Benjamin Blümchen 97: Die Gespensterkinder (CD)
Hilfe für Kuschel und Killerich - Benjamin Blümchen 97: Die Gespensterkinder (CD) Audiobook / Hörbuch

Hilfe für Kuschel und Killerich
Benjamin Blümchen 97: Die Gespensterkinder (CD)

Miss_Piper

Name des Mitglieds: Miss_Piper

Produkt:

Benjamin Blümchen 97: Die Gespensterkinder (CD)

Datum: 25.03.11

Bewertung:

Vorteile: Teils lehrreich, recht spannend

Nachteile: Eine weniger gute Aussage, teils albern, teils nervige Sprecher

Zur Gliederung:
1) Produktinfos
2) Hintergrund
3) Inhalt
4) Bewertung
5) Fazit
6) Sprechernamen

1) Produktinfos:

Die CD gibt es im Handel für etwa 5 Euro zu kaufen, beispielsweise im Kiddinx-Shop unter www.Kiddinx.de, und das Hörspiel darauf dauert etwa 40 Minuten. Es ist laut Aufschrift ab 5 Jahren geeignet und erschien erstmals im Jahr 2003.


2) Hintergrund:

Für alle, die Benjamin Blümchen noch nicht kennen sollten, ist hier die Vorgeschichte zusammengefasst:
Benjamin Blümchen ist der einzige sprechende Elefant der Welt. Er lebt in einem Zoo in Neustadt. Sein bester Freund ist der kleine Otto, ein zehnjähriger Junge. Benjamin kann nicht nur sprechen, sondern er ist auch ausgesprochen hilfsbereit. Wo immer es Probleme gibt, greift Benjamin ein - und das stets mit Erfolg. Gemeinsam mit Otto erlebt er zudem die aufregendsten Abenteuer, denn Benjamin ist nicht nur hilfsbereit, sondern auch mindestens genauso neugierig ... Zu seinen weiteren Freunden zählen die rasende Reporterin Karla Kolumna, der gutmütige Zoobesitzer Herr Tierlieb und der Tierwärter Karl.


3) Inhalt:

Benjamin und Otto machen eine Führung auf Burg Eintracht mit, die vom liebenswerten Schlossgespenst Kasimir abgehalten wird. Dabei bekommen sie auch ein Gemälde des königlichen Erfindungsministers gezeigt und seine angebliche Zeitmaschine, zu der aber keine Gebrauchsanleitung existiert.

Als Kasimir von der Saphirensammlung des Königs erzählt, stellt sich heraus, dass diese Sammlung nicht mehr existiert. Sie wurde vor über 700 Jahren gestohlen - und als Täter gelten ausgerechnet Kasimis Vorfahren, die Gespenstergeschwister Kuschel und Killerich. Kasimir ist überzeugt davon, dass sie beiden unschuldig waren.

Auch Benjamin und Otto können sich nicht vorstellen, dass ihr lieber Kasimir solch diebische Vorfahren hatte. Während die Führung weitergeht, hat Benjamin einen Einfall: Er will mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen und die Unschuld der Gespensterkinder beweisen. Er setzt sich testweise in die Maschine und probiert ein paar Knöpfe aus. Plötzlich bewegt sich die Maschine, Benjamin bekommt ein Brett auf dem Kopf und wird ohnmächtig. Als er erwacht findet er sich und Otto in der Burg wieder - 700 Jahre früher. Sie geraten auch gleich in eine Verfolgungsjagd zwischen den Gespensterkindern und den Wachen. Nicht nur Benjamin und Otto wollen den Gespenstern helfen, sondern die kleine Prinzessin. Ihr mächtiger Gegner ist allerdings der Erfindungsminister ...


4) Bewertung:

In "Benjamin als Gespenst" tauchte der niedliche Schlossgeist Kasimir zum ersten Mal auf, Burg Eintracht kennt man dagegen bereits aus der noch deutlich älteren Folge "Benjamin als Ritter". Auch hier geht es wieder gespenstisch zu - teils auch in qualitativer Hinsicht ...

Erst mal zu den positiven Dingen, die es ja auch gibt: Die Folge ist ziemlich abwechslungsreich und recht spannend, für kleine Hörer auf jeden Fall sehr abenteuerlich, ohne dass sie sich dabei gruseln müssten. Zum einen finden sich Benjamin und Otto im Mittelalter wieder, zum anderen wollen sie den Gespensterkindern helfen und haben dabei einen gefährlichen Gegner. Sie türmen durch Geheimgänge, entdecken ein Unsichtbarkeitsspray und der Erfindungsminister versteht es zudem gut, den König um den Finger zu wickeln. Selbst seiner Tochter Lea will der König zunächst nicht glauben und es ist daher alles andere als leicht, die Unschuld der Gespensterkinder zu beweisen. Die Sprecher sind grundsätzlich gut besetzt. Highlight ist Lothar Blumhagen als hinterhältiger Erfindungsminister. Blumhagen synchronisierte früher regelmäßig Schauspieler wie Roger Moore und Christopher Lee und passt mit seiner sehr deutlichen Aussprache, dem leicht gedehnten, snobistischen Tonfall sehr gut auf diese Rolle hier.

Sehr schwach ist dagegen die deutliche Aussage, dass ein so liebes Gespenst wie Kasimir ja unmöglich diebische Vorfahren haben könnte. Eine sehr seltsame und naive Argumentation, die leider auch der Erzähler vertritt. Objektiv gesehen gibt es keinen Grund, weshalb alle Anwesenden so felsenfest davon überzeugt sind, dass die beiden Vorfahren nicht die Diebe sein können. Kasimir glaubt es aus Solidarität zu seinen Verwandten und es gab schließlich keinen eindeutigen Beweis. Dass aber auch Benjamin und Otto sofort glauben, dass die beiden Gespenster hereingelegt wurden, ist viel zu voreilig. Noch blöder ist dann der Kommentar des Erzählers, man müsse sich doch nur mal den niedlichen Kasimir anschauen - so ein liebes Gespenst könne unmöglich kriminelle Vorfahren haben. Nicht besonders lehrreich für Kinder, die eigentlich eher lernen sollten, dass man niemandem ansieht, wie gut er wirklich ist und erst recht nicht, wenn man nur die Nachkommen kennt. Dazu passt dann natürlich, dass umgekehrt der Erfindungsminister allein von seinem Anblick auf dem Ölporträt der Erzähler sofort glaubt, dass er ein unsympathischer Charakter ist. Schade, denn normalerweise vermittelt die Serie schöne Lehren für Kinder. Allgemein ist diese Folge teilweise etwas alberner als man es sonst in der Reihe gewohnt ist. Es nervt, dass ständig irgendwelche Personen gleichzeitig sprechen - mal Benjamin und Otto, dann die Wachen, die Burgbesucher und auch die Gespensterkinder sprechen anfangs immer synchron. Die übertrieben piepsigen, hellen und leicht verfremdeten Stimmen der Gespenster können auf Dauer zudem etwas nerven. Ein sehr mauer Running Gag ist außerdem Benjamins mehrfaches "Saphidingsbums", wenn es um die Saphire geht, denn so schwer ist das Wort ja nun wirklich nicht. Man kann auch darüber streiten, wie sinnvoll die Gespenstercharaktere überhaupt sind. Normalerweise zeichnet die Serie ja aus, dass Benjamin in einer ansonsten ganz normalen Welt lebt, ebenso wie Bibi ist er ein Phänomen in Neustadt, der Rest ist ziemlich realistisch. Jetzt aber gibt es plötzlich Gespenster und niemand wundert sich großartig darüber, das macht gerade Benjamins Einzigarigkeit als sprechender Elefant etwas zunichte.


5) Fazit:

Ein schwächeres Hörspiel aus der Reihe mit Licht und Schatten. Die Handlung ist für Kinder spannend und aufregend, die Sprecher sind nicht schlecht, teilweise ist die Geschichte lehrreich. Allerdings ist die Handlung in anderen Teilen fraglich in der Aussage, es gibt zu viele alberne Stellen und manche Sprecher können nicht so sehr überzeugen.


6) Sprechernamen:

Benjamin Blümchen: J. Kluckert
Otto: K. Primel
Kasimir: M. v. Jascheroff
Prinzessin Lea: M.-L. Schramm
König Funkelstein: H. Lampe
Erfindungsminister: L. Blumhagen
Kuschel: D. Borgwardt
Killerich: D. Reidies
Wachen: U. Jellinek/ F. Götsch
Erzähler: G. Schoß

Fazit: Gibt viel bessere Folgen