BMW Isetta 300
Geliebte Knutschkugel ! - BMW Isetta 300 Auto

Produkttyp: BMW Autos

Neuester Testbericht: ... : Man hatte immerhin einen Viertakter und keine Ölfahne hinter sich, sonder stattdessen das satte BMW-Dampfhammergeräuschim Ohr. Später wur... mehr

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BMW Isetta 300

wolfing

Name des Mitglieds: wolfing

Produkt:

BMW Isetta 300

Datum: 23.06.00, geändert am 15.07.00 (593 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Hingucker ersten Ranges

Nachteile: Sicherheit = Null

Scheinbar kennt hier bei dooyoo keiner mehr die BMW-Isetta, also schreib ich mal was über sie. Lizenzbau, der in Italien eingekauft wurde, in Deutschland mit 4 (!) Rädern und dem BMW-Einzylinder-Motorradmotor gebaut wurde. Die ersten Exemplare hatten nur kleine, dreieckige Klappfenster, das elegantere Folgemodell hatte dann schon Schiebefenster. Autokategorie : Kabinenroller, Tür geht nach vorne (!) auf, war aber immerhin die einzige Autotür, die sich LEISE schließen, d.h. zuziehen ließ. Nach heutigen Maßstäben bietet die Isetta null Prozent Sicherheit, die Knautschzone geht von der vorderen zur hinteren Stoßstange, trotzdem war ich mit dem Ding am Polarkreis ! Wer heute eine kaufen sollte, macht das wahrscheinlich aus Werbegründen, denn sie ist ein Hingucker ersten Ranges. Fahren sollte man sie eigentlich nur zu irgendwelchen Korsos. Straßenlage : Abenteuerlich, die hintere Starrachse hatte Doppelräder (in England nur eines), kein Differential, und bei Schnee war dieser in der Mitte laufende Antrieb eine Katastrophe. Auch gewöhnungsbedürftig : Die Schaltung ist links - das hatte den Vorteil, dass man gelegentlich sogar zu dritt drin fahren konnte. (Wir haben das aber auch zu fünft geschafft, aber damals war ich noch schlanker). der Tank hat mikrige 12 Liter, d.h. Kanister war eigentlich Pflicht, und der Gepäckraum war die Hutablage und - eventuell - ein Gepäckständer auf dem Heck. Dafür hatte die Isetta serienmäßig ein Klappdach, das auch als Notausstieg herhalten musste, falls nach einem Minicrash die Tür klemmen sollte. Hauptverschleißpunkt war die "Hardy-Scheibe", eine Gummidämpfung zwischen Motor und Getriebe, und die gabs damals in ganz Skandinavien nicht ! Vorteil damals gegenüber anderen Kabinenrollern : Man hatte immerhin einen Viertakter und keine Ölfahne hinter sich, sonder stattdessen das satte BMW-Dampfhammergeräuschim Ohr. Später wurde dann sogar noch eine Doppelkabine draus mit dem 600er Motor. Aber das ist eine andere Geschichte !
Nach
trag : Trotz des kleinen Tanks ist es Fluchthelfern mal gelungen, nach Tankausbau (!) in dem verbleibenden Hohlraum Leute aus der DDR rauszuschmuggeln (natürlich nur jeweils einen), Sprit bekam die Isetta dann aus einem kleinen, verbautem 2-l-Kanister. Und dieses Modell ist übrigens zu besichtigen im Mauermuseum am U-Bhf. Kochstraße. Angucken ! Man glaubt es kaum. Aufgeflogen ist dann das Ding, als die Isetta sich am Kontrollpunkt ohne Fahrer drin "bewegt" hat. Man, was hatten die Leute früher für eine tolle Fantasie !!!

Fazit: