Audi TT Roadster 1.8 T 180 PS
Joi mama iszteném! - Audi TT Roadster 1.8 T 180 PS Auto

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Produkttyp: Audi Autos

Neuester Testbericht: ... es los zum Probefahren, nach kurzer Diskussion mitmeinem Mann, er wollte fahren, das Auto sollte aber für mich sein ;) gings los: Das Scha... mehr

Joi mama iszteném!
Audi TT Roadster 1.8 T 180 PS

herbb

Name des Mitglieds: herbb

Produkt:

Audi TT Roadster 1.8 T 180 PS

Datum: 31.05.03, geändert am 31.05.03 (1585 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: knackiges Cabrio

Nachteile: umständliches Verdeck


Dem schnittig-runden Flitzer aus Györ war ja der Start ins Cabriosegment bald versaut worden, die von diversen Kritikern genüsslich zerzauste Aufhängung schuf Imageprobleme, die ähnlich nur DB mit seinem A-Klassen Elchtest erleben musste.

Inzwischen flossen gravierende Änderungen ins Fahrwerk ein: ein Heckspoiler, modifizierte Stabilisatoren und ein serienmäßiges Elektronisches Stabilitäts Programm haben dem Roadster den Giftzahn gezogen, sein Kurvenverhalten ist dem des neuen Z4 ? ich habe den direkten Vergleich innerhalb von Tagen bei Testfahrten ziehen können - ebenbürtig, lediglich der Boxster von Porsche bildet in dieser Disziplin die einsame Benchmark.

Beim Einsteigen in den mit 180 PS motorisierten Sportler fällt mir sofort die gediegene Innenraumgestaltung auf, viele liebevolle Aludetails (Schalthebel, Lüftungsrahmen, Überrollbügel, Tankdeckel) erinnern an die Pionierrolle Audis beim Einsatz dieses leichten, aber kompliziert zu verarbeitenden Werkstoffes, ein besonders haptisches Vergnügen bieten die Alcantara-Sitze, die sehr tief liegen und im Zusammenwirken mit der hohen Gürtellinie des Wagens ein äußerst kuscheliges Ambiente für die Insassen schaffen. Kleine Staufächer sind verdeckt im Mitteltunnel untergebracht, hier finden sich auch die Entriegelungen des Tanks und der Heckklappe. Unter dieser bleibt ein mickriges Stau-Volumen von 220 Litern, das bei den Quattroversionen mit 180 Litern noch bescheidener ausfällt.

Natürlich will man im Roadster offen fahren, das Wetter spielte auch brav mit, das Windschott fährt aus und das elektrische Verdeck ist nach Lösen der Arretierung bald verstaut, doch halt: wegen der blöden Persenning muss ich nochmals aus dem Auto und sie manuell anbringen ? absolut idiotisch! Schmerzlich kommt die Erinnerung an die ultra-komfortable Lösung beim Z4 hoch, dort bedarf es eines einzigen Knopfdrucks, kein Ent-Arretieren, kein lästiges Schisteln mit der Abdeckung....

Der Audi-Mensch bemerkt
meinen Missmut, daher erspare ich ihm (noch) den peinlichen Vergleich und dampfe ab, wobei dieses Verb beim mit einem Turbolader bestückten Vierzylinder der Kraftenfaltung durchaus gerecht wird:
Knappe acht Sekunden auf Hundert klingen ganz passabel, natürlich liegen Welten zwischen dieser TT Version und den um mehr als zwei Sekunden schnelleren BMW und Porsche Roadstern, wer damit ein Problem hat, sollte auf den im Herbst auf den Markt kommenden TT 3.2 V6 warten...

Das Getriebe - auch hier würde ich wie beim Z4 auf das ebenfalls ab Herbst erhältliche SMG, das beim TT aber DSG (Direktschaltgetriebe) heißt, warten - lässt sich sehr sportlich schalten, kurze Wege machen Spaß beim Rühren in der Box, das Einsetzen des Laders wirkt anfangs ungewohnt, hat man aber den passenden Drehzahlbereich gefunden, merkt man es kaum mehr.

So bummle ich durch den 19. Bezirk Wiens, fahre absichtlich über Kanaldeckel und kreuze Straßenbahngeleise, der Eindruck, den ich dabei bekomme, ist der eines angemessenen Federungskomforts. Auf meiner bereits aus dem Z4 Bericht bekannten Hausteststrecke auf der Höhenstraße offenbaren sich dann die eigentlichen Roadstertugenden: agiles Fahrverhalten und subjektiv hohe Fahrsicherheit beim Kurvengeschlängel in den Serpentinen auf den Kahlenberg, auf den kurzen Geraden spürt man bei nicht optimalen Gangwechseln den Ladedruckregler, das früher berüchtigte Turboloch bleibt aber aus. Zurück in der Stadt stelle ich bewundernde Blicke der Passanten bei Ampelhalts fest, das Design ist auch nach acht Jahren noch aufregend genug und hebt sich von den das Stadtbild bestimmenden 08/15 Offenen von VW oder Peugeot wohltuend ab...

Was kann ich bei der Rückgabe neben der schon erwähnten Persenning-Misere noch bekritteln: eigentlich nur den wenig überraschend hohen Verbrauch, das Turbokonzept ermöglicht zwar das Ausreizen des Vierzylinders, man merkt deutlich nach Stadt- oder Bergetappen, wie die Tanknadel abtaucht. Bedenkt man aber, da
ss das angenehmste Roadsterfahren ohnehin ein Gleiten im Bereich zwischen 70 und 90 kmh auf Nebenstraßen darstellt, registriert man vergnügt das Auskommen mit ca. acht Litern Eurosuper auf 100 km.

Im Gegensatz zu BMW und Porsche ist auch die Aufpreisliste relativ kurz geblieben, ?mein? im Konfigurator auf der Webseite www.audi.at zusammen gestellter Roadster würde mit einigen für mich unverzichtbaren Extras wie Klimatisierung, dem Sportpaket mit der Bose-Anlage, den Schmiederädern und den Xenon-Scheinwerfern vom Grundpreis mit ? 37900 auf exakt den Preis des ?nackten? Z4 3.0, der bei uns ? 44000 beträgt, kommen. (Österr. MWSt von 20% und zusätzliche Normverbrauchsabgabe berücksichtigt).

Warum ich dann wahrscheinlich doch nicht für die günstigere Variante plädieren werde ? ich kann es rational nicht begründen, mein fahrvergnügtes Herz schlägt sehr stark für blau-weiße Propellerlogos, hoffentlich hat meine ?Finanzabteilung? daheim dafür entsprechendes Verständnis...


Alle technischen Details, genaue Verbrauchs- und Abgaswerte, Information über Versicherungsklassen und Steuer sind im Netz unter www.audi.de abrufbar.



Fazit: