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Vor- und Nachteile des Massentourismus  - Reise Tipps Archiv Reisen & Cityguide

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Vor- und Nachteile des Massentourismus
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masit

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Datum: 24.06.02, geändert am 24.06.02 (35996 Lesungen)

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Vorteile: siehe Text

Nachteile: siehe Text

Jetzt beginnen bald wieder in ganz Deutschland die heiß ersehnten Sommerferien. Viele Jugednliche und Familien nutzen diese Wochen um Urlaub zu machen. Aus diesem Grund möchte ich heute einmal die Vor- und Nachteile des Massentourismus in Form eines Schulaufsatzes erörtern.

Zuerst sind die Vorteile für Touristen zu nennen, die sich durch den Massentourismus ergeben.

Ein wichtiger Gesichtspunkt, der für den Massentourismus spricht, ist der Spaßfaktor, der in den Urlaubsorten mit Massentourismus höher ist als in anderen Ländern mit weniger Massentourismus. Da viele Menschen gerade wegen dem Spaß in die besagten Regionen fahren, werden dort auch viele Freizeitmöglichkeiten angeboten. In Gebieten, die mit dem Meer verbunden sind, werden oftmals Sportarten wie Wasserski, surfen und tauchen angeboten und in Gebieten, wie z.B. der Schweiz oder Österreich werden Sportarten wie z.B. Snowboarden, Ski fahren, Mountainbiketouren oder wandern angeboten.

Darüber hinaus sprechen die preiswerten Reiseangebote für den Massentourismus. Urlaubsorte, wie z.B. Mallorca bieten oft preiswerte Reisen an, da sich diese auch viele Menschen leisten können. Dadurch sind die Reisen meist ausgebucht und somit wird auch viel mehr Umsatz in den Restaurants, Kneipen und Hotels gemacht. Für den Flug mit Unterkunft in einem 4 Sterne Hotel zahlt man beispielsweise für eine Woche auf Mallorca pro Person ca. 700,-. Im Gegensatz zu den Malediven, auf denen man für eine Woche mit Flug und Unterkunft um die 2600,- bezahlen muss. Urlaub in einem Land mit Massentourismus ist also eine gute Möglichkeit, für Jugendliche und nicht so gut Verdienende trotz des geringen Einkommens, Urlaub zu machen.

Außerdem sind die Auswirkungen des Massentourismus auf die Wirtschaft zu erwähnen.

Da viele Hotels, Restaurants usw. in den Ländern gebaut werden, müssen diese auch immer leicht und schnell zu erreichen sein, deshalb wird die Infrastruktur immer wieder erweitert und verbe
ssert. Viele Menschen, die sich in einem Reisekatalog die Hotels und Ferienanlagen angucken, berücksichtigen auch oft die Busfahrt vom Flughafen bis zu ihrer Ferienunterkunft. Da viele Menschen nach dem langen Flug keine Lust mehr haben lange im Bus zu sitzen, bevorzugen sie deshalb meist die besser erreichbaren Ferienanlagen.

Nicht zu vergessen sind die Arbeitsplätze, die durch den Massentourismus entstehen. In den Hotels und Restaurants wird immer Personal gebraucht, welches z.B. an der Rezeption, als Kellner oder als Reinigungspersonal arbeitet. Das kommt auch den Einwohnern zum Nutzen, da diese dann mehr verdienen als in ihren vorigen Tätigkeiten, die sie betrieben haben. In vielen Clubs, wie z.B. dem Robinson Club werden auch ständig junge Leute gesucht, die als Animateure die Touristen unterhalten sollen.

Von größter Bedeutung für den Massentourismus sind die hohen Mengen Geld, die die Länder dadurch einnehmen. Die Touristen geben in den Ländern viel Geld aus, z.B. in Hotels, Restaurants, für Freizeitangebote und in Souveniershops. Die Einnahmen kommen dann wiederum dem Land zu gute. Auf den Malediven betragen die Ausgaben der Touristen 95% der Wirtschaftsleistung. In Deutschland allerdings nur 0,6%.

Trotz vieler Vorteile, die der Massentourismus den Ländern bringt, sollte man die Nachteile nicht unerwähnt lassen. Der Massentourismus hat z.B. viele Auswirkungen für die Einwohner.

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass es für Fernreisetouristen, wie auch für Einwohner viele Krankheitsgefahren gibt. Viele Krankheiten werden in die Länder eingeschleppt oder aus den Ländern mitgenommen. Viele Touristen stecken sich z.B. in den Ländern beispielsweise an Malaria, Typhus oder Aids an, die sie dann mit in ihr Heimatland einschleppen. Deshalb möchte z.B. das Land Goa nicht, dass die Touristen in das Land kommen und Krankheiten mitbringen. In Uganda sind die Krankheiten schon so weit verbreitet, dass niemand mehr in das Land reise
n möchte und sich die Menschen deshalb einen neues Reiseziel suchen, wozu unter anderem Goa gehört.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kultur, die sich durch den Massentourismus stark verändert.

Da viele Touristen das Land bereisen, müssen z.B. die Kellner und Animateure deren Sprachen beherrschen. Dadurch wird die Landessprache immer mehr in den Hintergrund gestellt. Auf Mallorca z.B. hat sich die deutsche Sprache schon so weit ausgebreitet, das fast überall auf der ganzen Insel deutsch gesprochen wird.

Außerdem ist zu erwähnen, dass sich die Traditionen der Einwohner durch den Massentourismus immer weiter verändern. Durch den Bau von Luxushotels wird den Einwohnern, den Fischern, Palmweinerzeugern, Bauern usw. das Land und die Küsten weggenommen. Die Einwohner können ihre traditionellen Beschäftigungen nicht mehr ausführen und müssen in Hotels arbeiten gehen. Dadurch, dass die Einwohner ihre traditionellen Beschäftigungen nicht mehr ausüben können geht ein wichtiges Stück Kultur verloren.

Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt, den man berücksichtigen muss, ist die Lebenseinstellung der Einwohner, die sich stark verändert. Dadurch, dass sie ihre traditionellen Beschäftigungen nicht mehr ausüben können, verdienen sie mehr Geld in den Hotels. Früher arbeiteten sie um zu überleben, heute in der Zeit des Massentourismus leben sie, um sich etwas leisten zu können.

Weiterhin gibt es viele Auswirkungen für die Einwohner, die sie dem Massentourismus zu verdanken haben.

Es ist unumstritten, dass die Wassermängel für die Bevölkerung ein großes Problem darstellen. Durch den ausbleibenden Regen schrumpfen sie Wasservorräte und die Stauseen sind nur noch zur Hälfte gefüllt und da viele Hotels sehr viel Wasser für den Rasen ihrer Ferienanlagen und Swimming-pools verbrauchen, wird der Bevölkerung das Lebensnotwendige, wie z.B. Wasser und Elektrizität entzogen. In Goa beispielsweise bekommt die Dorfbevölkerung an manchen Orte
n, an denen die großen Hotels stehen nur eine Stunde Wasser pro Tag für alle ihre Bedürfnisse.

Von größter Bedeutung allerdings sind die Umweltzerstörungen. Da die Landschaft den vielen Sportarten, besonders dem Wintersport, angepasst werden muss, werden Felsen gesprengt, Hänge planiert, Schneisen durch den Bergwald geschlagen, Bäume gefällt, Bachläufe verlegt, Gräben zugeschüttet, Pflanzendecke und Boden weggeschoben und schließlich Aufstiegshilfen gebaut. In Skigebieten werden jedes Jahr durch Lawinen-, Wasser- und Schlammmassen aus den von Skipisten zerstörten Hängen Dutzende von Menschen und Täler gefährdet. Außerdem entstehen Unwetterkatastrophen die Schäden in Milliardenhöhe und viele Menschenleben fordern.

Ich denke, dass jeder mit sich selbst ausmachen muss, ob er in ein Gebiet mit Massentourismus in den Urlaub fährt. Allerdings denke ich auch, dass sich die Touristen nur um sich kümmern und es ihnen zum größten Teil egal ist, ob es den Einwohnern gut geht oder nicht.

Fazit: