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Produkttyp: BMW Autos
Neuester Testbericht: ... und Knöpfe für Klimaanlage und Fensterheber; aber es handelt sich ja auch um eine Auto des ausgehenden letzten Jahrhunderts ;-) Fahren: Ic... mehr
Spaßfaktor garantiert
BMW Z3 Roadster

Name des Mitglieds: dieselwiesel
Produkt:
BMW Z3 Roadster
Datum: 20.03.03, geändert am 20.03.03 (1844 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Tolles Fahrwerk, Super Design
Nachteile: empfindlich gegen Spurrinnen
Ich fahre seit Februar 2002 einen Z3 1.9 Facelift mit 118 PS, Klima, Standard-Ledersitzen, manuellem Verdeck, M-Sportfahrwerk und Mischbereifung 225/245. Nach einer Probefahrt mit dem 2,2 Liter 6-Zylinder wollte ich ursprünglich diese Motorisierung haben, musste aber mangels Angebot bei Gebrauchten mit dem kleinen Vierzylinder Vorlieb nehmen. Es stellte sich aber sehr schnell heraus, dass dies für meine Ansprüche genau das richtige Auto mit dem richtigen Motor ist. Die Leistung reicht absolut aus, und das Drehzahlniveau bleibt entgegen dem 6-Zylinder angenehm niedrig. Der Auspuff-Sound ist klasse und wirkt fast britisch.
Und da bin ich schon an einem ganz wesentlichen Punkt angekommen, der mir bei allen Testberichten zu kurz kommt. Es handelt sich um einen R O A D S T E R, also um ein Auto nach britischem Vorbild der 50-er und 60-er Jahre. Er hat eine lange Haube, ein kurzes Heck, einen verhältnismäßig langen Radstand und ist als zweisitzige „Fahrmaschine“ konzipiert. Er hat zwei Personen mit einem möglichst puren Fahrgefühl und direktem Fahrbahnkontakt über die Landstraßen zu befördern. Er ist nicht dafür gebaut, ein üppiges Raumangebot und große Bequemlichkeit bereit zu stellen. Und er ist weder Reiselimousine noch Transporter für den Großeinkauf am Wochenende. Es handelt sich um ein kompromissloses Fahrzeug, das in erster Linie zum Fahren gebaut ist.
Wer sich für dieses Auto entscheidet, sollte dies in dem Bewusstsein tun, dass er für den dreiwöchigen Italien-Urlaub und den nächsten Umzug vermutlich ein anderes Fahrzeug brauchen wird. Aber der Wochenend-Trip und der einwöchige Urlaub für zwei Personen sind kein Problem. In den Kofferraum geht ein großer Koffer und daneben noch eine Reisetasche mit Schuhen und Krimskrams. Dann ist er voll. Die Anschaffung eines solchen Autos hat nichts mit Vernunft zu tun. Es gibt vernünftigere Autos. Und billigere. Aber nicht mit diesem Fahrspaß.
Du kriegst das Grinsen nicht mehr aus dem G
esicht, wenn Du dieses Auto offen über enge und kurvige Landstraßen bewegst. Lenkung und Schaltung sind knackig, die Straßenlage klasse und die Bremsen sind gut dosierbar und standfest. Auf der Autobahn ist er flott und spritzig. Aber bei Tempo 120 – 140 hört der Spaß am Offenfahren auf. Dann wird’s zugig. Das Windschott hilft etwas, reicht aber nicht. Konsequenz: Langsamer fahren oder Dach zu. Ist eben so. Das Auto ist mehr zum Touren als zum Rasen geeignet. Ist für mich aber kein Problem, weil es meiner Einstellung und meinem Nutzungsverhalten entgegenkommt. Ich weiß bis heute nicht, wie schnell das Auto wirklich ist. Interessiert mich auch nicht. Viel wichtiger ist das einfache Handling und das in jeder Situation sichere Fahrverhalten. Lediglich bei tiefen Spurrinnen reagiert der Z3 giftig, wenn die 245-er Hinterreifen montiert sind. Dann heißt es: Spur wechseln oder runter vom Gas, sonst hast Du gut zu tun, um in der Spur zu bleiben.
Der Service beim BMW-Vertragshändler war bisher vorbildlich. Die Preise sind zwar nicht gerade ein Sonderangebot, sind aber o.k., weil die Leistung dazu in einem vernünftigen Verhältnis steht. Der Spritverbrauch ist eine kleine Überraschung. Im täglichen Betrieb – 13 km einfach zur Arbeit und die täglichen Besorgungen – liegt der Durchschnitt bei ca. 8,5 Litern. Der Langstreckenverbrauch liegt zwischen 6 (Landstraße) und 7,5 Litern. Ich bin rundherum zufrieden und werde das Auto nicht wieder hergeben. Meine Zufriedenheit hat mich inzwischen dazu gebracht, mein seitheriges Familienfahrzeug aus dem VW-Konzern abzustoßen und mir dafür einen 525 D Touring zu kaufen.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Auto


