weitere Hotels in Tunesien
Hotel El Hana Skanes - weitere Hotels in Tunesien Archiv Reisen & Cityguide

Neuester Testbericht: ... da meine Familie und ich es fuer ein grossartiges Urlaubsland halten! natuerlich kann man das Essen nicht ganz mit Hotels, gleicher Kate... mehr

Hotel El Hana Skanes
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horst49

Name des Mitglieds: horst49

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weitere Hotels in Tunesien

Datum: 21.11.01, geändert am 21.11.01 (348 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: siehe Text

Nachteile: s.T.

Wegen meiner Allergie gegenüber zuviel Turismus und dem damit verbundenen Nep, entschloss ich mich genau vor einem Jahr, zum ersten Mal ein arabisches Land zu besuchen. Die Nachsaison-Monate Oktober/November kann ich für Tunesien, was Preis und auch Wetter betrifft, wärmstens empfehlen!

Ich fand ein Angebot bei ITS und somit das Hotel in Skanes „El Hana" (4 St. HP, DZ zur Alleinben. 14 Tg. für 1.140 DM), hörte mich bei Freunden und Bekannten um, forschte in der Literatur und beschloss, bei so einer Vielfältigkeit der Meinungen (auch bei dooyoo), mir eine Eigene über das „Billigreiseland" Tunesien zu machen (siehe auch meine Meinungen „Ab in die Wüste" und „Der Souk")

Skanes heisst die ca. 15 km lange (zumeist Sandstrand) Küste zwischen Monastir und Sousse, und irgendwo in der Mitte steht auch das Hotel „El Hana", welches neben sich auch andere Hotels hat, die wiederum von sich das Gleiche behaupten können u.s.w. und da, wo noch kein Hotel stand, war aber „zum Glück" schon die Baustelle zu erkennen (ich schätze, in 5 Jahren ist alles zugepflastert).

Das Hotel selbst macht auf den ersten Blick einen tollen Eindruck, und zwei Wochen später wusste ich auch, dass das Preis-Leistungsniveau durchaus okay ist! Zu dieser Jahreszeit war es bestimmt nicht ausgebucht (auch keine Ferien in D), es herrschten also kein Platzmangel oder allzu frühe Handtuch-Reservierungen am Pool der vorwiegend deutschen Gäste (daneben viele aus Holland, England und der Schweiz)!

In den halbkreisförmigen 8 Etagen befinden sich u.a. eine grosse Lobby (wo man viel sehen kann und gesehen wird) (also nie leer war), einige Boutiquen (Schmuck, Leder, Textilien und Zeitungen) (der „Zeitungsmensch" war entsprechend einem „Billigreiseland" billig bestechlich; ich bekam täglich das einzige Exemplar der „Berliner Zeitung" von vor-vor-gestern), ein grosses Restaurant, eine Tag
- und Nachtbar neben der Lobby, eine Nachtbar ganz weit oben, ein kleines Hallenbad neben der noch kleineren „Spielhölle" (Flipper u.a. Betäubungsmittel) und ein typisch-arabisches Cafe (mit der Option zur Wasserpfeife) neben einem schmackhaften Italiener.

Gleich neben dem Hauptgebäude geht es eine Treppe tiefer ins „Sündenbabel" namens Disco, wo mein bis dahin laienhaftes Weltbild der arabischen Welt zusammengebrochen ist, was sich aber nur auf das Verhältnis zwischen deutschen Frauen älterer Altersgruppe und tunesischen Männern jüngerer Altersgruppe bezieht (umgekehrt dann Monate später in Marocco). Musik, Ambiente und Getränke, Spots und Lightshow like in Germany.

20 Meter hinter dem von Rasen umgebenen grossen Pool beginnt gleich der Sandstrand, welcher im Sommer wahrscheinlich krachend voll ist, zu „meiner" Jahreszeit aber auch nicht als leer beschrieben werden kann. Jedenfalls sind ausreichend Liegen und Schirme vorhanden; zu beachten ist aber für Okt./Nov.-Reisende, dass Strand- und Sonnenanbeter nur die Zeit zwischen ca. 10 bis 16 Uhr zur Verfügunng haben, es sei denn, sie sind abgehärtet und wollen noch den letzten Sonnenstrahl gegen 18 Uhr noch erwischen (ich hatte in den zwei Wochen vielleicht einen halben Tag etwas Regen, aber es wird ab 16 Uhr schon richtig kühl).

Zu meiner Überraschung erwies sich mein Doppelzimmer zur Alleinbenutzung als 2-geschossiges Familien-Appartement, das heisst, ich konnte wählen zwischen einem grossen Doppelbett eine Treppe höher oder zwei bequemen Liegen in der Nähe des TV (ich wählte natürlich die Liege mit der besten TV-Sicht) (SAT1, RTL, Deutsche Welle und viele italienische, franz. und arabische Sender).
Zu Internet-Cafes und Ähnliches kann ich nichts sagen, weil ich damals nur die Bedeutung der Enter-Taste erahnte.

Die andere Überraschung war, dass gleich neben meinem Fenster mit Meerblick im 1. Geschoss der Lautsprecher für die immer gleiche mus
ikalische Endlosschleife für die dezente Beschallung der Terrasse, der Lobby... also des Hauses hing und erst gegen Mitternacht verstummte. Nun kommt es ja auch vor, dass auch ich mal vor Null-Uhr in die Falle falle, und gleich am nächsten Tag bekam ich das gleiche „Zimmer" zur anderen Seite hinaus. Dort sah ich zwar nicht mehr das Meer, sondern „ nur" Palmen (wenn ich denn mal bei Tageslicht im Zimmer war). Also TIP: wenn bei Buchung MB - vor Ort klären und versuchen nach oben zu gelangen!

Das HP-Essen war hervorragend, egal ob morgens oder dinner for 8 (ich winke jetzt mal in die Kamera und grüsse Verden, Hannover und Stuttgart)! Das Buffet war mehr als ausreichend und von den „berühmten" durchgefallenen Krankheiten, was man so hört oder auch bei dooyoo liest, habe ich nichts mitbekommen.

Die Nachtbar ganz oben unterm Dach war ab 22 Uhr ein Muss für die Bingo-Spieler! Denn es gab tolle Preise wie z.B. kleine Poster, original arabische bunte Tücher aus Taiwan u.a.m. Weil es keine Luftballons gab mit dem El-Hana-Logo drauf, hab ich aber nicht mitgespielt.
Nach der täglichen Bingo-Show beginnt dann eine Art Vorstellung von Folklore-Gruppen, oder einem Zauberer (war nicht schlecht!) oder ( und das war jede Woche wohl der Höhepunkt) einem Mann, welcher Schlangen aus seinen Körben auf die Tanzfläche schmiss, manche wieder einsammelte, während die Anderen so vor sich hinlümmelten, und sie natürlich zuerst dem weiblichen Publikum förmlich „unter die Nase hielt". Das entsprechende Gaudy kann sich jeder vorstellen.
Die Krönung war allerdings, als er einem unbekannten Mann aus dem Publikum, welcher tagsüber als Animateur am Strand seinen Job macht, eine Schlange ins Hemd steckte und sie durch den Hosenschlitz wieder ansich nahm, um sie dann ihrer gewohnten unfreiwilligen Korbumgebung wirder zuzuführen!

Vor dem Hotel warten Taxis und Pferdekutschen und sind jederzeit buchbar für Fahrten in die nah
en Städte Monastir oder Sousse. Der allgemeine Tarif lag bei ca. 5 Dinar bis Monastir und maximal 8 Dinar bis Sousse (Angaben von Nov.2000). Um meine ersten Souk-Erfahrungen (zuerst eigentlich Blamagen) zu sammeln, war ich oft in Monastir mit dem Taxi, und ich bekam schnell mit, dass wohl jeder Fahrer ein Fussball-Fan ist. Wer von ihnen nicht englisch oder etwas deutsch sprach, identifizierte mich sofort als „Bäkenbaur", was mir natürlich schmeichelte, aber schon von den Kontobewegungen her mehr als unrealistisch erschien.

Wer keine Lust zum ausgiebigen Handeln auf dem Souk hat, kann zu festen Preisen in 2-3 kleinen sogenannten Supermarkts in der Nähe vom „El Hana" auch shoppen. Über die Strasse an den vielen Taxis und Kutschen vorbei, den breiten Sandweg benutzen, und in ca. 10 Minuten steht man vor den Geschäften (Lederbekleidung, Textilien, „bleifreies Bier", andere Genussmittel, Souveniers aller Art u.a.m.)

Vor den Geschäften steht man aber auch nicht allein, denn Strassenhändler mit den „herrlichsten" Anpreisungen ihrer Ware (mich erstaunte das mitunter sehr gute Deutsch) sind eigentlich überall präsent. Um einen ganz hartnäckigen Vertreter los zu werden, kaufte ich ihm einen „original chinesischen Seidenschal" ab, welcher später in Marocco bei der Atlas-Auto-Tour um die Stirn gebunden (Fahrtwind) gute Dienste leistete (Achtung: Lesung-Schleichwerbung)!

Alle Reiseveranstalter hatten ihre Ausflugsprogramme gleich bei der Begrüssung angepriesen und mittels Prospekt oder an den Tafeln an den Wänden oder Katalogen kund getan. Preisliche Unterschiede waren nur minimal. Damals wusste ich noch nicht, dass man mitunter bedeutend besser fahren kann, wenn man sich auch einheimische (also unabhängige) Anbieter anschaut. Deshalb noch zum Schluss den Tip: Nie gleich beim Begrüssungsempfang einen Ritt auf dem Kamel (eigentlich Dromedar), eine Rundreise oder Wüstentour usw. aufdrängeln lassen! <
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Fazit: