Wie ein Märchen
Produkt:
Der Hund von Balard - Ludovic Rpobaudi (CD)
Datum: 09.11.11, geändert am 08.05.12 (61 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Schön und traurig
Nachteile: Keine entdeckt
Am späten Abend, wenn der Schreiber dieser Zeilen längst Zuflucht in Morpheus' Armen gefunden hat, dann vergnügt sich seine Gattin ausgesprochen gern daneben liegend mit einem anderen Mann. Die beste Ehefrau von allen nämlich genießt es, vor dem Einschlafen noch Teile eines Hörbuchs zu genießen - und da mag sie ganz besonders Dietmar Bär als Sprecher. Und so versorgt sie der treu sorgende Gatte immer wieder gern einmal mit Büchern zum Hören - und sucht dabei natürlich ganz besonders nach Büchern, die eben dieser Dietmar Bär liest. Über das jüngste Produkt dieser Suche lässt er einfach die Gattin selbst berichten - mit ein wenig Hilfestellung natürlich.
Der Kauf
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Das WDR-Hörbuch, bereits im Jahre 2006 im Audio Verlag erschienen, wurde beim Internet-Anbieter buecher.de gesichtet und bestellt. Fällig waren dafür 9,99 Euro, Versandkosten werden hier nicht berechnet. Dafür gibt es im Gegenteil sogar noch einige Webmeilen zum Sammeln. Geliefert wurde übrigens drei Tage nach der Bestellung durch DHL.
Der Autor
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Ludovic Roubadi, geboren 1963 in Paris, hat nach dem Abitur beim Zirkus gearbeitet, dann als Feuerwehrmann, bevor er einen revolutionären Austernöffner auf Vorstadtmärkten feilbot. Schließlich wurde er Journalist für "Vermischtes" bei verschiedenen Provinzblättern und lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in Chalon-sur-Saône. Der Hund von Balard ist sein erster Roman.
Der Sprecher
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Dietmar Bär wurde am 5. Februar 1961 in Dortmund geboren. Nach dem Abitur absolvierte er seine Schauchspielausbildung von 1982 bis 1985 an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. 1985 folgte ein Engagement am Landestheater Tübingen, später an den Wuppertaler Bühnen. Bekannt wurde er durch seine TV-Krimi-Rollen an der Seite von Götz George im Schimanski-Tatort "Zweierlei Blut" (1984) und an der Seite von Willy Millowitsch als Kommissar in der Klefisch-Krimireihe (1989-1995). 1986 erhielt Bär den "Deutschen Darsteller-Preis für den Nachwuchs". Als Kommissar Freddy Schenk steht er seit 1996 im "Tatort" vor der Kamera. Für seine Darstellung erhielt er im Oktober 2000 den Deutschen Fernsehpreis.
Technische Angaben
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Zahl der CDs: 2 mit 12 Tracks
Laufzeit: 154 Minuten
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2004
Bearbeitung und Regie: Gabi Rüth
Ton und Schnitt: Wolfgang Mertens, F & M Tonstudio
Redaktion: Basil Nikitakis
Das Aussehen
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Wer kennt schon Ludovoc Roubadi? Richtig - nahezu niemand. Ich auch nicht. Dietmar Bär dagegen kennen viele Menschen. Deswegen wohl auch ist dessen Konterfei auf dem Booklet des Hörbuches in Großformat abgebildet - nicht zu übersehen! Über den Autoren des Werkes gibt es dagegen kaum Informationen. In der Plastikhülle stecken zwei CDs und das Booklet, das nur wenig Informationen, immerhin aber eine Track-Liste bereit hält.
Der Inhalt
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Beim vorliegenden Hörbuch, 2002 von Roubadi verfasst, handelt es sich um einen preisgekrönten, poetisch-rauhen Zirkusroman aus der Pariser Vorstadt. Im Mittelpunkt steht ein begabter Hund und der Traum einer Handvoll einfacher, muskelbepackter Zeltarbeiter, einen eigenen Zirkus zu gründen.
Meine Meinung
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Der mir bis dahin völlig unbekannte Autor hat einen wundervollen, anrührenden, traurigen Roman geschrieben, der den Leser respektive Hörer bewegt. Im Kopfkino wird eine unbekannte Welt von harten Gesellen geöffnet, die sich nie selbst eingestehen würden, welche Träume sie haben. Aber genau diese Träume werden durch einen kleinen Hund geweckt. Es ist keine Milieu-Studie, die Roubadi uns mit seiner in der Ich-Perspektive verfassten Erzählung vorsetzt, und dennoch lässt er uns in dieses Milieu eintauchen. Und wir fühlen dank der zum Greifen nahen Plastizität des Werkes mit diesen Männern, zu denen der Autor wohl selbst einmal gehörte, mit dem Hund, mit dem Zirkus. Selbst an den rauhesten und wildesten Gesellen entdeckt er Liebenswertes und Komisches. Es sind Menschen - und wer Menschen liebt, der entdeckt auch immer Positives an ihnen.
Phantastisch ist auch beim vorliegenden Werk die Lesekunst des Dietmar Bär, von dem ich mir bislang nur Kriminalromane hatte vorlesen lassen. Aber der Mann beherrscht sein Werk perfekt, denn zu hören ist in diesem Falle ein ganz anderer Dietmar Bär, ein echter Erzähler, der die Geschichte erst so richtig lebendig wirken lässt. Es war dies ein Hörgenuss der ganz besonderen Art, der mich nicht hat einschlafen lassen - zu sehr berührte mich die Geschichte, zu der ein Happy-End nicht gepasst hätte.
Fazit: Eine Geschichte, die ins Herz trifft
Name des Mitglieds: dik1609




11.11.11
Hallöchen, bärig gut geschrieben.Lie be Grüße Elfentier