Geisterjäger John Sinclair 27 - Asmodinas Todesengel (Dark, Jason)
John Sinclair 27: Asmodinas Todesengel - Geisterjäger John Sinclair 27 - Asmodinas Todesengel (Dark, Jason) Audiobook / Hörbuch

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Neuester Testbericht: ... greift nach ihrem geheimnisvollen Stein und ist entsetzt. Schwester Genoveva misst in John Sinclairs Leichnam 36,5°C. Das ist unmöglich, d... mehr

John Sinclair 27: Asmodinas Todesengel
Geisterjäger John Sinclair 27 - Asmodinas Todesengel (Dark, Jason)

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Geisterjäger John Sinclair 27 - Asmodinas Todesengel (Dark, Jason)

Datum: 28.04.12, geändert am 02.05.12 (125 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: witzig, spannend, unterhaltsam

Nachteile: Damona King

Krankenhäuser... nun, ein Ort, den wir alle schätzen. Aber keiner ist gerne drin. Dennoch sind wir froh, rein zu können, wenn wir krank und schwer verletzt sind. Ein Ort der Heilung und des Erholens. Na gut, abgesehen von vielleicht nervigen Schwestern, die einem einen Einlauf verpassen, wenn man nicht spurt. Aber gerade wenn man im Krankenhaus liegt ist man geschwächt. Und genau dann ist es blöd, wenn unheimliche Besucher vor der Tür stehen... oder zum Fenster herein kommen.

Willkommen zum Bericht über Folge 27 der Hörspielserie "Geisterjäger John Sinclair". Das Hörspiel erschien 2003 bei Lübbe Audio und wurde von Oliver Döring nach einer Romanvorlage von Jason Dark produziert. Der Titel lautet diesmal "Asmodinas Todesengel". Es geht fast nahtlos nach dem Showdown gegen den Schwarzen Tod weiter. Wie sich manche vielleicht noch erinnern werden, wurde John Sinclair im finalen Kampf gegen das schwarze Skelett schwer verwundet. Und diesmal liegt er im Krankenhaus. Ob das mal gut geht?


--- Die Hauptpersonen des Hörspiels ---

John Sinclair
Der Oberinspektor von Scotland Yard liegt nach dem Kampf gegen den Schwarzen Tod im Krankenhaus. Dort sieht er sich mit ganz anderen Schrecken konfrontiert, wie zum Beispiel die Fürsorge von Schwester Genoveva, die ihm mal wieder einen Einlauf verpassen will. Doch dann besucht ihn Goran, der schwarze Vampir...

Asmodina
Die Tochter des Teufels will Rache. Jetzt ist John Sinclair angeschlagen und sie sieht ihre Chance. Der kleine Magier Myxin ist in ihrer Gewalt und er soll John als Köder dienen. Für seine Ankunft in ihrem Reich ist alles vorbereitet.

Myxin
Nachdem Myxin im finalen Kampf gegen den Schwarzen Tod zusammen mit Goran, dem König der Schwarzen Vampire, von Asmodinas Todesengeln in ihr Reich verschleppt wurde, leidet er bitterliche Qualen. Seine letzte Chance ist John Sinclair. Doch Myxin würde niemals erwarten, dass der Sohn des Lichts einem Dämon wie ihm hilft.

Damona King
Als weiße Hexe bekommt sie durch ihren magischen Stein einen Hilferuf von ihrer verstorbenen Mutter. So wird sie zur einzigen Hoffnung, den Sohn des Lichts retten zu können.


--- Asmodinas Todesengel ---

Goran, der Herrscher über die gefallenen Schwarzen Vampire, befindet sich in Asmodinas Gewalt. Asmodina zwingt ihn, ihr zu helfen John Sinclair eine Falle zu stellen. Aber Goran weigert sich. Mit einem Eichenpfahl dicht an seinem Herz wird er gequält, doch niemals würde er Sinclair herlocken. Erst die Drohung den ebenfalls gefangenen Myxin auf ewig leiden zu lassen, überzeugt Goran unter der Bedingung, Myxin am Leben zu lassen, Sinclair her zu bringen.

20 Meilen östlich des Heathrow Airports in London bittet der Pilot Peter Ball mit seinem Privatflieger den Tower vergeblich um eine Landeerlaubnis. Endlich darf er landen. Plötzlich bricht Goran von außen ins Cockpit ein und zerfetzt seine Halsschlagader. Der Vampir braucht sein Blut, um wieder zu Kräften zu kommen. Gestärkt fliegt Goran davon. Aber für Peter gibt es keine Rettung mehr. Zu schwach die Maschine noch steuern zu können, stürzt er ab und explodiert.

Im Universital Hospital in London befindet sich John Sinclair, um von seiner Schulterwunde genesen, die er beim Kampf gegen den Schwarzen Tod erlitten hatte. Jane ist bei ihm zu Besuch. Sie informiert ihn über Will Mallmann, der darüber nachdenkt, seinen Job bei der Kriminalpolizei aufzugeben, um sich voll und ganz dem Kampf gegen die finsteren Mächte zu widmen. John denkt darüber nach, wie er ihm das austreiben will. Da platzt Schwester Genoveva herein und bringt ihm das Essen. Und das Mittel gegen das Fieber. John will die Medizin aber nicht nehmen. Er hat ja kein Fieber mehr. Als Schwester Genoveva droht sie ihm zu verabreichen, gibt John nach. Einmal hat gereicht. Jane versteht, warum John hier unbedingt raus will.
Drei Tage seit der entscheidenden Schlacht gegen den Schwarzen Tod sind vergangen. John vermisst seine Wohnung und seinen Schreibtisch. Er ahnt noch nichts von dem Unheil, was sich über seinem Kopf zusammenbraut.

Asmodina besucht Myxin in seiner Zelle, um ihn leiden zu sehen. Sie erzählt ihm von Goran und dass er John Sinclair von seiner Gefangenschaft erzählt. So wird Sinclair kommen, um ihn zu befreien. Myxin glaubt nicht daran, denn John Sinclair hasst Dämonen. Und so auch ihn. Auch vom bevorstehenden Tod Gorans berichtet sie, um sein Leid zu stärken. Sie lässt von einem ihrer Todesengel ein Gefäß mit Weihwasser aufdrehen, so dass die für Myxin tödliche Flüssigkeit Tropfen für Tropfen auf sein Gesicht fällt. Die Schreie Myxin erklingen laut vor Schmerzen und Qualen.

John wird wach. Er sucht den Lichtschalter und erwischt den Notknopf. Und schon steht auch Schwester Genoveva in der Tür und will wissen, was los ist. Als John ihr sagt, dass er von einem Geräusch geweckt wurde, erschrickt Schwester Genoveva von dem Schatten, der sich dem Fenster nähert. Auf einmal bricht Goran ein und droht Schwester Genoveva mit Sprüchen und Grimassen, bis sie in Ohnmacht fällt. Dies tut er nicht, um ihr Böses zu tun, sondern weil es besser ist, wenn sie nichts weiter mitbekommt. Goran erzählt John von Myxins Gefangenschaft und überredet John, ihm zu helfen. Um zu ihm zu kommen, gibt er John einen Kristall, durch den er zu Myxin kommt. Da wird er plötzlich von Pfeilen durchbohrt, die von einem Todesengel abgefeuert wurden. Dies ist das Ende Gorans. John versucht Schwester Genoveva aufzuwecken. Als sie allmählich wieder zu sich kommt, fühlt sich John merkwürdig. Der Kristall, der auf dem Bett liegt, übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf John aus. Als er ihn berührt, blitzt es auf und John verliert das Bewusstsein.

Schwester Genoveva ruft den Doktor. Es ist dringen. Der Patient stirbt! Sofort werden alle Maßnahmen eingeleitet. Die Ärzte kämpfen um das Leben von John Sinclair.

Professor Higgins ruft bei Sir James Powell in Scotland Yard an, und übermittelt die traurige Nachricht von John Sinclairs Tod. Sir James befielt nichts mit dem Leichnam zu machen, Er will sofort kommen, um ihn zu sehen.

Im Harrods ist Damona King auf Shoppingtour. Die gutaussehende Frau, bei der jeder denken würde sie wäre in der Modebranche tätig, ist in Wahrheit eine weiße Hexe. Bei sich trägt sie einen unscheinbaren Stein, der sie vor dem Bösen warnt. Eine übermotivierte Verkäuferin bringt ihr eine Bluse in die Umkleide. Als Damona King sich gerade umzieht, erscheint die Verkäuferin in der Kabine. Darüber erst entsetzt, wundert sich Damona über die seltsame Stimme der Verkäuferin, die sie auffordert, IHM zu helfen. Sie soll den Stein anrufen. Damona erkennt, dass ihre verstorbene Mutter durch diese Frau zu ihr spricht. Als die Verbindung abbricht, ist die Verkäuferin total entsetzt, auf einmal bei ihrer Kundin in der Umkleidekabine zu stehen.
Damona ist klar, dass sich jemand in Not befindet. Sie greift nach ihrem geheimnisvollen Stein und ist entsetzt.

Schwester Genoveva misst in John Sinclairs Leichnam 36,5°C. Das ist unmöglich, da der Mann ja klinisch tot ist. Der Arzt kann es auch nicht glauben. Sir James und Professor Higgings betreten den Raum und an Hand der Tatsachen ist Sir James sich sicher, dass John Sinclair noch nicht verloren ist. Suko und Jane treffen auch ein und sind entsetzt, John tot vorzufinden.
Schwester Genoveva berichtet, dass jemand von außen in das Zimmer des Patienten eingedrungen ist. Aber die an die Wissenschaft glaubenden Männer glauben ihr nicht. Sir James schickt den Doktor und Professor Higgins hinaus, damit Schwester Genoveva ihnen erzählen kann, was sie gesehen hat. Zuerst behauptet sie nichts gesehen zu haben, aber Sir James hilft ihr auf die Sprünge und fragt direkt nach geflügelten Wesen. Endlich berichtet Schwester Genoveva, was sich zugetragen hat. Zumindest an das, woran sie sich erinnern kann. Auch von dem merkwürdigen Stein, der in Mr. Sinclairs Hand lag. Noch immer liegt er in seiner Hand. Suko nimmt John das Kreuz weg, um es mit dem Stein in Berührung zu bringen. Aber in dem Moment, als er das Kreuz von seiner Brust nimmt, fängt der Körper von John an sich aufzulösen. Auch das Kreuz lässt sich nicht mehr zurücklegen. John löst sich in Nichts auf.

John Sinclair findet sich in einer merkwürdigen Gegend vor. Um ihn herum Wüste. Ein Sandsturm. Aber es macht ihm nichts aus. Als er in die Mitte des Sturms kommt, findet er eine riesige Burg vor. Das Bauwerk wird von einer sich ständig drehenden Wand aus Sand und Sturm umgeben. Ein Todesengel empfängt ihn, und fragt, wie er hier hergekommen ist. Sie will ihn zu Asmodina bringen. Als sie ihn packen will, greift sie durch John hindurch.
Auf einmal erscheint Asmodina und heißt John Sinclair in ihrem Reich willkommen. Sie erkennt, dass nur Johns Geist in ihrem Reich angekommen ist, ihr Körper aber zurückgeblieben ist. Aber früher oder später wird sein Körper nachkommen. Spätestens dann, wenn seine Freunde einen Fehler machen. John glaubt nicht, dass seine Freunde so blöd sind.

Professor Higgins ist empört über die Geschichte, dass John Sinclair sich nach der Abnahme seines Kreuzes im Nichts aufgelöst hat. Ob jetzt alles total verrückt geworden sind? Aber Sir James weiß die beiden anzupacken.
Damona King betritt den Raum und bietet ihre Hilfe an. Sie ist eine schottische Geisterjägerin und glaubt helfen zu können.

Inzwischen ist John voll und ganz in Asmodinas Reich angekommen und wird von den Todesengeln nicht gerade zimperlich behandelt. Sie führen ihn durch ein Labyrinth aus Stollen und Gängen und werfen ihn in ein Verlies. Darin trifft John Myxin endlich wieder. Sein Gesicht ist schrecklich entstellt von Weihwasser, das tropfenweise aus einem Gefäß auf ihn niederfällt. John stellt den Hahn ab. Er erzählt Myxin von Gorans Schicksal. Tja, nun ist er für die Rettung da. Ohne Kreuz und in Pyjama. Myxin zweifelt daran, dass diese sogenannte Rettung funktionieren kann. Die Tür wird geöffnet und Asmodina will die Spiele starten lassen. Der Wertiger wartet bereits.

Damona weist die Anwesenden, auch die den Doktor und Professor Higgins an, einen Kreis zu bilden, die Hände zu reichen und auf keinen Fall den Kreis zu unterbrechen. Sonst kann ihre Magie außer Kontrolle geraten. Sie startet eine Beschwörung und erschafft ein Bild, in dem die Anwesenden John sehen. Dr. Fryley gerät in Panik und will unbedingt weg. Auch, obwohl Jane ihn versucht weiter festzuhalten, schafft der Doktor den Kreis zu unterbrechen. Damit gerät die Beschwörung außer Kontrolle und ein schreckliches Wesen wird heraufbeschworen.

John und Myxin werden in eine Arena gebracht. Auch, wenn Myxin nicht mehr so viel Hoffnungen hat, vertraut er auf John, der nicht aufgeben will. Dann betritt der Wertiger die Arena, eine Mischung aus Mensch und Tiger. Ein gewaltiges Wesen. Als das Tier dann endlich angreif und zu einem todbringenden Sprung ansetzt, verschwindet der Wertiger im Nichts.

Der gigantische Tiger befindet sich im Krankenhaus. Verzweifelt kämpfen Jane und Suko dagegen. Dr. Fryley wird am Bein verwundet. Nur Damona kann durch ihre Magie das Monster in Schach halten. Unter enormen Strapazen wird die Beschwörung fortgesetzt, wodurch es Damona gelingt, den Tiger wegzuzaubern. Sich selbst aber auch.

Asmodina ist außer sich. Wütend will sie John und Suko endgültig töten. Als sie ihren Todesengeln den Befehl gibt, tödliche Pfeile zu schießen, bleibt die Zeit stehen. Nur John und Myxin können sich bewegen. Damona King erscheint in der Arena zusammen mit dem Wertiger, der unter ihrer Kontrolle ist. Da ihre Kräfte schwinden, fordert sie die beiden auf, mit ihr in ihre Welt zurückzukehren. Myxin aber will nicht mit, da es nicht seine Welt ist. Aber John kann ihn davon überzeugen, doch mitzukommen. Als sie zu dritt in ihre Welt zurückspringen, läuft die Zeit weiter. Die tödlichen Pfeile, die für John und Myxin bestimmt waren, vernichten den Wertiger. Asmodina sinnt nach Rache.

In London treffen sich John und Damona. John fragt sich, was aus Myxin geworden ist. Auf halben Wege von Asmodinas Reich und der Erde hat er sich davongemacht. John gibt zu, dass er sich an den kleinen Magier gewöhnt hat und hofft, er würde die Seiten wechseln und auf seiner Seite kämpfen. Und Damona? Sie wird sehen, wohin sie ihr Stein führt. Denn das Böse schläft niemals.


--- Das Hörspiel ---

Der Schwarze Tod ist ja inzwischen vernichtet. Aber das Böse ist immer da. Asmodina ist wohl offensichtlich der neue Erzfeind. Und es ist toll, dass der Bezug zum Finale gegen den Schwarzen Tod hergestellt wird. Diese Folge spielt ja inhaltlich nur 3 Tage später.
John im Krankenhaus. Der aktive Geisterjäger ans Bett gefesselt. Klingt so an sich ja langweilig. Ist es aber nicht. Im Gegenteil. Sein Wunsch nach Hause zu kommen, die Abneigung gegen das Essen und Schwester Genoveva machen diese Szenen sehr unterhaltsam und sogar recht lustig. Dann nimmt er eben die Medizin, damit er um einen weiteren Einlauf der Schwester herum kommt.

Irgendwie schade um Goran. Obwohl er im Finale gegen den Schwarzen Tod mehr so eine Schachfigur der Opferung war, tut einem der König der Schwarzen Vampire schon irgendwie leid. Seine Loyalität Myxin gegenüber ist bewundernswert. Aber der gepeinigte Vampir wird nun mal zu seinen Taten gezwungen. Und so muss er eben John Sinclair besuchen und von der Gefangenschaft Myxins berichten. Dass er unterwegs einen Piloten einverleibt ist grausam, aber er ist nun mal ein Vampir. Irgendwie muss er ja zu Kräften kommen. Schwester Genoveva dagegen krümmt er kein Haar. Obwohl man denken könnte, sie wird das nächste Opfer, wird sie nur absichtlich geängstigt, dass sie in Ohnmacht fällt. Die Info kommt also an, aber leider wird Goran danach nicht mehr benötigt und muss sterben. Fiese Todesengel.

Myxin gibt es doch noch. Der kleine Magier, den man nie so ganz durchschauen konnte, befindet sich in einer qualvollen Gefangenschaft in Asmodinas Kerker. Und was er so alles zu erleiden hat. Weihrauchdüfte und eine Weihwasserfolter. Für einen Menschen wäre das eine sehr angenehme Kur. Für Myxin ist es aber schrecklichste Folter, die sein Gesicht entstellt. Man leidet da mit ihm mit.

Nun, im Prinzip eine recht originelle Rettungsaktion. John Sinclair will Myxin nach Gorans Information retten. So ein magischer Stein wird ihm hinterlassen. Und durch diesen stirbt er. Mehr oder weniger. Zumindest klinisch gesehen, was für den Hörer so ein kleiner Schockmoment ist. Wir erfahren das auch erst während dem Anruf bei Sir James. Sein Geist oder was auch immer gerät halt durch diesen komischen Stein in Asmodinas Welt. Also kann ihm dort körperlich erst mal nichts geschehen. Sein Kreuz hält Johns Körper aber im Diesseits. Erst, als Suko das Kreuz entfernt, entschwindet sein Körper mit ins Reich von Asmodina. Und dann das Übliche: Ein paar aufs Maul, ab in den Kerker zu Myxin (das alles im Krankenhaus-Patienten-Outfit) und das rührende Wiedersehen. Herrlich!

Damona King... hmm... wer zum Kuckuck ist Damona King? Von ihr war noch nie die Rede. Die letzte Damona war böse. Damona de Loca aus Folge 4. Erinnert sich noch jemand? Für eine weiße Hexe ein schon recht düsterer Name. Aber egal. Wir kriegen hier einfach mal eine hübsche weiße Hexe vorgesetzt, die alles kann, um aus der Geschichte ein Happy End zu machen. Immerhin... John und Myxin müssen in Asmodinas Welt gegen einen Wertiger kämpfen. Und das ohne Waffen, Kreuz & Co. Also brauchen wir doch jemanden, der da was machen kann. Ich persönlich hätte mir hierfür Chuck Norris gewünscht. Der hätte das schon mit einem Roundhousekick gemeistert. Aber wir kriegen diese Damona King, die kein Schwein kennt. Okay, wird eben hingenommen. Also eine Beschwörung mit Sir James, Jane Collins, Suko und diesen ungläubigen Ärzten, wovon einer das Ritual natürlich versauen muss. Aber mal ehrlich. So muss es doch kommen. Damona hätte das Leben von John und Myxin auch nicht rechtzeitig retten können. Die Beschwörung passiert ja zeitgleich mit dem Kampf gegen den Wertiger. Wertiger... also ein Werwolf ist ja bekannt. Warum also nicht auch mal ein Wertiger?
Da Dr. Fryley während des Rituals also die Hosen voll bekommt und den Kreis unterbricht, löst er damit eine unkontrollierbare Reaktion aus. Und wie es der Zufall will, gelangt der Wertiger zu ihnen.
So. Was wäre, wenn Dr. Fryley schön brav weiter Händchen gehalten hätte? Dann wäre keine unkontrollierbare Reaktion zustande gekommen und der Wertiger hätte in Asmodinas Welt das gemacht, was er gerade im Begriff zu tun war. Er hätte John und Myxin getötet. Also ist der für uns Hörer so unsympathisch wirkende Dr. Fryley eigentlich mit seinem Panikanfall für die Situation der Lebensretter von John und Myxin geworden. Daran besteht kein Zweifel. Nur wird es ihm gedankt? Natürlich nicht. Er wird von der Bestie am Bein verletzt. Der Vorteil: er befindet sich ja schon im Krankenhaus.
Okay, Damona ist ja da und bändigt das Tierchen mit ihrer Magie. Damona reist mit dem Tiger zu John und Myxin und hält dort die Zeit an. So werden John und Myxin doch nicht von den Pfeilen der Todesengel getroffen. Damona nimmt John und Myxin mit und haut durch eine weitere Teleportation aus Asomdinas Welt ab. Und die Teufelstochter kann sich so schön ärgern.

"Asmodinas Todesengel" ist gespickt mit Wortwitz. Erst mal John Sinclair und Schwester Genoveva zu erleben ist köstlich. Und als John Myxin trifft, macht es auch total Spaß. Da fragt Myxin, ob John ihn tatsächlich in Pyjama retten will. Und John fragt Myxin darauf, ob man eine Kleiderordnung einhalten muss, um ihn retten zu dürfen. Das nur mal als Beispiel. Sehr unterhaltsam gemacht. Von Anfang bis Ende. An Todesopfern sind nur der Pilot, Goran und der Wertiger zu beklagen. Also geht es recht harmlos zu. Ich würde sagen der Gruselfaktor kommt hier etwas kurz. Vielmehr ist es eine interessante Entwicklung der Story und jede Menge Humor. Aber es lohnt sich.

Als Bonusleckerli gibt es nach Ende der Folge noch ein paar Outtakes vergangener Folgen. Einfach ein paar witzige Versprecher und Patzer der Aufnahmen.

Insgesamt 51 Minuten Laufzeit hat das Hörspiel. Für eine Folge John Sinclair durchaus ok. Eine Altersempfehlung ist nicht zu erkennen. Aber da John Sinclair sonst auch ab 16 Jahren empfohlen ist, wird das hier bestimmt auch so sein. Von der Klangqualität wie immer erstklassiges Kino für die Ohren.


--- Die Sprecher ---

John Sinclair: Frank Glaubrecht
Asmodina: Martina Treger
Erzähler: Joachim Kerzel
Damona King: Marie Bierstedt
Myxin: Eberhard Prüter
Todesengel: Alexandra Wilcke
Schwester Genoveva: Marianne Groß
Dr. Fryley: Andreas Fröhlich
Jane Collins: Franziska Pigulla
Goran: Raimund Krone
Sir James Powell: Karl-Heinz Tafel
Suko: Martin May
Professor Higgins: Klaus Sonnenschein
Verkäuferin: Dorette Hugo
Peter Ball: Philipp Schepmann
Ansage: Fred Bogner
Krankenschwester: Dascha Lehmann
Tower: Thomas Lang

Phantastisch. Besonders gut spielen hier Frank Glaubrecht und Eberhard Prüter als John Sinclair und Myxin zusammen. Vor allem die bisher noch nicht dagewesene Verzweiflung von Myxin ist von Eberhard Prüter absolut glaubwürdig dargestellt.
Marianne Groß als Schwester Genoveva ist einfach nur amüsant. Stellt euch einfach mal so eine resolute Krankenhausschwester vor, die übermotiviert ihre Arbeit macht und damit den Patienten gewaltig auf den Keks geht. Sozusagen der Klinikdrachen, der es an sich aber nur gut meint. Diese Rolle in Verbindung mit der hohen Stimme von Marianne Groß passt hier voll rein.
Martina Treger als Asmodina ist klasse. Sie klingt zwar sehr weiblich, hat aber diesen gewissen Tonfall in der Stimme, der sie als böse Tochter des Teufels auszeichnet. Und wenn sie vor Wut kocht, oh je... ich will nicht in ihrer Nähe sein.
Klaus Sonnenschein als Professor Higgins ist auch eine gute Wahl. Eine Stimme eines etwas älteren Herren, der auch wirklich klingt wie so ein Professor. Ein Mann, der an die Wissenschaft glaubt und alles Übernatürliche für Hirngespinste abstempelt.
Ebenso wie Andreas Fröhlich als Dr. Fryley. Der Doktor ist zwar etwas jünger, aber es passt der Wechsel zwischen dem seriösen Arzt und der Panik während der Beschwörung.
Und Damona King gesprochen von Marie Bierstedt (im echten Leben die Frau von Detlef Bierstedt, der sonst immer Bill Conolly spricht) ist natürlich eine sehr angenehme Wahl. Damona wird als überaus attraktiv beschrieben. Und die Stimme hierfür ist auch bestens gewählt. Allerdings fehlen mir in der Rolle der Damona etwas mehr emotionale Momente.


--- Lesehörprobe ---

Ansage:
Donnerstag, 19:33 Uhr. University Hospital, London.

Jane:
Bis Anfang nächster Woche?

John:
Ich weiß auch nicht, was die Ärzte so interessant an mir finden.

Jane:
Ich dachte, deine Schulterwunde würde gut verheilen.

John:
Das tut sie auch. Aber ich bin immer noch nicht fit genug, um alleine durch den Park zu wandern. Sowas nehmen die einem hier übel.

Jane:
Hmm. Kann ich einen Tee haben?

John:
Bedien dich. Ähm, nein, nicht aus dieser Kanne!

Jane:
Warum nicht?

John:
Die ist von Bill.

Jane:
Und?

John:
Bills Tee schmeckt ganz fürchterlich.

Jane:
Ach komm.

John:
Der bekommt dir nicht. Jane, nicht!

Jane:
Aaaah, verstehe. Tee von Bill, na klar.

John:
Schraub die Kanne zu. Wenn Schwester Genoveva das riecht, sperrt sie mich in eine Gummizelle.

Jane:
Ihr habt doch echt nicht mehr alle auf der Latte.

John:
Jetzt schimpf nicht mit mir, erzähl mir lieber das neueste vom Yard.

Jane:
Eigentlich hat mir Sir James ja verboten, über die Arbeit zu sprechen.

John:
Ist etwas passiert?

Jane:
Nicht direkt. Will Mallmann hat angerufen.

John:
Und?

Jane:
Er überlegt, ob er seinen Job aufgeben soll.

John:
Oh, darüber hat er mir gar nichts erzählt.

Jane:
Bisher hat er auch nur mit Sir James darüber gesprochen.

John:
Was hat er denn vor?

Jane:
Wie es scheint, will er sich ganz der Dämonenbekämpfung hingeben.

John:
Ach du liebe Zeit, hoffentlich kann ich ihm das ausreden.

Jane:
Willst du ihn anrufen?

John:
Gleich morgen früh.

Jane:
Ist vielleicht keine schlechte Idee, wenn...

(lautes Gepolter)

Schwester Genoveva:
So, Mr. Sinclair. Jetzt gibt's lecker was zu essen.

John:
Ich hab's befürchtet.

Schwester Genoveva:
Das ist aber schön, dass wir uns so freuen. Sehen sie! Schweinekotlette mit Kartoffelbrei.

John:
Und was ist das?

Schwester Genoveva:
Erbsenpüree. Brav aufessen. Und danach nehmen sie noch die hier gegen das Fiber. Vasenline steht da vorne.

John:
A- aber ich hab doch gar kein Fieber mehr.

Schwester Genoveva:
Und so soll's auch bleiben. Oder soll ich die ihnen verabreichen?

John:
Nein, nein! Einmal hat gereicht.

Schwester Genoveva:
Soooo, und jetzt guten Appetit!

John:
Danke, den werde ich brauchen.

(Schwester Genoveva verlässt das Zimmer.)

Jane:
Du meine Güte. So langsam versteh ich, warum du einen stärkeren Tee brauchst.

John:
Jane, kannst du mir einen Gefallen tun und dieses... Ding diskret draußen verschwinden lassen?

Jane:
(schmunzelt) Das ist das Kottelet, oder?

John:
Mach dich nur über mich lustig.

Jane:
Ist schon in Ordnung, Schatz. Ich komme morgen wieder.

John als Erzähler:
Sehnsüchtig sah ich Jane nach, wie sie durch die Tür nach draußen verschwand. Zwar hatte mir Sir James ein sehr gutes Einzelzimmer mit eigener Dusche und Pay TV besorgt. Doch ich vermisste meine Wohnung. Und ob sie es glauben oder nicht, auch meinen Schreibtisch. Drei Tage waren seit der entscheidenden Schlacht gegen den Schwarzen Tod vergangen und ich brannte darauf zu erfahren, welche Veränderungen meinen Sieg in der Hölle bewirkt hatte. So würgte ich tapfer einige Bissen runter und legte mich in der Hoffnung schlafen, bald wieder auf den Beinen zu sein. Dabei ahnte ich nichts von dem Unheil, was sich buchstäblich über meinem Kopf zusammenbraute.


--- Der Preis ---

"Asmodinas Todesengel" kostet bei amazon.de derzeit 7,95 Euro. Aber aktuell ist nur noch ein einziges Exemplar verfügbar. Gebraucht gibt es das Hörspiel gerade ab 1,08 Euro zzgl. 3,00 Euro Versand bei privaten Anbietern. Also ein Schnäppchen.
Und bei pop.de zahlt ihr 6,99 Euro dafür.

Ach ja, ich spreche hier von den Preisen der CD-Version. Das Produktbild zeigt die MC-Version. Ist zwar inhaltlich identisch, aber das Medium eben nicht.


--- Meine Meinung ---

Eine wirklich klasse Überleitung vom Showdown gegen den Schwarzen Tod. Die Auswirkungen sind halt noch deutlich spürbar und dieser Fall bzw. Abenteuer baut auch auf das Finale auf. Myxin ist Gefangener Asmodinas und es gilt ihn zu retten.
Wohl eine weniger gruselige Folge, aber dafür umso humorvoller. Wie schon vorher geschrieben, finde ich die Szenen mit Schwester Genoveva sehr lustig. Darum habe ich sie auch in der Lesehörprobe eingebracht. Aber es kommt natürlich viel witziger rüber, wenn man die Dialoge im Hörspiel hört.

Es ist etwas schade, dass Goran sterben muss. Aber es passt gut, denn für ihn gibt es keine Verwendung mehr. Myxin dagegen scheint sich nach dieser Folge zu einer wichtigen Figur in der Serie zu entwickeln. Oder doch nicht? Am Ende erfahren wir, dass Myxin sich während der Rettung aus dem Staub gemacht hat. Wer weiß, wohin. Ich will nichts vorgreifen, darum tue ich so, als würde ich mal nicht wissen, wie es weiter geht. Ich hoffe, er kommt wieder.
Mit dem Charakter Damona King konnte ich mich nicht anfreunden. Es kommt mir so vor, als würde mal eben eine weiße Hexe erfunden, weil gerade einen gebraucht wird. Vielleicht spielt sie ja in Jason Dark's Groschenromanen eine wichtigere Rolle, aber für die Hörspielserie ist sie einfach mal ein einmaliger Gast. Aber gut, das ist auch alles, was ich zu bemängeln habe.
Toll ist die Idee, dass John erst mit seinem Geist in Asmodinas Welt entführt wird und später durch Sukos Fehler auch körperlich. Auch der Zusammenhalt zwischen John und Myxin begeistert mich, da ich den kleinen Magier inzwischen lieb gewonnen habe. Und ich hoffe, er bleibt uns erhalten.

Von Soundeffekten, Musik und Sprechern her ist das Hörspiel ein weiterer Hochgenuss und man kann sich die Folge gern auch öfter anhören. Es macht immer wieder Spaß. Wobei man hier nicht so sehr auf einen Gruselfaktor hoffen darf, sondern auf ein eher klischeehaftes Sinclair-Abenteuer mit jeder Menge Wortwitz.

Aber dafür vergebe ich trotzdem volle 5 Sterne und spreche eine klare Empfehlung aus.

Dann werde ich mal Geist und Körper beisammen halten und wünsche euch ein schönes Wochenende.

Euer Randal

Fazit: Das Fazit fürchtet sich vor Asmodina und ihren Todesengeln

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