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Neuester Testbericht: ... dagegen unternommen wird - ein immer stärkeres und schrecklicheres Abdriften in eine Klassengesellschaft zur Folge hat. Ein soziales Syst... mehr

Denk ich an Deutschland...
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ERistREIGO

Name des Mitglieds: ERistREIGO

Produkt:

Deutschand

Datum: 19.08.01, geändert am 19.08.01 (75 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: man spricht deutsch

Nachteile: man denkt deutsch

Bedrückende Stille über der Lagergasse.
Geduckt stehen die sorgsam restaurierten Baracken in Reih und Glied, militärische Ordnung, geplantes System auch heute noch.
Da hinten, das Gebäude mit den Schloten, die jetzt nicht mehr rauchen - das Krematorium.
Endstation.

Gedenkstätte - Bedenkstätte - Stein und Ziegel gewordene, handgreifliche Anklage.

Mahnmal.

Schaut, was ihr gemacht habt, schaut wozu ihr fähig ward.

Ihr die Täter, ihr die Mitläufer, ihr die Wegschauer, ebenso schuldig wie die Täter selbst.
Warum habt ihr das zugelassen, warum habt ihr es nicht verhindert?
Und sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst, sagt nicht ihr hättet es nicht gekonnt, sagt nicht ....

Mörder!
Kinder von Mördern!
Enkel von Mördern!
Aus demselben Fleisch - Mörder auch ihr.
Jetzt und immerdar.
Mörder, Mörder, Mörder!

So, oder zumindest so ähnlich klingen die Vorwürfe, klingen die Anschuldigungen, die Vorhaltungen, die - nicht immer und nicht überall, aber immer dann, wenn es gerade opportun erscheint, wenn irgendwelche Forderungen, späte, oft nicht mehr eindeutig nachvollziehbare, aber wen kümmert das, nicht so erfüllt werden, wie man es erwartet, hervorgeholt werden - einem Volk einem Staat entgegengeschleudert werden, niederprasseln auf eine Generation, die damals noch nicht einmal ein sündiger Gedanke ihrer Eltern war, deren Eltern damals oft noch nicht einmal selber schon gelebt haben.


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Einschub und Warnung

Wie vielleicht schon aufgefallen ist, handelt es sich hier um eine Meinung, - und es ist nichts Produktbezogenes und deshalb kann es nur eine Meinung, und zwar eine sehr persönliche und individuelle sein - die nicht im Trend mitschwimmt, nicht dem Zeitgeist entspricht und vermutlich auch nicht das ist, was man so schön "politically correct" bezeichnet.

Ich erlaube mir, hier und jetzt Arschlöcher
auch als solche zu bezeichnen und nicht als

"möglicherweise schlecht sozialisierte Individuen, deren Verhalten unter Umständen den gängigen, vielleicht aber auch durchaus reaktionären, ja geradezu faschistoiden, Erwartungshaltungen einer rigiden Gesellschaft oder eines anderen Individuums zuwiderläuft, für die allerdings bis zur endgültigen Klärung durch den Europäischen Gerichtshof selbstverständlich die Unschuldsvermutung weiterhin gilt und ab diesem zeitpunkt dann ein entsprechender Therapieplan in Kraft zu treten hat"

Warum ich als Österreicher mich bemüßigt fühle, hier meinen Senf dazuzuschmieren?

Vielleicht deshalb, weil gerade Österreich - nicht nur in der letzten Zeit, da aber besonders und auch wiederum durchaus auch von Kreisen im Inneren des Landes, die sich selber in vollkommener Arroganz als das "andere, sprich bessere Österreich" bezeichnen, die nicht akzeptieren können und wollen, dass ein demokratischer Prozess zu einem Ergebnis führen kann, der ihnen nicht so ganz konveniert, sondern dies dann sofort als "reaktionären, rechtsextremen Staatsstreich" ansehen, weil halt nicht sein darf, was nicht sein soll und schließlich bestimmen immer noch SIE und ausschließlich sie, was demokratisch und human und gerecht ist (ich hab auch keine Freunde mit dem Bärentaler und seinem Hojac und Konsorten, aber ich nehme ein Wahlergebnis als das, was es ist und vertraue darauf, dass noch immer der Wähler die Entscheidung trifft, und dann entweder andere Konstellationen bevorzugt, oder - auch das soll möglich sein - zufrieden ist) und mit allen Mitteln von Verunglimpfung, Beschimpfung bis hin zu körperlicher Gewalt und Pflastersteinen ihren Protest artikulieren "müssen" - immer wieder als die Urmutter des Bösen, als Mittäter, angesehen und behandelt wird.

Teilweise sogar noch schlimmer, denn auf die Kleinen war es immer schon leichter hinzuschlagen, auch aus Deutschland
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Erbsünde.
Vererbte Kollektivschuld.
Sippenhaftung.
Unvergessen.
Unverziehen.
Auf immerdar mit dem Makel, dem Stigma des Mörders, des Verbrechers behaftet, weitergegeben von den Vätern und Vorvätern.

Doch nicht nur von außen, nicht nur von den Verwandten, Angehörigen der Opfer, den Überlebenden, den Hinterbliebenen, deren Sympathisanten und Rechtsanwälten, Lobbyisten und Trittbrettfahrern kommen diese Aussagen, diese Anschuldigungen, dieses "dem Bösen den Spiegel vorhalten" (meist um damit durchaus sehr konkrete, finanzielle, politische, .... Ziele durchzusetzen), sie werden nicht nur als Keule verwendet, wenn man vielleicht seine Stimme erhebt, gegen das Unrecht, die Verbrechen, die die nachkommen der ehemaligen Opfer nun ihrerseits verüben (sie haben ihre Lektion gelernt, wie das geht, wie man umgeht mit Schwächeren, Feinden, "Untermenschen" - damals) nein - der Zeitgeist, die Mode und zum Teil auch die Erziehung, die Geschichtsschreibung haben - seltsamerweise in der Urenkelgeneration noch häufiger und vor allem in jenen Teilen Deutschlands, der dereinsten doch seinen Lebenszweck im Kampf gegen den Faschismus und das "braune Unwesen" sah (böse Zungen behaupten, um von seinem rot angemalten eigenen Faschismus, den Bespitzelungen, den Todesschüssen, .... abzulenken, das den Rassismus der Nazis nur durch den Klassenkampf ersetzt hat, das den Bürgern einerseits einimpfte, dass alles deutsche schlecht und mörderisch und faschistisch, zumindest aber faschistoid sei, nur sie, die besseren Deutschen seien durch den reinen und wahren Sozialismus von diesem Makel freigewaschen und ich frage mich warum die meisten Neonazis ausgerechnet von dort kommen) eine Art moderner Flagellanten hervorgebracht, die sich selber geißelnd und im Büßerhemd umherziehen, sich und ihre Umgebung anklagen, bestrafen, peinigen, um göttliche, zumindest aber wohlwollende Verzeihung zu erlangen, oder wenigsten
s gesellschaftlich als besonders vorbildlicher reuiger Sünder anerkannt zu werden, für Dinge, für Vergehen, Verbrechen, die sie nicht begangen.


Eines allerdings sei auch unmissverständlich klargestellt, bevor jetzt jemand dies womöglich in die falsche, die rechte Kehle bekommt:

Ich leugne, bestreite, ignoriere keine einzige Untat, kein einziges Verbrechen, egal ob heimlich oder offen, dokumentiert oder vergessen.

Ich verurteile jede einzelne von ihnen.
Egal ob es sich um die Erniedrigung von Menschen, unabhängig davon, ob dies aus politischen Gründen oder auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu irgendeiner "Rasse" geschehen ist, egal ob es sich um Enteignung, Zerstörung von Hab und Gut, oder deren Inhaftierung bis hin zur Ermordung handelt.

Geplant, systematisch und brutal.
Abscheulich und unmenschlich.

Verbrechen.

Und doch nicht einzigartig!
Und doch - und hier regt sich mein innerer Widerspruch - nur ein System, ein Regime, eine Ideologie und die unter deren Deckmantel verübten Verbrechen unter anderen auch.

Kommt mir nicht mit der Einmaligkeit der Verbrechen der Nationalsozialisten - sie sind es nicht.
Kommt mir nicht mit der Einmaligkeit der geplanten und generalstabsmäßig durchgeführten Vernichtung politischer Gegner, ganzer Völker - das ist nichts Neues, nichts, was es nicht schon (vielleicht vorher nicht in diesem Ausmaß, aber sogar das wage ich zu bezweifeln) gegeben hat und auch heute noch gibt.


Wo, bitte ist der große Unterschied...

...zwischen den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten und den Gulags der Sowjetzeit?
Macht es für mich - als Insasse - denn einen Unterschied, ob die, die mich quälen, zu unmenschlicher Arbeit antreiben, verhungern lassen, erschießen, erschlagen oder einfach nur krepieren lassen, schwach, abgemagert, unterernährt, krank, nun schwarze Uniformen tragen, mit Runenzeichen am Kragen, oder braune Unif
ormen mit rotem Stern.

Fühlte ich mich denn besser, wenn ich in Sibirien stürbe, statt in Dachau oder Mauthausen?

... zwischen dem Rassenwahn des 3. Reiches, der Judenvernichtung, der Zigeunervernichtung... und dem Klassenwahn des Bolschewiki, der Vernichtung des Bourgeoisie, des Klassenfeindes, aber auch dem Wahn der Conquistatores, alles Nicht-christliche unterwerfen zu können, um des Himmels Willen, dem Wahn der Amerikaner, das "God's own country" zu ihrer freien Verfügung stünde.

Jede Gesellschaftsform, jedes System - und das bezieht sich jetzt durchaus nicht nur auf den weißen Mann und Europa - hat seine Arroganz, seine Überheblichkeit, den Glauben daran, besser zu sein, als alle anderen.

Und allein diese Sicherheit beauftragt ja geradezu, zu missionieren.
Und wer sich nicht missionieren lassen will, ......

Oder auf Grund der eigenen Höherwertigkeit, andere "niedrigere" Wesen eben auch als solche zu behandeln - rechtlos, würdelos, keine Lebewesen, sondern Gebrauchsgegenstände, Ware.
Mit und ohne Wert, wie's gerade passt.
Einfach zum Wegwerfen.

Und jede Gesellschaft hat ihre "Sündenböcke"
Jedes totalitäre System hat sich seinen "Lieblingsfeind" gesucht.

Und jedes dieser Systeme hat versucht, diesen mit allen möglichen Mitteln zu vernichten, auszulöschen.
Wir wissen wir aus der Gruppenpsychologie - jeder gemeinsame Feind stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.
So einfach ist das in Wahrheit und mit diesem Wissen, mit dieser Erkenntnis, jahrhundertlang nicht niedergeschrieben, aber doch praktische Erfahrung, agierten, agieren sie alle, ob sie nun Domitian, Cromwell, Hitler, Stalin, Begin, Sharon, Kim oder wie auch immer hießen und heißen.
Ob Nero die Christen verfolgen ließ, um von seinem Wahnsinn abzulenken, Diokletian ebenso,
ob in der französischen Revolution nicht nur Aristokraten, sondern auch jeder miss
liebige Bürger einen Kopf kürzer gemacht wurde,
ob seit dem Mittelalter immer wieder Judenverfolgungen, Pogrome die Massen bei Laune hielten,
ob es die Hexen, die Ketzer waren, die die Inquisition auf den Scheiterhaufen schickte
ob die "wilden Roten" aus ihren Wohngebieten vertrieben, vernichtet, zusammengepfercht wurden .......


Was ist der Unterschied aber auch zwischen Slogans wie
"Haut die Kanaken"
und
"haut die Glatzen, bis sie platzen!"

Wo bitte ist der Unterschied?
Ich kann ihn nicht sehen, ich kann ihn nicht finden.

Vor allem nicht, wenn ich mich in die Rolle es Gejagten, des Verfolgten, des Unterdrückten, des "Untermenschen" versetze.
Diskriminiert, verfolgt, erniedrigt, ermordet.

Tot ist tot.
Egal, "dank" welcher Ideologie.

Sollte er doch recht gehabt haben, Wladimir Illitsch Ulanov, besser bekannt als Lenin, der da dereinsten feststellte
"Manche Genossen sind so links, dass sie schon wieder rechts sind!"

Ist es denn in Wahrheit Politik, Ideologie, -ismus, egal was davor steht, nichts anderes als eine andere Verbrämung, ein anderer Deckmantel für ein und dasselbe Streben und Ziel?

Macht.
Unterdrückung, Vernichtung, Verfolgung um die eigene Macht, die eigene Herrschaft zu sichern, auszubauen.
Absolute Macht.
Ohne Widerstand, ohne Widerspruch.
Um jeden Preis.
Denn der Zweck heiligt die Mittel und die Geschichte schreiben die Sieger.

Verbrechen bleibt Verbrechen und Verbrecher bleibt Verbrecher.
Aber wir, unsere Gesellschaft macht da offensichtlich Unterschiede.

Wir beklagen uns über "rechte Banden und ihren Terror", zeigen aber Verständnis für die Anliegen autonomer Gruppen und ihren - leider, aber offensichtlich notwendig - nicht immer ganz so gewaltfreien Kampf, bedauern sie, die bei ihrem Versuch gegen die Globalisi
erung anzukämpfen - macht kaputt, was euch kaputt macht, und wenn es sein muss mit Pflastersteinen Molotowcocktails, ....nicht wahr, herr Minister - von reaktionären, "Prügelpolizisten" misshandelt werden, wir stehen immer auf der rechten Seite und die ist nun mal links, im Zweifelsfall immer gegen staatliche Strukturen (es muss doch noch irgendwo das Feuer der Revolution unter der Asche brennen, wofür sind wir schließlich damals auf die Straße gegangen - nur aus Jux und Tollerei, weil wir ideologisch so verblendet waren, dass wir freiwillig eine Diktatur, Terror und katastrophale wirtschaftliche Verhältnisse eingetauscht hätten, hätten wir gewonnen?).

Wir nehmen zur Kenntnis, das die Nachfolger jener, die den antifaschistischen Schutzwall errichteten, um das Volk gegen den bösen Kapitalismus zu schützen, die Verlockungen einer degenerierten, faschistischen Welt fernzuhalten, von den Segnungen des Wahren Sozialismus zu überzeugen und wenn es sein musste, auch durch Gefängnis, nun an den Überresten jener Mauer, die sie heute noch verteidigen, Kränze niederlegen, zum Gedenken an ihre eigenen Opfer ...

Wie mag es denn jenen gehen, wenn sie wüssten, das ausrechnet ihr Karl Marx schlagender Burschenschafter war, wo doch diese der Hort allen reaktionären Übels sind.

Wir sind liberal, pfeifen auf Werte, achten darauf, keine "belasteten" Begriffe zu verwenden - wenn wir alles vermeiden würden, was irgendwann ein Verbrecher, ein verbrecherisches Regime für sich vereinnahmt hat, dann müssten wir wohl verstummen, aber wehe, es kommt wer und redet von Regeln, von Ordnung, von Pflichten.......

Wir passen uns an, stellen keine unerlaubten, inkorrekten Fragen, wie was denn da mit den Armeniern war, im NATO Partnerland Türkei, warum denn ausgerechnet Zionismus keine rassistische Ideologie sei, warum die USA bereits angekündigt haben, der Weltkonferenz über Rassismus fernzubleiben, warum es keine Sammelklagen der Indianer geg
en die US Regierung gibt, warum Wirtschaftsbeziehungen es verbieten....,......

Aber wie gesagt, es gibt mehr als eine Wahrheit und Geschichte schreiben die Überlebenden, die Sieger.

Ihre Wahrheit ist die alleingültige.
Wenn dann die alleingültige sozialistische Wahrheit auf die alleingültige westlich-demokratische U.S. Wahrheit trifft, kann es schon vorkommen, dass da was nicht ganz übereinstimmt.

Aber im Zweifelsfall sind wir - in der Tiefe unserer Herzen - antiamerikanisch aus Tradition, europäisch, liberal, tolerant und antifaschistisch (was immer das auch bedeuten mag)

Justitia trägt eine Augenbinde - unsere Gesellschaft ein Klappe über dem linken Auge.

Es ist noch immer nicht opportun Verbrechen als solche zu bezeichnen, wenn sie von links kommen, da wird beschönigt, herumgeredet, argumentiert .....

Nur andersherum

Kollektivschuld.
Sippenhaftung, Verallgemeinerungen.
Juristisch unmöglich.
Von jedem Gesetzgeber in jedem einigermaßen zivilisieren Land ausgeschlossen.

Aber wen schert's - offensichtlich






Fazit: