Gefallen. Finanziell überstieg der hübsche Mittelklassewagen allerdings meine Verhältnisse und auch die angebotene Motorisierung gefiel mir nicht. Ich schaute mich deshalb bei Opel um, doch sowohl der Astra als auch der Corsa kamen nicht an meine Wunschvorstellungen heran. Da ich auch an alternativen Antriebstechniken (Hybrid, Gas, Biodiesel) interessiert war, stattete ich damals dem Toyota-Händler einen Besuch ab, der mir allerdings erst im März/April 2006 ein interessantes Modell in Aussicht stellen konnte. VW und Ford lehnte ich aus persönlichen Gründen kategorisch ab, weshalb ich schließlich bei Citroen landete. Hier hatten meine Eltern schon gute Erfahrungen gemacht.
Mein neues Auto sollte drei komfortable Dinge haben:
- mehr PS als mein alter Clio
- Climatronic
- Tempomat
Mit diesen Kriterien im Hinterkopf ging ich zum Citroen-Händler, der mir daraufhin sofort den C3 anpries, da der kleinere C2 keinen Tempomat besitzen würde und damit auch nicht nachgerüstet werden könne. Beim C3 - optisch nicht unbedingt mein Fall - lies ich mich trotzdem zu einer Probefahrt überreden. Der 73 PS-Benziner riss mich jedoch nicht vom Hocker. Die nächstgrößere Ausführung sollte jedoch satte 122 PS besitzen, was mir fast zu viel Power war. Im Frühjahr - so der Händler - solle jedoch eine 88-PS-Version mit sogenannter Start-und-Stop-Funktion sowie Senso-Drive-Schaltung auf den Markt kommen.
Mit diesen Informationen gingen wir zum nächsten Citroen-Händler, den wir um ein Auto mit Senso-Drive-Schaltung baten. Ich wollte diese Art der Schaltung erst einmal zur Probe fahren, um zu sehen, ob ich damit zurecht kommen würde. Er hatte einen gebrauchten, zwei Jahre alten C2 mit 109 PS auf dem Hof stehen, der seltsamerweise neben einer Climatronic auch einen Tempomat besaß. Auf meine erstaunte Frage, warum es beim C2 einen Tempomat gebe, kam die prompte Antwort: "Keine Ahnung! Damals gab's das noch. Warum es die neuen C2 nicht haben, weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht ist es nicht so gefragt?" - "Naja,..." erwiderte ich "einen Kleinwagen mit 109 (!!) PS will wahrscheinlich auch nicht jeder haben, oder?" - Mmmmh, deshalb stand das Schmuckstück wahrscheinlich auch noch auf dem Hof des Händlers. Nun kam aber ich, und fand mit diesem Auto genau das, was ich suchte. Ein Kleinwagen mit "etwas" mehr PS als mein altes Auto, mit Climatronic und Tempomat. Nach einigen preislichen Hürden wurden wir uns nach ein paar Tage einig und ich kaufte im Dezember 2005 den Citroen C2 1.6 RTI Sensodrive.
| Technisches
Die technischen Angaben hier komplett aufzuzählen, würde den Rahmen des Berichts sprengen. Die Daten kann man auf der Homepage des Herstellers als PDF herunterladen. Im Laufe meines Berichts werde ich aber auf einige Ausstattungsmerkmale eingehen und sie näher beschreiben bzw. beurteilen. Also nur Geduld...
Meine Meinung
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| Schaltung
Den C2 kann man auf drei Arten "schalten". Das einfachste ist es, man lässt die Technik allein arbeiten. Die Automatik ist nach jedem Neustart automatisch eingeschaltet. Möchte man selbst "Hand anlegen", kann man die Automatik mit einem einfachen Knopfdruck deaktivieren. Dann wird das Getriebe entweder über den Schaltknauf zwischen den Vordersitzen (Sensodrive) oder über die Schaltpaddle am Lenkrad bedient. Am meisten Spaß macht mir das Fahren, wenn ich diese Schaltpaddle benütze. Ein gewisses "Schumi"-Syndrom erfasst mich und ich fühle mich wie in einem Formel 1-Auto. Rechts schalte ich hoch - links runter. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig, während des Schaltens beide Hände am Lenkrad zu behalten und gleichzeitig mit beiden Händen zu lenken und zu schalten. Das gab sich aber mit der Zeit. Ich gewöhnte mich schneller daran, als an das fehlende Ein- und Auskuppeln, das sowohl bei der Voll- als auch Halbautomatik nicht mehr notwendig ist.
An den Vollautomatikbetrieb musste ich mich erst gewöhnen. Damit meine ich nicht nur das bereits erwähne Fehlen der Kupplung, sondern auch das etwas unsanfte automatische Schalten des Getriebes. Dadurch, dass man nicht weiß, wann das Auto schaltet, kann man sich auf diesen Vorgang nicht vorbereiten. Das typische "Kopfnicken", der beim Ruck des Fahrzeugs entsteht, trifft einen deshalb unverhofft. Das finde ich ziemlich unangenehm und ich konnte mich bis heute nicht daran gewöhnen. Ich habe es etwas abmildern können, indem ich den Sitz aufrechter und die Kopfstütze weiter nach vorn gestellt habe, aber eine perfekte Lösung wird sich in diesem Fall wohl nie finden lassen. Vielleicht gibt es sich mit der Zeit. Auf jeden Fall ist das ein weiterer Grund, warum ich immer noch lieber selber schalte.
Es gibt aber noch eine Sache, die mir im Automatikmodus nicht gefällt. Stellen wir uns vor, ich möchte auf eine Straße einbiegen. Ich rolle also mit ca. 12-20 km/h im zweiten Gang hin. Das ist ein Tempo, bei dem sich der C2 gerade entscheiden möchte, in den ersten Gang runter zu schalten. Ich sehe aber, dass die Straße frei ist und beschleunige langsam. An diesem Punkt "verschluckt" sich das Auto. Ich müsste entweder warten, bis der Wagen zurück geschaltet hat, was mich aber zu viel Zeit kostet, weil ich dann fast zum Stehen komme. Oder ich müsste so viel Gas geben, dass der Motor laut aufheult, was mir peinlich wäre. In diese Situation komme ich sehr oft, weil ich mein Auto an Einmündungen und Kreuzungen hinrollen lasse wie es bei "Vorfahrt achten"-Schildern üblich ist und meist nicht anhalte wie beim Stop-Schild.
| Verbrauch
An dieser Stelle möchte ich den Verbrauch erwähnen, weil er im direkten Zusammenhang mit dem Schalten und der Fahrweise steht. Ich habe, als ich das Auto in Empfang nahm, mit meiner Familie eine Wette abgeschlossen. Ich habe nämlich behauptet, dass ich sparsamer fahren kann als "Hector" (- das Auto heißt übrigens Hector -). Sprich: Ich schalte spritsparender als das Automatikgetriebe des Autos. Unter ziemlich gleichen Verhältnissen (gleichbleibend winterliche Zustände wie Glätte und Kälte, bergige Fahrstrecke und Geschwindigkeit, selbe Beladung etc.) fuhr ich eine Woche lang nur im Automatikmodus und eine weitere Woche mit Sensodrive. Ich habe die Wette gewonnen! Das Auto verbraucht 1,7 Ltr. pro 100 km weniger, wenn ICH die Fahrweise bestimme!
In den Fahrzeugunterlagen ist der durchschnittliche Verbrauch mit 6,9 Ltr. Super pro 100 km angegeben. Der Bordcomputer des C2 berechnete mir jedoch z.B. im Winter einen Durchschnittsverbrauch von 7,0 Ltr./100 km. Ich selbst errechnete allerdings nach dem Tanken einen Verbrauch von 7,5 Ltr./100 km. Im Sommer fahre ich zwar die spritsparenderen Sommerreifen, dafür aber auch wesentlich zügiger als ich das im Winter tue. Deshalb verbrauche ich dann - laut Bordcomputer - machmal bis zu 8,5 Ltr./100 km. Bei sparsamer Fahrweise komme ich aber selten unter 7,2 Ltr./100 km. Tja, da machen sich eben die 109 Pferde unter der Haube bemerkbar. Das können die geringe Größe und das relativ leichte Gewicht leider nicht ausbügeln.
| Komfort
Neben dem inzwischen gängigen Komfort wie elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung besitzt mein Citroen C2 Climatronic, Tempomat, automatische Regensensort, autom. Türverriegelung ab 10 km/h, Licht an-Funktion und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel.
Climatronic und Tempomat nehme ich oft und sehr gerne in Anspruch. Sie arbeiten beim C2 zuverlässig und bieten mir den "Luxus", den ich normalerweise von einem Kleinwagen nicht erwarten kann. Deshalb freut es mich besonders, dass der "alte C2" diese Funktionen noch anbietet. Bei den neuen C2-Modelle sollet es nämlich - wie erwähnt - keinen Tempomat mehr geben.
Der automatische Regensensor ist für mich eher ein Ärgernis und ich bin froh, dass ich ihn deaktivieren kann. Meiner Meinung nach schaltet er sich zu spät oder in den unmöglichsten Situationen ein. Schnee, der auf die Scheibe fällt und schmilzt, scheint ihn überhaupt nicht zu kümmern. Das gleiche gilt bei geringem Spritzwasser, dass von vorausfahrenden Fahrzeugen auf die Windschutzscheibe fällt. Ein anderes Mal schalten sich die Wischer jedoch unerwartet ein und verteilt bereits angetrocknetes Spritzwasser über die ganze Scheibe. Besonders ärgerlich fand ich das während eines Überholvorgangs. Die Frontscheibe war relativ sauber und die wenigen Spritzwasserflecken beeinträchtigen nicht die Sicht. Doch als ich gerade einen Lkw überholen wollte, setzten die Scheibenwischer ein und verschmierten die Flecken über die ganze Scheibe. Plötzlich fuhr ich wie blind auf der Überholspur und musste blitzschnell die Wischwaschanlage einschalten, um wieder freie Sicht zu bekommen. Hätte der Regensensor nicht reagiert, wäre der leichte Schmutz nicht über die ganze Scheibe verteilt worden.
Sobald das Auto eine Geschwindigkeit von 10 km/h erreicht, werden alle Türen verriegelt. Diese Funktion finde ich gut. Vor ein paar Jahren kam ich schon einmal in die Situation, dass mir jemand die Handtasche aus dem Kofferraum klauen wollte, als ich gerade dabei war, mich anzuschnallen. Glücklicherweise hatte ich damals schon eine Zentralverriegelung und schloss mich beim Einsteigen immer sofort ein. Einen Nachteil sah ich damals darin, dass mich im Notfall niemand aus dem Auto befreien kann. Der Citroen C2 "entschließt" die Türen jedoch bei einem Unfall automatisch. Sobald die Airbags ausgelöst werden, öffnet sich auch die Zentralverriegelung aller anderen Türen.
Die Funktion der automatischen Türverriegelung ist aber nicht sehr zuverlässig. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass sie immer mal wieder einen Aussetzer hat. So verriegelen sich die Türen alle paar Wochen zwischendrin mal nicht. Das fällt sofort auf, da das gewohnte "Klacken" ausbleibt. Dann drücke ich den Knopf der Türverriegelung für ca. drei Sekunden und danach funktioniert es wieder für eine Weile. Ich habe mal in meiner Werkstatt darauf hingewiesen und dort meinte man, dass das vorkommen kann, wenn das Auto kurzzeitig vom Strom war. Nun, ich selbst nehme den Wage nicht vom Strom, aber vielleicht ist das Auto, wenn es in der Garage steht, von irgendwelchen Stromschwankungen betroffen?
Die Licht an-Funktion habe ich deaktiviert, weil sie mich stört und entgegenkommende Autofahrer verunsichert. In Autos ohne automatische Licht an-Funktion schalte ich das Licht auf der Autobahn immer manuell ein. Im C2 verlasse ich mich jedoch darauf, dass das Licht automatisch eingeschaltet wurde. Ich denke also: "Ich habe Licht an. Ich bin gut zu sehen. Die anderen Fahrer sehen mich." Es stellt sich ein Gefühl der Sicherheit ein. Ein trügerische Sicherheit. Denn ich passe meine Fahrweise der Gewissheit an, dass ich besser gesehen werde. Doch in Wirklichkeit ist es für den Regensensor des C2 (noch) viel zu hell und das Licht hat sich NICHT automatisch eingeschaltet!! Sicherlich, vielleicht ist das ein wenig kleingeistig, aber ich fahre ganz anders, wenn ich weiß, die Leute sehen mich eher oder besser.
Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum ich die Licht an-Funktion deaktiviere. Bei dämmrigem Licht (morgens, abends oder auch bei Regen) schaltet sich das Licht nicht sofort ein. Fährt man jedoch unter einer Brücke durch, ist der Punkt erreicht, an dem der Sensor reagiert und aufblendet. Sobald ich die Brückenunterführung passiert habe, geht das Licht aber wieder aus und für den entgegenkommenden Verkehr sieht es so aus, als ob ich die Lichthupe betätigt hätte. Auf meinem Heimweg liegt eine solche Straßenunterführung und ich kann jedes Mal eine andere Reaktion der entgegenkommenden Autofahrer sehe. Meistens schauen sie etwas verdutzt, ob sie mich kennen und ich ihnen "zugewunken" hätte. Andere (meist Autofahrer, die selbst Licht anhaben) blinken kurz zurück, um mir anzuzeigen, dass sie kein Fernlicht anhaben, in der Annahme, ich hätte sie deshalb angeblinkt. Einige wenige bremsen aprupt ab, weil sie glauben, ich würde sie vor einem Blitzer warnen. Kein einziger jedoch weiß, dass mein Licht automatisch an und aus geht!!! Eine bessere Lösung wäre ein Warnton in Form eines unaufdringlichen aber deutlichen Summensgewesen. Dieser Ton könnte das selbstständige Anschalten des Lichts ersetzen.
Die elektrisch verstellbaren Außenspiegel sind ein hübsches Detail, was man aber in der Regel nur selten benützt. Da ich meist als einzige mein Auto fahre, werden die Spiegel normalerweise nicht verstellt. Die Beheizung der Außenspiegel finde ich aber toll und möchte sie nicht mehr missen. Nach etwa 500 bis 800 gefahrenen Metern sind die Spiegel vom Eis befreit und ich habe gute Sicht.
| Fahrkomfort
Wie bereits erwähnt, hängt der Fahrkomfort auch davon ab, ob ich im Automatikmodus fahre oder selber schalte. Ich persönlich bevorzuge es, selbst "Hand anzulegen", weil ich dann mehr Fahrspaß habe und das Auto von mir gefühlvoller gefahren wird.
Auch inpuncto Reifen-Luftdruck habe ich meine eigene Vorstellung und so habe ich die Einstellung der Autowerkstatt ein wenig nach unten korrigiert. Ich weiß natürlich, dass Spritverbrauch und Sicherheit vom Reifendruck abhängig sind und ich deshalb nur wenig Spielraum habe. Aber da die Stoßdämpfer und die Federung sehr hart sind, ist das meine einzige Möglichkeit, um die harten Schläge etwas zu dämpfen. Ohne diesen "Trick" würde ich jedes noch so kleine Schlagloch spüren.
Die Fahrgeräusche halte ich für akzeptabel. Mein alter Clio war zum Schluss ziemlich laut - was vor allem an einem defekten Radlager lag. Deshalb war anfangs das Fahrgefühl im neuen C2 ein wenig ins Positive verfälscht. Inzwischen muss ich allerdings zugeben, dass die Innenverkleidung des Kleinwagens schon deutlich weniger Lärm schluckt (vor allem durch Winterreifen und lautem Fahrbahnbelag verursacht) als zum Beispiel unsere kompakte Familienkutsche, der Renault Megan. Naja, man kann Äpfel schließlich nicht mit Birnen vergleichen, aber ich möchte es trotzdem erwähnt haben.
Ganz begeistert bin ich von der Servolenkung, die sich butterweich bewegt und wenig Spiel besitzt. Sie passt sich automatisch an die gefahrene Geschwindigkeit an, was ich toll finde. Der Widerstand ist also bei - sagen wir mal - 120 km/h wesentlich höher als bei 50 km/h, so dass die Lenkbewegungen ruhiger gehalten werden. Ich hatte schon viel von diesem System gehört, es aber in anderen Fahrzeugen nie bewusst wahr genommen. Beim Citroen C2 fiel mir das jedoch sofort bei der Probefahrt auf.
| Platz
Der Citroen C2 ist ein Kleinwagen!!! Und das möchte ich mit drei Ausrufezeichen betonen! Man darf hier also keine Großraumlimousine erwarten. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer haben jedoch reichlich Platz. Die Sitze können angemessen nach hinten geschoben werden, so dass auch 1,85 m große Männer ausreichend Beinfreiheit haben. Doch in diesem Fall ist der kleine C2 nur noch ein "Zweisitzer", denn im Fond des Wagens ist dann nicht mehr genügend Raum für weitere Mitfahrer. Hinzu kommt, dass der Kofferraum sehr klein ist und gerade genügend Platz für zwei 9x 1,5-Ltr.-PET-Wasserkisten bietet. Die Rücksitze können jedoch weiter nach vorne geschoben oder ganz in die Senkrechte hochgeklappt werden. In beiden Fällen können auf der Rücksitzbank aber keine Personen mehr befördert werden. Für tägliche Fahrten zur Arbeit mit zwei, maximal drei Personen oder kleineren Einkaufsfahrten ist das Platzangebot des C2 ausreichend. Als Zweitwagen wäre das Auto also in Ordnung. Ich bin allerdings der Meinung, dass dieser C2 - mit 109 PS - als Zweitwagen übermotorisiert ist. Ein C2 mit 70-80 PS bietet würde völlig ausreichen sein und trotzdem genug Fahrspaß bieten.
Die Kofferraumklappe ist zweigeteilt, was ich toll finde. So brauche ich meist nur die obere Klappe zu öffnen, weil ich nur meine Einkaufs- oder Handtasche hinein legen möchte. Die Heckklappe ist - weil sie in diesem Fall nur halb so groß ist wie andere Kofferraumklappen - besonders leicht. Das "Herunterwuchten" der Heckklappe entfällt also, was mir = "frau" gut gefällt. Möchte ich größere, sperrigere Dinge in den Kofferraum tun, öffne ich auch noch die untere Hälfte der Klappe und habe dadurch sogar noch eine zusätzliche Ablagefläche auf der ich ca. 100 kg Gewicht abstellen darf. Durch die geöffnete untere Klappe tritt allerdings auch ein Nachteil auf. Die Klappe steht etwa 20-25 cm in meine Richtung und drückt mir in den Oberschenkel. Ich muss mich also etwas weiter strecken, um z.B. eine Bierkiste in den Wagen zu heben. Es hat also seine Vor- und Nachteile.
Ich finde die Heckklappe ziemlich laut. Beim Zuschlagen macht sie einen Höllenlärm und ich zucke jedesmal erschrocken zusammen - vor allem morgens, wenn ich glaube, die halbe Nachbarschaft geweckt zu haben. Außerdem sifft irgendwo Wasser rein. Ich habe noch nicht heraus gefunden, wie das passiert, aber ich schätze, dass das Schmutzwasser am Auto hinunter läuft und beim Öffnen der Klappe seinen Weg ins Innere findet. Sicher bin ich mir aber noch nicht. Aber anhand der Farbe des Schmutzwassers (salzig-weiß im Winter) scheint sich meine Vermutung zu bestätigen.
Nun, trotzallem bin ich von der geteilten Heckklappe begeistert und möchte sie nicht missen.
| Kundendienst
Alle zwei Jahre oder 30000 km muss ich zum Kundendienst. Den ersten Check habe ich bereits hinter mir. Dafür habe ich ca. 270.- EUR bezahlt. Neben der Standard-Wartung war ein Bremsflüssigkeits- und Ölwechsel fällig. Ebenso wurden der Ölfilter und ein Kohlefilter gewechselt. Bremsenreiniger, etwas Scheibenfrostschutz, eine Dichtung und ein Bremsenreiniger standen auch auf der Rechnung. Ich denke, das sind alles Dinge, die durchaus üblich und im Rahmen sind.
| Aussehen
Aussehen ist nicht alles und ich bin ein Mensch, der immer gerne alles hinterfragt und auch hinter die Fassade schaut. So halte ich es auch mit materiellen Dingen. Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand! Auch wenn ich diesem Gegenstand einen Namen gebe und somit eine "unnatürliche" Beziehung dazu herstelle, ist es in allererster Linie ein Ding, dass benützt wird und deshalb praktisch sein muss.
Trotzdem bin ich "schönen Dingen" nicht abgeneigt und - wie bereits erwähnt - hätte mir der neue Renault Clio recht gut gefallen. Auch die Peugeot-Serie ist so ganz nach meinem Geschmack, wohingegen die Alfas mir zu bullig und klobig sind. Dies nur am Rande erwähnt, um eine Vorstellung von meinem Geschmack zu geben.
Der Citroen C2 hat mir im Gegensatz zum etwas rundlicheren C3 von Anfang an gut gefallen. Vor allem die zur Straße hin abgeflachte Schnauze und die zweigeteilte Heckklappe, die maßgeblich zum Aussehen beiträgt, finde ich schön. Die Farbe silber hätte ich mir jedoch unter normalen Umständen niemals ausgesucht, doch inzwischen gefällt sie mir an diesem Auto ausgesprochen gut. Die Innenansicht besticht vor allem durch die peppigen Farben. Das Schwarz und Silber des Grundmusters werden durch knallig-blaue Accessoires aufgelockert. Dabei ist das Blau aber überhaupt nicht kitschig oder beißend, sondern sehr dunkel und trotzdem auffällig. Ja, die Farbwahl ist für dieses Auto wirklich perfekt gewählt! Da haben sich die Designer etwas einfallen lassen!!
| Sonstiges
Was gibt es vom Citroen C2 noch zu berichten? Nun, wir haben im Allgäu mit viel Schnee zu kämpfen und so ist es verständlich, dass ich in diesem Zusammenhang das ein oder andere Schnee-Erlebnis erwähnen muss. Die Form des Daches erleichtert das Abfegen, dass ich mit einem kleinen Handbesen mache. Dadurch, dass das Dach nach hinten gleichmäßig abfällt, rutscht der Schnee (vor allem auf einem frisch polierten Auto) fast von selbst hinunter. Schwierigkeiten hat man allerdings mit dem Schnee auf der Windschutzscheibe. An den tiefliegenden Holmen verfängt sich der Schnee und lässt sich weder über die Seite noch über die Haube hinaus wegschieben. Ich muss also erst den Schnee nach oben aufs Dach schieben und von dort aus übers Heck hinunter. Das finde ich sehr umständlich.
Apropos Holm... Beim Fahren stört mich oft der ausladend große Holm, der mir vor allem auf der Fahrerseite die Sicht versperrt. Dadurch das er sehr breit ist und genau auf Blickhöhe nochmals an Breite zunimmt, muss ich mich beim Abbiegen oftmals vorbeugen, um an ihm vorbei schauen zu können.
Was der Holm zu viel verdeckt, verdecken die Sonneblenden zu wenig. Sie sind nämlich beide zu klein. Sowohl in der Breite als auch in der Höhe fehlt es an Material. Ich überlege, ob ich mir einen Folienstreifen an die Frontscheibe anbringen lassen soll, damit ich bis ca. 9/10 Uhr morgens bzw. ab 13/14 Uhr Nachmittags nicht geblendet werde. Denn in dieser Zeit steht die Sonne so tief, dass sie mir während des Fahrens in die Augen scheint.
Apropos "verdecken". Aufgrund meiner Größe verdeckt das Lenkrad während des Fahrens den Drehzahlmesser. Dieser ist im oberen Bereich des Anzeigenfeldes bogenförmig angebracht - also genau im Bogen des Lenkrades. Anfangs war ich felsenfest überzeugt, die neuen Autos hätten keinen Drehzahlmesser mehr, aber erst als mein Freund mir kräftig widersprach, und ich genauer hin sah, entdeckte ich den Drehzahlmesser schließlich doch noch.
Ein Ärgernis, dass ich auch noch erwähnen möchte, sind die ständigen Up-Dates der Computer-Software bei Citroen. Jedesmal, wenn an dem Auto etwas eingestellt oder repariert werden muss, wird der Computer des C2 an den Zentralrechner von Citroen gesteckt. Das hat zur Folge, dass automatische das neueste Programm in den Rechner geladen wird. Doch weiß der Kunde nie, von welchen Daten ein Up-date gemacht worden ist. So fuhr ich beim letzten Mal zum Beispiel los und wunderte mich, warum das Auto - trotz ausgeschalteter Automatik - an der Ampel in den zweiten Gang runter schaltet. Das - so haben wir jetzt erfahren - wurde beim letzten Up-date gleich mit aktualisiert. Ob ich das will oder nicht, werde ich in diesem Fall nicht gefragt. Ein Vorteil hat allerdings diese Sache mit dem Zentralrechner von Citroen. Sollte irgendwann einmal die Tageslichtpflicht in Deutschland gesetzlich verankert werden, erhalten auch sämtliche Citroen beim nächsten Werkstatttermin automatisch den Befehl "Licht an".
| Die Probleme fangen an oder... der Citroen-Service
Als das Auto vier Jahre alt war, lief die Neuwagengarantie aus. Ich brachte den Wagen deshalb zuvor nochmals in die Werkstatt, um ihn durchchecken zu lassen. Es war März, draußen war es noch kalt. Bei der Durchsicht wurden keine Mängel festgestellt. Ein Monat später wurde es Frühling - es wurde warm. Ich schaltete zum ersten Mal in diesem Jahr die Klimaanlage von kalt auf warm. Doch es tat sich nichts! Die Hitze im Auto blieb.
Ich brachte also das Auto in die Werkstatt, wo man feststellte, dass die Klimaanlage defekt sei. Kostenpunkt: 410.- EUR exkl. MwSt. Die Garantie war seit zwei Wochen abgelaufen! Meine Argumentation, dass die Klimaanlage ja vielleicht schon länger defekt sei, dass man das Problem auch bei der Durchsicht hätte sehen müssen etc. ließ sich leider nicht beweisen. Meine Internet-Recherche ergab zwar, dass Citroen evtl. zwei verschiedene Metalle an besagter defekter Stelle verarbeitet hatte, und es nur deshalb zu diesem Schaden kommen konnte, ließ sich ebenfalls nicht beweisen. Von meiner Werkstatt bekam ich natürlich auch keine Unterstützung - ja, nicht einmal die Telefonnummer eines Ansprechpartners bei Citroen, an den ich mich wegen eines Kulanzantrags hätte wenden können.
Nun gut, ich fand auf der Homepage des Herstellers eine Adresse, an die ich einen Kulanzantrag schickte, der auch prompt abgelehnt wurde. Daraufhin nahm ich nochmals Kontakt mit dem Hersteller auf und argumentierte in meinem Sinne. Doch alles Verhandeln half nichts. Ich musste die Reparaturkosten selbst begleichen, lediglich 100.- EUR wurden mir "großzügig" auf die nächste Reparatur angerechnet.
Diese kam auch prompt. Wieder einmal - wie alle 1½ Jahre - waren die Federn hinten fällig. Ich ließ sie erneuern, rechnete die Gutschrift an und verkaufte den C2.
Jetzt fahre ich keinen C2 mehr und werde es in naher Zukunft auch nicht.
| Fazit
Der C2 hat mir viel Spaß gemacht. Er hatte zwar seine Ecken und Kanten, aber alles in allem gefiel er mir sehr gut. Vor allem die Tatsache, dass ein Kleinwagen mit einem Tempomat und einer Klimatronic ausgestattet war (zum damaligen Zeitpunkt nicht unbedingt üblich) fand ich toll. Der Verbrauch war jedoch, aufgrund seiner 109 PS, recht hoch. Das SensoDrive-System/Cliptronic möchte ich nie wieder fahren müssen. Seitdem ich wieder ein Auto mit Schaltgetriebe fahre, merke ich, wie schön es ist, "an eine Kreuzung hinrollen" zu können. Ich habe außerdem viele Zusatzfunktionen wie Regensensor, autom. "Licht an" usw. deaktiviert, weil ich sie eher störend fand. Die geteilte Heckklappe bot Vor- und Nachteile. Der Service meiner Werkstatt war so lange hervorragend bis die Probleme anfingen - dann ließ man mich allein. Der Citroen-Service war zwar höflich und zuverlässig, aber nicht sehr entgegenkommend. Aufgrund der Vorkomnisse, die bei meiner Reklamation auftraten, bin ich von dieser Automarke erst einmal kuriert.
In diesem Sinne... Gedanken sind frei... eure Dotti
Fazit: Ein Auto mit Cliptronic kommt mir nicht mehr ins Haus.
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| Platzangebot: |
Weitere Testberichte: im Bereich Auto

