


Produkttyp: Sony Auto-Lautsprecher
Neuester Testbericht: ... und auf hohen Wirkungsrad fixiert, betreiben zu können. +++MEIN FAZIT+++ Der Sony XS-L 154P5B Subwoofer ist ein richtiger K... mehr
Pimp my Ride -> Mehr Bass muss her...
Sony XS L154P5B

Name des Mitglieds: constantnation
Produkt:
Sony XS L154P5B
Datum: 08.03.10
Bewertung:
Vorteile: Verarbeitung, Sound, Druck, Preis/Leistung
Nachteile: um den Woofer optimal betreiben zu können -> mindestens 60Euro Kosten für Gehäuse
Sony XS L154P5B
+++EINFÜHRUNG+++
Ich schreibe heute von einem Subwoofer, den ich im Winter in ein Auto eingebaut habe. Mein Bandkollege (unser Drummer), hat mit seinem Weihnachtsgeld seine Autoanlage aufpimpen wollen. Bisher hatte er einen günstigen Blaupunkt Subwoofer im Kofferraum, bis er sich dann entschlossen hat, etwas professioneller an die Bassfrequenzen zu gehen.
So hat er sich nach einem großen Subwoofer umgeschaut, weil sein Kofferraum auch jede Menge Platz hergibt, den er so oder so nie richtig nutzen kann. (Er fährt einen VW Passat).
So hat er sich den Sony XS L154P5B Subwoofer gekauft. Diesen Woofer gibt es nicht in einer Box, sondern er wird als Einzellautsprecher verkauft.
Bezahlt hat er für den Subwoofer 99Euro.
+++OPTIK UND VERARBEITUNG+++
Der Sony Subwoofer fällt optisch sofort auf. Denn es handelt sich nicht um einen 20cm Subwoofer, auch nicht um einen 30cm Subwoofer, sondern es ist ein 381mm (also 38,1cm) großer Woofer. Eine riesige Membran, die darauf wartet, mit Signalen gefüttert zu werden.
Die Farbe der Membran ist Schwarz, die Sicke, die sehr kräftig und dick daherkommt ebenfalls. Der Rahmen der Membran, wo der Subwoofer auch angeschraubt werden kann, sofern man einen geeigneten Platz dafür hat, besteht aus gebürstetem Aluminium.
Die Verarbeitung des Subwoofers ist wirklich sehr gut. Das sieht man sofort. Zwar schaut er wegen seiner Größe etwas klobig aus, jedoch sind alle Bauteile sehr sauber, und vor allem richtig fest und gut miteinander Verbunden, alles sauber gemacht und somit ist die Verarbeitung erstklassig.
Optisch ist nicht nur die Größe sehr imposant, sondern eben auch den schon angesprochenen, silbernen Rahmen. Auf der Membran thront das XPlod Logo, welches auch gleich die Serie des Subwoofers angibt, die Sony XPlod Serie.
Alles in allem ist die Optik überzeugend, die Verarbeitung ebenso, und somit ist rein vom Erscheinungsbild, alles in bester Ordnung, und man kann sich direkt dem Sound widmen, wenn man ihn einbaut und sich an seiner imposanten Größe erfreuen.
+++WAS KANN DER SUBWOOFER?+++
Wie immer, wieder einmal zu allererst die technischen Daten für alle Fans und Freunde von Technik und Fakten:
Abmessung - Durchmesser 38,1 cm
Serie Xplod
Lautsprechertyp Passiv
Lautsprecherdurchmesser 381 mm
Nenn-Ausgabeleistung (RMS) 450 Watt
Max. Ausgabeleistung 1500 Watt
Frequenzbandbreite 15 - 2000 Hz
Eingangsimpedanz 4 Ohm
Empfindlichkeit 89 dB/mW
Magnettyp Ferrit
Anschlusstechnologie Verkabelt
Zusätzliche Merkmale Goldbeschichtete Anschlüsse
Man sieht an den technischen Daten sofort die Power, die in dem Woofer steckt. 1500 Watt Gesamtleistung (Spitzenbelastung), und eine RMS von immerhin 450 Watt. Das ist schon jede Menge für so einen einzelnen Subwoofer, vor allem die 1500 Watt sind doch sehr imposant, und offenbaren schon, dass dieser Subwoofer richtig schön belastet werden kann, und richtig eingebaut für einiges an Karacho sorgen kann.
Der Frequenzbereich der vom Hersteller angegeben wird, reicht von 15 Hertz, als Untergrenze, bis hinauf zu 2.000 Hertz (2 kHz). Ich kann allerdings diese 2000 Hertz nicht bestätigen. Der Subwoofer hat keinerlei Tweeter oder Tief-Mitteltonlautsprecher angebaut oder eingebaut, weswegen ich nicht verstehen kann, wo die 2000 Hertz herkommen sollen. Wenn man sich den Woofer anhört, könnte man sich vorstellen, dass es sich um einen Schreibfehler handelt und es sich um 200 Hertz handelt. Das wäre realistisch und entspräche auch dem was ich so hören kann.
Denn, es ist ein absoluter Vollblut Subwoofer. Reine Power, eine große Membran, eine richtig mächtige Schaumsicke, welche die pulsierende Membran in den Angeln hält.
Die Impedanz des Subwoofers liegt bei 4 Ohm. 2 Ohm stabil ist bei vielen Subwoofern standard, jedoch ist es bei diesem relativ egal, da man so oder so die 4 Ohm so gut wie nie überschreitet. Denn ich kenne niemanden, der 2 dieser Subwoofer an einen Kanal anschließen würde, da es sehr wenige Verstärker auf dem Markt gibt, die so eine Leistung erbringen würden, um 2 dieser Geräte mit genug Kraft versorgen zu können.
Auch beim Magnettyp wurde auf gute Power gesetzt. Ein Ferritmagnet sorgt für ordentliche Bassschläge und ist sicherlich auch an den 1500 Watt Maximalleistung beteiligt.
+++DER EINBAU+++
Da es sich um einen Einzellautsprecher handelt, der nicht in einem Gehäuse kommt, muss man den Subwoofer natürlich irgendwo einbauen. Man kann den Woofer nämlich nicht einfach anschließen und irgendwo hinlegen, da er da zum einen nicht halten würde, und zum anderen die ganze Bassleistung kaputtgeht, da er keinen Resonanzraum hat, um den Schalldruck der Membran zu pressen und somit richtigen Bassdruck aufzubauen.
Wir haben dieses Problem wie folgt gelöst: Mit GFK. (Glasfaserkunststoff). Wir haben Harz und Härter, sowie Glasfasern gekauft, und dann einen Holzrahmen im Kofferraum des VW Passat gebaut. Zuerst das rechte Eck hinten ausgemessen, dann einen kleinen Holzrahmen, mit dünnem Kantholz gebaut. Dort haben wir dann eben noch kleine Streben gezogen, damit der Subwoofer dann auch wo Halt findet. Nach vermessen des Subwoofers haben wir dann einen Holzring ausgeschnitten, in diesem einen kleineren Ring geschnitten (etwas kleiner als gefordert und dann von Hand sauber rungeschliffen). Diesen Ring, haben wir dann mit weiteren Streben am Rahmen befestigt den wir gebaut haben. Danach noch etwas Drahtgitter genommen und die Grobe Form des selbstgebauten Gehäuses modeliert.
Als das fertig war, haben wir mit dem GFK begonnen. Glasfaser auflegen und mit dem Harz einreiben, dann härten und das ganze nochmal, bis das ganze Gehäuse modeliert ist. Wenn das ganze dann ausgehärtet ist, kann man es noch schleifen (Aufrauhen, damit der Lack besser hält) und dann lackieren. Wir haben auch dies getan, und dann haben wir den Subwoofer im Holzrahmen verschraubt, damit er sicheren und festen halt hat.
So eine GFK Rahmenbildung ist ziemlich kompliziert, und auch Zeitaufwändig und nicht gerade einfach, doch wenn man Erfahrung damit hat, kommt ein super Ergebnis raus, das perfekt ins Auto passt, toll aussieht und eine schöne Resonanzkammer für den Subwoofer bildet. Das Fassungsvermögen, des GFK Baus betrug gute 60 Liter, was für einen so großen Subwoofer auch durchaus nötig ist, damit der genug Raum hat um sich entfalten zu können.
So eine Sache empfehle ich jedem, da man so perfekt alles anpassen kann, den Woofer selbst ausrichten kann, und ihn genau dort anbringen kann wo man will, und das ganze auch noch sehr stabil und perfekt zum Auto passend.
Wer sich das nicht antun will, muss sich nach einem fertigen Gehäuse umschauen, welches für 380mm SUbwoofer gemacht ist. Ein ordentliches gibt es ab ca. 60-90Euro, kann aber auch selbst gebaut werden. (Muss ja nicht gleich GFK sein).
+++DER SOUND+++
Nun, was soll man von so einem Gerät erwarten?
Ich hatte natürlich sehr hohe Erwartungen, als dann alles an einen extrigen Monoblock angeschlossen war und der Subwoofer in seinem Custom-Gehäuse endlich seinen Betrieb aufnehmen konnte.
Zuerst mal auf niedriger Lautstärke alles schön eingestellt, ohne sofort an die Grenzen zu gehen, Low-Pass Filter eingestellt und dann konnte es losgehen.
Der Klang des Subwoofers ist wirklich sehr dominant. Da im Passat ein Triple-Kompo System mit 16cm/10cm/Tweeter Lautsprecher verbaut war, war es Zeit für einen richtig Starken Subwoofer, da ein TripleKompoSystem meist eine sehr schöne Bühne zaubert. Und ja, diese Stärke ist bei diesem Subwoofer wirklich gegeben.
Er kickt aus ganz tiefen Gefilden und hat einen riesigen Wumms. So kann man das glaube ich, gut beschreiben. Die Bässe kommen sehr direkt auf den Subwoofer, und haben einen starken Kick. Dadurch, dass der Subwoofer sehr tief nach unten geht, was die Frequenzen angeht, und die Frequenzen auch nicht sehr hoch hinaufgehen, gibt es keinerlei Störgeräusche die sich als schwammiges Pulsieren bemerkbar machen. Mit einem gut eingestellten Low-Pass Filter, ist der Bass sehr trocken, unheimlich dynamisch und wirklich auf Zack. Schnelle Bassschläge hauen wirklich rein, was das Klangbild sehr schön macht.
Auch bei Techno, wo teilweise sehr druckvolle und heftige Bassklänge vorkommen, ist der Subwoofer souverän und gibt alles, sehr differenziert und dynamisch wieder. Nur ganz selten (bei so hohen Lautstärken, dass man eigentlich die Musik garnicht mehr hören kann), kommt der Subwoofer etwas zu dominant und zu dauerpulsierend daher, was aber in der Praxis eigentlich nie der Fall ist, sondern nur bei extremen Lautstärken, die man im Auto eigentlich so gut wie nie erträgt, wenn man mal die Power seinen Kumpels demonstrieren will.
Alles in allem ist der Sound sehr gut, und macht sich vor allem in einem schön großen Gehäuse, gut. Wichtig natürlich auch, dass der Subwoofer eine stabile Befestigung hat, da er schon extrem zu wackeln beginnt, da auf dem Woofer, durch die 381mm Membran, eine hohe Bewegungsenergie lastet, wenn die Membran mal am arbeiten ist.
Ich würde den Sound, kurz zusammengefasst, als sehr trocken, schön dynamisch und so gut wie nicht schwammig definieren, mit nahezu keinen Schwächen. Die Bewertung des Sounds, nach Österreichischen Schulnoten 1-5 fällt deswegen auch auf eine 1- raus. Das minus nur, weil es Subwoofer gibt, die noch etwas mehr kicken, und noch etwas trockener sind, aber eine 1- ist schon sehr gut.
+++PREIS/LEISTUNGSVERHÄLTNIS+++
Das Preis/Leistungsverhältnis, scheint zu Beginn sensationell zu sein, denn ich meine, so ein riesengroßer und starker Subwoofer für gut 100Euro, das ist schon ein Wort. Auf den zweiten Blick, muss man aber erkennen, dass man da noch mindestens 60-80Euro investieren muss, um ein adäquates Gehäuse für den Betrieb zu bekommen, oder man investiert 30-40Euro und baut sich dann hald in einigen Arbeitsstunden ein eigenes. Ist zwar viel Arbeit, aber lohnt sich.
Alles in allem ist das Preis/Leistungsverhältnis immer noch GUT, da man hald noch einiges an Arbeit in den Woofer investieren muss, bis er mal läuft, aber der Grundpreis von 100Euroist dennoch sehr gut und sicherlich nicht übertrieben. Wer aber dann am Gehäuse spart, der verschenkt viel Leistung, deswegen empfehle ich, das zu vermeiden und mit weiteren 100Euro Kosten rechnet, um den Woofer auch ordnungsgemäß und vor allem leistungsorientiert und auf hohen Wirkungsrad fixiert, betreiben zu können.
+++MEIN FAZIT+++
Der Sony XS-L 154P5B Subwoofer ist ein richtiger Kraftprotz. Er hat eine sehr hohe Power, was sich vor allem in der Maximalbelastung und somit in Spitzenlastbereichen zeigt. Ansonsten ist es ein dynamischer, recht durchsetzungsfähiger und schön trockener Subwoofer (Bei Woofern heißt Trocken was gutes).
Jeder, der den Bass Sound in seinem Auto einen Level nach oben heben will, sollte über so einen Subwoofer nachdenken, aber immer auch an adäquate Gehäuse-Anschaffungen denken.
Alles in allem gibt es nix zu meckern, und für mich als CarHifi Fan und begeisterten Anlagenbauer in Autos, gibt es die vollen 5 Sterne, vor allem weil der Woofer für diesen Preis auch sehr viel bietet.
SEHR EMPFEHLENSWERT!!!
Fazit: siehe Bericht...
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