Peterchens Mondfahrt - Gerdt von Bassewitz (CD)
Winterzeit - Kuschelzeit - Peterchens Mondfahrt - Gerdt von Bassewitz (CD) Audiobook / Hörbuch
Winterzeit - Kuschelzeit - Peterchens Mondfahrt - Gerdt von Bassewitz (CD) Audiobook / Hörbuch

Erhältlich in: 1 Shop

Kurzbeschreibung: Genre: Kinder-Hörspiele / Jahr: 2006

 
 

Winterzeit - Kuschelzeit

Produkt:

Peterchens Mondfahrt - Gerdt von Bassewitz (CD)

Datum: 07.02.11

Bewertung:

Vorteile: die Geschichte, die wunderbare Stimme, tolle Tonqualität

Nachteile: keine

Winterzeit - Kuschelzeit. Meine kleine Vanessa ist ein Kind, das sich überwiegend draußen aufhält und das bei Wind und Wetter. Wenn sie dann endlich reinkommt ist sie fast durchgefroren. Dann sehen wir zu, dass wir sie mit einem heißen Tee und einer warmen Decke schnell wieder "Auftauen". Nur stillsitzen mag sie dann nicht. So kam ich auf die Idee mal ein Hörbuch auf CD zu kaufen.

Wie der Zufall es wollte entdeckte ich gleich einen Tag später in einem Billig-Shop "Peterchens Mondfahrt" als Hörbuch für 1 Euro. Klar, das war ein Zeichen, dieses Hörbuch sollte es sein.


Peterchens Mondfahrt
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° Autor Gerd von Bassewitz
° Sprecher: Ulrike Möckel
°Spieldauer: 157,38 Min.
* Audio CD
* Verlag: Argon Verlag GmbH (März 2006)
* Sprache: Deutsch
* ISBN-10: 387024089X
* ISBN-13: 978-3870240899
* Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 5 Jahre



Der Autor
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Gerdt Bernhard von Bassewitz-Hohenluckow (* 4. Januar 1878 in Allewind, Baden-Württemberg; + 6. Februar 1923 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist Peterchens Mondfahrt, das am 7. Dezember 1912 im Stadttheater Leipzig mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. An einem Februartag des Jahres 1923 las er aus diesem Werk in der Villa Siemens am Wannsee, dann verließ er eilig die Veranstaltung und tötete sich selbst. Sein Schaffen umfasst mehrere Dramen, dennoch blieb er zu seinen Lebzeiten weitgehend unbekannt..



Die Sprecherin
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Die Stimme von Ulrike Möckel wird einigen vielleicht bekannt vorkommen. Ja, richtig. Sie ist die deutsche Stimme von Meg Ryan. Als Schauspielerin war Ulrike Möckel selbst in 2 Filmen zu sehen: 1984 in Schakaladu und 1988 in Das Rattennest.

Sie ist 1956 geboren und besuchte die staatliche Hochschule für Musik & Theater in Hannover. Neben ihrer Tätigkeit als Synchron- und Hörbuchsprecherin spielt sie am Theater und beim Film.



Der Klappentext
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Eines Nachts finden Peterchen und seine Schwester Anneliese einen unglücklichen Maikäfer in ihrem Zimmer. Er ist auf der Suche nach zwei Menschenkindern, die bereit sind, ihn auf den Mond zu begleiten, um sein verlorenes sechstes Beinchen wiederzubekommen. Peterchen und seine Schwester begeben sich mit dem Käfer auf eine abenteuerliche und phantastische Reise durch die Nacht.



Die Geschichte
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Der Maikäfer Sumsemann, er war verheiratet, hat seine Frau verloren. Ein Huhn hatte sie gefressen. Aus Trauer hat er seine Beine schwarz färben lassen. Das machen Maikäferwitwer so. Nun war er ganz allein. Er war der letzte Malkäfer aus der Familie Sumsemann, die eine lange Geschichte hat.

Seinem Ur-Ahnen wurde vor vielen Jahren von einem Holzfäller beim Fällen seines Birkenbaumes, ein Bein abgehackt. Vor Schmerz und Entsetzen wurde der Ur-Ur Ur-Großvater Ohnmächtig. Ein heller Schein erweckte ihn wieder. Die Fee der Nacht stand vor ihm. Sie hatte alles gesehen und den Holzdieb mit dem abgeschlagenen Holz auf den höchsten Berg auf den Mond verbannt.

Der Großvater war entsetzt, denn sein Beinchen war noch auf dem Holz und der Mond ist auch für einen Maikäfer zu weit weg. Die Fee konnte die Verbannung nicht aufheben, doch sie versprach, dass er oder seine Nachkommen, das Bein zurückholen können, wenn zwei Kinder gefunden werden, die noch nie ein Tier gequält haben. Sie würden auf den Mond fliegen dürfen. Das hatte ihn ein wenig beruhigt. Doch alle Nachkommen wurden auch mit nur 5 Beinen geboren.

Doch sobald sie in die Nähe der Menschen kamen, um die Kinder um Hilfe zu bitten, wurden sie vom Dienstpersonal, den Eltern und auch manchmal von den Kindern erschlagen. So kam die Familie Sumsemann in der Tierwelt zwar zu Ruhm, wurde aber auch langsam ausgerottet. Und so kam es, dass Herr Sumsemann der letzte Maikäfer der Familie war.

Herr Sumsemann war ein vorsichtiger Mann, der gern Musik spielte. Er besaß eine wunderschöne Geige. Er dachte gar nicht daran, sich in Gefahr zu begeben. Mutig war er nur, wenn er seinen Maiglöckchenlikör getrunken hatte. So kam es, dass er im Schlafzimmer von Peterchen und Anneliese landete. Angst packte ihn, als Peterchen nach ihm suchte, denn er hatte ihn bemerkt. Zum Glück kam Peterchens Mutti. Sie sang den Kindern das Maikäferlied mit seiner Familiengeschichte vor. Dies machte Herrn Sumsemann Mut. Erspielte ein Lied.

Die Kinder waren begeistert. Und so fragten sie ihn aus, denn sie sahen sofort, dass Herr Sumsemann nur 5 Beine hatte. Der erzählte nun seine traurige Geschichte. Die Kinder wollten gern helfen, doch wie sollten sie auf den Mond kommen. Mit einem Lied wollte Herr Sumsemann es ihnen beibringen. Und tatsächlich die Kinder hoben ab und flogen im Zimmer. Nun also konnte das Abenteuer beginnen. Schnell wurden ein Püppchen und ein Hampelmann eingepackt, zusammen mit ein paar Äpfeln. Und los ging es. Ein großes Abenteuer begann.

Mehr möchte ich nicht verraten.




Unsere Erfahrungen mit dem Hörbuch
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Ich muss gestehen, dass es auch mein erstes Hörbuch war und dass ich mich an die Geschichte kaum noch erinnern konnte. Und so freute auch ich mich auf die nächsten Abende. Und sie waren wirklich schön, spannend und gemütlich.

Nachdem ich die Spiellänge der 2 CDs gelesen hatte, war mir klar, dass wir die Geschichte nicht in einem Rutsch hören konnten. Über 2 ½ Stunden wären auch mir zuviel. Da kam es ganz gut, dass die CDs in 12 Kapitel eingeteilt sind. So hatte ich mir vorgenommen 2 Kapitel täglich mit der Kleinen zu hören. Das gab uns noch die Zeit, über das gehörte zu reden und Vanessa wurde nicht überfordert.

Aber noch wusste ich ja gar nicht, ob ihr die Geschichte und die Art des Erzählens gefallen wird. Ich hatte da meine Bedenken. Hörspiele kannten wir ja. Da waren viele Stimmen, Geräusche und Musik. Alle waren sehr lebhaft. Aber eine Geschichte, und dann auch noch so eine lange, vorgelesen von einer Person, konnte das reizvoll sein? Mir fielen die Kinderlieder zum Buch ein und die vielen Figuren. Konnte eine einzige Stimme ihnen genug Ausdruck geben, dass Formen in der Fantasie der Kinder annahmen. Ist eine Frauenstimme wirklich optimal für diese Geschichte? Ich musste einfach abwarten.

Ja, sie kann.

Natürlich haben wir es uns jedes Mal, vor dem Hören, gemütlich gemacht. So auch am ersten. Wir beide waren richtig gespannt. Ohne viel Worte beginnt auch gleich die Geschichte. Die Stimme von Ulrike Möckel war mir sofort sehr sympathisch. Sie hat eine angenehme, ruhige Tonlage. Ohne viel Rumgezappel konnte Vanessa sich dieser Stimme hingeben und ließ sich sofort in die Geschichte fallen. An ihrer Mimik konnte ich erkennen, dass sie zuhörte und alles verstand. Auch ihre wachsende Neugier war erkennbar.

Aber auch ich wurde, wie ein Kind, in ihren Bann gezogen. Ich war überrascht und gleichzeitig erfreut, wie facettenreich Frau Möckel erzählen konnte. Je nach Situation war ihre Stimme frisch und hell oder markant und seriös. Für jede Situation und Figur trifft sie den richtigen Ton. Das macht die Geschichte herrlich lebendig.

Niemals spricht sie zu schnell oder unverständlich. Sinnvolle, kleine Pausen geben den Kindern kurz die Zeit, alles richtig zu erfassen. Die Liedertexte prägen sich schnell bei den Kindern ein. Allerdings bat Vanessa da auch häufiger um Wiederholung. --- Schön sind auch die ruhigen Momente in der Geschichte. Diese bringt die Sprecherin sanft und warm rüber und bringt damit einen kleinen Glanz in die Kinderaugen.

Auch wenn wir 6 Tage gebraucht haben um ins die komplette Geschichte anzuhören, war sie uns viel zu schnell zu Ende. Wir hätten dieser Stimme und der Geschichte noch lange folgen mögen. Aber diese war ja sooo schön, dass Vanessa und manchmal auch ich, sie zum dritten Mal hört.

Ich bin wirklich begeistert. Was mir kaum möglich ist hat Ulrike Möckel mit ihrer tollen Geschichte und Stimme geschafft. Vanessa kommt am Abend herrlich zur Ruhe. Zwar schnattert sie danach noch ein wenig, denn sie hört jedes Mal wieder etwas Neues zwischen den Zeilen, aber sie akzeptiert die Zeit als Bettvorbereitung und widersetzt sich kaum noch , wenn es ums schlafen geht. Uns ich genieße das Kuscheln während dieser Zeit.



Meine Meinung zur Geschichte
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Ich freue mich, dass ich durch Zufall wieder auf diese Geschichte gestoßen bin. Auch wenn sie fast 100 Jahre alt ist, hat sie nichts an Liebenswürdigkeit und Spannung verloren. Die Sprache und Auswahl der Worte passt immer noch in unsere Zeit. Und die Geschichte begeistert noch immer. Sie lässt Kinderherzen immer noch höher schlagen.

Sie ist spannend und lehrreich zugleich. Sanft aber bestimmt, weißt sie auf mehr Respekt für die Natur hin. Und dazu gehören auch Insekten. Und ähnlich wie bei Peter Pan bekommen die Kinder Zutritt in eine andere Welt und einer großen Aufgabe. Stärken, Ängste und Schwächen werden verdeutlich und gemeistert.

Die wunderbaren Wesen verzaubern wohl jedes Kind. Angefangen bei dem ängstlichen Herrn Sumsemann begegnen ihnen sonderbare und zauberhafte Figuren. Aber auch Bekannte wie der Sandmann begegnen den Kindern auf ihrer großen Fahrt.



Meine Empfehlung
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Ich empfehle jeder Mutti und jeden Vati, diese zeitlose, aber wunderschöne Geschichte auf irgendeine Art Nahe zu bringen. Für mich ist die Möglichkeit mit dem Hörbuch ideal. Nicht, dass ich nicht vorlesen mag. Doch mir ist aufgefallen, dass Vanessa dieser schönen, aber fremden Stimme konzentrierter zuhörte und ihre Fragen für später aufbewahrte. Das zeigte mir, wir gut die Konzentration geübt wurde.

In wie langen Schritten man die Geschichte hört, ist natürlich vom Alter und der Konzentration des Kindes abhängig. Doch wichtig ist es, sich danach immer ein wenig Zeit zu nehmen, um gemeinsam über das Gehörte zu reden. Ich fand es teilweise witzig, was da an Fragen kommt.

Ich vergebe 5 Sterne wobei die Verteilung auf die Geschichte und der Sprecherin gleich groß und lobenswert sind.



Buchausschnitt
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Ich kann zwar keine Hörprobe bieten. Doch die Geschichte wird ja Buchgetreu vorgetragen und so kann ich mit einer kleinen Leseprobe dienen. Sie gibt einen kleinen Eindruck auf den Sprachstil-

Da erschrak die Fee.
»Ach«, sagte sie, »das tut mir sehr leid; es ist wohl an der Birke hängen geblieben und nun mit auf den Mond gekommen.«

»Oh, oh, mein Beinchen, mein kleines sechstes Beinchen!« schrie der arme Urgroßvater Sumsemann, und seine kleine Frau weinte schrecklich. Sie wusste, dass nun alle ihre Kinder nur fünf Beinchen haben würden statt sechs, denn es vererbt sich. Und das war schlimm. Als aber die Fee den großen Jammer sah, hatte sie Mitleid mit den Käfertierchen und sagte: »Ein Mensch ist zwar sehr viel mehr als ein Maikäfer, und deshalb kann ich die Strafe für den bösen Mann nicht aufheben; aber ich will erlauben, dass gute Menschen, wenn ihr sie findet, euch das Beinchen wiedergewinnen können. Wenn ihr zwei Kinder findet, die niemals ein Tierchen quälten, dann dürft ihr auf den Mond mit ihnen und das Beinchen wiederholen.«

Da waren die beiden etwas getröstet und flogen heim und trockneten ihre Tränen.
Diese Geschichte hatte sich bald unter allen Käfern herumgesprochen; alle Mücken, Grillen und Ameisen wussten es, sogar die Libellen und Schmetterlinge hatten davon gehört. Die Familie der Sumsemanns war berühmt geworden. Sie galt auf allen Wiesen und in allen Bäumen für ein sehr vornehmes Geschlecht.

Fazit: wunderschön

Name des Mitglieds: castillo