Allgemein zum Suzuki Alto
Der neue Alto: Erste Eindrücke - Allgemein zum Suzuki Alto Auto

Produkttyp: Suzuki Autos

Neuester Testbericht: ... Schließen die Finger nicht schmutzig. Die Front lässt sofort erkennen, dass es sich um einen Suzuki handelt. Das große S im Chrom-Kühler... mehr

Der neue Alto: Erste Eindrücke
Allgemein zum Suzuki Alto

Weserspucker

Name des Mitglieds: Weserspucker

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Allgemein zum Suzuki Alto

Datum: 17.06.02, geändert am 17.06.02 (606 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: klein, wendig, sparsam

Nachteile: -

Der folgende Bericht kann und soll kein Langzeiterfahrungsbericht sein, denn zwei Gründe verhindern dies:

- Eindrücke aus Probefahrten
- Fahrzeug ist erst seit einigen Wochen auf dem deutschen Markt verfügbar

Dennoch versuche ich, möglichst genaue Eindrücke des kleinen Suzukis abzugeben.

Suzuki Alto - kennen wir doch irgendwie alle. Der kleine Flitzer, der seit 1979 gebaut wird und durchschlagende Erfolge für sich verbucht hatte. Jetzt - 2002 - bringt Suzuki den Alto erneut auf den Markt - rundum erneuert versteht sich. Denn ab sofort ist der 3,50m-Zwerg nur noch als Fünftürer erhältlich. Als Farben sind schwarz, rot, silber und weiß verfügbar. Mit knapp 8000 ? ist der Alto gegenüber einigen anderen Vertretern nahezu konkurrenzlos günstig - zumindest kann kein deutscher Autohersteller diesen Preis bei der Ausstattung halten. Denn der Alto verfügt serienmäßig über folgende Komponenten:

- Zwei Fullsize-Airbags für Fahrer und Beifahrer
- Zentralverrieglung
- Servolenkung
- Elektrische Fensterheber vorn mit Zentralsperre
- Höhenverstellbare Gurte mit Gurtstraffer
- Drehzahlmesser
und einige nette Details wie Lichtwarnsummer, Fernentrieglung für Tank- und Heckklappe.

Gegen Aufpreis ist auch ABS oder eine Klimaanlage erhältlich. Beides gleichzeitig geht aber nicht. Sicher wird Suzuki aber daran arbeiten.

Die Gestaltung der Karosserie erinnert an andere japanische Zwerge wie Daihatsu Cuore, Nissan Micra oder Subaru Vivio. Rund, knuffig, kompakt und für jede Parklücke zu haben - so ließe sie sich in wenigen Worten beschreiben. Die Motorhaube ist erfreulich kurz und nimmt wenig Platz ein. Die Heckklappe schwenkt weit genug nach oben, so dass auch der Kopf heil bleibt. Praktisches Detail hier: durch einen Haltegriff am Heck, in dem auch das Heckklappenschloss integriert ist, macht man sich beim Öffnen und Schließen die Finger nicht schmutzig. Die Front lässt sofort erkennen, dass es
sich um einen Suzuki handelt. Das große S im Chrom-Kühlergrill (auch serienmäßig) und die trapezförmig zulaufenden Ränder finden wir auch bei den anderen Suzuki-Modellen. Auf dem Heck prangt in silbernen Lettern die Aufschrift "Suzuki Alto".

Die Türen öffnen schön weit und sind gut dimensioniert. Wenn sich jemand beim Einsteigen den Kopf stoßen sollte, muss also schon Absicht im Spiel sein. Die Sitzposition ist auffallend hoch. Obwohl man in einem Kleinstwagen sitzt, kommt man sich fast wie in einem Van vor. Die Übersicht ist durch die großen Scheiben und eben diese Sitzposition sehr gut. Rückwärtseinparken kein Problem. Die Beinfreiheit reicht auch für langgewachsene wie ich einer bin (1,84m). Höhenverstellbare Nackenstützen vorn schützen dann auch gegen ein Schleudertrauma. Leider sind hinten keine Kopfstützen vorgesehen.

Das Armaturenbrett ist sachlich und schnörkellos gestaltet. Einzig die dunkelblau unterlegten Tachoscheiben sind ein Blickfang. Die großen Schalter unter den mittleren Lüftungsdüsen sind gut zu erreichen. Darunter befindet sich die Heizungsregulierung in Form von Schiebereglern, wie wir es aus den meisten japanischen Autos kennen. Einfache und schnelle Bedienung stehen hier an erster Stelle. Darunter kommt eine Einbauvorrichtung für ein Radio. In den von mir gefahrenen Vorführfahrzeugen befand sich auch eines. Dieses darf jedoch nicht zu weit herausragen, sonst ist die sich darunter befindende Digitaluhr nur noch schlecht erkennbar. Am besten wäre es gewesen, wenn das Radio ganz unten läge und die Uhr (mit Ablagefach daneben) einen darüber. Aber das sind Kleinigkeiten.

Unter der Mittelkonsole befinden sich zwei Getränkehalter und noch ein großes Staufach. Für diese Nettigkeiten wären bei gewissen deutschen Marken noch ein paar Euro Aufpreis fällig gewesen.

Die Verarbeitung des Innenraums ist durchweg gut, die Materialien sind sauber eingepasst. Nichts wackelt, nichts klappert und nichts lässt sic
h irgendwie eindrücken oder herausziehen, was kein Schalter oder sonstiges Bedienelement ist.

Der Motor: kernig, leise, flott. Mit 1.1 Liter, 63 PS und sogar 16 Ventilen geht es ins Stadtgetümmel. Die servounterstützte Lenkung ist direkt und erfordert im Stand ebenso wenig Kraft wie während der Fahrt. Das Zweispeichenlenkrad ist schön gestaltet und vor allem griffig. Der Alto reagiert sofort aufs Gas. Sobald der Fuß auf dem Gaspedal auch nur zittert, beantwortet der Motor dieses sofort mit Hochdrehen. Durch die für so ein Auto sehr starke Motorisierung ist niedertouriges Fahren fast immer möglich, was Geräusche vermeidet und den Verbrauch drückt. Denn der Alto verbraucht im Schnitt nur 5 Liter Superbenzin. Er schafft die Abgasnorm D4 und ist daher steuerbefreit bis 2005.

Die Bremsen packen fest genug zu und erfordern wenig Kraft. Durch das gegen Aufpreis erhältliche ABS wird außerdem die Gefahr verringert, in Kurven auszubrechen oder bei Eis und Schnee allzu sehr ins Rutschen zu kommen.

Der Alto ist mit seinen 9,2 Metern Wendekreis extrem wendig und kann selbst auf wenig Raum drehen (z.B. auf einer Straße oder einem engen Platz). Wie schon oben erwähnt, sorgt die Servolenkung für entspanntes und kraftfreies Herumdrehen des Lenkrades, welches nach zweimaligem Drehen den Anschlag erreicht hat. Das Lenkrad oder die Sitze sind nicht höhenverstellbar, was aber nicht weiter tragisch ist, da die Sitzposition durch seine Höhe und seine gute Polsterung schon bequem und richtig ist.

Im Fond geht es naturgemäß eng zu. Nichts für lange Personen, sondern eher für kurze. Wer immer Kinder transportiert, kann das auch leicht tun. Die hinteren Türen erleichtern den Zustieg und die Gestaltung der Rückbank erlaubt einfaches und sicheres Befestigen eines Kindersitzes. Diese übrigens ist im Verhältnis 50:50 geteilt umklappbar. Die herausnehmbare Laderaumabdeckung kann, wenn sie denn nicht herausgenommen wird, an der Gurtbefestigung der hinteren Gu
rte angelehnt werden und verhindert, dass man während des Beladens immer die Abdeckung hochhalten muss. Im Laderaum selbst sind seitliche Staufächer vorgesehen. Der Boden ist eine einfache Holzplatte, wo der Teppich herübergelegt und an der Unterseite mit Dämmmaterial befestigt wurde, um Klappergeräusche zu vermeiden. Darunter liegt dann das Reserverad.

Fazit: Einkaufswagen, Auto für die Fahrt zur Arbeit/Schule/Uni/wasweißich, Spaßauto ... der Alto ist vielseitig. Durch seine starke Motorisierung eignet er sich auch für Autobahnen und mit seinem Verbrauch von 5 Litern und dem 35 Liter-Tank schafft er zwischen 500 und 600 Kilometern Reichweite, je nach Fahrweise. So kompakt und zugleich gut ausgestattet für den Preis, findet man kaum ein zweites Auto. Der Alto lohnt sich, die Probefahrt zeigt's !

Fazit: