BMW Z4 2.0i Roadster
BMW Z4 - Die Fahrmaschine - BMW Z4 2.0i Roadster Auto

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: BMW Autos

Neuester Testbericht: ... der Entscheidung, nur Reihensechszylinder in die Z4 Baureihe zu verbauen, hat BMW eine hervorragende Wahl getroffen. Das sonore Grummeln... mehr

BMW Z4 - Die Fahrmaschine
BMW Z4 2.0i Roadster

Thujono

Name des Mitglieds: Thujono

Produkt:

BMW Z4 2.0i Roadster

Datum: 28.11.03, geändert am 02.04.04 (2180 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Brachialer Motor, Akzeptable Verbrauchswerte, Echter Hingucker

Nachteile: Teuer, Polarisierendes Design

Seit August darf ich mich als glücklicher Eigentümer eines BMW Z4 3.0i bezeichnen. Das Design des Autos ist strittig, entweder man liebt es oder man haßt es. Im letzten Falle wird auch der überaus brachiale Motor nicht über den Design-Schmerz weghelfen. Ich persönlich finde das Design gelungen, da es doch etwas anderes bietet als der Einheitsbrei, den man
auf deutschen Straßen geboten bekommt. Es ist halt etwas extravagantes, mit einem Z4 durch die Gegend zu kurven. Dies nimmt auch die Umwelt wahr und man kann davon ausgehen, daß einem fast alle Blicke zufallen, wenn man mit diesem Wagen in einer belebten Stadt auftaucht. Für Singles nur zu empfehlen ....

Doch wenden wir uns den harten Fakten des Z4 zu ...

MOTOR UND GETRIEBE
Mit der Entscheidung, nur Reihensechszylinder in die Z4 Baureihe zu verbauen, hat BMW eine hervorragende Wahl getroffen. Das sonore Grummeln der 3-liter Maschine aus steht dem Z4 sehr gut. Sobald man jedoch die magische Schwelle von 3000 Umdrehungen durchstößt, wandelt sich dieses Grummeln in ein lautes Bellen und ab 5500
Umdrehungen nimmt man nur noch die Gänsehaut wahr, die dieser brachiale Sound einem auf den Rücken treibt. Selbstverständlich ist dieser Sound auch mit entsprechendn Beschleunigungswerten ausgestattet. Jeder feste Tritt auf's Gaspedal gleicht einem Tritt in den Rücken, insbesondere im serienmäßig zuschaltbaren Sportmodus. Sofern man alle 6 sehr exakt und sauber schaltbaren Gänge bei gleichbleibendem Gaspedaldruck schnell durchschaltet, hören die Rückenschmerzen bei 250 km/h auf. Alles in allem kann ich diese Maschine nur als "BRACHIAL" bewerten. Mehr muß es wirklich nicht sein, aber den 2,5 Liter oder die 2,2 Liter Version würde ich wegen des fehlenden 6.Ganges auch nicht empfehlen. Ausserdem macht es da nicht so richtig "BUMM" wie bei der 3-Liter Version...

VERBRAUCH
Apropos BUMM. Dies könnte das Geräusch des auf den Asphalt aufschlagenden Kopfes sein, wenn man an der Tankstelle den Durchschnittsverbrauch ausrechnet. Aber geschockt wird man nur durch positive Erlebnisse. Ich habe alle Varianten durchprobiert. Bei äußerst sparsamer Fahrweise habe ich 8,2 l/100km erreicht, bei normaler Fahrweise 9,8 l/100 km und bei sportlicher Fahrweise so 12 l/100km. Vorher hatte ich einen Alfa Romeo Spyder V6, der sich locker mal 19 liter genommen hat. Insofern ist der Z4 3.0i fast ein Sparwunder.

VERARBEITUNG/WINDGERÄUSCHE
Die Verarbeitung ist tadellos. Ein Kompliment an die Mechaniker in Spartanburg/USA, wo der Z4 exclusiv geboren wird. Die Windgeräusche bei offenen Verdeck halten sich bei 200 km/h in Grenzen, sofern man sich zusätzlich ein Windschott zugelegt hat. Das Windschott als Sonderausstattung kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Ohne Windschott wird's ab 130 km/h echt unangenehm.

FAZIT:
Ich bin äußerst zufrieden mit dem Z4. Sofern man bereit ist, 45000 EUR in einen Roadster zu investieren gibt es nur zwei Möglichkeiten: BMW Z4 3.0i oder den Porsche Boxster. Der Porsche hat ein besseres Image, aber der Z4 ist das ausgereiftere Fahrzeug.

Fazit: