Hummeldumm - Tommy Jaud (CD)
Hören statt lesen - Teil 1 - Hummeldumm - Tommy Jaud (CD) Audiobook / Hörbuch
Hören statt lesen - Teil 1 - Hummeldumm - Tommy Jaud (CD) Audiobook / Hörbuch

Erhältlich in: 3 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Romane / Jahr: 2010

 
 

Hören statt lesen - Teil 1

Produkt:

Hummeldumm - Tommy Jaud (CD)

Datum: 14.02.12

Bewertung:

Vorteile: lustig, authentisch gesprochen

Nachteile: leider sind 5,5 Stunden viel zu schnell zu Ende

Kurze allgemeine Einleitung
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Da ich in den letzten Wochen sehr viel Zeit in Bus und Bahn verbringen musste, habe ich mich mit vielen Hörbüchern ausgestattet, die mir die ca. 3 Stunden am Tag versüßen sollten. Nun ist dieser Teil vorbei und ich kann meine Erfahrungen hier weitergeben. Hörbücher habe ich schon seit einiger Zeit, genieße sie teilweise im Auto, vor dem Einschlafen und am liebsten, wenn ich irgendwo unterwegs bin und dabei gefahren oder geflogen werde.

Gefolgt von der speziellen Einleitung
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Die Werbung sah einfach zu verlockend aus, da griff ich zu. Ich hatte den Autor zwar noch nie zuvor gelesen, aber doch bin beim Stöbern in Buchläden und online-Shops oft auf Tommy Jaud gestoßen. Die angepriesene Story war vielversprechend, genau richtig für eine Urlaubsreise, der Preis von unter 10 Euro ein weiteres Argument und dann noch original vom Autor gelesen, was will man mehr?

Fakten
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Titel: Hummeldumm - Der Hörbuch (das ist kein Schreibfehler, das heißt wirklich so und das bekommt auch sehr schnell einen Sinn)
Autor: Tommy Jaud, bekannt geworden durch "Vollidiot", "Resturlaub", "Millionär" und eben dieses Werk
Vorleser: Tommy Jaud
Gekürzt? nein
Umfang: 5 CDs mit 333 Minuten Spieldauer, also rund fünfeinhalb Stunden
Erschienen: 2010 im Argon Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-8398-1002-6

Die Geschichte in Kürze und spoilerfrei
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Matze und seine langjährige Freundin Biene machen erstmals Urlaub in Namibia, wo Biene einen Wanderurlaub gebucht hat. Die Reise entpuppt sich als ein Horrortrip der Pleiten Pech und Pannen. Nicht nur, dass die Gruppe selbst aus den merkwürdigsten Typen besteht, auch und insbesondere der Held der Geschichte, Matze, hat etwas wichtiges vergessen. Das will er Biene verschweigen, denn es geht ja um die gemeinsame Wohnung, die er kaufen wollte. Und so muss er versuchen, die Maklerin zu erreichen, seine Bank zu erreichen, das alles in Gegenden ohne Handyempfang, ohne Internet. Hat er mal Empfang, ist sein Akku leer, hat er ein Ladegerät, passt es nicht. Wie ein roter Faden zieht sich diese Widrigkeit durch das geschehen, aber auch drumherum passiert immer mehr in der grauenhaften Reisegruppe. Entnervt lässt der Guide die Gruppe schließlich irgendwo im Nirgendwo zurück.

Kritik 1: Die Story
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Sie ist so skurril, so abgedreht, so hanebüchen, dass man sie einfach gut finden muss. Angeblich hat der Autor tatsächlich mal eine Namibia-Rundreise gemacht, zumindest die detailgetreuen Landschaftsbeschreibungen und Beschreibungen der Lodges legen das nahe. Die Grundidee, mit einer Gurkentruppe eine Rundreise zu machen und dabei ständig etwas Wichtiges erledigen zu müssen, was zudem geheim bleiben muss, wurde vom Autor genial umgesetzt. Das Happy-End versöhnt mit allen Widrigkeiten und auf "Matze, wink amol" folgt bestimmt ein Winken.
Die Typen, sei es der österreichische Professor nebst nörgelnder Gattin, der 1011. des Iron Man Hawai, der keinen Alkohol anrührt, die schusselige Schweizerin, die aus Hannover stammt, Sepplpeter aus Franken, der alles filmt, der laute, vulgäre Immobilienmakler aus Köln mit seiner jungen und recht dummen Begleiterin sind alle treffend beschrieben. Und dann war da noch Bahé, der schwarze Guide, der es allen recht machen will, aber es nicht schafft. Meistens ist Matze, unser Held, der, der aus der Rolle fällt, aber auch die anderen bringen ihn an den Rand der Verzweiflung. Wegen seines grammatisch nicht eben astreinen Deutsches nennt die Gruberin ihn "hummeldumm" und das Hörbuch trägt entsprechend passend den Zweittitel: Der Hörbuch. So hätte es Bahé genannt.
Zusammengefasst: An der Story gibt es nichts auszusetzen.

Kritik 2: Der Sprecher
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Kann das gutgehen, wenn der Autor selbst vorliest? In der Regel werden echte Profis dafür engagiert und die ersten beiden Bücher von Tommy Jaud hat auch Christoph Maria Herbst gelesen. Andererseits weiß nur der Autor, wen er sich als Person vorgestellt hat. Und hier schlägt Tommy Jaud stimmlich voll zu. Jeder Dialekt sitzt, der Thüringer, der "Noa" sagt und damit "Ja" meint (oder auch "Nein", je nachdem), der ewig knittelreimende Professor Gruber aus Österreich, Trixi im reinsten Hochdeutsch, jede Person bekommt ihre unverwechselbare Stimme und damit den Charakter, den sich Tommy Jaud dafür ausgesucht hat. Sogar dem noch recht gut Deutsch sprechenden Hotelangestellten verpasst er eine eigene Tonlage und den ortsangepassten Dialekt. So ergeht es auch den Telefonpartnern von Matze, die Maklerin (genervt), der Sparkassenchef (jovial), der überforderte Mitarbeiter (eben überfordert), sie alle leben nicht nur im Kopf des Autors, er gibt ihnen auch beim Vorlesen eine eigene, unverwechselbare Identität.
Zusammengefasst: Oberklasse!

Kommen wir zum Schluss:
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Dieses Hörbuch lohnt sich für alle, die mal so richtig lachen wollen, denen Schadenfreude nicht fremd ist und die sich auf die unterschiedlichsten Typen hörend einlassen wollen. Nicht umsonst habe ich es schon zweimal komplett gehört und bin immer noch begeistert.

Fazit: Ein Spitzenwerk

Name des Mitglieds: HeiderSV